Forum: Politik
Trumps Twitter-Tiraden: Hass als Instrument, Rassismus als Programm
MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX

Der Skandal um Donald Trumps rassistische Tiraden eskaliert, nun kassierte er eine öffentliche Rüge. Doch der US-Präsident schürt unbeirrt alte Ressentiments - zufällig ist an seinen Ausfällen nichts.

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annoo 17.07.2019, 13:08
100. #8 liberalerfr

"Sorry, aber wo sind Trump Äußerungen rassistisch? Wenn jeder Aufforderung oder Kritik an jemanden mit einer anderen Hautfarbe rassistisch sein soll, dann ist natürlich auch die Kritik an Trump rassistisch, wenn diese von jemanden mit nicht weißer Hautfarbe kommt.
Wo ist eigentlich der Aufschrei der schwarzen community, gegen diese Banalisierung des Rassismusbegriffs?"

Offensichtlich haben Sie keine Ahnung vom Rassismusbegriff. Bei Rassismus geht es nicht um "irgendwas mit Hautfarbe" man muss die Struktur dahinter verstehen und das Ansinnen des Rassisten. Rassismus ist dann wirksam, wenn es um eine strukturell unterdrückte Gruppe geht. Oder haben Sie schon mal gehört, dass Schwarze im Gegensatz zu Weißen generell den besseren Job bekommen und das in der Gesellschaft sozial höhere Ansehen genießen? Natürlich nicht, es gibt ein Ungleichgewicht in die andere Richtung. Mit Rassismus will man die "schwarze Rasse" als die überlegene "Rasse" verkaufen (neuerdings gerne auch alternativ die "fremde Kultur" als Synonym). Rassismus ist wenn eine Gruppe mehr soziale Ressourcen (Ansehen, Geld, Macht) für sich in Anspruch nimmt. Da passt dich Trump wunderbar, ihm ist jedes Mittel recht sein Ungleichgewicht auf Kosten Anderer auszubauen. Insofern ist es ein peinlicher Versuch Ihrerseits Menschen wie Trump als die eigentlichen Opfer (weil weiß und reicher Mann) darzustellen.

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rloose 17.07.2019, 13:09
101.

Zitat von jjgiphone
Trump facht diese Attacken an, weitet sie jetzt sogar noch aus, in autokratischer Manier. Alle kritischen Minderheiten mögen sich verflüchtigen - auch legale Einwanderer und gebürtige Amerikaner: "Wenn es euch hier nicht gefällt, könnt ihr gehen." So etwas ähnliches hat der ermordete Landtagspräsident Lübcke über Deutsche die seine Werte nicht teilen auch gesagt.
Nein, hat er nicht, aber das hätten sogar Sie schon in Beiträgen dieses Forums lesen können. Herr Lübcke hat die angesprochen, die nicht auf dem Boden des GG stehen, und dabei hat er nicht explizit Deutsche angesprochen.

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jensen12345 17.07.2019, 13:11
102. Falsch, Trump

Zitat von Beat Adler
Die Mehrheit waehlte Hillary Clinton. Deutlich. Millionenvorsprung. Im Senat stimmten bereits mehrfach 12 Republikaner, von insgesamt 53, zusammen mit den 47 Demokraten GEGEN Projekte von Trump. Sie werden von Mitt Romney angefuehrt, der die Vorwahlen zu seinem Sitz im Senat in Utah gegen einen Rep Kandidaten, der von Trump massivst unterstuetzt wurde, gewann. Er gewann, weil er seinen Waehlern versprach in die Fussstapfen von John McCain zu treten und er die republikanische Partei vor dem trumpschen Untergang bewahren will und wird. mfG Beat
hat in Utah Mitt Romney unterstützt. Romney gewann, weil er in Utah keine wirklich keine Konkurrenz hatte und er sehr populär ist schon allein aufgrund seiner früheren US-Kandidatur.

Und die Mehrheit der Wählerstimmen ist bei den Wahlen in den USA schon immer völlig unbedeutend gewesen. Es zählen einzig und allein die Anzahl der gewonnen Wahlleute und das wissen seit Jahrhunderten die Kandidaten und konzentrieren ihren Wahlkampf einzig und allein auf den Gewinn der Wahlleute. Auch ein "Djoker" hat gegen "Fedex" in Wimbledon-Endspiel weniger Punkte gewonnen (14 weniger insgesamt) - einzig und allein entscheidend war, dass er 3 der 5 Sätze gewonnen hat. Und am Ende kam kein Klagen von "Fedex".

