Forum: Politik
Trumps Twitter-Tiraden: Hass als Instrument, Rassismus als Programm
MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX

Der Skandal um Donald Trumps rassistische Tiraden eskaliert, nun kassierte er eine öffentliche Rüge. Doch der US-Präsident schürt unbeirrt alte Ressentiments - zufällig ist an seinen Ausfällen nichts.

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der_durden 17.07.2019, 12:40
90.

Zitat von Atheist_Crusader
Mal fünf Minuten nachdenken... Es geht nicht bloß darum, dass Jemand Menschen anderer Hautfarbe kritisiert - nicht mal wenn diese Kritik vollkommen idiotisch ist (die Frauen wurden vom Volk dazu gewählt, die USA zu verändern). Es geht primär um den "dann geht doch zurück wo ihr hergekommen seid!"-Teil. Drei der angesprochenen vier Damen SIND in den USA geboren. Trump spricht ihnen hier ihre Herkunft ab, nur weil sie keine weiße Hautfarbe haben. DAS ist der rassistische Part. Und etwas das viele Millionen Menschen regelmäßig erleben. Dass es nur mit deren ethnischer Herkunft zu tun hat sieht man auch unter anderen daran, dass Kritiker der vorherrschenden Ethnie (in diesem Fall Weiße) niemals dazu aufgefordert werden das gleiche zu tun. Trump hetzt auch ständig gegen Bernie Sanders und Joe Biden, aber über die hat er noch nichts derartiges gesagt.
Wie recht Sie haben. Ich finde es derart erschreckend, dass es Menschen gibt, die so offensichtlichen Rassismus nicht erkennen und somit auch verharmlosen. Noch ratloser werde ich, wenn ich mir überlege, woran das liegen mag.

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annoo 17.07.2019, 12:42
91. #2 Volker Zorn

Sie schreiben: "Weiß, männlich, europäische Herkunft wurde unter Generalverdacht gestellt und oft auch diffamiert."

Genau, während Weiße, wie Sie schreiben unter Generalverdacht standen haben Schwarzen bei der Wohnungssuche die umkämpfte Wohnung bekommen wenn sich zeitgleich eine "blonde Familie" bewarb, die muslimische Frau bekam im Kampf um den Arbeitsplatz den besseren Job. Und der arme alte weiße Mann hat nie den hoch dotierten Job im Aufsichtsrat bekommen sondern wurde jahrzehntelang missachtet. Ist das nicht gemein? Wir sollten eine Petition starten für den armen "alten weißen Mann" der in unserer Gesellschaft generell immer zu kurz kam. Armer schwarzer Kater... äh weißer Mann.

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claus7447 17.07.2019, 12:43
92. Trump wurde gewählt ...

Zitat von andre-bock
Linke Ideologie ist z.B. sich bis heute nicht mit den Ursachen des zunehmend konservativen Gedankengutes vieler Menschen zu beschäftigen, dazu eine Moral die die Interessen Anderer über die eigenen Interessen stellt. Trump wurde primär gewählt, da eine unkontrollierte Zuwanderung nicht mehr erwünscht war, das als rassistisch darzustellen zeugt eben von Ideologie und nicht von einem ernsten Auseinandersetzen mit gesellschaftlichen Problemen. Behauptungen, wie z.B. Migration wäre historisch immer gut gewesen, verschärfen den Konflikt durch ihre ideologische und fantastisierende Geschichtsleugnung. Das sind alles Faktoren.
... weil der dem einfach denkenden Ami versprach in erster Linie wieder

Arbeitsplätze in den USA zu schaffen.

Die Immigration war gebunden an eine Mauer, die Mexiko bezahlt.

Bisher ist beides nicht eingetreten.

Bis zur Wahl muss er - um wiedergewählt zu werden - liefern. Da lässt Donny gerade in seinem Hass den Blutdruck steigen. Ob er mit diesen Szenen wirklich bei seinen Wählern punktet - sehr zweifelhaft - es soll auch "denkende GOP Wähler geben - die bröckeln schon ab.

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Andraax 17.07.2019, 12:47
93.

Zitat von andre-bock
Also Sie sehen keine trennenden Merkmale in den USA? Woher kommen dann die Probleme dort? Ist also alles in Ordnung, dann verstehe ich die Aufregung hier nicht. Trump hat das gesagt was von anderer politischer Seite hier auch schon gern öfters geäußert wurde, nämlich dass die Leute die ein Problem mit den Lebensweisen in diesem Lande haben gerne gehen können. Man kann das eben alles aus verschiedenen Perspektiven sehen.
Na dann mal los, welche "trennenden Merkmale" außer Hautfarbe sehen Sie denn zwischen den vier Frauen und z.B. Bernie Sanders (den hat Trump nicht kritisiert)?

