Forum: Politik
Trumps Amerika: Wenn Demokratien kippen
Edel Rodriguez/ Der Spiegel

Über den bedrohlichen Präsidenten Donald Trump und die Medien.

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pethof 07.02.2017, 21:18
330. Das Köpfen der Freiheit war schon lange vorher vollbracht

„Die Freiheitsstatue ist seit 1886 das amerikanische Sinnbild von Freiheit und Demokratie….“ behauptet Herr Brinkbäumer.
Ein US-amerikanischer Zeitgenosse aus jener Zeit, Bernhard Shaw, hatte schon damals eine extrem gegenteilige Meinung dazu:
„Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken zu kommen, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten, wäre selbst ich nicht gekommen.“
Schon damals klafften Wunschvorstellung und Realität weit, weit auseinander. Schon gar nicht zu sprechen von der jüngsten Vergangenheit nach dem 11. September. Von Freiheit konnte keine Rede mehr sein. Trump brauchte hier nichts mehr zu köpfen. Das Werk war bereits vollbracht.

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gula19 07.02.2017, 21:21
331. Hysterisch

Ein völlig hysterischer SPON Artikel, der mit der Realität wenig zu tun hat. Der Autor scheint nicht mehr in der Lage zu sein klar zu denken. Ich finde Trump´s Aktionen teils gut teils weniger Grund, aber ich sehe keinen Grund für derartig beleidigende und abwegige Karikaturen wie sie der Spiegel zeigt.

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Aberlour A ' Bunadh 07.02.2017, 21:24
332. Was Trump mit Füßen tritt, ist wohl offensichtlich

Zitat von HarleyDavidSonOfABitch
Ich habe daraufhin noch einmal kurz die Verfassung der USA bis hin zum "XXVII. Amendment" (den II. Zusatzartikel über das "Recht des Volkes zum Besitz und Tragen von Waffen" eingeschlossen) überflogen und frage Sie, wo genau DT welchen Artikel der Verfassung mit Füßen tritt? Möglicherweise ist mein Englisch nicht gut genug, um die betreffenden Stellen identifizieren zu können, möglicherweise ist der von Ihnen unterstellte Verfassungsbruch (das impliziert ja das "mit Füßen treten") Trumps auch nur ein gefühlter. Das Abkanzeln von Anderson Cooper war maximal peinlich und eine politische Dummheit, aber beileibe kein Angriff auf die Pressefreiheit. Der 120-tägige Einreise-Stopp für Jemeniten aber nicht für Saudis ist nicht nachvollziehbar, dient aber gerade wegen letzterem nicht als Beweis für die Einschränkung der Religionsfreiheit. Na ja, und Trumps verächtliche Kommentare zu den "Pussy Hats" bestätigen eigentlich nur sein allseits bekanntes Frauenbild und das wollen Sie doch nicht ernsthaft als Abschaffung der Versammlungsfreiheit werten? Damit wir uns nicht missverstehen: Mir ist Trump zutiefst zuwider, vor allem weil ich ihm nicht abnehme, das Amt von seinen privaten wirtschaftlichen Interessen trennen zu wollen (das hat Martin Schulz in Brüssel übrigens auch nicht geschafft), aber diese in Deutschland interessensgeleitet verbreiteten Weltuntergangsszenarien, Hitler-Vergleich inklusive, sind einfach nur peinlich (gab es sie doch nahezu wortgleich auch bei Amtsantritt Ronald Reagans).
Ich kann mich nicht erinnern, dass zur Amtseinführung von Ronald Reagan ein amerikanischer Wirtschafts-Nobelpreisträger (Edmund Phelps) warnen musste, vor "bullying corporations" eines US-Präsidenten. Phelps: "This is an expansion of corporatist policy the likes of which have not been seen since the fascist German and Italian economies of the 1930s." Dabei könnte man über diese Form der ökonomischen Selbstkasteiung eines ahnungslosen Präsidenten-Wirrkopfs noch lächeln, wenn auch Phelps mahnt: "Policymakers must wake up to the dangers of resurgent corporatism under Trump. Such an approach to today’s economic stagnation and deprivation threatens to drive a silver spike into the heart of innovation – and the American working class." Es ist die unglaubliche Respektlosigkeit Trumps gegenüber dem basalen Grundpfeiler jedes liberal-freiheitlichen RECHTSSTAATES - der GEWALTENTEILUNG - die sämtliche Alarmglocken angehen lassen muss. Und genau in dieser Hinsicht trifft das besagte Cover des Spiegel den Nagel auf den Kopf.