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spon_5331543 17.07.2019, 13:12
103. nur positive Zuwanderung

Zitat von seeyouin1982
Meinung und Meinungsfreiheit sind nicht zu verwechseln. Die Freiheit eines Einzelnen geht nur soweit, wie diese die Freiheit eines anderen nicht beschränkt oder verletzt. Und sobald Meinungsäußerung in Beleidigungen und schwerste Diskriminierung ausartet, ist daran überhaupt nichts mehr zu tolerieren. Einem Menschen seine Meinung lassen, ja, aber an ein Mindestmaß an Werten, Normen und zwischenmenschlichem Respekt sollte sich jeder halten. Scheinbar kennnen Sie sich mit Diskriminierung nicht aus. Ich werde regelmäßig auf Grund meiner rein äußerlich scheinbar sichtbaren nicht-deutschen Ethnie rassistisch beleidigt und aufgefordert, zurück in meine Heimat (das wäre dann Bonn) zu gehen. Soll ich das für gut befinden, weil es eine Meinung ist? Sorry, aber Beleidigungen und persönliche Angriffe sind keine Meinung. Ich kann eine sprachliche und kommunikative Verrohung nicht gut heißen. Abgesehen davon, sollten Personen des öffentlichen Lebens noch viel stärker auf ihre Wortwahl achten, da diese eine viel stärkere Wirkungsmacht hat. Würden Sie es einfach freundlich tolerieren, wenn Ihr Nachbar an Ihrer Tür klopft und Sie mit Beschimpfungen Ihres Hauses verweist?
Ich versteh'immer nicht, wie sich Migranten für ungezügelte Zuwanderung einsetzen können: SIE sollten doch am ehesten ein Interesse daran haben, dass Ihre Reputation unangetastet bleibt und nicht befleckt wird durch ebenso undankbare wie schädliche Zuwanderung. Wenn ich als deutscher Auswanderer Teil einer deutschen Diaspora im Ausländ wäre (die interessanterweise niemals mafiose Kriminalität entwickelt haben - im Gegensatz zu anderen!), so wäre ich der erste, der darauf drängt, dass eben schlechte deutsche Äpfel dort erst gar nicht Fuss fassen! Zuwanderer sollten immer die Elite der Aufnahmegesellschaft darstellen!
Wenn Sie nun Ihrerseits ein vorbildlicher deutscher Staatsbürger, um nicht zu sagen: vorbildlicher Deutscher sind und Ihren Beitrag leisten, so tut es mir leid, wenn Sie mitunter "Geh-doch-Nachhause"-Attacken ertragen müssen - allzuoft sind sie aber berechtigt! Erst wenn es keine schädliche Zuwanderung mehr gibt, sind zuwanderungskritische Äusserungen tatsächlich ausländerfeindlich!
Abgesehen davon will ch will Ihnen'mal glauben, wenn Sie von persönlichen Attacken aufgrund Ihres nicht-deutschen Aussehens reden - in meinem Lebensumfeld kann ich dies nicht nachvollziehen: hier gibt es eher anti-deutsche Attacken: der weitaus grössere Skandal!

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ljg 17.07.2019, 13:14
104. #36 Piether

ich habe mich beim Lesen der Kommentare gefragt, wann taucht der erste dümmliche Vergleich mit Lübcke auf...ich war erstaunt dass es bis zum 36ten gedauert hat, aber Sie haben mich nicht enttäuscht

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Andraax 17.07.2019, 13:14
105.

Zitat von Revisor
Hautfarbe enthalten? Daß die vier extrem links positionierten Damen mehr oder weniger farbig sind, kann sie doch nicht vor jeglicher Kritik schützen. Im übrigen hat die lauteste der Gruppe, Alexandria Ocasio-Cortez, sogar die demokratische Fraktionsführerin Nancy Pelosi des Rassismus beschuldigt. Das übliche Totschlagargument also selbst gegen die eigene Parteikollegin! Und was Lübcke angeht: Der empfahl den ursprünglichen Deutschen, auch Biodeutsche genannt, ihr Heimatland zu verlassen, wenn sie mit der Regierungspolitik nicht einverstanden sind. Damit knüpfte er geistig an die Ausbürgerungspraxis zweier Diktaturen an. Trump hingegen wendet sich gegen Personen, die entweder selbst eingewandert sind oder deren Eltern in den USA Zuflucht und ein besseres Leben fanden. An Personen also, welche in den USA so gut wie keine Wurzeln haben und für die ihnen geschenkten Möglichkeiten dankbar sein sollten, statt gehässige Fundamentalkritik zu üben. (Man sollte sich mal außerhalb des vorstehenden Artikels über die teilweise hanebüchenen Ansichten dieser Sweethearts informieren, deren Selbstgefälligkeit auf kaum etwas anderem beruht als ihrem jugendlichen Sex-Appeal.) Der Unterschied zwischen den Äußerungen von Lübcke und Trump fällt also genau anders herum aus, als Sie behaupten. Wenn Sie das nicht erkennen, dann weiß ich nicht, wie man Ihnen noch helfen kann.
Welcher mysteriöse Umstand schützt denn Bernie Sanders, der auch extrem links positioniert ist, vor Trump's Kritik?
Lübcke hat von "Werten" gesprochen, nicht von "Regierungspolitik" - verdrehen Sie nicht die Aussage in Ihrem Sinne!
Trump ist selbst Sohn einer schottischen Fischerstochter - vielelicht gar eine Armutsmigrantin. Nach Ihrer "Logik" hat er also selbst so gut wie keine Wurzeln in den USA, seine Kinder genauso wenig.
Substanzielleres haben Sie nicht zu bieten?

