Forum: Politik
Tsipras' Reformpläne: Widerstand aus den linken Reihen
AFP

Mit seinen Reformvorschlägen will Alexis Tsipras die Geldgeber in der EU besänftigen. Doch in Griechenland formiert sich Protest: Gewerkschaften drohen mit Streik, in der Koalition spricht man von einem "sozialen Blutbad".

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Kampfdenker 23.06.2015, 17:57
150.

Zitat von benzler
In Deutschland bekommen die Armen noch Hartz 4. in Griechenland gibt es keine Stütze. Da Leben die Leute auf Kosten der Großeltern die eine kleine Rente beziehen.
Andererseits leben die fast alle im eigenen Häuschen-
und das Wetter ist auch besser

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schwaebischehausfrau 23.06.2015, 17:58
151. @Patras: Wer verbietet...?

Zitat von patras
Die griechische Regierung hat zu Beginn Reformlisten vorgelegt, die das Wort "Reformen" verdienten. Aber das wurde abgelehnt und abgelehnt und noch mal abgelehnt. jetzt kommt die Regierung dem näher, was Europa unter "Reformen" versteht: Kürzungen. uND DAS KANN SIE IM LAND NICHT DURCHSETZEN. Reformen bedeuten aber, das System zu reformieren und nicht weiter Kürzungen vorzunehmen, vor allem bei denen, die sich dagegen nicht wehren können. Und das sind Lohnempfänger und Rentner, die keine Steuern verbergen können. Um ein System zu reformieren braucht es Zeit. Die früheren Regierungen haben nicht den Ansatz von Reformen weder im Rentensystem noch bei der Einrichtung eines Katasteramtes noch im Steuerwesen auch nur angedacht. Es wurden Programme unterschrieben, die nichts anderes als Kürzungen zur Folge hatten mit dem Ergebnis, dass es zu einer fast aussichtslosen Rezession kam. Und jetzt redet man über das Versagen einer Regierung, die das geerbt hat und der man keinerlei Luft lässt, wirkliche tiefgreifende notwendige Reformen durchzuführen.
Wer verbietet Griechenland, seine Reeder und Super-Reichen zu besteuern? Niemand!!! Und weder diese Regierung noch eine der vorhergehenden Regierungen haben auch nur jemals behauptet, die "böse Troika" hätte ihnen irgendwelche Reichen-Steuern verboten. Wer verbietet Griechenland, jetzt die Kapitalertrags-Steuern (auf Zinseinkommen, auf Spekulations-Gewinne und Dividenden) zu erhöhen, die in Griechenland lächerlich niedrig sind??

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michfisch00 23.06.2015, 18:01
152. Widerspruch

Ist schon merkwürdig. Erst vor kurzem könnte man auf SPON lesen, dass eine große Mehrheit der Griechen im Euro bleiben will und zu harten Sparmaßnahmen bereit ist.
Entweder das war manipulative Berichterstattung ODER die Proteste sind nicht repräsentativ.

Beides passt nicht zusammen.

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Aquifex 23.06.2015, 18:02
153.

Zitat von patras
Da läuft was schief in der Geschichte. und wenn man 1 und 2 zusammenzählt, dann will man die "alten" Kader der Brüderparteien wieder zurück haben:DAS GRIECHISCHE VOLK HAT EIN EINDEUTIGES FOTUM DAGEGEN AUSGESPROCHEN UND FÜR STRUKTURREFORMEN. WARUM WIRD DAS NICHT RICHTIG DARGESTELLT? Das war eine rethorische Frage.
Das ist ganz einfach:

Die griechische Bevölkerung kann nicht einfach ihre Schulden abwählen. Die Zeit, als man noch Reformen mit "Atem" durchführen konnte, wurde in Griechenland verdaddelt und das wußte aus Tsipras. es kann jetzt keiner kommen und sagen "wir hatten keine Zeit" oder "wir konnten uns nicht vorbereiten". Die Lage war in Griechenland seit 2009 jedem bekannt. Daß Tsipras und Varoufakis völlig planlos waren nach ihrer Wahl ist sicher nicht Schuld der EU.Nach dem Wahlsieg erstmal schauen, was man jetzt macht kann nicht funktionieren.
Und jetzt ist gar kein Geld mehr da. Es gibt schlicht keinen Spielraum für bezahlte Strukturreformen. Das muß jetzt so gehen.

