Forum: Politik
Tschechien: Präsident fordert "Deportation von Wirtschaftsflüchtlingen"
AFP

Tschechiens Präsident Zeman sagt, die "einzige Lösung" der Flüchtlingskrise sei die "Deportation von Wirtschaftsflüchtlingen und denjenigen, die für religiöse Gewalt und religiösen Hass eintreten".

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luny 12.02.2016, 20:05
50. Deutschland

Zitat von Reza Rosenbaum
Europa hat die Chance, in Syrien befriedend einzugreifen, lange verschlafen, obwohl die Krise lange vor der Haustuer brodelte, bevor sie dann endlich zu einer humanitaeren Katastrophe fuehrte. Europa handelt nicht mehr, sondern sieht nur noch zu, wie alles den Bach runtergeht, bzw. wie die USA und jetzt sogar Russland und Saudi Arabien auf den Plan treten und das Ding unter sich ausmachen. Darum ist Europa auch keine ernstzunehmende Macht mehr - zutiefst zerstritten (ueber ein paar Fluechtlinge, deren Versorgung sich im Haushalt kaum bemerkbar machen wird), und sowohl oekonomisch als auch militaerisch mittlerweile komplett handlungsunfaehig.
Hallo Reza Rosenbaum,

wer ist denn "Europa"? Die EU ist heillos zerstritten, wie
Sie richtig schreiben. Deutschland übt in der "Flücht-
lingskrise" den Alleingang und verprellt die anderen
EU-Staaten, die der "Willkommenskultur" der amtierenden
Bundeskanzlerin eine klare Absage erteilen.

"Europa" hat in Syrien nichts zu suchen. "Europa" ist
auch nicht verpflichtet, die syrischen Kriegsflüchtlinge
aufzunehmen und zu versorgen.

So sehen das zumindest alle anderen EU-Staaten, wenn
Sie die mit "Europa" meinen, außer Deutschland.

Die amtierende Bundeskanzlerin hilft unseren "Freunden
von jenseits des Atlantiks", deren geopolitische Ziele
durchzusetzen.

Der Einfluß soll möglichst weit nach Osten verschoben
werden, bis an die Grenze Rußlands. Am besten wäre
es, wenn die Türkei der EU beitreten würde. Genau das
stellte die amtierende Bundeskanzlerin der Türkei in
Aussicht.

Meine Meinung. Anders macht das, was gerade vor sich
geht, keinen Sinn.

LUNY

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MrMokel 12.02.2016, 20:06
51. Miloš Zeman

ist ein homophober Extremist, dem der politische und ethische Kompass abhanden gekommen ist. Man muss sich nur mal sine Äußerungen über Palästinenser anschauen. Da hat der auch schon eine "Deportation", bzw. Vertreibung vorgeschlagen.
Und Muslime mit Antisemiten und Nationalsozialisten zu vergleichen spricht auch nicht für besonders vernünftige Ansichten (https://web.archive.org/web/20131227115342/http://praguemonitor.com/2011/07/08/former-czech-pm-sued-over-statements-islam)
Dass hier viele Foristen dem Mann Vernunft und Weitsicht attestieren ist eine Katastrophe an sich, Miloš Zeman ist ein genauso ein geistiger Brandstifter wie Frauke Petry, wahrscheinlich schlimmer. Je schriller, je like...
Ein Demokrat ist er jedenfalls nicht, und jeder, der seine Politik und seine Äußerungen befürwortet ist auch kein Demokrat.

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egoneiermann 12.02.2016, 20:06
52.

Zitat von säkularist
Was soll man denn sonst mit Wirtschaftsflüchtlingen und Extremisten tun??? Selbstverständlich müssen die ausnahmslos und möglichst zeitnah abgeschoben werden. Ich verstehe gar nicht wieso das in Frage gestellt wird.
Es wird nicht in Frage gestellt sondern der Gute hat es als "einzige Lösung" hingestellt. Das ist dann doch schon eine andere Dimension.

