Forum: Politik
Trumps Außenpolitik: Das Ende der Brechstange
EDUARDO MUNOZ ALVAREZ/ AFP

Egal ob in China, Iran oder Nordkorea: Donald Trump kann auf internationaler Bühne bislang kaum Erfolge vorweisen. Das macht ihn nur gefährlicher.

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Nur ein Blog 15.05.2019, 16:41
210. Habe ich verpasst ... danke ...

Zitat von Kurt2.1
Es ist nicht bahnbrechend, aber vor ca. 1 Woche im TV: Ein US Arbeiter im flachen Land jubelte, weil er jetzt alle 2 Wochen 100 Dollar mehr Gehalt bekommt, außerdem noch eine Gehaltserhöhung und einen Bonus von seinem Chef wegen dessen Steuererleichterungen. Auf den Hinweis des Reporters, dass aber reiche Bürger viel mehr einsparen, konnte der Arbeiter nur lachen. Er sagte, mit den Millionen der Reichen habe er nichts zu tun. Ist ihm egal, was die kriegen. Jedenfalls hat er nach noch keiner Präsidentenwahl direkt mehr Geld bekommen, nur bei Trump. Natürlich werde er ihn wiederwählen......
Wähler werden nie "bahnbrechend" gewonnen.

Innenpolitisch hat der US-Präsident vergleichsweise wenig zu bestimmen, die Union ist gegenüber den Gliedstaaten weit schwächer gestellt als der Bund in Deutschland gegenüber den Bundesländern.

Auch ist die Unionssteuer gar nicht so gewaltig, ist je nach Bundesstaat weit geringer als die Staatssteuer.

Nur in der Aussenpolitik hat der US-Präsident das Ruder fest in der Hand. Das interessiert die Bürger aber nicht so gross, solange nicht gerade ein grosser Krieg angezettelt wird.

Wenn die Demokraten so weitermachen, sich weiter in unzähligen Minderheitenpolitiken verzetteln, muss oder kann oder darf man mit weiteren vier Jahren Donald Trump rechnen.

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mostly_harmless 15.05.2019, 16:52
211.

Zitat von Kurt2.1
Es ist nicht bahnbrechend, aber vor ca. 1 Woche im TV: Ein US Arbeiter im flachen Land jubelte, weil er jetzt alle 2 Wochen 100 Dollar mehr Gehalt bekommt, außerdem noch eine Gehaltserhöhung und einen Bonus von seinem Chef wegen dessen Steuererleichterungen. [...]Jedenfalls hat er nach noch keiner Präsidentenwahl direkt mehr Geld bekommen, nur bei Trump. Natürlich werde er ihn wiederwählen......
Nuja, die Inflationsrate in den USA steigt seit 2016 ständig,

https://tradingeconomics.com/united-states/inflation-cpi

die Lebenshaltungskosten explodieren, und die Steuererleichterungen Trumps sind temporär. Da kann man dem Mann nur zu seiner Wahl gratulieren

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draco2007 15.05.2019, 18:10
212.

Zitat von Kurt2.1
Es ist nicht bahnbrechend, aber vor ca. 1 Woche im TV: Ein US Arbeiter im flachen Land jubelte, weil er jetzt alle 2 Wochen 100 Dollar mehr Gehalt bekommt, außerdem noch eine Gehaltserhöhung und einen Bonus von seinem Chef wegen dessen Steuererleichterungen. Auf den Hinweis des Reporters, dass aber reiche Bürger viel mehr einsparen, konnte der Arbeiter nur lachen. Er sagte, mit den Millionen der Reichen habe er nichts zu tun. Ist ihm egal, was die kriegen. Jedenfalls hat er nach noch keiner Präsidentenwahl direkt mehr Geld bekommen, nur bei Trump. Natürlich werde er ihn wiederwählen......
Tja und dabei übersieht er welche Sozialleistungen von Trump komplett gestrichen werden, was die 100$ direkt wieder auffrisst....

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Neandiausdemtal 15.05.2019, 19:28
213. "So denkt der Durchschnitt" schreiben Sie.....