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mostly_harmless 17.07.2019, 13:18
106.

Zitat von andre-bock
Linke Ideologie ist z.B. sich bis heute nicht mit den Ursachen des zunehmend konservativen Gedankengutes vieler Menschen zu beschäftigen, dazu eine Moral die die Interessen Anderer über die eigenen Interessen stellt. Trump wurde primär gewählt, da eine unkontrollierte Zuwanderung nicht mehr erwünscht war, das als rassistisch darzustellen zeugt eben von Ideologie und nicht von einem ernsten Auseinandersetzen mit gesellschaftlichen Problemen. Behauptungen, wie z.B. Migration wäre historisch immer gut gewesen, verschärfen den Konflikt durch ihre ideologische und fantastisierende Geschichtsleugnung. Das sind alles Faktoren.
Rechte Ideologie hingegen ist, die Unwahrheit zu schreiben. Trump wurde real primär wegen seiner wirtschafltichen Kompetenz gewählt. Gerade mal 7% nannten Einwanderung als Thema

https://news.gallup.com/poll/189299/presidential-election-2016-key-indicators.aspx

Und Trump ist nachweislich schon immer ein Rassist gewesen, schon bei der Vermietung seiner ersten Immobilien wurden Afroamerikaner faktisch ausgeschlossen.

Der Rest Ihres Beitrages ist nur der übliche faktenfreie Kappes vom rechten Rand. Sehr schöner Beweis dafür sind die USA. Die zu 99% aus Migranten bzw. Nachkommen von Migranten bestehen.

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Andraax 17.07.2019, 13:19
107.

Zitat von karl-der-gaul
Hat Pitzke eigentlich eine Ahnung warum Trump diese vier Abgeordneten, Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar, Ayanna Pressley und Rashida Tlaib ausgewählt hat? Eines ist in meiner Erinnerung, das erste Wort der Palästinenser/Amerikanerin Rashida Tlaib nach ihrer Wahl war *wir werden diesen motherfucker Trump impeaching* schöner Anfang. Die anderen sind vom selben Muster.
Bernie Sanders (und andere Demokraten) haben ebenfalls ein impeachment gefordert. Warum attackiert Trump diese nicht?

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rloose 17.07.2019, 13:20
108.

Zitat von andre-bock
Die Linken tun tagein tagaus nichts anderes. Hören Sie auf sich selbst derart zu beweihräuchern. Wie viele Ossis, weiße Männer, Provinzler, Gegner unkontrollierter Migration usw. werden denn jeden Tag einfach so verunglimpft.
Also ich versuche jeden Tag 2 Ossis, 3 weiße Männer, einen Provinzler und einen Gegner unkontrollierter Migration zu verunglimpfen. Dabei kann es natürlich vorkommen, das mehrere Personengruppen zusammenfallen.
Aber im Ernst, was soll der Quatsch? Ich habe nichts davon, Ossis zu verunglimpfen, aber ich darf Leute, die sich wie der Hutbürger aufführen, kritisieren, und dabei ist es mir egal, wo sie herkommen. Im Gegensatz zu den Rechten, muß ich mich auch nicht über Haß und Herabsetzung anderer definieren. Das wäre mir ein wenig dürftig.

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annoo 17.07.2019, 13:22
109. #35 Bowie - Guter Beitrag

Sie schreiben: "Rassismus...
ist gut definiert. Er beschreibt die Ausgrenzung und Abwertung pauschaler Gruppen definierter religiöser oder ethnischer Zugehörigkeit. Genau das tut Trump mit den Aussagen, daran besteht überhaupt kein Zweifel. Und besonders erbärmlich wird es, wenn sich die Trump-Verteidiger mühen, diesen Umstand zu negieren, gar den Linken die schuld zu geben"

Das Problem ist, dass die Wenigsten (mangels Bildung oder mangels Willen?) wissen wie Rassismus definiert ist. Zu Rassismus gehört wie Sie schreiben dass sich eine Gruppe zu ihren eigenen Gunsten erhöht
indem sie eine andere Gruppe erniedrigt. Nicht nur die Unkenntnis dieser Definition bzw. der Struktur von Rassismus ist das Problem sondern vor allem das Nichtwahrhabenwollen --> Rassisten sind natürlich immer die Anderen. ;-)

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