Forum: Politik
Trumps Amerika: Wenn Demokratien kippen
Edel Rodriguez/ Der Spiegel

Über den bedrohlichen Präsidenten Donald Trump und die Medien.

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u.h.moeller24 07.02.2017, 18:08
50. Volle Zustimmung

Genau so ist es! Geben Sie kein Pardon! Weder die Politiker noch die Medien haben Grund, den SPIEGEL wegen des Titelbildes zu kritisieren. Die Gefahren für die Demokratie sind diesseits und jenseits des Atlantiks mit Händen zu greifen. Protest, ja Widerstand sind gefordert und nicht Händchen halten wie bei May.

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markus.w77 07.02.2017, 18:08
51. wow

so siehts aus, ich finde das Titelbild genial!
Nur wenn man schreit, weckt man tote auf.
Die Lüge Hoffähig machen, ist im Moment die Strategie. Bleibt wachsam und laut!

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nofreemen 07.02.2017, 18:09
52. Aufruf zum Ungehorsam

Sie können sich wehren, zappel, strampeln, schreien, toben, lügen etc. soviel sie wollen. Es nützt nichts.

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bigroyaleddi 07.02.2017, 18:10
53. Eine gute Analyse - eigentlich unserer eigenen Vergangenheit.

Denn unser Adolf kam auch mal ganz korrekt gewählt an die Macht. Jeder weiß, was daraus geworden ist. Und es steht ganz sicher zu befürchten, daß ganz viele - aus welchem vielleicht auch gutem Grunde - einknicken werden. Ich wohne hier in Deutschland und kann folglich diese Tragödie nur von aussen betrachten.

Aber Leute, glaubt mir, wenn wir nicht aufpassen kommt dieser Trumpvirus auch über uns und unsere Nachbarn.

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ardbeg17 07.02.2017, 18:11
54.

Die amerikanische Demokratie wird Trump überstehen. Und wir auch. Trump dagegen nicht mal eine Amtszeit. Er muss jedoch lange genug im Amt bleiben, damit genügend seiner Anhänger merken, was sie getan haben.

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quark2@mailinator.com 07.02.2017, 18:12
55.

Vermutlich haben viele Leute bis 1990 und erst recht noch kurz danach geglaubt, das finstere Mittelalter wäre vorbei und die Soziale Marktwirtschaft kombiniert mit Rechtsstaat und Demokratie wäre die Lösung für eine gute Balance zwischen Wirtschaft und Leben - für alle Menschen. Nun, wie immer offensichtlicher wird, kommt der soziale Teil zunehmend unter die Räder, was offenlegt, daß es auch mit dem demokratischen Teil nicht so weit her ist. Und wenn man sich dann auf den Rechtsstaat verlassen will, um Fairness zu erhalten ... forget it. Trump etc. sind nur Phänomene der zunehmenden Ungerechtigkeit auf der Welt, dieser absurden Verteilung des Reichtums, welchen vornehmlich arme Menschen erwirtschaften. Und wenn, wie SPON berichtete, die 8 reichsten Menschen soviel besitzen, wie die ärmere Hälfte der ganzen Weltbevölkerung (also über 3500 Millionen Menschen), dann liegt aus meiner Sicht dort die Ursache. Die Politiker als Vertreter des Volkes sind zu schwach, um dem Einhalt zu gebieten, insbesondere weil ihr Hauptfokus meist auf dem Machterhalt liegt und nicht darin, es richtig zu machen (die Korrelation zwischen diesen beiden Zielen ist leider auch nur schwach (Wahrnehmung ungleich Wirklichkeit)).

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Jor_El 07.02.2017, 18:12
56. Super Titelbild

Zeigt die Lage in den USA seit Trump exakt. Ich finde den Vergleich zum IS angemessen, sind doch Rechtsextremismus und radikaler Islamismus doch wesensgleich. EinzigerUnterschied: Rechtsextremismus beruht auf Nationalismus und/oder Rassismus, Islamismus auf Religionszugehörigkeit.

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wroehre 07.02.2017, 18:12
57. kann man wohl nichts machen ?!

...so meine lieben leser, da steht es - schwarz auf weiss: der mensch kann nicht leben mit dem was er hat - er WILL veränderung. ganz tief in sich. die mahner werden sich die lunge aus dem hals schreien.

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Marinus_Ladegast 07.02.2017, 18:13
58. Was Trump noch fehlt ...

... ist der richtige Anlass, um den letzten Widerstand zu brechen.

Bismarck missbrauchte ein Attentat auf Wilhelm I., um die Sozialdemokraten zu verbieten. Hitler hatte seinen Reichstagsbrand, Erdogan seinen echten oder inszenierten Putschversuch. Ohne den 11. September kein Patriot Act. Mit Ausnahme des 1. Weltkriegs begann praktisch jeder Krieg seit Ende des 19. Jahrhunderts mit einem Ereignis, das erstunken und erlogen war, aber die Öffentlichkeit genug aufpeitschte, um eine Kriegserklärung zu "rechtfertigen": vom angeblichen spanischen Überfall auf das US-Schiff USS Maine 1898 über die "Brutkastenlüge" 1990 bis hin zu nicht existierenden irakischen Massenvernichtungswaffen 2003.

Meine Prognose: Innerhalb der nächsten vier bis fünf Monate wird irgendwas in den USA geschehen, was die Öffentlichkeit so entsetzen wird, dass Trump medienwirksam seine große Säuberung wird starten können. Ich hoffe, dass die kritischen Stimmen dann standhaft genug sind, sich dem zu widersetzen.

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dweird 07.02.2017, 18:13
59. Was heißt hier eigentlich demokratisch gewählt?

Dem täglichen Trump-Bashing - aber was will man als Journalist angesichts solch eines Präsidenten anderes machen? - folgt oft das reflexhafte "nun lasst ihn doch erst mal machen, schließlich ist er der demokratisch gewählte Präsident der USA!"
Seit wann ist eine demokratische Wahl eine Legitimation, die jeden Irrsinn rechtfertigt? Wenn jemand ohne jede Zurückhaltung alle kulturellen und zivilisatorischen Grundsätze der letzten 70 Jahre über den Haufen wirft und geradezu lächerlich macht, und Nationalismus, Rassismus, Sexismus und schlicht Menschenverachtung zur Staatsdoktrin macht, dann ist man als Journalist geradezu verpflichtet, den Finger immer wieder in die Wunde zu drücken. Jeden Tag - dorthin, wo es am meisten weh tut.
Gerade wir Deutschen wissen, wohin demokratische Wahlen führen können. Die Weimarer Republik war sicher nicht fehlerlos, aber dennoch ist über größeren Wahlbetrug nichts bekannt. Letztendlich waren es dann doch demokratische Wahlen, die 1933 der NSDAP zu fast 44% der Reichstagssitze veholfen haben. Und am nächsten Tag war Adolf Hitler Reichskanzler und die erste deutsche Demokratie war Geschichte. Die Breitbart News hießen damals noch Stürmer, und Hitler hatte ebenfalls so manchen Einflüsterer, der ihn in seinem Wahnsinn bestärkte - unterstützt vom Großkapital, dass sich Vorteile versprach.
Heute kann keiner mehr sagen, er hätte doch nichts gewusst.

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