Forum: Politik
Truppenabzug der USA: Trump gibt Syrien auf
REUTERS

Mit dem Abzug der US-Soldaten aus Syrien gefährdet US-Präsident Trump nicht nur den Kampf gegen den IS. Er stärkt auch das Assad-Regime und den türkischen Präsidenten Erdogan. Großer Verlierer: die Kurden.

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hdwinkel 20.12.2018, 21:39
220. Trotziges Kind

Zitat von dirkcoe
für absolut Niemand mehr ein verlässlicher Partner. Wenn Trump schlecht geschlafen hat - oder Blähungen. oder was auch immer für Unpässlichkeiten, dann mutiert er zum Trotz igen Kind. Worauf wartet man in den USA eigentlich noch, um den debilen alten Mann endlich aus dem Weißen Haus zu werfen?
Es stimmt ganz sicher, daß die USA durch Trump international enorm an Vertrauen verloren haben und weiter verlieren werden. Welche Partner werden die Amerikaner in Zukunft wohl finden, die ihnen Bodentruppen zur Verfügung stellen?
Aber Ihre Aussage, daß Trump ein debiler alter Mann ist, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch, als auch gefährlich. Trumps Ziele und Strategien nicht zu verstehen heißt noch lange nicht, daß er keine Ziele und Strategien hätte.
Auffallend ist, daß Trumps Chancen, wiedergewählt zu werden, in den letzten Monaten nicht gesunken sind.
Das ist jetzt zwar ein Desaster für alle aufrechten und freiheitlichen Demokraten, zeigt aber auch, daß die bisherigen Strategien ihn loszuwerden gescheitert sind.
Das ist keine gute Nachricht.

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patat1 20.12.2018, 21:43
221.

wegen saddam sind 500tausen irakische kurden nach Türkei geflohen die wier freundlich aufgenommen haben und in syrienkrieg sind 1millionen kurden nach türkei geflohen die wier auch freundlich augenommen haben pluss 3millionen syrer. aber das interessiert hier so manche nicht nur lügen lügen lügen .

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HeisseLuft 20.12.2018, 21:51
222. Unvorstellbar, dass Völker Diktatoren und Kolonialherren bekämpfen...

Zitat von hdwinkel
Der Forist hat doch nicht ganz unrecht. Was für Opfer halten Sie denn für gerechtfertigt, einen Diktator loszuwerden? Wären Mubarak, Assad und Ben Ali Völkermörder wie der IS, dann hätten die Völker keine Wahl. Aber das waren und sind sie nun mal nicht. Sie sind/waren ganz 'normale' Diktatoren, von denen es noch so einige andere in der Region gibt (... und deren Treiben uns so ziemlich egal ist, weil sie ja unsere Partner sind). So bleibt festzustellen, daß der Krieg allein in Syrien eine halbe Million Tote gefordert hat, dazu hunderttausende Krüppel, Millionen Vertriebene, eine auf lange Zeit destabile Region. Noch mal die Frage an Sie: Bei aller Revolutionsromantik, war es das wert? Hätte man nicht beizeiten den 'Revolutionären' mal ein Stoppzeichen setzen müssen, anstatt Waffen zu liefern?
Ach, das ist "Revolutionsromantik"? Wenn Menschen auf die Straße gehen und dafür erst verprügelt und dann zusammengeschossen werden?
Hätten sie halt gar nicht erst wagen sollen zu demonstrieren, nicht wahr? Wie konnten sie nur. So was von "Revolutionsromantik"! Sie hätten einfach die Kinder und Jugendlichen vergessen sollen, die das Regime bereits inhaftiert hatte.

Aber den Tunesiern ist auch vorzuwerfen, dass sie ihren Diktator davongejagt haben, nicht wahr? Wie leicht hätte das nach hdwinkel doch in einem Blutbald enden können. Lohnt sich auf keinen Fall... am Besten man macht das rückgängig, ein unverantwortlicher Fehler...

