Forum: Politik
Truppenübungsplatz Heuberg: Teenager schoss auf Bundeswehr-Gelände mit Sniper-Gewehr
Michaela Rehle/ REUTERS

Nach einem fragwürdigen Vorfall gerät die Bundeswehr in Erklärungsnot. Nach SPIEGEL-Informationen übte ein US-Teenager 2016 auf einem Übungsplatz der Truppe mit einem Scharfschützen-Gewehr. Ungewöhnlich fand das niemand.

Seite 15 von 16
recce 16.06.2019, 06:51
140. Standard Sniper-Gewehr US Army

Zitat von ronald1952
besser auf einen Armeegelände als in der freien Wildbahn so war Er wohl wenigstens ein wenig unter Kontrolle.Aber mann kann immer aus einer Mücke einen Elefanten machen oder noch was größeres.Das einzig Bedenkliche dabei ist, woher kommt das Gewehr? schönen Tag noch,
Das stand doch im Artikel. Dort war vom M2010 die Rede, was das M24 als Standard-Scharfschützengewehr der US Army abgelöst hat. Der Lt.Col. gehörte zur internationalen Wing des Ausbildungszentrums Spezielle Operationen, zu meiner Zeit noch Internationale Fernspähschule, einer NATO-Schule für Fernaufklärung und Spezialeinsätze.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
recce 16.06.2019, 07:11
141. Ein Blick ins Gesetz erleichter die Rechtsfindung...

Zitat von Immanuel K.
...nicht gefallen (und die gelten natürlich auch auf Bundeswehrgeländen und ist natürlich auch von den da Verantwortlichen durchzusetzen), kann ja gern mit seiner Familie in die USA auswandern. Die höchste Sterberate ist dort bei Kindern und Jugendlichen, der Tod durch Schusswaffen.
NEIN, eben nicht. Auf Bundeswehr-Schiesstätten gilt das Waffengesetz insofern allenfalls nur eingeschränkt, als dies letztlich vom Nutzer abhängt. Sonst dürften Stretkräfte und Polizei dort auch nicht mit Waffen, die dem Kriegswaffen-Kontrollgesetz unterliegen, üben.
Lediglich zivile Nutzer haben - soweit sie zur Anmietung berechtigt sind - das Waffengesetz unmittelbar zu beachten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
recce 16.06.2019, 07:17
142.

Zitat von ganzeinfach
Anstatt weitere Armee-Munition in meist naturgeschützter Landschaft - jetzt bereits mit minderjährigen Ausländern - zu versenken, wäre doch mal eine Umwelt-Erziehung angesagt: verschossene Munition aus der Landschaft bergen, statt neue verbuddeln. Anbieten tut sich seit letzten Jahres das Naturschutzgebiet und Truppenübungsplatz "Meppen" seit 1871, welche letzten August durch die Bundeswehr zu einem Drittel abgefackelt wurde. Schaden 300 Mio Teuronen plus. Das Militär soll seinen Schrott da rausholen und unter fachlicher Anleitung dürfen Schüler ganz legal neues Moor anlegen. Hilft CO2 zu speichern und die Biodiversität zu verbessern. Wäre doch auch für das geplagte Militärministerium ein gelungener Auftritt - nicht wahr, Frau von der Leyen? Es geht wirklich! Melden Sie sich - ganzeinfach
Ein wirklich gelungener satirischer Kommentar. Echt klasse. Selten so gelacht... ;))
Morgen gibt's sicher einen Skandalbericht über verfehlte Mülltrennung in US-Kasernen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
recce 16.06.2019, 09:23
143. Verlinkung mit Beitrag 121 v. TomRohwer fehlt

Leider fehlt hier die Verlinkung mit dem Beitrag 121 von TomRhwer. Sonst wird mein Kommentar zum Begriff Sniper nicht richtig verständlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
recce 16.06.2019, 09:36
144.