Zitat von scoopx
Sie haben hier die gängigen Ansichten heruntergebetet, wie man sie seit Jahrzehnten in der FAZ, der "Zeit", in offiziellen Verlautbarungen u.ä. lesen kann. Ich weiß und kenne das alles. Und ich muß sagen, eine so brave und gängige Kurz-Zusammenstellung der Zeitgeschichte liest man selten. So denkt der Durchschnitt. So steht es in offiziellen Traktaten über politische Bildung. Da ist man auf der sicheren Seite, und alles andere ist "Unfug". Ansonsten begnüge ich mich mit wenigen Anmerkungen. Zunächst zur Atombewaffnung: Während der Wiederbewaffnung und insbesondere nach dem Ungarn-Aufstand herrschte in der Bundesrepublik eine regelrechte Kreuzzugsstimmung. Ein Publizist namens William S. Schlamm unternahm damals Vortragsreisen, in denen er sehr erfolgreich Kriegshetze betrieb. Bevor Strauß Verteidigungsminister wurde war er "Atomminister". Und ganz klar: Die Sowjets brachen 1958 die Berlinkrise vom Zaun, eben weil sie die Rüstung der Bundeswehr mit taktischen Atomwaffen verhindern wollten. Das war erfolgreich. Berlin war ihr Faustpfand. Dann die Sache mit dem "Totrüsten" der Sowjetunion. Warum hieß in den 80er Jahren die "Nachrüstung" so? Weil sie eine war. Nebenbei hat das US-Programm SDI keine einzige einsatzfähige Waffe hervorgebracht. Und dann: in meinem Text über die Erfolglosigkeit der USA habe ich keineswegs "Präsidenten über einen Kamm geschert" sondern einfach nur geschrieben was war. Mit den Präsidenten hat das nur wenig zu tun.
.....und das soll wohl als Anwurf gegen den Foristen Kajoter verstanden werden.
Tatsächlich ist IhbVeitrag fernab der Realitätbund erreicht den Durchschnitt bei weitem nicht.

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spon_4_me 16.05.2019, 07:13
214. @ draco2007 (# 137):

Beim Pariser Abkommen, überhaupt beim Umgang mit der EPA und dem Ausserkraftsetzen wichtiger Umweltgesetze und Regularien bin ich bei Ihnen - Punkt für Sie. Bei den anderen? Kann man so sehen, aber ob das trivial ist oder offensichtlich oder glasklar - ich weiß nicht. Da streiten doch die Experten oft noch, und ich meine nicht nur die Eierköpfe, die regelmäßig auf Fox oder MSBC ihre komplett vorhersehbare Meinung vertreten. Die Ablehnung von und Empörung über Trump ist in meinen Augen seinem schlimmen Charakter und dem gerade die Medien immer wieder aufreizenden Auftreten geschuldet. Ich will das nicht verteidigen oder kleiner machen als es ist. Aber die Berichterstattung des SPON ist so personalisiert, so sehr Hofberichterstattung mit negativen Vorzeichen, dass fast keine ausgewogene Bewertung durch den Leser, der sich nur oder hauptsächlich hier informiert erfolgen kann. Bonustrack: Lesen Sie mal die Unterschrift unter dem den Kommentar begleitenden Foto (übrigens eine Quelle immer wieder interessanter Executive Summaries zum Inhalt der diversen Kolumnen): Der Populist ist überführt. Wessen? Von wem? Seit wann? Wodurch?

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Kurt2.1 16.05.2019, 14:13
215. #212

Zitat von mostly_harmless
Nuja, die Inflationsrate in den USA steigt seit 2016 ständig, https://tradingeconomics.com/united-states/inflation-cpi die Lebenshaltungskosten explodieren, und die Steuererleichterungen Trumps sind temporär. Da kann man dem Mann nur zu seiner Wahl gratulieren
Die aktuelle Inflationsrate liegt momentan in USA, ebenso wie in D, bei 2%. Die Kurven seit 2014 sind für USA und für D sehr ähnlich. Eine Explosion der Lebenshaltungskosten in USA konnte ich trotz Recherche nicht erkennen. Sie sind für eine klare Aussage regional auch viel zu unterschiedlich. Allerdings hat trotz Trump bisher anscheinend die Lebensqualität nicht gelitten.
https://de.numbeo.com/lebensqualität/ranking-nach-land

Hier ein Index über Lebenshaltungskosten.
https://www.laenderdaten.info/lebenshaltungskosten.php
Ist ziemlich ernüchternd zu lesen, wieviel Länder dort wegen besserer Lohnzahlungen deutlich besser bewertet sind als D.