Der Aufstand gegen ein solches Regime ist für hdwinkel also "Revolutionsromantik":

"Laut RND zeichnet der 28-seitige Lagebericht ein düsteres Bild der Sicherheits- und Menschenrechtslage in Syrien. „Folter macht in Syrien auch vor Kindern nicht halt.“ So seien „zahllose Fälle dokumentiert, bei denen einzelne Familienmitglieder, nicht selten Frauen und Kinder, für vom Regime als feindlich angesehene Aktivitäten anderer Familienmitglieder inhaftiert und gefoltert wurden“. Insgesamt weist der Bericht seit 2011 rund 13.000 bestätigte Todesfälle nach Folter aus. Schließlich fänden „Vergewaltigungen, Folter und systematische Gewalt gegen Frauen von Seiten des syrischen Militärs und alliierter Gruppen unter anderem an Grenzübergängen, militärischen Kontrollstellen und in Haftanstalten“ statt. Die Zwangsrekrutierung von Kindern zum Militärdienst sei seit 2014 stetig gestiegen."

https://www.faz.net/aktuell/politik/...-15899398.html

Alles klar...

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patat1 20.12.2018, 21:53
223.

recepcik: du bist enweder ein pkk anhänger oder gülen anhänger aber zu 100% in afrin haben wier mit unseren kurdischen und arabischen freunde deren sein eigenes land wieder zürück erobert von den pkk ypg terroristen .in der Türkischen arme sind knap 100tausen kurdische soldaten mit Türkischen pass es gibzt sogar kurdische generele und hohe offizire.

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hdwinkel 20.12.2018, 21:58
224. Arroganz der Macht

Zitat von derjonny
Man möge mir doch bitte einmal überzeugend darlegen, warum es das überhaupt Wert sein soll, wenn unsere westlichen Demokratien das Blut auch nur eines einzigen Soldaten für diesen anarchischen Pöbel im nahen Osten vergießen. Wir versuchen nun schon seit knapp dreißig Jahren für Ruhe in der Region zu sorgen ohne Aussicht auf Erfolg...
Entschuldigung, aber wir, also die westlichen Demokratien, sind im Nahen Osten jetzt keine Unbeteiligten und schon gar keine Friedensstifter. Also wirklich nicht.
Das Chaos im Nahen Osten ist von den Europäern hauptsächlich erst verursacht worden, siehe z.B. die Grenzziehung von Syrien.
Es waren Briten und Amerikaner, die Mossadegh im Iran gestürzt haben, sozusagen die Urkatastrophe, nicht für die Freiheit, sondern für Öl.
Und so ging es munter weiter in der Region. Die Unterstützung islamistischer Mujaheddin war eine ähnliche 'Glanzleistung'. Kein Despot war grausam genug, um nicht von uns unterstützt zu werden. Saddam war lange Zeit unser Verbündeter. Assad nun Folter vorzuwerfen, ist an Heuchelei nicht zu überbieten, hat Assad uns seine Folterkeller doch als Dienstleistung zur Verfügung gestellt.
Es zeugt von einiger Arroganz, den Völkern dort unten nun Unzivilsiertheit vorzuwerfen.

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rant.biden 20.12.2018, 22:01
225. Alles gesagt

Zitat von tclaussnitzer
Auch wenn die Transatlantiker jetzt aufheulen: Danke Mr. Trump. Letztlich ist das eine gute Entscheidung.
Diese Entscheidung KANN nur jemanden erfreuen, der aus der traditionellen deutschen antitransatlantischen Ecke kommt. Damit ist eigentlich alles gesagt.

