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Trumps Syrien-Vorstoß: Garantie für endlosen Unfrieden
US ARMY/ EPA-EFE/ REX

Donald Trump will die US-Truppen aus Syrien abziehen - und damit die Türkei in den Nordosten des Bürgerkriegslands einmarschieren lassen. Dieser Schritt ist ein Verrat an den Kurden und stärkt Iran.

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otto_lustig 07.10.2019, 16:26
100. Trump zieht etwa 2.000 amerikanische Soldaten aus Syrien ab

Das wollte er schon Anfang des Jahres, aber sein (ehemaliger) Verteidigungsminister war dagegen. Der ist nicht mehr im Amt. Dass Trump die Kurden im Stich lässt ist eine bodenlose Sauerei.
Nur was ändert das? Die amerikanischen Flugzeugträger und andere Kriegsschiffe bleiben da und auch die Bomben und Drohnen der USA.
Mit dem Abzug von 2000 Soldaten aus Syrien will Trump bei seinen Wählern als Friedensstifter punkten, aber zigtausende amerikanische Soldaten bleiben da. Putin darf weiter in Syrien bomben.

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Spiegelkritikus 07.10.2019, 16:27
101. Trumps neue Außenpolitik

Zitat von Fuxx2000
Hat sich die amerikanische Außenpolitik um die "Folgen" ihres Handelns geschert in den letzten Jahrzehnten? Außer dass überall auf der Welt versucht wurde den Neoliberalismus zu etablieren hat doch überhaupt nichts interessiert. Wo man konnte hat man die demokratischen Regierungen weggeputscht, ermordet, ausgetauscht und hat mit jeder brutalen Diktatur, Militär oder nicht zusammengearbeitet, solange sie nur die Wirtschaftsberatung aus Chicago akzeptiert hat. Argentinien, Brasilien, Vietnam, Nicaragua, Kuba, Russland, Ukraine, Korea, Iran, Irak, Afghanistan. Die Partner und Gegner werden gewechselt wie die Socken. Nur die Waffen mit denen gekämpft wird bleiben die gleichen.
Eben, es waren die Vorgänger von Trump, die für Krieg und Unfrieden gerade auch im arabischen Raum gesorgt haben (und damit auch für Flüchtlingsströme nach Europa). Es ist daher zu begrüßen, daß sich Trump von dieser Interventions- und Kriegspolitik abwendet.
Wenn Trump das durchhält, sollte Obama seinen (zu Unrecht erhaltenen) Friedensnobelpreis an Trump abgeben.

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vliege 07.10.2019, 16:41
102. @aristo

Ihre Rechtfertigungsgründe für einen Völkerrechtswidrigen Krieg sind lächerlich. Desweiteren stellen Sie wissend oder unwissend falsche Behauptungen auf.
Sie schrieben einem anderen Foristen von 4 Millionen syrischen KURDEN die die Türkei aufgenommen haben soll.
1. Sind es mit Sicherheit nicht alles Kurden sondern größtenteils syrische Araber.
2. Sind es Phantasiezahlen, UNHCR und auch die türkische Migrationsbehörde DGMM beziffern die Zahl auf 2.7 bis 3 Millionen.
Sie schreiben, warum man den Kurden der YPG dankbar sein sollte das sie sich den Barbaren des IS unter hohem Blutzoll entgegen gestellt haben? Ist die Frage ernst gemeint?
Es war der Selbsterhaltungstrieb und Überlebenswille.
Die ölreichen Kurdischen Selbstverwaltungsgebiete haben funktioniert. Das war Erdogan ein Dorn im Auge. Und bitte informieren Sie sich doch mal außerhalb der türkischen Staatsmedien.
Die kurdische Zivilbevölkerung wird nun durch Erdogans Islamisten Verbündete drangsaliert oder gar schlimmeres. So zu tun als wären es die Retter aller Nicht Kurden ist lächerlich. Eine Nicht geringe Zahl von Syrischen Arabern haben im Zuge der IS Herrschaft ihre jahrzehntelangen kurdischen Nachbarn an den IS verraten um an das Land jener zu kommen. Erdogan wird die Islamisten als Puffer gegen die Kurden nutzen und ist am Schutz der Syrer wenig interessiert. Die Angriffe auf syrische Flüchtlinge in der Türkei häufen sich täglich.

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irrenderstreiter 07.10.2019, 16:42
103.

Zitat von recepcik
Sie verbreiten hier Lügen. Zum einen sind nicht einmal nach Angaben des türkischen Staates vier Millionen Syrer in der Türkei. Die wenigsten von ihnen sind Kurden. Es sind meist arabische Syrer, die mit den Islamisten symphatisieren und somit Erdogan genehm sind. Zum anderen ist es die Türkei, die durch Vertreibung die Demographie in Syrien verändert. Allein in Afrin wurden über 200 000 Kurden vertrieben und islamistische Terroristen mit ihren Familien dort a.gesiedelt.
Was haben kurdische Milizen in Der-ez-Sor verloren? Was in Raqqa? Das sind alles keine kurdischen Siedlungsgebiete.
Es gab ein regelrechtes Wettrennen, unter aktiver Mithilfe der US-Airforce um die Ölquellen bei Der-ez-Sor.
Die kurdische Führung hat einen schwerwiegenden strategischen Fehler gemacht, indem sie die einzig möglichen lokalen Verbündeten zu Feind machte.
Es war vollkommen klar, dass die USA für die Kurden nicht das Verhältnis zu NATO Partner Türkei riskieren wird. Dazu ist die Türkei strategisch viel zu wichtig.
Es war auch von Angang an klar, dass die Türkei nicht den Präzedensfall eines eignen Kurdenstaates an ihrer Grenze akzeptieren wird.

