Forum: Politik
Trumps Amerika: Wenn Demokratien kippen
Edel Rodriguez/ Der Spiegel

Über den bedrohlichen Präsidenten Donald Trump und die Medien.

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o.schork 07.02.2017, 18:21
80. Leider wahr

Und in 10 Minuten wird Ihnen der Erste geschrieben haben, dass Trump eine Mehrheit hatte (hatte er nicht) und Sie dem Präsidenten der Vereinigten Staaten gefälligst Respekt zu zollen haben. Was aktuell in der Welt geschieht ist unfassbar. Demagogen haben Großbritannien den Brexit beschert, in Ungarn, Russland, Polen, der USA, Frankreich, der Türkei haben Nationalisten Oberwasser und die AfD steht in den Startlöchern. Und die Sozialdemokraten schicken auch einen Popilisten vor der "endlich" Steuern für die Reichen erhöhen mag, weil die ja erst 80% der Steuern zahlen. Popilismus, Nationalismus, Lügen, Kleptokraten, Autokraten, Mörder, Schwachsinnige wo man hinsieht. Und diese Leute machen aus Demokratien Gameshows mit "like-button". Es macht mir Angst.

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ratloserleser 07.02.2017, 18:22
81. Warum die Aufregung?

Im Gegensatz zu "unseren" Politikern hält Trump seine Wahlversprechen ein; dies zwar "nur" per Dekret, aber in atemberaubenden Tempo. Ob und in wie weit diese Dekrete tatsächlich umgesetzt werden wird sich zeigen, wie beim "Einwanderungsverbot", das gerichtlich für verfassungswiedrig erklärt wurde.
Strafzölle? Wird sich auch zeigen und die betroffenen Länder werden Gegenmassnahmen treffen; so what...wie bei vielen anderen Dingen auch.
Zuletzt auch noch "Panikmache": "Worauf wollen wir warten?...Darauf, dass er seinen ersten Krieg beginnt? "
Als wenn das bei amerikanischen Präsidenten etwas besonderes wäre; mir fällt kein US Präsident ein, der nicht einen Krieg begonnen, oder zumindest weitergeführt hat.
Wie wäre es denn mal mit einem Interview mit Donald Trump, statt einseitiger Meinugsmache? Dies könnte wesentlich erhellender sein, möglicherweise sogar Missverständnisse beseitigen, anstatt Ängste zu schüren, die bis jetzt nicht begründet sind.
Übrigens: mir ist Donald Trump sehr unsympathisch, einige seiner Ansichten kann ich nicht teilen, andere jedoch schon. Trump ist nunmal demokratisch gewählter Präsident, damit sollte man sich abfinden.
Der Despot vom Bosporus, der Irre aus Nordkorea, oder die unberechenbaren Mullahs aus Teheran, machen mir wesentlich mehr Sorgen!

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andihh75 07.02.2017, 18:24
82.

Ihr seid so armselig in eurer Berichterstattung und in den Kommentaren! Es ist einzig der Versuch des Establishments und dessen Medien,Trump zu diskreditieren und gegen ihn Stimmung zu machen! Er ist demokratisch gewählt und hat somit seine Legitimation! Genau,wie (leider) auch unsere Regierung ihre Legitimation hat!Habt ihr hier bei SPON schon jemals eine Rede von Trump in Gänze wiedergegeben oder gar veröffentlicht?Nein,ihr veröffentlicht nur das,was in eure und die Agenda der Eigentümer der Medien passt!An sich ist allein schon die Tatsache, dass ihr z.B. einfach unkommentiert lasst,dass die Bilder der Amtseinführung einfach zu einem früheren Zeitpunkt aufgenommen wurden als bei Obama! Unkommentiert lasst ihr auch,dass Trump,in Zusammenhang mit Putin,sinngemäß sagte,dass die USA nicht auf die Fehler anderer Länder zeigen und dabei quasi ähnlichen Dreck am Stecken haben dürfen!Warum reißt ihr so vieles aus dem Zusammenhang oder berichtet unsauber? Was soll das?Könnt ihr nicht verstehen, warum Trump von Fake News in Zusammenhang mit den sogenannten Qualitätsmedien spricht?Ich verstehe es und denke ähnlich,erwarte saubere Recherche und Beleuchtung von allen Seiten,dies tut ihr nicht,als vierte Gewalt im Staat taugt ihr nicht mehr,betreibt ihr doch fast ausschließlich Propaganda!Überhaupt handelt es sich hierbei nur um meine Meinung!