Zitat von TomRohwer
"Sniper" sind übrigens "Heckenschützen" - nicht "Scharfschützen". Der korrekte englischsprachige und insbesondere amerikanischen Begriff für "Scharfschütze" lautet "Marksman"; auch "Sharpshooter" ist gebräuchlich. Der Begriff "Scharfschütze" stammt übrigens aus dem Amerikanischen und wurde eingedeutscht. Im amerikanischen Bürgerkrieg 1861-65 stellte die Unionsarmee ein Regiment mit Präzisionsschützen auf, die mit dem für damalige Verhältnisse sehr präzisen "Sharps' Rifle" ausgerüstet waren, benannt nach seinem Konstrukteur Christian Sharps. Diese Soldaten bekamen bald den Spitznamen "Sharps' Shooters" - die Schützen mit den Sharps-Gewehren. Im Deutschen wurde daraus irgendwann dann das eigentliche völlig unsinnige "Scharfschütze". Auch schlechte Schützen schießen nämlich scharf... (= mit scharfer Munition)
Das ist so leider nicht richtig: In den US-Streitkräften - wie den meisten anderen anglophonen übrigens auch - wird unter Sniper der meist in einem meist autonom agierenden 2-3 Mann-Trupp eingesetzte Soldat mit Präzisionsgewehr für Langdistanzen 600m - 2500m+ bezeichnet. Daher lauten die ATN bzw. MOS (Tätigkeitsbezeichnungen) z.B. bei den US Marines auch "Scout Sniper" und der dazugehörige Lehrgang USMC Scout Sniper Course, in Ft. Benning, GA, haben wir die US Army Sniper School und bei den Special Forces wurde der bisherige Special Operations Target Interdiction Course (SOTIC) im letzte Jahr in Special Forces Sniper Course (SFSC) umbenannt. Entsprechende Bezeichnungen gelten auch z.B. bei den britischen Kameraden.
Marksman ist zum einen ein Qualifizierungsgrad (der mittlere) der Schiessauszeichnungen für alle Soldaten, der bei den US- Streitkräften erworben werden kann ( entspr. der deutschen Schützenschnur in Silber). Zum anderen bezeichnet Designated Marksman den Zielfernrohrschützen INNERHALB einer Infanteriegruppe, der auf Mittel- bis untere Langdistanzen (400-1000m) als Teil der Gruppe wirkt (quasi als Sonderwaffe wie MG oder Panzerfaust).
Die Begriffsausdehnung auf das im Deutschen negativ konnotierte "Heckenschütze" hat Sniper nur deshalb, weil es im Englischen für "alle präzise und auf lange Distanz" mit einer Waffe Schießenden steht, ohne begriffliche Trennung in "gut oder böse".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rainercom 16.06.2019, 10:30
145. Hallo SPON könnt ihr kein Deutsch mehr?

Das ist ein Scharfschützen Gewehr und kein Sniper-Gewehr.
Klingt aber so schön Ausländisch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
M. Vikings 16.06.2019, 11:49
146.

Zitat von smsderfflinger
Sie haben zuallererst mal einen Tatbestand konstruiert. Der Artikel gibt nämlich keinerlei Hinweise darauf, dass BW - Soldaten angeklagt worden sind. Stattdessen erzählen Sie nebulös von "einem Prozess, bei dem Sie angeblich aussagen mussten und " eigentliche Verursacher und "Täter" als Zeuge auftrat, und am Ende ein anderer Beteiligter bestraft wurde." Keinerlei Tatbestandsschilderung, kein AZ, keine Angabe, welches Gericht, also nichts belegtes. Wer soll Ihnen das abkaufen? Und dann wollen Sie sich auch noch auf der Seite der BW Soldaten sehen, sagen aber kein einziges Wort zu dem BW Reserve Offz, der das Ganze losgetreten hat? Nicht sehr glaubhaft. D
Der Reserveoffizier hat den General, wegen Strafvereitelung im Amt,
bei der Staatsanwaltschaft Leipzig angezeigt.
Sollte die Staatsanwaltschaft mit den Ermittlungen beginnen,
führt das zwangsläufig zu Ermittlungen
über den eigentlichen Vorfall und die Beteiligten,
und genau das von mit beschriebene Szenario
liegt im Bereich des Möglichen.
Ob Sie mir mein Erlebnis nun abkaufen oder nicht.

