Forum: Politik
Trumps Amerika: Wenn Demokratien kippen
Edel Rodriguez/ Der Spiegel

Über den bedrohlichen Präsidenten Donald Trump und die Medien.

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unumvir 07.02.2017, 21:34
340.

Zitat von texhex
(...)Vergleiche diejenigen Menschen, die demokratisch an die Macht kamen und dann die Demokratie mit ihrer Macht abbauten. (...)
Das ist, mit Verlaub gesagt, Geschwafel!


Was zählt, sind die Taten - und nun möge man auch nur eine einzige Tat der neugewählten US-Regierung benennen, die in einer Weise darauf hindeutet, dass da "Demokratie abgeschafft" werden soll, die stärker und berechtigter Anlass zur Sorge gibt als dies jedes deutsche Gesetzesvorhaben tut, das vom BVerfG einkassiert wird.

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breguet 07.02.2017, 21:35
341. Das Pendel

Wenn Demokratien kippen, dann hat vorher jemand etwas falsch gemacht. Ich glaube aber nicht das die Demokratie in Amerika kippt, sondern das Pendel welches zu stark nach links ausgeschlagen hat, schlägt jetzt auch nach rechts zu stark aus. Es wird sich wieder beruhigen wenn einige Dinge in Ordnung gebracht wurden.

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tommi316 07.02.2017, 21:35
342. Der Spiegel

lehnt sich mit dem Foto/Bild weit aus dem Fenster. Die Tage wo so etwas funktioniert hat, sind lange vorbei. Die Berichterstattung in Sachen Trump, war die letzten Tage eh nur einseitig. Traurig

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redwed11 07.02.2017, 21:36
343.

Zitat von CorpRaider
Die Gewaltenteilung in den USA funktioniert ausgezeichnet. Trump kann sich über Richter aufregen, vor Wut schäumen, sie von mir aus über Twitter beschimpfen, das ist ein schlechter Stil, aber es schafft die Demokratie nicht ab, denn letztlich kann er nur rechtlich in Berufung gehen. Der US-Präsident steht nicht über dem Gesetz und das bleibt auch so. Seine Politik muss der Rechtssprechung standhalten. 2020 ist die nächste Wahl und sie wird stattfinden. Insofern ist das ganze Gerede darüber, die USA würden sich von der Demokratie abkehren schwachsinnig. Zudem ekelhaft wie sich Brinkbäumer im Eigenlob über das vermeintlich geniale Cover suhlt. Es zeigt um was dem SPIEGEL einzig geht: Aufmerksamkeit. An mir werden sie jedenfalls keinen Cent verdienen.
Das Gerede, die USA würden sich von der Demokratie abwenden, ist keineswegs schwachsinnig. Richter lassen sich mit Scheinargumenten ganz schnell absetzen und durch willfährige Richter ersetzen. All das hat die Geschichte gezeigt. Wenn dann noch eine gehörige Portion Chauvinismus dazu kommt, ist die Demokratie schon ein gewaltiges Stück ausgehebelt. Werden das Militär und die Geheimdienste mit viel Geld geködert ist die Demokratie Vergangenheit.Wie Wahlen manipuliert werden können zeigen die US Wahlen mit ihrem Wahlmännerprinzip deutlich.
Gerade wir Deutsche haben da so unsere Erfahrungen. Das sollten wir nie vergessen.

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JaguarCat 07.02.2017, 21:39
344. Ja, Ihr habt recht

Ja, Ihr habt recht. Trump ist einer von den bösen, die Öl ins Feuer gießen. Allerdings muss man auch dem Spiegel eine Mitschuld geben, wenn er Verbrechen der Vorgängerregierung - und ich meine hier insbesondere die inszenierten Anschläge vom 11.09.2001 - nicht ausreichend aufklärt. Klar ist es einfacher, Hinweise auf haarsträubende Fehler in der offiziellen Untersuchung der Anschläge vom 11. September als "Verschwörungstheorie" irgendwelcher Spinner abzutun, als selber zu recherchieren... So stirbt halt die Demokratie Stück für Stück für Stück, und Machtmissbrauch und Willkür bahnen sich ihren Weg.

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ThomasFonsinnen 07.02.2017, 21:41
345.

Zitat von kuac
Schön wäre es. Er ist ein Blender. Wissen Sie wieviele Handwerker er gefeuert hat und wieviele Handwerkerrechnungen er nicht bezahlt hat? Wissen Sie auch, dass seine Tochter Ivanka ihre Schmuckkollektion in China billig anfertigen lässt und teuer in den USA verkauft?
....nein, das weiß ich nicht...vielleicht können sie uns die entsprechenden Belege zur Verfügung stellen..... nicht, dass wir hier auch von Fake News reden....und die Fertigung in Billiglohnländern , bzw. die Änderung dieser weltweit etablierten Produktionskette, ist ein zentrales Wahlversprechen Trumps geween....warten wir mal ab, wie er dies zu ändern gedenkt....

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Einervondrei 07.02.2017, 21:43
346.