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horado 07.02.2017, 18:27
83. Das einzig Bedrohliche ...

sehe ich derzeit
a) in der aktuellen auf breiter Front äußerst einseitigen und außerdem deutlich überzogenen und somit hetzerischen Stimmungsmache (s. Spiegeltitel) gegen einen regelkonform gewählten Präsidenten der USA.
b) in der dementsprechend gleichermaßen einseitigen und überzogenen Berichterstattung zu Russland und Putin. Hier ist "bedauerlicherweise" der Dauerbrenner Aleppo den Medien mittlerweile weggebrochen. Im Vergleich dazu wird aktuell so gut wie kaum wahrnehmbar über Mossul berichtet und wenn doch, dann vergleichsweise ungeheuer behutsam und sensibel.

Wem das alles kein Kopfzerbrechen bereitet, der ist wahrscheinlich dauerbekifft.

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TomSupreme 07.02.2017, 18:27
84. In Zeiten wie diesen ...

... kann kein Vergleich, kein Wort und keine Darstellung zu drastisch sein um zu verdeutlichen was gerade los ist und worum es für uns alle geht. Traurigerweise hat es der ein oder andere immer noch nicht verstanden.

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traurigeAussenansicht 07.02.2017, 18:28
85. Ohnmacht ist in Deutschland schon Realitaet

Ich wohne seit mehr als zehn Jahren in Kanada und kann daher fuer beide Laende eine Aussensicht geben. Der Artikel bringt einige sehr wichtige Punkte, aber es wird nicht erwaehnt, dass in Deutschland die Ohnmacht schon Realitaet ist. Es ist fuer Aussenstehende unbegreiflich, wie Merkel nach ihrem Riesenfehler und weiterhin voellig planlos immer noch die aussichtsreicheste Kandidatin fuer die naechste Wahl sein kann. Aber es ist klar, keiner sieht Alternativen, da SPD, Gruene und Linke noch viel weniger die Probleme adressieren und die AfD dumpfe rechte Propaganda macht. Wo ist der Aufschrei der Mitte? Wo sind die Kandidaten, die sich vom Parteiengefuege losmachen und die Probleme offen angehen, ohne in Rassismus aber auch nicht Schoenfaerberei zu verfallen. Nichts von allem. Es tut sehr weh, aus der Ferne mit anschauen zu muessen, wie sich die Deutschland 'dem Schicksal ergibt'. Verglichen damit ist Amerika noch richtig aktiv. Und nein, ich vergleiche nicht Merkel mit Trump sondern nur die Reaktion der Bevoelkerung auf so dramatische Situationen.

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note4shape 07.02.2017, 18:28
86. Schrecklich wahr!

