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Trumps Ex-Wahlkampfchef Manafort: Plötzlich Zeuge
AP

Kommt jetzt der Durchbruch bei den Russlandermittlungen? Donald Trumps früherer Wahlkampfmanager Paul Manafort will mit den Fahndern umfassend kooperieren. Er gilt als Schlüsselfigur in der Affäre.

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Ryoanji 15.09.2018, 09:48
1. Bob Woodward Fear

Als ich Bob Woodwards Buch Fear gelesen habe, habe ich mich schon gefragt, ob Manafort jetzt mit Mueller kooperieren wird. Er wird der als der Depp vom Dienst dargestellt und von Trump auch so behandelt. Und voilà, ein paar Tage später kommen diese Meldung in den Medien.

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s.l.bln 15.09.2018, 09:49
2. Schon frech...

...wie offen das Trump "team" Manafort mit der möglichen Begnadigung vor der Nase wedelt, um ihn von einer umfassenden Aussage abzuhalten.
Noch erstaunlicher, daß spätestens das innerhalb der Sekte nicht langsam Zweifel an der Redlichkeit ihres "geistigen" Führers aufkommen läßt.
Welchen Grund sollte ein Präsident haben, jemandem schon vor der möglichen Verurteilung Begnadigung zu versprechen, der, neben diversen anderen Vergehen, grade dabei ist, sich des Landesverrates schuldig zu bekennen?
Sollte es nicht Aufgabe des Präsidenten sein, das Land vor genau solchen Gestalten zu schützen?
Keine Ahnung, weshalb es so viele Amis gibt, welche die Perversion dieser Offerten nicht sehen(wollen?). Vielleicht hat das umfassende Fracking doch mehr mit dem Grundwasser angestellt, als bekannt ist, oder der Verwandtschaftsgrad der Bevölkerung in manchen Gegenden ist leicht höher als gesund wäre...

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Reinigungspersonal 15.09.2018, 10:16
3.

Bei FoxNews gab es nach dem Manafort-Prozess eine Umfrage und selbst da, dem Haus und Hof Sender Trump's, stieg die Zustimmung für Mueller um 11 Punkte auf 59%. 40% sagten, Trump ist in kriminellen Machenschaften verwickelt und wird dafür des Amtes enthoben, 53% glauben das immerhin ein bisschen.

http://www.foxnews.com/politics/2018/08/22/fox-news-poll-democrats-maintain-lead-in-race-for-house.html

Die Front bröckelt an allen Ecken und Kanten. Die meisten, die Trump gewählt haben, wissen natürlich was für Kerl das ist, aber sind so verbohrt, dass sie dennoch nicht für einen Demokraten wählen wollten.

Aber abwarten, in 6 Wochen bekommt das Land und die Wähler eine neue Möglichkeit, den Fehler zu korrigieren.

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cipo 15.09.2018, 10:24
4.

Zitat von s.l.bln
...wie offen das Trump "team" Manafort mit der möglichen Begnadigung vor der Nase wedelt, um ihn von einer umfassenden Aussage abzuhalten.
Nach dem Schuldeingeständnis spielt das aber keine Rolle mehr. Selbst wenn ihn Trump x-mal begnadigt. Manafort muss trotzdem vollumfänglich mit dem Mueller-Team kooperieren.

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von_nöten 15.09.2018, 10:55
5. Antwort an #2

Die Trumpisten sind durch rationale Argumente oder Logik nicht mehr zu überzeugen. Donald Trump ist für sie fast wie ein Messias, er ist ein Heilsbringer, der von allen anderen behindert, gejagt und verspottet wird. „Das System“, zu dem nach deren Verständnis auch die Justiz gehört, wird von den Trumpisten nicht akzeptiert, ja sogar abgelehnt und gehasst.
Die von Trump in Aussicht gestellte Begnadigung ist aus Sicht der eingefleischten Trumpisten gerechtfertigt, denn die Vergehen oder Verbrechen von Manafort sind sus Sicht der Trumpisten gar keine. Sie waren - wenn sie überhaupt stattgefunden haben - aus Sicht der Trumpisten notwendig, um Donald die Möglichkeit zu geben, das verhasste System von oben zu zerstören. Der Zweck heiligt die Mittel.