Die Meldung des Reserve-Offiziers halte ich für angebracht.
Es kann ja nicht angehen,
dass irgendwann Familienausflüge von US-Soldaten
zum Truppenübungsplatz stattfinden,
weil sich die Möglichkeit herumspricht.

Und losgetreten hat der Reserve-Offizier das nicht,
losgetreten hat das der Oberstleutnant der US-Armee,
aber der ist ja außenvor.
Einem hochrangigen Offizier solllte eigentlich bekannt sein,
dass so etwas gegen deutsches Recht verstößt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
walter_de_chepe 16.06.2019, 11:49
147.

Zitat von recce
Aus dem Artikel geht nicht hervor, ob das Schießen überhaupt von der Bundeswehr "veranstaltet" wurde. Grundsätzlich gilt, dass bei einer Nutzung von Bundeswehr-Schiessstätten durch Dritte für die sog. "innere Schiesssicherheit", d.h. die Einhaltung der (Sicherheits-)Regeln beim Schiessen selbst in Abgrenzung zur äußeren Schiesssicherheit etwa gegenüber Eindringlingen auf das TrÜbPl-Gelände, die Schiessregeln des jeweiligen Nutzers gelten. Das gilt bei verbündeten Streitkräften ebenso wie z.B. für die deutschen Polizeien. Also:Wer war Ausrichter des Schießens? Wenn nicht die Bw, ist es grds. auch nicht deren Verantwortlichkeit. Außerdem haben Bw-Soldaten - anders als Polizeibeamte - keinerlei Strafverfolgungszwang wenn sie Regelverstöße zufällig sehen. Etwas anderes würde allenfalls für den Sicherheitsoffizier gelten, der quasi als Aufsicht für den TrÜbPl gezielt ein dortiges Schießen inspiziert. Bliebe nur noch die Frage zu klären, inwieweit hier - auf einem militärischen Übungsplatz und noch dazu bei einem möglicherweise durch verbündete Streitkräfte veranstalteten Schießen - überhaupt das deutsche Waffengesetz Anwendung findet. Diese Fragen wären zunächst zu klären oder zumindest anzusprechen, bevor man hier mit einem eindeutigen Fingerzeig diese Sache behandelt, als wär es ein Schießen eines deutschen Schützenvereins gewesen...
Sie haben die richtigen Punkte angesprochen. Das Waffengesetz gilt nicht für Bundeswehr, in Deutschland stationierte ausländische Streitkräfte, Polizei, Zoll, oberste Bundesbehörden, wozu auch die Bundesbank zählt, die bewaffnete Geldtransporte durchführt. Wenn das Waffengesetz gelten würde, dürfte die Bundeswehr keine automatischen Waffen haben, ebenso keine Panzer, Raketen, Drohnen usw. Die anscheinend gut bekannten Altersbeschränkungen gelten mit Ausnahmen nur für das Schießen auf Schießständen. Truppenübungsplätze sind keine Schießstände im Sinne des Waffenrechts.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MKAchter 16.06.2019, 13:12
148. Künstliche Empörung

Der Jugendliche war unter Aufsicht, die jederzeit hätte eingreifen können. Für mich ist hier weder eine Relevanz noch ein besonderes Problem erkennbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
catcargerry 16.06.2019, 16:50
149. Ja, genau

Zitat von desktopper
Es ist mir vollkommen egal, ob der Bengel seit dem Kindergarten schießt oder nicht. Auch die Rechtslage ist mir egal. Wie man auf dieser hier pedantisch rumreiten kann, ist mir sowieso nicht erklärlich; denn darum geht es doch (mir) überhaupt nicht. Kinder und Waffen gehören nicht zusammen! Nie! Nirgendwo! Niemals!
Und Kinder gehören auch um 7 ins Bett. Ich bin waffenfrei erzogen worden und hatte nie Militärspielzeug, nur einmal einen Colt mit Knallstreifenrollen und einen oliven Jeep im HO-Maßstab. Das habe ich mit meinen Kindern auch so gehalten. Aber Hysterie halte ich für unangebracht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 15 von 16