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iffelsine 12.02.2016, 20:06
53. Was ist jetzt daran falsch ??

Egal wohin, aber islamistische Terroristen haben hier nichts zu suchen und auch nicht die, die das gut finden. Wirtschaftsflüchtlinge sind ebenfalls zurückzuschicken - egal wo hin. Und Kriegsflüchtlinge müssen nach Ende des Krieges ihr eigenes Land wieder aufbauen und nicht unseres kaputt machen !

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larsmach 12.02.2016, 20:06
54.

Zitat von ulli7
Die deutsche Bundesregierung lockt Asylbewerber aus den Flüchtlingslagern und Armutsflüchtlinge aus Nah-und Mittelost sowie aus Afrika regelrecht an sich auf den beschwerlichen Weg in das gelobte Land zu machen. (...)
Wenn hier auf meiner Straße Krieg wäre und die Nachbarschaft von nächtlichen Schießereien, aggressivem Geschrei und nahen Explosionen genug hat und flieht, dann werden wir dies schwerlich wegen möglicher Sozialleistungen tun, denn die empfangen wir - in dieser ausgesprochenen Unternehmer-Wohngegend - sowieso nicht.

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akosia 12.02.2016, 20:06
55. Was'n Aufreger

nehme an, er hat "Rückführung" gesagt. Und auch das macht ihn nicht zum Rassisten.

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fritzyoski 12.02.2016, 20:09
56. Vor der Tuer

Zitat von Reza Rosenbaum
Asyl ist immer noch Menschenrecht, und was wuerde eine "Deportation von Wirtschaftsfluechtlingen" denn bitte bringen? Gar nichts. Sie deportieren 10.000 und am naechsten Tag stehen wieder 10.000 vor der Tuer.
Solange sie vor der Tuer stehen ist es nicht unser Problem. Daher Tuer nicht aufmachen, gut verriegeln und gegen feindliche Eindringlinge mit allem Nachdruck verteidigen. Australien schafft das mit weit weniger Einwohnern und einer weitaus groesseren Kueste. Wenn man selbst zu dumm ist sollte man sich dort vielleicht Rat holen.

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helmutholz 12.02.2016, 20:11
57. Tschechien!!

Wer vergreift sich hier im Ton? Die Wahrheit ist meist schmerzhaft. Die Grüne und Gutmenschen haben sich über ein Jahrzehnt im Ton vergriffen. Wer bezahlt die Zeche ( EEG, Chemikalienverordnung, schädliche Tiere schützen(!), Landschaftsverspargelung)?? Nicht alle Leute sind blöd - die wehren sich heftig gegen die geheuchelte Bevormundung. Die Gutmenschen werden schön blöd am 13.März aus der Wäsche schauen.
Ein feuchtfröhliches Wochenende!!

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fuffel 12.02.2016, 20:14
58. einfache Übung

Zitat von NeueTugend
Nur das Wort Deportation ist falsch. Ansonsten denke ich genauso. Dazu stehe ich.
NeueTugend,

hiermit erhalten Sie Ihren Marschbefehl zur Deportation. Bitte halten sie das Nötigste bereit. Einen genauen Termin teilen wir Ihnen und Ihrer Familie noch mit.

Klappt es nun mit der Empathie?

Es ist einfach ALLES falsch. Ein Volk anzuleiten sich nur um seine eigenen Interessen zu kümmern ist keine Politik, ist keine Nachfolge der Aufklärung, ist eine Nullnummer was Schlußfolgerungen aus Geschichte, Erkenntnis, Philosophie, Glauben, Kultur und all den lustigen Dingen, die mit den Angeboten unsere ökonomischen Welt auf uns einprasseln.

oder ganz simpel: Wer hätte jemals auf seinem Totenbett den Wunsch geäußert "Ach hätte ich nur mehr Geld verdient"

Was ist für Sie von Wert? Was könnte dies für andere, fühlende Lebewesen bedeuten?