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Matzimaus 07.02.2017, 21:26
333. Eine Vorlesung...

Zitat von texhex
Was Trump mit Hitler zu tun hat und wo die Parallelen zu dessen Machtergreifung liegen, wird ja seit Tagen ausführlich dargelegt. Auch Sie müssen es mitbekommen haben. Wenn Sie das also als "Schwachsinn" und "Phantasterei" abtun - die wahrscheinlich denkbar stärksten Verneinungen einer These - dann müssten Sie jetzt die bekannten und offensichtlichen Beispiele für Parallelen aufnehmen und argumentativ entkräften. Aber das wird zu schwierig, am besten kotzen Sie einfach noch ein oder zwei weitere 100 Zeichen Postings raus und legen sich dann vor die Glotze.
Müsste man eine Vorlesung halten über Schopenhauers "Die Kunst, Recht zu behalten", Ihr Beitrag wäre ein anschauliches Beispiel.

- die Argumente lägen da, wer sie nicht findet, kann oder will nicht.
- eine Hypothese müsse falsifiziert werden.

Wie wollen Sie (aus abstrakter Sicht) etwas beweisen, was nicht da ist? ´Hypothesen müssen vom Aufstellenden untermauert werden. Die Hitler-Analogien stehen aus meiner Sicht auf seeeeehr schwachen Füßen.

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alleghieri 07.02.2017, 21:27
334. Hysterie

Der Kommentar ist ein Mischung aus deutschem Oberlehrertum und der Hysterie ohne die man hierzulande anscheinend keine Diskussion führen kann. Übrigens war die Immigration in die USA bis in die 60er-Jahre hinein genau geregelt; die ethnische Zusammensetzung der Immigranten musste einem bestimmten Bevlkerungsdurchschnitt der USA entsprechen, der aus den Jahren vor dem 1. Weltkrieg stammte. Also: Wir Deutschen erklären den Amerikanern was amerikanisch ist. Fakten interessieren dabei nicht, denn es geht um etwas Höheres: nämlich ums Prinzip!

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Beat Adler 07.02.2017, 21:27
335. Was setzte Trump um, das er versprochen hat?

Zitat von ruediger
DT setzt als Präsident ziemlich genau dass um, was er vor der Wahl versprochen hat. (eher ein bisschen weniger als mehr). Er wurde demokratisch von den Amerikanern (und nicht den Deutschen) gewählt. Das einzig undemokratische was ich sehen kann ist die völlig einseitige Propaganda (Berichterstattung kann man soetwas nicht mehr nennen) bei uns (und zT auch in den USA). Wenn man so weiter macht gibt es keine Demokratie mehr, weil die Mainstream Medien meinen die Wahrheit gepachtet zu haben und alles alternativlos ist (und auch noch eine Facebook Zensur wollen). Man kann sachlich kritisieren was DT tut, sollte dann aber auch mal in den Spiegel (und ich mein nicht das Magazin) schauen was wir Deutschen tun: Darf irgendein normaler Bürger aus den 7 Ländern tatsächlich einfach nach Deutschland kommen, ohne vorher von irgendwelchen Schleppern übers Mittelmeer gebracht zu werden? Wann bekommt er einen Termin in der Botschaft für's Visum? Diese Woche oder doch erst nächstes Jahr? Oder belügen wir uns da mit einer Scheinfreiheit selbst? Ich find den BILD Kommentar dazu ganz zutreffend (und ich bin wahrlich kein BILD Freund).
Was setzte Trump um, das er versprochen hat? Bitte um Erlaeuterung. Danke im voraus.
mfG Beat

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redwed11 07.02.2017, 21:27
336.