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andre-bock 17.07.2019, 12:52
94.

Zitat von s.l.bln
...welche Hautfarbe die Mehrheit einer Bevölkerung hat? Was wäre denn zu befürchten, wenn sich die Pigmentierung meiner Nachfahren verstärkt? Das Hautkrebsrisiko sinkt dann, passend zum Mittelmeerklima, welches wir hier mittelfristig bekommen. Ist doch Prima. Haben Sie ernsthaft Angst um die Reinheit ihrer "Rasse"? Ich würde außerdem noch zu bedenken geben, daß weiße Menschen in Amerika nur aufgrund von Wirtschaftsmigration vorkommen, oder um der Strafverfolgung im eigenen Land zu entgehen, wie im Falle von Trumps Vorfahren.
Grundsätzlich scheinen Sie dem modernen Typus anzugehören der sein eigenes Leben mit dem anderer verwechselt. Was Sie von der Pigmentierung halten ist mir ehrlich gesagt egal, für mich klingt ihr Statement eher nach billigem Positivrassismus, aber darum geht es auch nicht. Genau wie andere Gruppen sich über Aussehen, kulturellen Habitus und ihnen ähnliche Menschen identifizieren machen das diese Menschen auch. Wie Sie auf die Idee kommen dass ich Menschen anderer Hautfarbe ablehne, nur weil ich versuche zu verstehen warum diese Menschen so ticken, ist wohl eher mit ihrem ideologischen Eifer zu erklären. Ich mache nur darauf aufmerksam dass sich diese Menschen, wie andere eben auch in der Gruppe zu Hause fühlen die ihnen am nächsten kommt, in diesem Fall wohl mehrheitlich weiß und nordeuropäisch. Nichts anderes was Sie ja auch tun oder andere Gruppen. Es ist halt einfach peinlich und inkonsequent wenn Menschen es einerseits gut finden dass Menschen, bei Unzufriedenheit mit der Migrationspolitik, empfohlen wird die eigene Heimat zu verlassen aber dann ein Riesenfass aufgemacht wird, wenn das ein Politiker aus dem anderen Lager ebenso handhabt. Das Ganze nennt man übrigens Doppelmoral. Natürlich gehe ich fest davon aus dass Sie nicht fähig und willens sind dies zu verstehen, genau deshalb sind ja diese Leute so kompromisslos, da Reden mit Leuten wie Ihnen nutzlos ist. Wer nicht hören will muss fühlen. Altes Sprichwort.

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claus7447 17.07.2019, 12:53
95. Es ist schon spannend wie Sie zusammenhänge bauen.

Zitat von Piether
wie der Autor und die meisten Foristen hier die Trump'sche Äußerung im Vergleich zur fast gleichlautenden Äußerungen des Herrn Lübcke sehen. Der eine empfiehlt den Platzverweis für unzufriedene Migranten zugunsten Einheimischer, der andere empfahl den Platzverweis für unzufriedene Einheimische zugunsten von Migranten. Auf die Begründung bin ich gespannt. Meiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Aber lasse ich mal Donnys - hirnfehlgesteuerte Hassäusserungen - und nehme mir Herrn Lübcke vor:

Sie wissen:

er hat klargestellt, dass es in der Bundesrepublik Werte gibt

und er hat freigestellt, dass Menschen, die mit diesen Werten nicht leben können oder wollen [b]KÖNNEN[/b) die Republik verlassen. Und das steht jedem frei, der meint anderswo eine bessere Heimat zu finden.

Trump will Menschen die (bis auf einen) in den USA geboren sind ausweißen - da sie das Land "hassen". Wenn wirklich jemand die USA hasst - so ist es Donny - der derzeit sämtliche Strukturen (klares Ziel von Bannon) zerstört.

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griebe-event 17.07.2019, 12:54
96. Dämonkratie

Das Grauenvolle ist nicht Trump. Leute wie ihn hat es schon immer gegeben und wird es immer geben. Ein gesellschaftliches Sediment von 10 % Rassisten oder Antisemiten oder Nazis oder Frauenfeinde und und und ist, zeigt die historische Erfahrung, unumgänglich. Grauenvoll ist nur, wenn die Mehrheit eines Volkes einen von ihnen an die Macht bringt (wir Deutschen können davon ein grausig Lied singen). Grauenvoll ist also die Mehrheit der US-Amerikaner! Sie, und niemand sonst, haben eine Person zum Präsidenten gemacht, der mit seinen Tiraden auf jeder Party ein gerngesehener Gast ist, weil er die Gespräche ingange bringt; mit dem man aber privat absolut nichts zu tun haben will.
P. S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass aus diesem Grund die modischen Volksabstimmungen brandgefährlich sind! Sie gehören abgeschafft.

