Forum: Politik
Türkei: Polizei feuert Tränengas auf Anti-Kriegs-Demonstranten
AFP

Die Polizei in Ankara ist mit Wasserwerfern und Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen. Etwa 1000 Menschen hatten gegen die türkischen Militäraktionen in Syrien und im Irak protestiert.

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2wwk 25.07.2015, 23:43
1. Laengerfristig Ziel sind die Kurden

Erdogan wird wohl demnaechst die neue Partei der Kurden im Parlament verbieten. Das wird ihm erlauben die Verfassung zu aendern und sich die Macht als Praesident zu geben auch die Gerichte neu zu besetzen.

.. eine Pufferzone in Syrien zu schaffen riecht auch ein bischen merkwuerdig

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Stargiant 25.07.2015, 23:47
2. Antitürkenpropaganda?

"Die PKK wird von der türkischen Regierung jedoch als "Terrororganisation" eingestuft."

In Deutschland wie in den USA ebenso. So allmählich verstehe ich die subjektive Empfindung vieler Türken über eine systematisch negative Berichterstattung. Mit kleinen aber feinen Ausdrucksweisen versuchen unsere Medien die Türkei zu diffamieren. Ich erinnere gegenwärtig an Dresden. Wir bekommen es nicht mal hin ein paar Tausend Flüchtlinge unterzubringen. Stattdessen werden sie von den rechten Brüdern mit Baseballschlägern und Steinen empfangen. Hier ist bisschen Empathie gefragt. Was wäre in Deutschland los, wenn eine türkische Organisation 4 Polizisten innerhalb 2 Tagen auf eine ganz perfide Art umbringen würde? Gerne beantworte ich diese Frage. Es würden pogromähnliche Zustände entstehen, in der wird die Bekämpfung und Ausrottung verlangen würden. Die zuletzt erschossenen 2 Verkehrspolizisten wurden in Diyarkabir zu einem Verkehrsunfall gerufen. Als die beiden Polizisten am Unfallort erschienen sind und aus dem Fahrzeug austraten, erschoss man sie hinterhältig. In Deutschland ist bereits die Vorstellung einer solchen Tat und die daraus entstehende Reaktion undenkbar. Vom Spiegel und Konsorten wünschte ich mir eine faire Berichterstattung, die ich scheinbar aber nicht erwarten kann...

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ehrlicher-realist 26.07.2015, 00:02
3.

Es erscheint mir der Eindruck, dass jegliches vorgehen der Türkischen Regierung zur Kritik vorverurteilt ist.
Lange war die Zurückhaltung der Türkei im Kampf gegen die IS wieder einmal demonstrativ zur Schau gestellt worden. Im interesse der Nationalen Sicherheit versteht sich. Länder die nicht annähernd dem Pulverfass nahe stehen, sind in dem Zug am lautesten gewesen. Aus der ferne ist es "natürlich" einfacher die Situation zu beurteilen. Hauptsache selbst ist man am sicheren Ort. Nach dem Umdenken des Präsidenten Erdogan, welches auch notwendig war, ist das vorgehen wieder einmal "verkehrt".
So stelle ich mir doch die Frage, welches Vorgehen richtig ist. Anscheinend gibt es da eine Patentlösung die jeder kennt ausser die Regierung in Ankara.

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michael.mittermueller 26.07.2015, 00:48
4. pkk

die PKK ist eine Miliz. Milizen und Demokratie sind nicht miteinander vereinbar. Waffen, die in die Region geschickt werden landen über kurz oder lang alle bei der einen oder anderen Miliz. Das muss endlich aufhören. Die Unterstützung mit Waffen, die kurdische Organisationen in Israel und den USA erhalten dienen nur der Schwächung der staatlichen Strukturen des Irak, Syrien und der Türkei. Die Unterstützung der PKK in Deutschland durch einen Teil der Linken ist indirekt auf die Unterstützung durch Israel und die USA zurückzuführen. Hier bestehen enge Kontakte, etwa über Teile der Grünen und die sog. Antifa, die ebenfalls aus diesen Staaten unterstützt werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist Angelika Lex aus München, die seit Jahren einschlägig politisch in dieser Richtung aktiv ist. Für mich ist jeder der auf Gewalt als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele setzt in den Spurrillen faschistischer Bewegungen und portion angesiedelt. Egal, wie er dies auch immer begründet.

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welt_raum_polizei 26.07.2015, 01:15
5. Erstmal eine Entschuldigung in eigener Sache

Heute morgen habe ich mir einen üblen Post geleistet.

Übermüdet nach sechs Nachtschichten mit Wurstfingern auf einem Tablet mit Autovervollständigen aktiviert. Indiskutabel, und diesem Forum nicht würdig. Entschuldigung.

Ich beobachte die Entwicklung in der Türkei mit wachsender Abscheu. Das von der AKP geprägte politische und öffentliche Klima war und ist widerwärtig.

Das Verhalten von Repräsentanten und Verantwortlichen der türkischen Republik ist eine Beleidigung für viele aufgeklärte Menschen in diesem Land, und sein Auftreten nach Außen verletzt regelmäßig die Regeln von etwas, das man Diskurs oder Diplomatie nennen könnte.

