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Trumps Krieg gegen die Medien: Zuckerbrot und Peitsche
AP

Vehement versucht Donald Trump, missliebige Medien kaltzustellen. Wenn er ins Weiße Haus einzieht, könnte er vollends mit den politischen Pressetraditionen in den USA brechen.

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epicur 22.12.2016, 10:40
30.

Trump ist ein Bully. Er hat eine betrügerische Universität gegründet. Seine Stiftung dienst wohl auch vor allem der Selbstbereicherung. Dass er dies nicht gerne schwarz auf weiß sieht ist verständlich. Er hat ja auch mal gesagt, er denke nicht über sich nach, da das was er dann sehen würde nicht sehr schön wäre. Das sagt alles über diesen vielleicht doch sehr bösen Menschen.

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Fragen&Neugier 22.12.2016, 10:41
31. Nichts weiter als eine Normalisierung ...

Das Pressebriefing und der Act of Free Information sind weltweit einmalig in den USA und tatsächlich sehr demokratisch.
Inzwischen bezeichnet sich selbst die EU als "demokratisch", obwohl von unwirksamen Wahlen der EU-Parlamentarier ind ein Parlament ohne Kompetenzen nichts demokratisch ist an der EU.

Selbst wenn die USA ihre Demokratie vollständig zurückfahren würden, mit "Europa" lägen sie noch immer gleichauf.
Ich sehe überhaupt keine neue Gefahr - ausser der, dass Donald Trump von Europa gelernt haben könnte.

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pragmat 22.12.2016, 10:43
32. Sünden der Vergangenheit

Was ist so sonderlich daran, dass ein Präsident-Elect den Leuten, die ihn in der Vergangenheit mit Lügen und Halbwahrheiten überzogen haben, nicht die Butter aufs Brot gönnt. Sollen die sich lieber erst mal um ihren eigenen Laden kümmern.
Da ist die Lüge über die Wahlanfechtung: ich werde die Wahl nicht anfechten, wenn ich gewinne! Daraus machten die Medien: "nur, wenn ich gewinne".

Da ist die hartnäckige Lüge über die Moslems: ich werde ein Einreiseverbot für Moslems verhängen, bis ich weiss, was da los ist! Den Nebensatz läßt man ganz einfach aus.

Da ist die Lüge, was er zur Situation der Schwarzen gesagt hat: ich werde die Kriminalität bei den Schwarzen bekämpfen, denn die sind am meisten davon betroffen! Den ergänzenden Nebensatz läßt man einfach aus, um zu suggerieren, er sei Rassist.
und so weiter und so weiter....

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mostly_harmless 22.12.2016, 10:45
33.

Zitat von micromiller
medialen Diffamierungs-Campagne begleiter, wo selbst vor hässlichen Porträts aus Videosequenzen kein Halt gemacht wurde. Er hat durchaus dasRecht sich so zu benehmen wie er es tut. Das ganze Theater wird aber in einigen Monaten sein Ende finden und Trump und Medien werden versöhnt sein.
Ich übersetze Ihr Statement mal ins Deutsche:
Es wurde über Trump alles berichtet. Jedes Fettnäpchen, jede Peinlichkeit, jede Entgleisung, jede Lüge, jede Diffamierung anderer.
Und das geht gewissen Kreisen hierzulande mächtig gegen den Strich. Diese Kreise haben aber die Hoffnung, dass die Medien sich an das Gepöbel und die Lügen des Mannes gewöhnen, und sich damit abfinden werden.

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mostly_harmless 22.12.2016, 10:50
34.

Zitat von Freund_Fettsack
Vielleicht ist aber auch die Zeit der klassischen Medien vorbei. Kann ja auch sein. Was dann? Das wäre dann ja schon eine bittere Pille, oder?
Das rechtextemistische Hass-Portale, Fake-News Seiten, russische Agitprop-Portale etc. ein Monopol auf "Nachrichten" haben dürfte der feuchte Traum der Rechtsausleger weltweit sein. Aber glücklicherweise ist nicht jeder bereit, jeden noch so albernen Unsinn zu glauben, wenn er nur der eigenen Meinung entspricht.

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denarofoe 22.12.2016, 10:50
35. Trump und die Medien?

Kritische Berichterstattung zu Trump gibt es reichlich - Verwunderlich ist das überhaupt nicht. Gruselig wird es, wenn man die Kommentare zu dieser Berichterstattung liest: Es gibt eine Unzahl von Lesern, die überhaupt nicht in der Lage sind, zwischen Berichterstattung und Meinung zu differenzieren und das für Hetze halten.

Dieser Mensch entlarvt sich Stück für Stück immer weiter selbst. Wird darüber berichtet, schreit das Rechte Lager auf, weil es Hetze ist.