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HeisseLuft 20.12.2018, 22:15
226. Falsches Beispiel

Zitat von hdwinkel
Entschuldigung, aber wir, also die westlichen Demokratien, sind im Nahen Osten jetzt keine Unbeteiligten und schon gar keine Friedensstifter. Also wirklich nicht. Das Chaos im Nahen Osten ist von den Europäern hauptsächlich erst verursacht worden, siehe z.B. die Grenzziehung von Syrien. Es waren Briten und Amerikaner, die Mossadegh im Iran gestürzt haben, sozusagen die Urkatastrophe, nicht für die Freiheit, sondern für Öl. Und so ging es munter weiter in der Region. Die Unterstützung islamistischer Mujaheddin war eine ähnliche 'Glanzleistung'. Kein Despot war grausam genug, um nicht von uns unterstützt zu werden. Saddam war lange Zeit unser Verbündeter. Assad nun Folter vorzuwerfen, ist an Heuchelei nicht zu überbieten, hat Assad uns seine Folterkeller doch als Dienstleistung zur Verfügung gestellt. Es zeugt von einiger Arroganz, den Völkern dort unten nun Unzivilsiertheit vorzuwerfen.
Saddam war in erster Linie Verbündeter der Sowjetunion.


"Assad nun Folter vorzuwerfen, ist an Heuchelei nicht zu überbieten, hat Assad uns seine Folterkeller doch als Dienstleistung zur Verfügung gestellt."
Sorry, Ihnen vielleicht. Aber mir hat Assad seine Folterkeller nicht zur Verfügung gestellt. Also erlaube ich mir seine Folter und Morde zu kritisieren.

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garfield53 20.12.2018, 22:16
227.

Zitat von patat1
recepcik: du bist enweder ein pkk anhänger oder gülen anhänger aber zu 100% in afrin haben wier mit unseren kurdischen und arabischen freunde deren sein eigenes land wieder zürück erobert von den pkk ypg terroristen .in der Türkischen arme sind knap 100tausen kurdische soldaten mit Türkischen pass es gibzt sogar kurdische generele und hohe offizire.
Wenn dein Pascha endlich über den "Jordan" geht, wird das ganze großtürkische Phantasiegebilde wie ein Furz verfliegen und keiner will dann "Schuld" gewesen sein, an dem Terror und den Morden an "Ungläubigen", Andersdenkenden, den Kurden und Armeniern.
Nur klebt dann zu vielen "stolzen" Großtürken das Blut ihrer verfolgten, gefolterten und gemordeten Mitbürger an den Fingern.
Das türkische Reich ist vor 100 Jahren glücklicherweise untergegangen, zeigt endlich Reue und Demut und überfallt nicht laufend andere Völker, um vom eigenen Scheitern abzulenken!

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HeisseLuft 20.12.2018, 22:17
228. Das ändert nicht wirklich was

Zitat von Emderfriese
Sie vergessen die Kurden. Egal was passiert, mit Randstreifen oder ohne, mit Autonomie oder ohne: die Kurden bilden einen großen Teil der Bevölkerung dort und werden nicht zu "befrieden" sein, nachdem sie einmal bewaffnet sind und ein Hinterland haben. Das sind die Zutaten zu einem permanenten Konflikt, in den die Türken, die Syrer, die Russen und die Kurden involviert sind. Wobei das türkische Extraproblem ist, kein Abkommen mit den Kurden abschließen zu dürfen. Russen und Syrer schon. Was dann?
Na und? Den permanenten Konflikt hat die Türkei im eigenen Land auch jetzt, hat es Erdogan politisch geschadet? Anscheinend nicht. Im Gegenteil, man wirft ihm vor er habe den Konflikt aus innenpolitischen Gründen selbst wieder angeheizt.
Also wird es ihm auch in Nordsyrien voraussichtlich nicht groß schaden, zumal die Hauptlast seine lokalen Verbündeten tragen werden, wie auch bisher.

Und das syrische Regime wird sich zurückhalten. Es weiß, dass sich Erdogan für die Unterstützung vielleicht der PKK jederzeit revanchieren kann. Und militärisch gegen die türkische Armee etwa so viele Chancen hat wie ein Schneemann auf der Venus.

Und es hat obendrein auch gar kein Interesse, den Kurden zu Hilfe zu kommen - ausser symbolisch, fürs Fenster. Und sein wichtigster Verbündeter ist der Iran, nicht Russland - und dessen Interessenlage ist in diesem Falle analog Assads und Erdogans.

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