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Trumps Video-Skandal: Das ist die gerechte Strafe für die Republikaner
REUTERS

Nach dem Schock-Video von Donald Trump suchen die Republikaner nach Auswegen, ihn noch loszuwerden. Das darf nicht gelingen. Die ganze Partei muss für Trump büßen.

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sojetztja 08.10.2016, 22:34
80.

Dieses faktische 2-Parteiensystem ist einfach zu limitiert, denke ich. Das hat sich doch selten so deutlich gezegt wie in den letzten Jahren (Blockade der Republikaner gegen Obama) und aktuell in diesem Wahlkampf. Im Falle Trump ist es doch wohl so: Auch viele Konservative können mit ihm nicht sehr viel anfangen, aber sie sind an ihn "gefesselt", weil das amerikanische Parteien- und Wahlsystem keine Alternative für sie bereithält (außer eben die demokratische Kandidatin; Kandidaten der Libertären, Grünen oder Constitutionals laufen ohnehin nur unter "Sonstige"). (Wobei diese Wahl eigentlich d i e Gelegenheit wäre, im Zuge einer Protestwahl eine der kleinen Parteien zu einem Achtungserfolg zu bringen)

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brotherandrew 08.10.2016, 22:40
81. Sie liegen ...

Zitat von murksdoc
Das aber auf Band aufzunehmen und auch noch öffentlich zu machen ist ein Vertrauensbruch allererster Güte und wer sowas unterstützt, hat Hillary Clinton verdient.
... komplett falsch. Es war eine öffentliche Radiosendung, in der Trump solche Bemerkungen machte. Welches Vertrauen soll da gebrochen worden sein? Dies mal abgesehen davon, dass sich jeder Mensch jederzeit für das zu rechtfertigen hat, was er von sich gibt.

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Havel Pavel 08.10.2016, 22:45
82. Trump hat halt die Realität ungeniert beschrieben, ohne zu verschönen!

Zitat von stammbus
... dass so ein Typ bei Vorwahlen es überhaupt zum Kandidaten bringen konnte, wirft ein bezeichnendes Licht auf die amerikanische Gesellschaft.
Glauben Sie etwa in Deutschland ist es anders? Schauen Sie sich die traurigen Figuren in der heutigen Politik doch mal genau an! Sie sind nur verlogener und raffinierter als dieser Trump, weil Sie nicht ihre wohldotierte Politkarriere aufs Spiel setzen wollen.

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arrache-coeur 08.10.2016, 22:45
83.

Naja, Hillary Clinton tat sich auch nicht nur mit menschenfreundlichen Sprüchen hervor. Einer der bezeichnendsten von ihr: "We came, we saw, he died." Dieser Spruch ist in höchstem Maße menschenverachtend.

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Fragen&Neugier 08.10.2016, 22:47
84.

Zitat von mhpr262
... Und ganz nebenbei: Ich möchte nicht wissen, wie sich Frauen über Männer äußern, wenn sie im Gespräch unter sich sind.
Es wird solche und solche Frauen geben - ist aber schon möglich, dass sie durchschnittlich wohl eine andere Art von Sexprotzerei kennen. Krabben statt Kohorte, meinen die Verhaltensforscher, nach denen solche "Ausrutscher" vor allem Männer und Rivalen beeindrucken sollen. Wie Donald Trump sagt: Zwischen Worten und Taten liegen Welten.

Ich kenne aber auch Frauen vom Tpy, den man früher "Flintenweiber" nannte, die sich in einer feuchtfröhlichen Runde so nahtlos in solche meist feuchtfröhlichen Männerrunden einfügen, dass sie gar nicht mehr als Frauen wahrgenommen werden und die genaugleichen Sprüche klopfen, während sich Männer empören. Die intrageschlechtliche Varianz dürfte entschieden grösser sein als die statistische intergeschlechtliche.
Irgendwoher müssen ja die angeblich 60! Geschlechter kommen. Sicher gehen weniger Frauen zu Stripshows - aber die die gehen, übertreffen die Männer an Sexprotzerei bereits an der Kasse und im Foyer, wie es schon Umberto Eco so treffend beschrieben hat.
Die Nischen für Männer, die Blickkontaktaufnahme der Stripperin mit den Gästen, die Privatheit, Beziehung und Exklusivität suggerieren sollen auf der eine Seite. Auf der anderen die grosse Bühne mit mehreren Strippern und einem gröhlenden, kreischenden Publikum, das schunkelt und sich unterhakt. Der Affenfelsen, wo die männlichen Paviane sich aufplustern und um die Gunst der Weibchen buhlen.
In Präfemistischer Vorzeit, zu einer Zeit, wo aus der Verhaltensforschung auch Erkenntnisse über menschliches Verhalten gemacht wurden, galt als gesichert, dass bei sexueller Fortpflanzung immer der weibliche Teil "entscheidet" und der männliche Teil nur streut, von Pflanzen über die Säugetiere bis zum Menschen, war es noch normal, es normal zu finden, dass Männer immer wollen und Frauen nur, wenn es passt - oder teilen in "gute Gene Lieferanten" und Brutpflegehelfer. Natürlich galt es auch damals, zivilisiert zu sein und sich zu beherrschen.
Damals waren Frauen "gemässigt monogam" und Männer "gemässigt polygam". Don Juans und Nyphomaninnen waren zwar normal, aber eben weniger gemässigt. Und Zölibatäre 100% gemässigt.
Die gesellschaftlichen Sanktionen waren früher härter, aber die moralischen Verturteilungen meistens milder.