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recepcik 07.10.2019, 17:01
104. @irrenderstreiter

Weil in Der-ez-Sor und Raqqa niemand gegen die islamistischen Barbaren kämpfen wollte. Die Kurden hatten nie vor diese Gebiete einzuverleiben. Wen meinen Sie mit lokalen Kräften? Doch nicht die islamistischen Terroristen? Sagen Sie bloß nicht FSA. Die hat sich Erdogan unterstellt uns besteht vorwiegend aus islamistischen Terroristen. In Idlib versucht der türkische Geheimdienst sogar die HTS, den Al Qaida Ableger in die FSA zu integrieren.

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geotie1 07.10.2019, 17:13
105.

Zitat von aristo32
Völkerrechtlich darf die Türkei sind selbst verteidigen. Und die YPG ist eine terroristische Vereinigung. Die YPG beliefert und gibt den Terroristen in der Türkei zuflucht. Dadurch bedroht Sie das Existenzrecht der Türkei, weil Sie Land beanspruchen. Also die Türkei darf da wohl einschreiten.
So einfach ist das auch nicht. Hat man bei der Verteilung der Ländereien die Kurden nicht einfach vergessen? Man hätte sich so einige Kriege dadurch erspart, wenn die Kurden ihr eigenes Gebiet erhalten habe, bzw. wenn die Türken diese Volksgruppe nicht unterdrückt hätte.

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vliege 07.10.2019, 17:21
106. irrenderstreiter

Haben Sie mal in Erwägung gezogen, das die Kurden, damals noch mit Unterstützung der USA den IS weitestgehend unschädlich machen mussten. Dazu gehören die Brutstätten des Übels um nicht ständig einer Gefahr ausgesetzt zu sein. Ölreiches Land hatten die Kurden auch ohne die genannten Gebiete. Genau das und die weitestgehend funktionierende Selbstverwaltung war den Kriegstreibern in Ankara ein Dorn im Auge.
Die Kurdischen Ureinwohner, die seit Jahrtausenden dort beheimatet sind, werden von Türkischer und Arabischer Seite angefeindet. Was bleibt ist allein aus Selbsterhaltungstrieb sich so gut es geht zu verteidigen.

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aristo32 07.10.2019, 18:01
107. Wieso Lügen?

Zitat von recepcik
Sie verbreiten hier Lügen. Zum einen sind nicht einmal laut Angaben des türkischen Staates vier Millionen Syrer in der Türkei und die meisten von ihnen sind arabische Syrer, die mit den Islamisten sympathisieren und somit Erdogan sehr genehm. Zum anderen ist es eine Lüge des türkischen Staates, dass die Kurden die anderen Völker vertrieben werden. In den kurdischen Gebieten gibt es demokratische Strukturen in denen die verschieden Ethnien und religiöse Minderheiten proportional nach ihrem Bevölkerungsanteil vertreten sind. Von diesen Strukturen kann die Türkei nur Träumen. Es ist doch die Türkei, die die Demografie in Syrien ändert. In Afrin wurden über 200 000 Kurden vertrieben und islamistische Terroristen mit ihren Familien angesiedelt. In Rojava will Erdogan auch entlang der Grenze bis 40 Kilometer tief Dörfer und Städte mit Geldern der EU und UN bauen um auf kurdischen Gebiet arabische Syrer ansiedeln.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-amnesty-international-wirft-kurdenmiliz-ypg-vertreibungen-vor-a-1057463.html
Ich frage mich ja auch warum es diese Probleme mit der YPG gibt, aber mit den irakischen Kurden klappt es ja. Noch in diesem Jahr hatte sich Erdogan mit Barzani getroffen. Und die Kurden haben im Nordirak Ihre eigene Autonomieregion.

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aristo32 07.10.2019, 18:05
108.

Zitat von recepcik
Sie verbreiten hier Lügen. Zum einen sind nicht einmal nach Angaben des türkischen Staates vier Millionen Syrer in der Türkei. Die wenigsten von ihnen sind Kurden. Es sind meist arabische Syrer, die mit den Islamisten symphatisieren und somit Erdogan genehm sind. Zum anderen ist es die Türkei, die durch Vertreibung die Demographie in Syrien verändert. Allein in Afrin wurden über 200 000 Kurden vertrieben und islamistische Terroristen mit ihren Familien dort a.gesiedelt.
Und woher haben Sie bitte Ihre News. Abgesehen davon sollte es doch egal sein, ob arabische oder kurdische Syrer. Es sind doch Syrer und Sie wurden aus Syrien vertrieben.

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recepcik 07.10.2019, 18:16
109. @aristo32

In dem von Ihnen genannten Bericht ging es lediglich um ein Dorf, das in der Frontlinie zwischen YPG und IS lag. Amnesty hatte sich auf Informationen der Türkei gestützt. Auch die Kurden in Irak sind nicht Erfogans Lieblingsnachbarn. Es handelt sich um gegenseitige Interessen. Die Türkei darf Nordirak bombardieren und Erdogans Baulöwen verdienen sich dort eine goldene Nase. Als die Kurden dort mehrheitlich für die Unabhängigkeit votierten, haben die Türkei, Iran und der Irak Militär an ihrer Grenze zusammengezogen um einzumarschieren und die Kurden müssten zurückrudern, da die Supermächte nicht hinter ihnen standen.

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