Wenn Donnie irgendwann mal nicht mehr Präsident ist, wird sich diese Spaltung der Gesellschaft nur mit sehr großer Mühe überwinden - wenn überhaupt.

Sad but true.

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sven2016 15.09.2018, 10:57
6.

Aber bisher geht es bei den Anklagen und möglicherweisen bei den Absprachen nur um Manaforts Beraterverträge mit dem ehemaligen ukrainischen Präsidenten und um nicht-angemeldete Geldtransfers.

Ob Russland und die Wahlkampagne auch vorkommen ist reine Spekulation.

Die bisherigen Erfebnisse der Ermittlungen legen nahe, dass sich Trump bedenkenlos mit Kriminellen umgeben hat, aber zum Landesverrat und der Verschwörung mit Russland ist noch nichts bekannt geworden.

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Pfaffenwinkel 15.09.2018, 11:04
7. Der Sonderermittler Mueller

verdient Respekt. Trotz aller Knüppel, die man ihm sicher zwischen die Beine wirft, läßt er sich nicht beirren und zieht das Netz um Trump immer enger.

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zorro2110 15.09.2018, 11:13
8. Hab

ständig im Hinterkopf, dass Manafort je nachdem vor welchem Gericht er angeklagt wird gar nicht von Trump begnadigt werden kann da dieser doch nur in Bundesstrafsachen Begnadigungen aussprechen kann. Gäbe es nicht die Möglichkeit ihn auf Bundesstaatenebene anzuklagen, wo Trump keine Befugnisse hat? Kann mir da jemand weiterhelfen? Und falls er ihn tatsächlich begnadigen verliert er doch auch das Recht Aussagen zu verweigern, was auch nicht gut für Trump wäre.

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Reinigungspersonal 15.09.2018, 11:22
9.

Nochmal ein paar Worte zu möglichen Begnadigungen. Richard Nixon hat mittels White House Angestellten den Einbrechern eine Begnadigung angeboten... Er kam damit nicht durch. Das ist nämlich Behinderung der Justiz und damit eine "impeachable offense".

Manafort hat ALLES verloren muss mindestens 50 Millionen Dollar an den Staat zurückzahlen. Das Geld ist für ihn weg, egal ob Begnadigung oder nicht.

Er und Trump kennen sich seit 30 Jahren. Er hat erst den harten Kerl makiert und ist vor Gericht gnadenlos untergegangen, obwohl Trump ihm ÖFFENTLICH unterstützt hat und kommt TROTZDEM jetzt auf Knien zu Mueller angekrochen. Warum?

Weil Manafort, Don jr., Kushner, Stone und wie sie alle heissen, droht der Staat New York oder auch Virgina. Auch dort können die Staatsanwälte die Verbrechen bzw. Personen anklagen, die Trump möglicherweise zuvor begnadigt hat. Sie landen also dennoch vor Gericht und dann kann Trump nichts mehr ausrichten. Die sitzen alle in der Falle und kommen da nicht mehr raus.


Zum anderen verliert jemand, der begnadigt wird, das "fifth Amendment". Sollte Trump beispielsweise Don jr. begnadigen, bevor er überhaupt angeklagt wird, kann Mueller ihn sofort vor die Grand Jury zerren und dort MUSS er wahrheitsgetreu über ALLES aussagen, weil er sich Dank der Begnadigung nicht mehr selbst belasten kann.

Zum einen wäre das aber ein weiter Beweis für "obstruction of justice", zum anderen werden selbst die Republikaner das nicht mitmachen.

In 6 Wochen wird das der Wähler aber sowieso selbst in die Hand nehmen.

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