Wäre echt schön, wir würden uns mal mehr Fragen stellen. Statt dauernd nur Antworten in Grossbuchstaben abzusondern.

Möchten Sie so behandelt werden? Und wenn nicht, warum fordern Sie dies für Andere?

Gibt es einen nachvollziehbaren Grund, warum Sie eine Sonderbehandlung fordern? Also Ihr Überleben sollte vorrangiges Ziel der Politik sein? Was nehmen Sie dafür in Kauf?

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DMenakker 12.02.2016, 20:15
59.

Zitat von pivot567
... aber beim Begriff "Deportation" schüttelt es mich heftig! Hat er den Begriff wirklich verwendet? Und was sagen seine europäischen sozialdemokratischen Freunde dazu?
Er hat nicht "Deportation" gesagt, er hat nämlich nicht Deutsch gesprochen. Dass gerade bei uns dieses Wort derart verpönt ist ( und das ist es NUR bei uns, überall sonst wir es als das benutzt, was es ist, eine Ableitung vom lateinischen deportare = wegbringen, wegtragen ), darf auf die Bewertung seiner Aussage keinerlei Einfluss haben.

Was sagt er denn? Wirtschaftsflüchtlinge, in D also hauptsächlich aus Kosovo, Mazedonien, Serbien, Marrokko müssen wie im Durchlauferhitzer vorne raus, sobald sie hinten am Eingang geschnappt werden.. Und wenn es zu Verfahren kommt muss gelten, dass sich KEIN nicht registrierter Ausländer in D aufhält. Keine Papiere und kein Identitätsnachweis möglich bedeutet, dass er sich nicht frei in D bewegen darf. Noch nicht mal im zuständigen Dorf. Abschiebehaft eben, wobei die maximale Dauer und die Haftgründe dementsprechend angepasst werden müssten.

Gleiches gilt für diejenigen, die aus religiösen Gründen bereits auf der Flucht ihre Leidensgenosse massiv drangsaliert haben, und hier nicht damit aufhören. Es muss den Sachbestand der Nichtintegration geben, der eben Asyl und Aufenthaltstitel per se ausschliesst und nur im Falle massiver Abschiebehinderungsgründe eine kurzzeitige Duldung zulässt.

Seine Sprüche wonach Muslime per se nicht integrationsfähig seien, sind natürlich Schwachfug. Schade, dass man das mal wieder ausdrücklich betonen muss.

Fassen wir es doch ganz kurz zusammen: Wer verfolgt wird und nach Hilfe fragt, bekommt diese auch. Wem es "nur" ums Geld geht, bekommt maximal ein Rückreiseticket. Wer dann das Recht zum Bleiben hat soll sich hier benehmen und die Gesellschaftsordnung dieses Staates als seine eigene akzeptieren. Er wollte ja schliesslich zu uns, nicht nach Saudi Arabien. Wer dies nicht tut, geht auch wieder, und zwar relativ schnell.

So, und NUR so erhalten wir auch weiterhin den Platz und die Offenheit für diejenigen, die uns dringend brauchen und auch wollen.

Und last but not least, wir brauchen mehr. Aber die sollten wir uns aussuchen. Dazu gehören Fragen der Ausbildung, des gesellschaftlichen Hintergrundes und der Region. Denn wenn schon Einwanderung, dann bitte schön gemischt, und nicht alles nur Bartträger.

Warum leben denn in Europa so wenig Südostasiaten ( verglichen z.B. mit den USA )? Wir könnten die ganz sicher besser gebrauchen, als Bürgerkriegsflüchtlinge aus Somalia, aber dazu müsste die Gesellschaft mit dem Thema Immigration viel offenerumgehen.So wie wir das bisher handhaben, wird es auf jeden Fall nix. Das ist mal sicher.

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