Zitat von ruediger
DT setzt als Präsident ziemlich genau dass um, was er vor der Wahl versprochen hat. (eher ein bisschen weniger als mehr). Er wurde demokratisch von den Amerikanern (und nicht den Deutschen) gewählt. Das einzig undemokratische was ich sehen kann ist die völlig einseitige Propaganda (Berichterstattung kann man soetwas nicht mehr nennen) bei uns (und zT auch in den USA). Wenn man so weiter macht gibt es keine Demokratie mehr, weil die Mainstream Medien meinen die Wahrheit gepachtet zu haben und alles alternativlos ist (und auch noch eine Facebook Zensur wollen). Man kann sachlich kritisieren was DT tut, sollte dann aber auch mal in den Spiegel (und ich mein nicht das Magazin) schauen was wir Deutschen tun: Darf irgendein normaler Bürger aus den 7 Ländern tatsächlich einfach nach Deutschland kommen, ohne vorher von irgendwelchen Schleppern übers Mittelmeer gebracht zu werden? Wann bekommt er einen Termin in der Botschaft für's Visum? Diese Woche oder doch erst nächstes Jahr? Oder belügen wir uns da mit einer Scheinfreiheit selbst? Ich find den BILD Kommentar dazu ganz zutreffend (und ich bin wahrlich kein BILD Freund).
Was für eine Verdrehung der Tatsachen, von Ursache und Wirkung.
Das was Trump umsetzt ist stümperhaft und gefährlich.
Hitler wurde auch demokratisch gewählt, was heißt das schon für die Rechtmäßigkeit des zukünftigen Handelns?
Wieso ist eine demokratische Meinungsäußerung ihrer Meinung nach undemokratisch. Es ist ein Grundrecht. Was Sie! wollen ist Zensur.
Was Ihnen nicht passt muss weg!
Vorsicht, wer mit den Hunden schlafen geht, muss sich nicht wundern, wenn er mit Flöhen aufsteht.

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tjinsz 07.02.2017, 21:49
347. Leftists and left liberals are perplexed

Leftist and left liberals are perplexed that their ideology doesn't work anymore: drinking fair trade coffee, hoping to have made the world a better place, withdrawing to their yoga mats, which is a Western symbol of unbearable individualism, and receiving enjoyment when reading biased articles about China, Russia, Turkey, etc . They complain about Trump, but (secretly) admired Obama, the previous gurantor of vulgar individualism, who "invented" the drone war, stongly restricted refugees to enter US soil, largely ignored white collar workers, pushed for international trade agendas, and based his political compagne on cultural struggle (omitting real class struggle). Indeed, thanks to Trump and all other populists, this is the best time for the West to reinvent itself. Trump is not the answer, but something is deeply wrong with Western ethics and values. They are only the other side of the same coin of capitalism.

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Wembley 07.02.2017, 21:49
348. Man vergleiche

Vetternwirtschaft? -Die gab es unter vielen US-Präsidenten, darunter der Medienliebling Kennedy, der biedere Carter, die Bushs (natürlich), etc. etc.
Verbindungen zu zwielichtigen Gestalten? -Auch hier gibt es einige andere Beispiele, von denen Präsident Warren G. Harding wohl der bekannteste ist.
Kriege? -Bitte sehr, hier sind die Beispiele zahlreich, insbesondere, wenn man die vielen kleinen, schmutzigen Interventionen im Hinterhof der USA mitrechnet. Ach ja, und wenn Präsident Roosevelt ein Pazifist gewesen wäre?
Der "Messias" Obama musste nach und nach erkennen, dass ein US-Präsident zwar der mächtigste Mann der Welt sein mag, allerdings aufgrund der checks and balances zumeist nur theoretisch. Dieser Lernprozess steht Trump noch bevor, und er wird unvermeidlich erfolgen. Die USA sind wohl die stabilste Demokratie der Welt, allenfalls noch übertroffen von England. Also keine Bange.

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Stefan_G 07.02.2017, 21:49
349. zu #1

Zitat von joG
....solcher Tatbestände nachgeprüft, wie sie Trump zur Last gelegt werden. Ich mag Trump überhaupt nicht und als President ist er kontraindiziert. Aber ich habe die Texte gelesen oder ggf die Videos geschaut. Die Berichterstattung ist postfaktisch hier und in Teilen der US Medien. Die Situation wird aufgebauscht. Die Berichterstattung ist einfach falsch in sehr vielen Punkten. In den Staaten ist klar, wieso seine politischen Feinde hetzen. Wieso die Politiker in der EU oder Deutschland dies tun, erklärt sich vermutlich über die Notwendigkeit einen Außenfeind zu haben um die EU zu festigen. Interessieren würde mich, wieso die nicht dem Staatssektor zuzurechnenden Medien sich anschließen, ist mir nicht ganz klar.
Auch Sie reihen sich in die lange Reihe der gleichgeschalteten Foristen ein, die grundsätzlich jede der bisherigen Aktion von Trump verharmlosen - geschenkt.
Aber mich würde doch interessieren, welche Medien Sie "dem Staatssektor zurechnen".

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