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Trumps Gesundheitsreform: Das 24-Millionen-Problem
REUTERS

Mit der Gesundheitsreform der Republikaner würden 24 Millionen US-Bürger ihren Versicherungsschutz verlieren. Die desaströsen Prognosen spalten die Partei. Wie agiert Donald Trump?

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kwoik 15.03.2017, 07:48
20. An

Alle die hier schreien, dass es sie nicht interessiert was in den USA passiert, lest es einfach nicht! Mich und Millionen andere sind sehr wohl interessiert und sehen über den Tellerrand hinaus, hier z.B. Ist klar zu erkennen was es bedeutet Rechtsgerichtete Populisten an die Macht zu lassen. Millionen werden ihre Krankenversicherung verlieren.

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epicur 15.03.2017, 07:48
21. Das Motto der Republikaner

I got mine..., you may drop down dead... we don't care. we are pious. It's Gods will.

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steingärtner 15.03.2017, 07:51
22. Der gemäßigte Flügel der Republikaner

Nach hiesigen Maßstäben sind diese gemäßigten Republikaner erzreaktionär, sozialdarwinistisch und bigotte Apologeten eines völlig freien Marktes und riesiger Militärapparate.
Solange also das US Gesundheitswesen auf Profit basiert, wird es nicht gelingen allen eine wenigstens grundlegende Mindestabsicherung zu organisieren. Und das gilt für Republikaner und Demokraten.
In Russland sinkt die Lebenserwartung wegen der verbreiteten Alkoholsucht. In den USA sinkt sie auch, nur da, weil viele nicht genug Geld haben einen Arzt zu konsultieren.
Wir sind bei allen Problemen, in Deutschland auf einer Insel der glückseligen was das Gesundheitssystem angeht.

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ex_berliner 15.03.2017, 07:57
23.

Zitat von dilido
haben zwar ein Versicherungskärtchen aber trotzdem keine Versicherung. Bei jährlichen Selbstbehalten von 15000 $ (families) bzw. 7000$ (singles) ist Obamacare für die meisten nutzlos. Es kann sich immer noch keiner leisten, zum Arzt zu gehen. Ich bin Deutschamerikanerin, seit 1982 Kleinfirma in Miami, in D krankenversichert und in U.S.A. Zur Info: Die meisten U.S. Bürger sind krankenversichert. Arme (Medicaid), Rentner und Behinderte (Medicare), Beamte (durch den Staat versichert), die meisten Beschäftigten (Firmenversicherung), Kinder unter 18 J (durch die Länder versichert) Ca. 30 Millionen fallen unter die "Nichtversicherten", in der Regel Kleinunternehmer und ihre Angestellten. Diese Lücke sollte Obamacare schließen. Hat nicht geklappt. Obamacare ist leider nutzlos aufgrund der hohen Selbstbehalte, auch wenn der Staat die Prämien für die Wenigerverdienenden subventioniert. Ich hoffe, Trump schafft es, Obamacare abzuschaffen und durch eine bessere Versicherung zu ersetzen. Man sollte ihm eine Chance geben. Hillary, im ersten Wahlkampf gegen Obama, hatte einmal eine gute Idee: Sie wollte die Versicherung der Beamten (die in den U.S. alle versichert sind) für alle Bürger öffnen. Hat leider nicht geklappt. "Big Business" war dagegen. Nun ist Trump dran. Es kann nicht schlechter als Obamacare werden. Wie gesagt, die (geschätzten) 24 Millionen haben zwar ein KV Kärtchen in der Tasche, ihre Versicherung ist jedoch wertlos. Gründe sh. oben!
Richtig, die meisten Buerger sind krankenversichert. Und richtig ist auch, dass noch nie so viele Menschen krankenversichert waren, wie heute. Warum? Obamacare. Richtig ist auch, dass heute deutlich mehr Menschen krankenversichert waeren, wenn die Republikaner Obamacare nicht wo sie nur konnten sabotiert haetten - so wie etwa in Florida, wo nicht nur Sie sondern auch ich lebe. Hier koennten mehr als 800 Tausend Menschen zusaetzlich versichert sein, wenn die Republikaner das nicht aus pur politischen Gruenden verhindert haetten.

