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Truppenbesuch in Norwegen: US-General stimmt Soldaten auf "großen Krieg" ein
AP

"Es wird einen Krieg geben": Ein ranghoher US-General hat bei einem Truppenbesuch in Norwegen von bevorstehenden Kämpfen gesprochen. Sein Sprecher versucht nun, die Äußerung zu erklären.

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rloose 26.12.2017, 19:22
330.

Zitat von tucson58
Die Frage ist , wenn den Europa so schlecht ist und es nur Unkosten und jede Menge Ärger gibt , warum wollen dann alle ausgerechnet zu uns nach Europa und vor allem, warum sind sie denn noch hier und nicht längst ausgewandert ? Sie dürfen zu jederzeit dieses schlimme Europa verlassen , es hält sie niemand und so können sie in das Land ihrer Träume ...wo ist das eigentlich ?
Hab' ich irgendwo behauptet, dass Europa so schlecht ist? Oder konnten Sie nur lange nicht mehr ihren gernbenutzten "Dann geh' doch nach drüben"-Spruch loswerden? In dem Moment wo hier jemand einmarschiert ist es aber schlecht und auch Sie würden es vorziehen dann in Ihr Land der Träume, wo auch immer das dann noch sein kann, auszuwandern.

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g.eliot 27.12.2017, 05:47
331.

Zitat von quark2@mailinator.com
1, Es tut mir leid, aber ich habe da eine andere Meinung. Die Krim war strategisch wichtig, weil sie das Schwarze Meer kontrolliert, aber vor allem, weil es um die Öl/Gas-Pipelines geht, welche von Baku etc. nach Westen gehen sollen. Bekanntlich benötigt Rußland das Geschäft mit Öl und Gas und tut was es kann, um zu verhindern, daß Konkurenz entsteht (ich sage nicht, daß das richtig ist). Man kann das auch in Syrien sehen, wo im Hintergrund die Pipeline vom Golf her steht, die dort eigentlich rauskommen sollte, die Assad aber für seinen Partner Russland blockiert (siehe YouTube, etc.). 2. Im Gegensatz zur Krim hat Russland im Baltikum und Polen nur wütende Gegenwehr bis zum letzten Atemzug zu erwarten, keinen nennenswerten militärischen oder ökonomischen Vorteil, aber endlose Aufwände zum Halten dieser Gebiete - ganz abgesehen davon, daß man sich zum Paria machen würde. Es ergibt einfach keinen Sinn, auch nicht ohne die NATO. Ich weise vorsichtig darauf hin, daß es für Russland viel einfacher gewesen wäre, die Kontrolle zumindest über das Baltikum einfach zu behalten, als die SU zerfiel. Man hat es damals nicht getan und wird es weiterhin nicht tun, solange zumindest diese Staaten ihre russische Minderheit nicht noch illegaler behandeln (die Kritik daran stand letztens sogar hier bei SPON und kommt sogar von westlicher Seite).
1. Die von Ihnen beschriebene Motivation ist sicher richtig.
Jedenfalls hat Putin die Schwäche ausgenutzt, welche durch den Aufstand der Ostukrainer entstanden war. Zumal er Angst haben musste, dass eine vom Westen bzw. den USA gelenkte Ukraine ihm den Militärstützpunkt und den Zugang zum Hafen auf Krim rückgängig machen könnte. Das Risiko wollte er nicht eingehen, sondern löste das Problem auf seine Art.

2. Ja, da mögen Sie auch Recht haben. Auf Krim wurden die grünen Männchen von den mehrheitlich russischen Bewohnern mit Wohlwollen empfangen. Das wird gerne verdrängt, aber das wurde durch eine ganztags live-Übertragung von CNN am Wahltag gut dokumentiert. Die Reporter waren überall frei unterwegs, auch in den Wahllokalen. Von Missstimmung, Zwang oder Angst gab es keinerlei Anzeichen, im Gegenteil, die Menschen haben sich gefreut.

Mein Post sollte zeigen, welche langfristigen Ziele Russland unter den günstigsten Bedingungen anpeilen könnte, und das würde ich aus dem Aspekt nicht ausschließen. Jedenfalls verstehe ich die Ängste der Balten.

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