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Trumps Golanhöhen-Vorstoß: Erdogan warnt vor neuer Krise im Nahen Osten
AFP

Russland, Iran und die Türkei haben Donald Trumps Vorstoß zur Anerkennung der Golanhöhen verurteilt. Der türkische Präsident Erdogan warnt vor einer Verschärfung des Nahostkonflikts.

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mansky 22.03.2019, 10:28
1. Trump & Netanyahu gegen Erdogan, Putin und Rohani

Autokraten, Kleptokraten und Narzissten unter sich, und jeder behauptet von sich, der bessere Demokrat und Patriot zu sein. Dabei sind sich alle ähnlicher, als sie glauben. Das Völkerrecht gilt für diese Herren nur, wenn es ihnen nutzt. Salvini, Orban, Duerte, Kayzynsky und die Knalltüte aus Brasilien ergänzen die o.g. Liste und könnten noch erweitert werden. Dabei erscheint mir der iranische Präsident noch halbwegs besonnen und China erscheint plötzlich in einem ganz anderen Licht für den Westen. Was ist bloß los mit dieser Welt?

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Normaler Wutbürger 22.03.2019, 10:37
2. Naja

Den Status Q gibt es jetzt seit 50 Jahren.
Fakt ist, die Golanhöhen gehen nicht mehr zurück an Syrien. Genausowenig wie z.B. die Krim zurück an die Ukraine geht.
Von daher hat sich durch die Aussage von Trump nicht wirklich was geändert, ausser das es vieleicht wirklich mal an der Zeit ist Tatsachen und Klarheit zu schaffen. Die Beziehungen Syrien zu USA/Israel sind eh auf einem Tiefpunkt. Von daher ist der Zeitpunkt sogar gut gewählt um das anzusprechen.

Eigentlich könnten sich Russland, USA/Israel und Türkei gegenseitig ihre Annexionen "genehmigen" und die Sache ist vom Tisch. Die Türkei wird nämlich auch nicht mehr aus Syrien abrücken, bevor die "Kurdenfrage" endgültig geklärt ist.

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paul.lemke 22.03.2019, 10:42
3. Was geht das den Diktator vom Bosporus an?

Will er nur von seiner rechtswidrigen Inbesitznahme von Teilen Syriens ablenken? Oder von seinem mörderischen Kampf gegen die eigene Bevölkerung und die Kurden in Syrien und dem Irak?
Wenn Syrien 1967 nicht Israel massiv bedroht hätte, wären die Golanhöhen ja wohl noch syrisch. Nur muß man damit rechnen, wenn man einen Krieg provoziert, daß man Gebietsverluste hinnehmen muß, wenn man den Krieg verliert.

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Der Kempf 22.03.2019, 10:43
4. Trump und Erdoğan

Zusammen sind sie die grösste Krise in Nahost.

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Haarfoen 22.03.2019, 10:43
5. - ein weiterer Beitrag zu 70 Jahren verheerender US- Außenpolitik ...

Vielleicht war Jimmy Carter die einzige Ausnahme, sein maßgeblich durch ihn initiierter Frieden zwischen Ägypten und Israel. Ansonsten muss die Welt wohl weiterhin die dumme und dreiste Außenpolitik der USA ertragen. Trump zu den Golanhöhen, George W. im Irak, Obamas Libyen und die Drohnen in Pakistan, die Liste ist lang und menschenverachtend. Der Tod von Millionen Zivilisten pflastert Korea, Vietnam, Chile, Nicaragua, Irak, Somalia, Afghanistan, Syrien, Libyen, usw. Die Führung der USA war intellektuell noch nie in der Lage, etwaige Perspektivübernahme zu leisten und richtige Entscheidungen zu treffen. Der Krieg ist und war immer ein gutes Geschäft für die neo- liberalen Eliten. Töten bringt Profite. Krieg und Zerstörung schaffen ein Klima, das die ökonomische Ausbeutung erleichtert. Insoweit ist der widerrechtliche Golan- Quatsch von D. Trump die konsequente Fortsetzung der US- Außenpolitik. Wohlgemerkt die Außenpolitik unserer Verbündeten, denn wir verteidigen zusammen mit den Amerikanern ja die freie Welt.

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Haarfoen 22.03.2019, 10:57
6. Aha ...

Zitat von Normaler Wutbürger
Eigentlich könnten sich Russland, USA/Israel und Türkei gegenseitig ihre Annexionen "genehmigen" und die Sache ist vom Tisch. Die Türkei wird nämlich auch nicht mehr aus Syrien abrücken, bevor die "Kurdenfrage" endgültig geklärt ist.
... dann schauen wir doch mal, ob diese Rechnung dann auch aufgeht. Einen Player haben Sie vergessen: Die Syrer selbst. Inwieweit sich die so einfach die Butter vom Brot nehmen lassen, wage ich zu bezweifeln. Und wir haben doch alle gelernt, dass man mit einfachen IED und trainierter Miliz eine Großmacht vertreiben kann. Unterschätzen Sie die Syrer nicht, die regulären Truppen sind national, kriegserfahren und loyal zu Assad. Die Hisbollah oder die Kurden möchte man auch nicht als Gegner haben. Insoweit glaube ich nicht, dass Ihre Gedankenspiele aufgehen. Sie basieren auf großmannssüchtigen Planspielen einer Überlegenheit, die bis dato global noch nie ausgespielt werden konnte.

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yoda56 22.03.2019, 10:57
7. Wenn wir jetzt schon mal dabei sind...

...sollten wir andere Besetzungen auch anerkennen - zunächst mal die Krim (dann wird Putin auch zufrieden sein und Assad bremsen), aber da gibt's sicher noch genug, war da nicht was mit Nepal usw.?

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weltverbesserer75 22.03.2019, 11:05
8.

Ich frage mich, ob Erdogan mit gutem Beispiel vorangehen möchte und sich aus den besetzten Teilen im Norden Syriens zurückzieht. Jedoch befürchte ich, dass dies ein frommer Wunsch meinerseits bleiben wird. Stattdessen hofiert er dort weiterhin radikale Islamisten und bekämpft die Kurden. Jemand wie er hat, meines Erachtens nach, jede moralische Autorität verloren und sollte, bevor er sich zu anderen Themen äußert, zunächst vor der eigenen Haustüre kehren.

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Schartin Mulz 22.03.2019, 11:24
9. Die Frage,

wie man mit den Folgen eines Krieges umgeht, ist ja so leicht nicht zu beantworten.
Die Grenzen, die durch den WK II entstanden sind, sind ja irgendwann anerkannt worden. Nicht einmal die Konservativen fordern noch die Ostgebiet zurück.
Wie man das bei den Folgen des Sechstagekriegs beurteilt, da kann man durchaus verschiedener Meinung sein. Ob man die nun seit über 50 Jahren bestehende Realität anerkennt oder nicht, darf ruhig kontrovers diskutiert werden.
Dass Russland sich trotz der Krim-Geschichte so eindeutig zum Völkerrecht positioniert, hat dabei schon fast etwas amüsantes.

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