Ich schreibe als Permanent Legal Resident (Green Card holder) aus - dem Himmel sei Dank! - dem demokratischen Boston. Ich habe Glück. Denn ich bin nicht Non-White und auch nicht Muslim, und bin deshalb (nur deshab!!) vom Einreiseverbot ausgenommen (die derzeitige Reichsregierung in DC sieht Ausländer allerdings nur allzu gerne ausreisen). Trotzdem, mich beschleicht das Gefühl wie ich es kenne von so manchem Aufenthalt bei Freunden in der DDR in den 1980er Jahren. Der Unterschied ist, dass the American Republic, wie sie von ihren Gründern vorgesehen und – nicht ohne zeitweilig erbitterte Debatte - im Grundgesetz, the Constitution, verankert ist, tatsächlich am Ende sein wird wenn diese Demokratie kippt. Die Boykott-Aufrufe vor zwei Tagen gegen den Gross-Bierbrauer Anheuser-Busch infolge eines nun wirklich harmlosen Super Bowl Werbespots, der den Deutschen Immigranten Busch zum Thema hat, sind nur ein kleines Beispiel wie das abgeht. Ebenso andere Reaktionen von Leuten die sagen, solche Werbung sei "zu politisch". Alles muss, wenn die Demokratie selbst auf die Kippe steht, ausnahmslos politisch sein! Ich hege dennoch die Hoffnung, dass die USA noch nicht ganz verloren sind: in Nordkalifornien wurde vor wenigen Tagen ein Republikanischer Congress-Abgeordneter von seinen Waehlern, entsetzt über die ersten Wochen der Trump-Reichsregierung, derart bedrängt, dass er den Saal nur unter Polizeischutz verlassen konnte. Inzwischen gibt es Hunderttausende, wenn nicht mehr, die tagtäglich alle ihre Abgeordnete (auf jeder Ebene) und Senatoren (Staat und Bund) emailen, anrufen, anschreiben, und ansprechen. Mich würde es nicht überraschen, wenn die Republikanische Führung in Senat und Abgeordnetenhaus sich dazu entschlossen hat, President Trump, mittels dessen narzistisch-autoritären Durchregierens, jenes Seil knüpfen zu lassen, an dem er selbst eines Tages hängen wird. Anders kann ich mir die verdächtige Stille der Herren McConnell, Ryan und Genossen nicht interpretieren. Bis es soweit kommt (ich hoffe es, aber nichts ist mehr gewiss in the Divided States of America), werden sie den einer rechtsstaatlichen, freiheitlich-liberalen Demokratie unwürdigen juristischen Streit anlässlich des rassistischen, religiös-fanatisch anti-Muslimischen ("Americhristian") Einreiseverbots abwarten. Wie es in Abwandlung von William Shakespeare's Narr in dessen "König Lear" heisst: "Die Wahrheit wird geprügelt wie ein Hund. Indessen liegt der Schosshund am Kamin und darf stinken!" Dieser Schosshund ist das blutrünstige, lebensgefährlich-psychotische Ur-Faschsitische (entlehnt an Umberto Eco’s Abhandlung „Ur-Fascism“) Monster namens Steve Bannon.

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Actionscript 07.02.2017, 18:29
87. Auch in Deutschland gibt es ähnliche Kräfte,

Zitat von Raisti
das mal ein Tag vergeht an dem die deutschen Medien nicht 1000 und 1 Artikel zu Trump schreiben. Wir habens kapiert, Trump ist ein schlechter Mensch (sehe ich auch so) aber wir als Deutschen können nix gegen Trump machen und er hat auf unsere Lebenswirklichkeit hier in De bisher gar keinen / kaum Einfluss.
die noch nicht an der Macht sind (AFD). Von daher kann man garnicht oft genug warnen und den Einsatz hoch halten.

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Glocknerkönig 07.02.2017, 18:29
88. Mutig, vielen Dank

eines der besten Titelbilder die der Spiegel je gedruckt hat. Weiter so.

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ivo815 07.02.2017, 18:30
89. Augen auf!!

Ich sehe manche Foristen das Wort "Hysterie" schreiben und sagen, der wurde demokratisch gewählt und der setzt nur Wahlversprechen um. Nur waren letztere schon so absurd, dass die jeder normal denkende Mensch niemals ernst genommen hat und noch dazu davon ausgegangen war, dass Trump unwählbar sei. Gewählt haben ihn schlussendlich 25% der US-Bevölkerung, eine Minderheit also. Dass sich die normal denkende Masse dagegen wehrt (und hoffentlich nicht damit aufhört), hat mit Hysterie nichts zu tun! Man darf sich wehren, gegen Rassismus, Menschenfeindlichkeit und die Dummheit.

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