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Trumps verstörende Antrittsrede: Keine Angst, der will nur dealen
REUTERS

Mit seiner Antrittsrede versetzt Donald Trump den Westen in Angst. Aber wenn Europa auf den neuen US-Präsidenten trotzig und panisch reagiert, tut es genau, was er bezweckt.

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joes.world 21.01.2017, 14:37
1. Nun kommen die Tage der Taten

Dass er ein aktiver Präsident werden wird, keine Verwalter wie Merkel, niemand der zu sieht wie sein Land und die für dieses wichtigen Bündnisse langsam den Bach hinunter gehen - das alles kam klar in seiner Rede bei der Angelobung zum Ausdruck. Durch ihre Direktheit war es eine beeindruckende Rede und man wird schon in ein, zwei Jahren, an den ersten Auswirkungen seiner Politik, sehen ob ihm gelingt, was er, mit Macht, versuchen wird umzusetzen.

Die USA stehen in einer untrennbaren Allianz mit GB, CAN, Australien und Neuseeland. Nicht nur ihre Waffen, sondern auch die Arbeit ihrer Dienste müssen addiert werden. Und stehen im Notfall jedem dieser 5 engen Freunde zur Verfügung.

Wirtschaftlich müssten sich die deutschen Arbeitnehmer nicht fürchten, egal was unsere Regierung ihnen einzureden versucht. Denn Deutschland ist ein Hochpreisland in der Produktion. Trump aber, will die Auslagerung in Billiglohnländer wie den fernen Osten und Mittelamerika, nicht mehr länger hinnehmen. Das könnte den deutschen Arbeitnehmern sogar zu Gute kommen. Dann nämlich, wenn die Produktion deutscher Autos in Mexiko, durch die neuen Zölle, zu teuer wird. Und unsere Autobauer deshalb mehr Autos bei uns bauen. Das wird zwar die Manager der Autobauer weniger freuen, weil dann ihre Bonis geringer werden, aber da trifft es ja wahrlich keine Armen.

Trump hat also überhaupt kein Problem mit den 81 Millionen Deutschen. Er erwähnte sogar, dass sein Vater Deutscher gewesen sei. Und auf seinem Arbeitstisch im Trump-Tower steht ein Bild seines Vaters. Wenn Trump ein Problem hat, dann höchstens mit Merkel. Und ich als Deutscher sehe nicht ein, wieso das Problem einer einzigen Frau (und ihrer kleinen Gruppe an Getreuen) mit dem neuen, tatkräftigem Mann an der Spitze des mächtigsten Land dieser Welt, auch zum Problem aller Deutschen werden sollte.

Ich unterscheide klar zwischen den Zielen der USA und unserem Wohl, einerseits. Und zwischen der, gleich beim ersten Telefonat gestörten Beziehung, zwischen Merkel und ihm, andererseits. Merkel ist nicht Deutschland.

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singpat 21.01.2017, 14:37
2. Richtig

Soll er erst einmal kommen. Etwas mehr Selbstbewusstsein stuende uns gut an. Hilft generell bei Populisten.

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PrincipeAzzurro 21.01.2017, 14:38
3.

"Der aus seiner Sicht beste Deal wäre, wenn alle schon ihre Verhandlungsmasse aufgäben, noch bevor das erste Gespräch geführt wurde."

Völlig korrekt. Keine Panik.
Aber auch kein "business as usual" mehr. Vielleicht weckt Trump die EU endlich auf. Und am Ende sagt "Old Europe" (Donald Rumsfeld): "Yes we can".

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observerlbg 21.01.2017, 14:40
4. Da mach ich überhaupt kein Kopp....

...Dank unserer Kanzlerin sind wir Deutsche da schon gut aufgestellt. Die erschüttert nix. Das einzige, watt ich da befürchte ist, dass sie die Millionen US-Emigranten zu uns einlädt. Aber das schaffen wir auch noch ;-) Nee, ma Spaß beiseite: Frau Merkel und Donald Trump werden noch richtig gute Freunde, und das ist es, was mir Angst macht.

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INGXXL 21.01.2017, 14:46
5. Warten wir

doch die ersten 100 Tage ab, dann kann man abschätzen was er von seinen Ankündigen umsetzen kann

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tom2000 21.01.2017, 14:47
6. Vielen Dank für den Artikel

Sehe ich ebenso. In unserer globalisierten Welt kann sich niemand Alleingänge und Isolation leisten. Und wer versucht die Globalisierung aufzuhalten - für wie gut oder schlecht man sie auch halten mag - wird vom Rest der Welt überholt und überrollt. Es gilt abzuwarten, ob Herr Trump und Frau May am Ende ihrer Amtszeiten immer noch solch große Töne spucken und was sie an Erfolgen vorzuweisen haben. Mein Tipp: Hohe Staatsverschuldung, mehr soziale Unruhen und Abwahl.

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Jimbofeider 1 21.01.2017, 14:48
7. Punkt

Das war der beste Kommentar von Hr. Medick, dem ist nichts hinzuzufügen. Er hat in allen Punkten den Nagel auf den Kopf getroffen !

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fblars 21.01.2017, 14:54
8. Er tut dass, wofür er gewählt wurde

Er kümmert sich um sein Volk, das sind die US-Amerikaner. Niemand anderes sonst. Das hat er geschworen. In seiner Rede schwang mit, die Feinde sowohl im Inneren (Drogen, kaputte Infrastruktur, mangelnde Bildung) als auch die äußeren (Terror, Freihandel) zu bekämpfen. In den letzten Jahrzehnten wurden die Reichen immer reicher, und der Mittelstand wurde pulverisiert. Die Leute haben Trump aus Verzweiflung und Angst gewählt. Angst vor dem eigenen Abstieg. Für diese Menschen des mittleren Westen und des Rustbelts, deren Arbeitsplätze nach Mexiko und China geschoben wurden, waren seine Worte eine frohe Botschaft. Diesen Menschen hat er wieder Hoffnung gegeben, Dass diese Worte bei den vermeintlichen Verlierern seiner Politik nicht gut ankommen ist verständlich, dazu gehört natürlich Deutschland mit seiner Exportorientierung.

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pressionist reloaded 21.01.2017, 14:57
9. Hoffentlich werden wir die Medien und natürlich auch wir ...

... nicht alle betrumpt. Ich benötige keine Informationen über politische Wanderwege. Gibt es abstimmungsreife Ergebnisse, die es wert sind diskutiert zu werden, dann gerne bitte ... Ansonsten interessiert mich der Ganze Glitter und Glamour nicht. Die Viertelstunde Redezeit in Originalton brachte mir rein garnichts ... außer vertane Lebenszeit. Ich appeliere an die Medien den Bürger nicht mit Nullinformationen zuzutexten. Das gilt im Allgemeinen und insbesondere für den neuen US-Präsidenten. Lasst ihn sich erst einmal am internatiolen Vertragsrecht abtrumpeln! Und dann sehen wir weiter. Aufmerksam und wohldosiert ignorieren. Das ist dar Umgang mit Narzisten.

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