Ich will damit nicht für Trump Werbung machen. Sein Charakter und sein mafiöses Gebaren sind unwürdig und sein Anspruch gegenüber Partnern, die er zu Lakaien degradiert, ist inakzeptabel.
Aber nicht nur Europa hat nicht die Kraft, sich dem zu widersetzen.
Ob Trump seinem Land wirklich schadet, oder ob wir es einfach nicht (mehr) gewohnt sind, wenn mit harten Bandagen gekämpft wird, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall ist ein großer Teil der Trumpschen Wählerschaft begeistert und sie haben persönlichen Zugewinn. Die vorhergehenden Präsidenten hätten nur Versprechungen gemacht, ohne auch nur eines zu halten, sagte der Arbeiter im besagten TV Bericht auch. - Ich persönlich gehe davon aus, dass Trump deutlich wiedergewählt wird.

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radietze 16.05.2019, 19:13
216. Erschreckend und

verstörend, mit welcher Ahnungslosigkeit der Autor hier seine oberflächlichen Gedanken darlegt. Zunächst: Den angeblichen "Handelsstreit" USA - China gibt es nicht. Vielmehr werden die industriellen Demokratien der nördlichen Hemisphäre einschließlich Deutschlands von der staatskapitalistischen Diktatur der Kommunistischen Partei Chinas in einen Überlebenskampf gezwungen. Das chinesische Geschäftsmodell beinhaltet strukturellen Diebstahl, Spionage, Kontrolle dr weltweiten Warenströme, Hegemoniestreben und den Versuch, die wirtschaftliche Kontrolle und damit letztlich die Weltherrschaft nach chinesisch-kommunistischem Muster zu erlangen. Mit Millionen praktisch rechtloser Sklavenarbeiter wie derzeit in China. Dieses Geschäftsmodell bedroht die bisherige freie Lebensweise in industriellen Demokratien in Europa und Nordamerika. Insofern erleben wir derzeit einen Wirtschafts-Krieg, in dem die Zukunft unsere Kinder und Enkel auf dem Spiel steht.

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Georg_Alexander 17.05.2019, 12:13
217. Das vermute ich auch

Zitat von Neandiausdemtal
.......aber Donald hat nicht den Zugriff. Das Köfferchen, das ihm da immer ein Lakai hinterher trägt, ist eher als eine Art Reichsapfel zu verstehen. Ein Machtsymbol für den schlichten Teil der Bevölkerung.
und hoffentlich gibt es noch nachgeordnete Entscheider die im richtigen Augenblick nicht versagen. Ich erinnere daran, dass es zu Zeiten des kalten Krieges auch mindestens einmal einen Fehlalarm gab, der nur deshalb nicht zum sofortigen Atomkrieg mit Interkontinantalraketen ausartete, weil ein sowjetischer(?) Kommandant im letzten Augenblick entschieden hat, den Alarm sicherheitshalber zu überprüfen.

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Tolotos 17.05.2019, 14:38
218. Sie schreiben, dass einen großen Teil der Zölle die US-Verbraucher zahlen.

Das ist natürlich richtig, aber dass Geld ist nicht in China, sondern beim US-Staat. Trump könnte es also nutzen, um die US-Wirtschaft zu stützen, oder die US-Verbraucher von Steuern zu entlasten.

Dieser Teil der Wirklichkeit wird aber von den Freihandelsanhängern gern ignoriert!

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karl_der_kurze 18.05.2019, 01:29
219.

Die Vorstellung, dass unter POTUS Hillary Nordkorea und der Iran weiter von Atomwaffen entfernt wären, als unter Trump, halte ich für lächerlich. Die höheren Abgaben, die US-Konsumenten nun für China-Waren zu zahlen haben, sind Peanuts. Die USA sitzen mit ihrem großen Binnenmarkt gegenüber einer KP, die sich keine Verelendung ihrer Schwellenland-Bevölkerung leisten kann und keine wirkungsvollen Gegenmaßnahmen im Köcher hat, ganz klar am längeren Hebel. Aber das Mitgefühl für Schurkenstaaten und die Ablehnung von Stärke hat im deutschen Journalismus ja gute Tradition. Weichheit als Selbstzweck, Multilateralismus als Religion.

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