Von Trump kann man sich ein sehr schönes Bild machen, indem man einfach mal seinen Wahlkampf verfolgt. Von den Vorwahlen zum republikanischen Spitzenkandidaten über den Präsidentschaftswahlkampf und die Debatten bis hin zur Dankestour. Das kann man immer noch recht ungefiltert über Youtube, Facebook und Twitter tun. Neben einem Haufen kleinerer Lügen hat er seinen Wahlkampf auf drei Punkte gestützt:

- Lock her up
- Drain the swamp
- Build the wall

Drain the swamp?
Das hat er selbst nicht geglaubt. Und das hat er seinen Fans auf seiner Dankestour im Dezember mitgeteilt.

Lock her up?
Das war vor der Wahl witzig. Jetzt spielt es keine Rolle mehr. Auch das hat er ihnen gesagt.

Build the wall?
Mexiko sollte zahlen? Die Mauer wird es in der Form auch nicht geben. Das hat er in seinem 60-Minuten-Interview mit Fox eingeräumt. Ein schöner Familienauftritt war das, der die Schatten vorauswirft.

Trumps Prioritäten?
Beim Presseauftritt mit Barack Obama im Weißen Haus wurde er danach gefragt. Das hat er gesagt: "We have lots of big priorities. People will be very, very happy." - Ernsthaft...
An anderer Stelle, in einer der Debatten mit Hillary Clinton, hat er seine Prioritäten dennoch verraten: Erst kommt er selbst, dann seine Familie und dann seine Mitarbeiter.

Genau so baut er sein Wunschkabinett gerade auf. Es ist ein Dankeschön an die Reichsten der Reichen, die ihn in seinem Leben und/oder seinem Wahlkampf unterstützt haben. Seine Wähler? Die braucht er nicht mehr, die waren Mittel zum Zweck. Auch das hat er ihnen auf seiner Dankestour an den Kopf geworfen.

Seine Interessenkonflikte?
Was damit passiert, weiß man nicht. In den Vorwahlen zum republikanischen Spitzenkandidaten wollte er sich aus seinen Unternehmen zurückziehen. Seine letzte (konkrete) Aussage gegenüber der New York Times: Der Präsident kann keine Interessenkonflikte haben. Er sieht sich da völlig im Recht und kann seine Unternehmen und die USA gleichermaßen erfolgreich führen. Ganz Geschäftsmann gibt sich er sich auf Kollisionskurs. Vier Insolvenzen sind allerdings kein Indiz für Erfolg.

Im Januar vereidigen die USA damit einen Präsidenten, der ein Rassist, Sexist, Scheinheiliger , Lügner und Betrüger ist. Der 70 Jahre alt ist und mit dem Schlüssel zum Weißen Haus die ultimative Bestätigung erhalten wird, dass er in den vergangenen beiden Jahren absolut alles richtig gemacht hat. Wieso soll man da etwas dran ändern?

Dem muss man genau auf die Finger schauen und sehr gründlich darüber berichten. Auch, wenn einige dieser Berichterstattung überdrüssig sind:
Die müssen es ja nicht lesen. Und wem es wirklich egal ist, der kommentiert das noch nicht einmal...

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zynik 22.12.2016, 10:52
36.

Hmm...kommt das aus der politischen Ecke die sonst bei jedem Widerspruch "Meinungsfreiheit" brüllt? Naja, warum sollte es hier anders laufen als beim Kampf gegen das "Establishment"? Meine Güte, verkauft dieser Präsident seine Wähler für dumm. Und ihr Applaus gibt ihm leider recht.

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kuac 22.12.2016, 10:56
37. Warum?

Warum will Trump keine Pressekonferenz? Ganz einfach. Er will keinen Rechenschaftsbericht ablegen und auch nicht kritisch befragt werden.
Er will einfach nur per Twitter Statements abgeben und basta.
Leider ist auch niemand in seinem Team, der ihm erklären kann, wie Checks and balances in einer Demokratie funktioniert.

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wjf51 22.12.2016, 10:57
38. Trump verreissen

Viele schreiben hier, dass die amerikanischen Medien Trumps Äußerungen zerpflücken würden. Was bitte schön soll man mit solchen Ansichten und Äußerungen sonst denn machen? Doch wohl nicht auch noch hochloben.

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brüggebrecht 22.12.2016, 11:01
39. #9

Treffend beschrieben. Trump ist allerdings lediglich ein Symptom des kranken politischen und medialen Systems in den USA. Das Land benötigt dringend eine demokratische Frischzellenkur, aber der Trumpismus ist das Gegenteil davon.

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