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karl-der-gaul 17.07.2019, 12:56
97.

Hat Pitzke eigentlich eine Ahnung warum Trump diese vier Abgeordneten, Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar, Ayanna Pressley und Rashida Tlaib ausgewählt hat? Eines ist in meiner Erinnerung, das erste Wort der Palästinenser/Amerikanerin Rashida Tlaib nach ihrer Wahl war *wir werden diesen motherfucker Trump impeaching* schöner Anfang. Die anderen sind vom selben Muster.

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spon_5331543 17.07.2019, 12:57
98. Einschränkung weisser Bürgerrechte

Zitat von s.l.bln
Was kann man denn daran verstehen? Der ethisch intaktere Teil der Bevölkerung hat sich jahrzehntelang für die Rückdrängung des Alltagsrassismus eingesetzt und soll jetzt schuld sein, daß die Rassisten versuchen, die Uhr wieder zurückzudrehen? Wie wäre denn die Alternative, wenn man gerne hätte, daß alle Bürger die gleiche Rechte genießen? Sie dürfen gerne Vorschläge machen. Letztlich arbeiten Sie hier auch nur am Opfermythos aller Rechten. Wer hat denn je versucht, in den USA die Bürgerrechten von Weißen einseitig einzuschränken, sodaß diese sich jetzt"wehren" müßten?
.. im Gegensatz zu den grassierenden irrlichternden "Rassismus"-Verortungen der Linken, gibt es ganz handfesten anti-weissen Rassimus - auch per Gesetz! Und das Ganze wohlgemerkt in einer weissen Mehrheitsgesellschaft - unfassbar und wohl einmalig in der Weltgeschichte, diese Selbstkasteiung eines derart erfolgreiches Volkes, das sich für seinen Erfolg hasst! Andere Völker, insb. abseits des Westens, leiden nicht unter einer solchen Immunschwache!
So sind z.B. diverse Affirmative Actions akut rassistisch und benachteilen ganz konkret Weisse! Das ist ganz konkreter Rassismus - nicht irgendein Märchen von "strukturellem Rassimus" usw., á la Unterstellungen, dass weisse Entscheidungsträger Weisse bevorteilen würden (wobei leider oftmals das Gegenteil der Fall ist!) - demgegen aber es völlig OK, wenn Schwarze nur Schwarze einstellen usw.: weisse Seilschaften: PFUI! Nicht-weisse Seilschaften: HUI!
Ganz abgesehen von dem anti-weissen Rassismus in den Medien usw., die etwaige Anti-Marginalisierungstendenzen der Weissen als rassistisch verdammen, aber das "Advancement" of POCs und das "Browning" der USA einfordern, bis hin zu einem weissen VEEP, der sagt, dass less white people "a good thing" ist - undenkbar, dass z.B. ein Schwarzer sowas über Afro-Amerikaner sagen würde!
Make America white: PFUI! Make America brown: HUI! Der Nicht-Rassist dagegen ist farbenblind!

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rloose 17.07.2019, 12:57
99.

Zitat von andre-bock
Aber ist es denn kein Rassismus wenn der aufgeklärte Westdeutsche den dummen rassistischen Ostdeutschen verleumdet? Vllt. ist es eben diese Beliebigkeit und Doppelmoral die Leute einen Trump oder Boris Johnson wählen lassen. Die angeblich aufgeklärten Leute haben vergessen sich selbst und ihre oftmals aus finanzieller Sicherheit resultierenden Welteinstellungen selbst zu hinterfragen.
Was bitte schön soll es mit Rassismus zu tun haben, wenn man dümmlich auf der Straße rumpöbelnde Pegidaanhänger kritisiert? Oder AfD-Fans, die mit Hitlergruß zeigenden Nazis durch Chemnitz laufen? Diese Leute kritisiere ich nicht als aufgeklärter Westdeutscher, sondern als aufgeklärter Mensch, der hinter unserem GG steht, und es ist mir auch egal, ob die zu kritisierenden dabei aus Ost- oder Westdeutschland oder sonstwoher kommen.
Wer seine Welteinstellung aufgrund seiner finanziellen Lage bildet, bekommt am Ende genau so was wie Trump. In den USA gibt es genauso wie hier eine Art Gesellschaftsvertrag, nennt sich Verfassung. Und wenn die Exekutive meint, die sie zu kontrollierende Legislative in dieser Art und Weise angreifen zu müssen, dann hat das nichts mit Welteinstellungen zu tun, dann legt das Hand an die Verfassung und ist eines Präsidenten mehr als unwürdig.

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