Zitat von Genüßlich
Nur weil es einem nicht passt, kippt da noch lange nichts. Bei den demokratisch nach wie vor weniger erfahrenen Deutschen vielleicht, weil die eigne poltische Sichtweise immer als die einzig richtige und damit als einzige demokratische zu geltende gesehen wird. Die USA haben dagegen einiges mehr hinter sich, was Deutschland längst in den Abgrund geführt hätte und hat. So wot? Im Übrigen Blick in die Türkei, wenn dann bitte. Die ist zum einen wesentlich näher, nimmt zum anderen direkten Einfluss auf uns und hat 2, 5 Mio. Leute von sich bei uns rumlaufen, die zumeist gewillt sind, Erdogan zu huldigen.
Welch eine naive Sicht der Dinge die im Moment in den USA vor sich gehen.
Da hält ein Psychopath die Knöpfe des weltgrößten Atomwaffenarsenals in den Händen. Da werden immer öfter Grundpfeiler der Demokratie, wie die nicht genehm schreibende Presse auf das mieseste niedergemacht. Da werden unabhängige Richter, nur weil sie ein nicht genehmes Urteil sprechen, (bisher) verbal niedergemacht. Jeder Widerspruch wird als Ungeheuerlichkeit gebrandmarkt.
Falls Sie es noch nicht festgestellt haben aber aus solchen Zutaten werden Diktaturen geboren. Auch wenn Sie diese Tatsache verharmlosen wollen und mit einem Vergleich zur Türkei zu relativieren versuchen.
Die Türkei ist keine Weltmacht, weder mit ihrer Währung, weder mit ihrer Wirtschaft, weder mit einer allen überlegenen Militärmaschinerie. All das aber haben die USA und daher ist die Lage so gefährlich. Auch für Europa und ein Vergleich mit der kleinen Regionalmacht Türkei ist daher absurd.

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ronvalentini 07.02.2017, 21:31
337. wirklich?

Zitat von mborevi
... als Deutsche nur zu gut, wie schnell eine radikale Klicke durch ganz demokratische Wahlen an die Macht kommen kann. Und ein Land innerhalb von 12 Jahren komplett zerstören kann. Für die USA kann man nur hoffen...
Ich höre diesen unsäglichen Vergleich immer wieder, und muss den Kopf schütteln über solch eine Oberflächlichkeit. Lesen Sie sich doch bitte mal die Geschichte der 3 Reichtagswahlen innerhalb eines Jahres, d.h. 1932/33 durch, und denken mal genau nach wie zulässig es ist, auf derartige Parallelen bei den Haaren herbeizuziehen.

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mimamausebär 07.02.2017, 21:32
338.

Zitat von joG
Interessieren würde mich, wieso die nicht dem Staatssektor zuzurechnenden Medien sich anschließen, ist mir nicht ganz klar.
Es gibt in Deutschland kaum noch staatsunabhängige oder gar -ferne Medien. Das verbindende Glied sind die Parteien. Testen Sie mal aus, wie SPON unter seinen Martin-Schulz-Jubel-Artikeln moderiert.
Unabhängigkeit gibt es nur noch in den Extremen, was die Leser längst begriffen haben: Während die Zeitungsverlage einen herben Schwund verzeichnen, können Junges Deutschland und Der Freitag ihre Auflagen noch steigern.

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_hal_ 07.02.2017, 21:34
339. Wenn man das hier so liest...

Die Medien werden Opfer ihres eigenen Alarmismus: Wer alle 2 Min "Feuer" schreit, dem glaubt man nicht, auch wenn es wirklich brennt...

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