Stellen Sie sich vor, Ihr Sohn surft mit seinem Smartphone, dessen Rechnung Sie bezahlen, jeden Monat für 70,- im Internet. Er hat dieses Geld aber nicht. Sie sagen ihm, Sie würden nur noch für 20,- aufkommen, den Rest muß er selbst beisteuern. Dann kommt er mit einem Reformvorschlag, er würde jeden Monat für 65,- surfen, dann hätte er ja für Sie im Jahr 60,- gespart. Das ist doch eine tragende Strukturreform, auf die Sie eingehen müssten, oder? Da lachen aus Sie.
Tragfähig, wenn er anfinge Zeitungen auszutragen oder das fehlende Geld bei den Zigaretten einzusparen. Und genau das erwartet die EU von Griechenland.

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jubelyon 23.06.2015, 18:05
154. Idiotische Situation

Die Gläubiger geben den Griechen Geld, damit sie ihre Schulden bezahlen können, immer wieder frisches Geld für immer wieder neue Schulden - so ein hirnrissiger Schwachsinn. Es gibt nur eine Lösung: raus aus dem Euro!

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böseronkel 23.06.2015, 18:05
155.

Zitat von interessierterleser1965
Der Artikel zeigt vorallem eines, Griechenland WILL sich nicht reformieren. Und genau deswegen sollten wir auch keine Hilfe mehr gewähren. Wer nicht die Regeln einhalten will, darf auch nicht auf Solidarität hoffen. Ganz einfach.
Das Wort Reformen hat nur bei der immer reicher werdenden Milliardären und Multimillionären einen guten Klang. Bei den Hartzern, Rentnern und in billige Arbeitsverhältnisse gepressten Fachkräften löst dieses Wort blankes Entsetzen aus.

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Tr1ple 23.06.2015, 18:05
156. Das mit der Umsatzsteuer verstehe ich nicht.

Denn die EU hat die Sätze doch durch eine EU-Richtlinie festgesetzt bzw. gibt es nur 2 Sätze wie in Deutschland 19 und 7%... Staaten dürfen nur 2 Sätze erheben.
Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie (MwStSystRL)
Wieso haben die Griechen auf den Inseln andere Mehrwertsteuersätze?

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kufu 23.06.2015, 18:10
157.

Zitat von rudi_ralala
Denn, wie ist es möglich, dass Griechenland heute wesentlich mehr Schulden hat, als vor dem allgemeinen Kahlschlag des Sozialsystems.
Das lässt sich einfach beantworten: Weil der griechische Staat noch immer mehr ausgibt als er einnimmt. Dagegen gibt es drei Möglichkeiten: 1. weniger ausgeben, 2. mehr einehmen, insbesondere von den eigenen Millionären, 3. sich Geld leihen. Die dritte Möglichkeit funktioniert langfristig nicht, die zweite kommt für Salon-Linke nicht infrage, man kommt schließlich selbst aus besserem Hause.

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Sonia 23.06.2015, 18:10
158. Schaut hin, liebe Spanier,

dass ihr die Linken in den Kommunen gewählt habt, lassen wir euch durchgehen; aber im Herbst Podemos, eure Jugendarbeitslosigkeit wird von 50 % nur noch eine Richtung kennen, so richtig nach oben. Im Übriegen dürft ihr jetzt alle zuschauen, wie die griechischen Großschnauzen ganz klein werden. Lieber ein griechischer Rechtsruck als Linke für das arme Volk. Ohnehin sind die viel zu feige, mal den Oligarchen Feuer unter den Hintern zu machen. Sie sind eben auch nur Menschen: Große Klappe und nix dahinter, außer Obama, der schon seine Anweisungen hinsichtlich Einigung und Verbleib in der EU zu Merkel gefunkt hat.

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kaffeepause9h30 23.06.2015, 18:12
159.

Zitat von retterdernation
ist das NICHTS also - was die griechische Regierung da anbietet. Ok - liebe Griechen dann wehrt Euch doch. Geht auf die Straße! Zahlt noch weniger Steuern. Beantragt zu Zehntausenden den Vorruhestand. Und die erhöhte MWSt kann ja auch in der eigenen Tasche bleiben. Ja - liebe Griechen macht weiter so - wie bisher!!! Schon im September braucht Euer ach so tolles Schlaraffenland ein weiteres Rettungspaket von bislang rund 42 - 45 Milliarden Euro. Dann werden es vielleicht 60 Milliarden sein, denn Eure Party will ja bezahlt werden. Also Augen zu und - weiter Feiern - denn irgend wann könnte die Feier ja doch vorbei sein...
Wer bitte ist denn sonst noch so blöd und will die Party der Griechen weiter bezahlen? Wladimir Putin wird sich jedenfalls hüten...

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