Was Sie bei den Selbstbehalten vergessen haben ist, dass auch diese unter Obamacare je nach Einkommensituation subventionsfaehig sind. Krankenversicherung und Gesundheitsdienstleistungen sind in den USA deutlich zu teuer. Daran gibt es keinen Zweifel. Obamacare war ein Anfang und ein Schritt indie richtige Richtung - der verlangsamte Kostenanstieg im Gesundheitswesen ueber die letzten Jahre belegt das.

Trump ist jetzt dran und was bislang von Trumpcare - seinem O-Ton Trump "beautiful new healthcare law" - zu sehen ist ist nichts als eine Katastrophe. Wenn Trump und dieRepublikaner mit ihrer Dekonstruktion fertig sind, wird es deutlich weniger Krankenversicherte geben,die Kosten im Gesundheitswesen werden wieder explodieren und mehr Menschen werden wieder an behandelbaren Krankheiten sterben. Die Zustaende werden bestenfalls so, wie sie vor Obamacare waren. Vermutlich jedoch deutlich schlechter.

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henry.miller 15.03.2017, 07:57
24.

So bitter das ist, viele Amerikaner wollen das so. Natürlich nicht diejenigen, die ihre Versicherung verlieren.

Billiger wirds dadurch nicht

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ex_berliner 15.03.2017, 07:59
25.

Zitat von behemoth1
Die Amerikaner sollten jetzt nicht darüber jammern, denn man hatte es ja so gewollt, man hat Herrn Trump gewählt, obwohl er das vorher lauthals verkündet hatte.
Verkuendet hat er bessere, erschwinglichere Versicherung fuer Alle. Platte Luege, wie das bei Trump rundum der Fall ist aber das war was er verkuendet hat. Dumm, wer es geglaubt hat.

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max.fi 15.03.2017, 08:02
26. Kein Mensch

in Deutschland versteht die Aufregung um eine staatliche Krankenversicherung in den USA, und die damit verbundenen, Innen,- und Parteipolitischen Zusammenhänge. Genausogut könnte man versuchen in wenigen Worten einem Nicht-Amerikaner Baseball zu erklären - praktisch unmöglich.
Mich langweilen Berichte über "Obamacare" nur noch - egal ob gedruckt oder gesendet.

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Tom H. 15.03.2017, 08:07
27. Gemäßigt?

Amüsant, was bei Spiegel Online alles "gemäßigt" ist. Vor dem Wahlkampf galt der Fanatiker Ted Cruz als "gemäßigt", jetzt zählt man Ryan zum "gemäßigten Flügel der Republikaner". Ryan will das funktionierende Medicare abschaffen und durch eine private Versicherung ersetzen, wodurch er Medicare den gleichen Problemen aussetzen würde wie "Obamacare". Was soll daran gemäßigt sein, wenn man einer Privatisierungs-Ideologie nachhängt, die wieder und wieder ihr Versagen zeigt? Bestes Beispiel ist ja gerade Obamacare. Obama konnte seine Pläne einer staatlichen Krankenversicherung bei seinen eigenen Leuten nicht durchsetzen, also griff er Pläne auf, die ursprünglich von Mitt Romney entwickelt worden waren, in der (irrigen) Hoffnung, damit auch die Zustimmung der Republikaner zu erhalten. Jetzt floppt Obamacare, eben weil sich eine Grundversorgung, auf die jeder angewiesen ist, nicht über private und gewinnorientierte Unternehmen erreichen lässt. Jemand, der das noch immer leugnet, ist ein verblendeter Fanatiker, und ganz sicher nicht "gemäßigt".

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Bueckstueck 15.03.2017, 08:09
28.

Zitat von kaethe_moss
"Unter mir wird einer auf der Straße sterben". Welcher?
Na der, den er erschiessen wird und dafür keine Stimme verliert!

Hat er mal so ähnlich angekündigt... :D

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Sumerer 15.03.2017, 08:10
29.

"Mit der Gesundheitsreform der Republikaner würden 24 Millionen US-Bürger ihren Versicherungsschutz verlieren. Die desaströsen Prognosen spalten die Partei. Wie agiert Donald Trump?"

Es ist für Donald Trumpelstilzchen recht einfach. Er zwackt herzhaft in den aus dem Ruder gelaufenen Militäretat und versenkt dieses Geld in die Volksgesundheit. Vielleicht 120 - 240 Milliarden US$, anstatt es im Wüstensand zu verbuddeln.

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