Die repetierenden Repressionen durch Abschaltung oder Einschränkung von Internet-Diensten wie Twitter o.ä., durch Einschränkung von Demonstrationsrechten wie das jüngste Verbot (Friedensmarsch, HDP), durch Einschüchterung von Journalisten und Presse, wird von der Weltöffentlichkeit erstaunlich schulterzuckend hingenommen.

Warum?

Meines Erachtens nach muss es daran liegen, dass man resigniert hat. Dass man gemerkt hat, mit RTE und AKP geht es leider nicht anders.

Foristen haben Bush jr. mit RTE verglichen, und von politischer Dummheit gesprochen. Dem kann ich wohl beipflichten, wobei ich anmerken möchte, dass RTE sich GWB gleich als nicht dumm versteht.

Chauvinistisch möchte ich anmerken, dass beiden eine bessere Schulbildung genießen hätten sollen.

Beiden gemein ist das religiöse Sendungsbewusstein.

Religion scheint der Faschismus des 21. Jahrhunderts zu werden.

Fassungslos bleibt mir nur die Hoffnung, dass die Nachwelt über beide hart urteilen wird und RTE ein ähnliches Schicksal wie die Vorzeige-Faschisten des 20. Jahrhunderts erleiden wird.

Die Entsunnitifizierung werde ich im hohen Alter mit wachsender Freude betrachten, und bei jeder Gelegenheit im öffentlichen Diskurs eine unnachgiebig harte Strafe für die Beteiligten einfordern.

Zuletzt: Neben GWB und Netanjahu gibt es nur noch RTE, dessen Gesicht eine überkandidelte Selbstsicherheit und Überzeugung von der Richtigkeit seines Tuns bei pathologischer Dummheit ausstrahlt.

"Der Zweifel ist dem Wissen nicht unterlegen, sondern überlegen. Der Fortschritt ist der Sohn des Zweifels. Der Verstand, der nicht mehr zweifelt, unterliegt dem Verstand." - Alain

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Kanka73 26.07.2015, 01:46
6. Pkk

PKK ist eine Terror Organisation, warum kritisieren die Politiker diesen Eingriff. Wenn PKK gegen IS kämpfen würde, warum ist Kobane gefallen, wo waren die PKK Terroristen, warum haben die kobane nicht beschützt. Türkische Regierung handelt richtig. Ob IS oder PKK beide sind Terror Organisation. Zudem PKK hat mit Kurden nichts zu tun, schließlich hätten die keine 30 tsd. Menschen in 30 Jahren in Südost Türkei getötet, PKK hat mit angeblichen kurdische arbeiterpartei nichts am gut. Deutschland hat PKK auch auf der Terror Liste eingetragen, was für Politiker sind das, das sie PKK Terroristen schützen wollen.

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Sumerer 26.07.2015, 02:02
7.

Die Türkei hat mit ihrem Südostanatolien-Projekt einen absolut ökologischen und ökonomischen Flop an der syrischen und irakischen Grenze gelandet, der zu vielen politischen Verwerfungen innerhalb dieser Grenzgebiete geführt hat.

Der sogenannte "Fruchtbare Halbmond" wurde unfruchtbarer.

Das gerät leicht in Vergessenheit.

Zum Teil resultieren die Konflikte in dieser Region nur leider genau aus diesem Umstand - in der Kurdenregion.

Vergleichbar ist dies vielleicht am ehesten mit der Verteilung des Wassers des Jordans - da kokelt es ebenfalls ständig. Der Sechstagekrieg war auch nur eine Folge dieses Umstandes.

Im Vordergrund sehen wir zunächst in der Öffentlichkeit nur die ideologischen Gründe, deren Basis allerdings meist immer materieller Natur ist.

(Ich vermute dies deshalb, weil ich Messinstrumenteausstattungen geliefert habe, mit denen die Folgen der Niederschlagsmengen im Great Rift-Valley-Bereich - in sogenannten Wadis - des Jordans ermittelt werden können.)

Konkret geht es also mehr um das Leben mit verfügbarem Wasser und nicht so sehr um ideologische Gründe, wie man vorschnell gedacht meinen mag.

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kendrick 26.07.2015, 02:26
8. Peinlich

Sie schreiben immer noch Kurden. Fragen Sie mal einen selbständigem Kurden, ob er ihnen anonym seiner Meinung über die PKK preisgibt. Was wollen Sie? Schreiben Sie doch direkt, dass ihrer Meinung nach die Kurden einen Teil der Türkei für einen eigenen Staat annektieren dürfen sollten.
Erst meckern, dass die Türken sich nicht einmischen & dann darüber wundern, wenn sie es tun. Haben Sie wirklich erwartet, dass die Türkei die IS eliminiert, und dann in einem führungslosen Staat der PKK die Kontrolle überlässt? Billige Meinungsmache.

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mrzyl 26.07.2015, 06:40
9.

In dem Artikel wird zwar erwähnt, dass die Türkei als Reaktion auf den Anschlag gegen den IS vorgeht, aber verschwiegen warum die Türkei auch gegen die PKK militärisch vorgeht. Und die Türkei greift Stellungen der PKK an, nicht Stellungen "der Kurden". Bitte hören Sie auf, eine Terrororganisation zu verharmlosen, nur weil die PKK gegen den IS kämpft. Sonst unterscheidet man sich nicht von der Erdogan Politik "der Feind meines Feindes ist mein Freund". Für den einen ist es der IS, für den anderen die PKK..

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