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jojack 08.10.2016, 22:54
85. Jetzt mal langsam

Dass Trump für das Präsidentenamt ungeeignet ist, steht nicht erst seit dem letzten Skandal fest. Totalitäre Forderungen gemischt mit Ahnungslosigkeit wiegen noch schwerer, als ein 10 Jahre altes Video. Der Grund, dass es einigen Republikanern schwer gefallen ist, sich von Trump zu distanzieren ist Hillary. Wer möchte sich schon dem Verdacht aussetzen, eine korrupte Politikerin ihres Schlages ins Weiße Haus zu katapultieren?

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Fragen&Neugier 08.10.2016, 22:55
86.

Zitat von laubfrosch69
Diese Amerikaner sind auf dem Stand von vor 200 Jahren steckengeblieben. Wieso wird einer der mächtigsten Präsidenten der Welt nicht DIREKT von der Bevölkerung seines Lanses gewählt? - Das was da passiert hat mit direkter Demokratie nichts zu tun! - Auf Deutschland übertragen hieße es, daß 16 Bundesländer den Kanzler wählen würden!
Der Präsident wird doch direkt gewählt. Natürlich müssen wie beim 2-kämmerigen Parlament sowohl Einwohnerstärke wie Gliedstaaten berücksichtigt werden. Das einfache Volksmehr wäre viel zu zufällig.
Im übrigen wird in Deutschland NICHT der Kanzler gewählt, sondern nur der Bundestag - und die Parteien machen auch eine Vorauswahl der Kandidaten, ansonsten vermutlich auch Mario Aadorf oder Romy Schneider gewählt worden wären.
Martin Schulz als Bundeskanzler? Kaum kompetenter als Donald Trump.

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GoaSkin 08.10.2016, 22:58
87. eigentlich haben die USA mehr als zwei Parteien

Die Amerikaner mögen weder Trump noch Clinton. Und da es neben den Demokraten und den Republikanern noch die so genannten "Third Parties" gibt, bei denen es sich nicht nur um Protestparteien handelt, legt das doch eigentlich Nahe, jetzt einmal ganz anderen Parteien eine Chance zu geben. Doch scheinbar bildet man sich lieber ein, nur Pest oder Cholera wählen zu können, obwohl sich prinzipiell auch Kur und Genesung wählen lassen. Vielleicht sollten sich die Amerikaner mal mit dem Gedanken anfreunden, auch den Alternativen einmal eine Chance zu geben.

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sir wilfried 08.10.2016, 23:02
88. Treffende Überschrift

Nach 8 Jahren ausschließlich destruktiver Politik der Reps gönne ich ihnen das. Die Alternative Clinton ist allerdings ebenso unfähig wie korrupt und stellt für den Weltfrieden m.E. die größere Gefahr dar.

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Celestine 08.10.2016, 23:04
89.

Zitat von prions.ku
Oder hat die amerikanische Oberschicht aufgrund Kurzzeitgedächtnis erst durch aktuelle Berichterstattung erkannt, was allgemein bekannt ist? Oder ist es eine gezielte Pressekampagne der Gegenseite?
Die Oberschicht bzw. die Elite hat ihn doch gar nicht gewollt, doch sie haben ihn Monate lang nicht ernst genommen. Fast niemand, weder die Parteigrößen der GOP noch die TV-"Experten" haben voraussehen können, dass er so lange im Rennen bleibt, und schon gar nicht, dass er die Vorwaahl gegen 17 Kontrahenten gewinnt. Nach dem anfänglichen Schrecken nach seinem Sieg haben sie sich damit arrangiert, haben sich gefügt, einer nach dem anderen. Jetzt ist der Katzenjammer groß, und man versucht zu retten, was zu retten ist.

Es kann auch gut mögich sein, dass es eine gezielte, massive Kampagne war, um von den Wikileaks-Mails von Clinton abzulenken, die diesmal viel mehr Brisanz enthalten als die vorherigen.

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