Forum: Politik
Türkei: Rückzug ohne Grund
AFP

Einst engagierte Erdogan den Professor Davutoglu als Berater. Der hat nun seinen Rückzug als Parteichef und türkischer Ministerpräsident erklärt - zwischen den beiden hatte sich ein Machtkampf entwickelt.

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Jom_2011 06.05.2016, 01:31
90.

Zitat von Adlatus
Erdogan ist weder ein Despot noch nervenkrank! Er ist ein Machtmensch!
Daher kommen er und Merkel auch so gut miteinander aus. Auch hat Merkel bereist einiges abgeschaut, der Trick mit der Islamisierung vereinfacht Erdogan den Weg nach ganz oben.

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wittchen2000 06.05.2016, 04:53
91. Jeden Tag wirds schlimmer...

Erdogan wird auch von Tag zu Tag schlimmer.
Wäre doch so schön wenn da irgendwie Vernunft einkehren würde, nicht diese widerliche Machtpolitik.

Davutoglu war wirklich wichtig als "Realpolitischer" Gegenpol zum leicht abgehoben wirkenden Erdogan.

Man kann Merkel ja vieles vorwerfen, aber in Punkto Vernunft und Pragmatismus wäre die Welt aber sowas von besser wenn es mehr von ihrer Sorte gäbe.

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basecape-man 06.05.2016, 06:03
92. was soll das ganze theater ?

ob es uns passt oder nicht erdogan ist in der türkei mit mehr als grosser mehrheit gewählt.und er ist auch bei den türken hier in deutschland beliebt.wir sollten uns den realitäten stellen und nicht immer glauben ,dass aktivisten ,kritische journalisten u.s.w. die mehrheitsmeinung sind.ob es uns passt oder nicht wenn wir erdogan nicht wollen in europa und dafür gibt es gute gründe,dürfen wir eben keine deals mit ihm machen.aber innenpolitisch müssen die türken und nur sie entscheiden wer sie führt.

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step75 06.05.2016, 06:52
93. Diktatur

Wenn Erdogan nun demnächst seinen Schwiegersohn an die Parteispitze setzt, dann ist das Prinzip Diktaturenfamilie ja bald perfekt. Ich bin gespannt, wie viele zigtausend Türken dann demnächst als Flüchtlinge nach Deutschland kommen, weil sie sich in ihrem Land bedroht fühlen...

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gedankenvielfalt 06.05.2016, 07:02
94.

Es ist offensichtlicher denn je: Erdogan ist ein Despot und reiht sich langsam wundervoll ein in die Liga einschlägiger Namen.
Und die Türken sind innerlich Europa weiter denn je, können heute aber gen Abendland wie niemals zuvor.
Gute Nacht!

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Architectus 06.05.2016, 07:05
95. Wahlverhalten

Es zeigt sich hier wieder mal eine der großen Schwächen der Demokratie...... man kann Demokratie auch abwählen wenn man die falschen Leute wählt (Ungarn, Polen, Türkei...)
Vor allem wenn man die "starken Leute" wählt, die antreten "das Land wieder stark" zu machen, die "die Dinge beim Namen nennen".......

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behemoth1 06.05.2016, 07:33
96. Türkei

Zitat von Velociped
Welche inhaltlichen Differenzen es gibt, ist mir nicht klar. Klar ist jedoch, dass Davutoglu sehen musste, dass er die Führungsriege der Partei nicht mehr hinter sich hat. Er ist entmachtet worden und hat auch sehen müssen, dass seine Wiederwahl unsicher ist. Unklar ist, ob der Grund dafür inhaltliche Differenzen mit Erdogan waren. Klar ist aber auf jeden Fall, dass Erdogan auch die Rolle des Ministerpräsidenten entmachten will und vielleicht war solch eine Marionettenposition für Davutoglu einfach nicht mehr attraktiv. Unklar ist ebenfalls, warum er dabei nicht mit Erdogan bricht. Hat er Angst, dass seine Familie sonst von Erdogan auch sonst entmachtet und verfolgt wird? Diktatoren pflegen in Ungnade gefallene Mitstreiter umzubringen. Auf jeden Fall findet in der Türkei gerade etwas statt, was mit der Machtergreifung der Nazis 1933 vergleichbar ist: Die Opposition wird verhaftet und aus dem Parlament entfernt. Die Gewaltenteilung wird massiv eingeschränkt. Die Pressefreiheit gibt es schon nicht mehr und Erdogan erhält weitreichende Vollmachten. Die Situation ist schlimmer als in Russland und es ist höchste Zeit, dass Europa reagiert. Auch die Nato sollte ihre Glaubwürdigkeit stärken und klar stellen, dass Diktatur und Nato-Mitgliedschaft unvereinbar sind.
Und gerade bei diesem politischen Abdanken sollten die Türken doch endlich mal aufwachen, man kann es doch nicht mehr dulden, dass ein Herr Erdogan sich wie ein Sultan aus längst vergangener Zeit ungestraft aufspielen kann.
Wer heute noch zum Herrn Erdogan steht, der muss sich später nicht wundern, wenn auch er sich im Gefängnis widerfindet.
Ja, auch 1933 haben sehr viele Deutsche Hitler zugejubelt und nach 1945 will keiner dabei gewesen sein.
Jede Demokratie muss stets beschützt und verteidigt werden, sie wird von zu vielen Leuten, die angeben es nur gut zu meinen unterlaufen und zerstört, darum sollten wir alle einmal etwas mehr die Politiker auf die Finger schauen.
Wer aber von den ausländischen Politikern mit Herrn Erdogan Geschäfte macht, der macht sich mitschuldig am Untergang der Demokratie in der Türkei.

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mwroer 06.05.2016, 07:41
97.

Zitat von Zukunft3.0
Die Türkei bewegt sich mit großen Schritten rückwärts. Wollen mal sehen, wo die Schmerzgrenze der EU ist. Erdogan wird sie austesten.
Es gibt keine Schmerzgrenze in der EU - was nützlich erscheint wird auch gemacht, ungeachtet 'europäischer Werte' oder Rechtsvorschriften.

Meinungsfreiheit und andere Grundrechte werden auch von der EU nur noch in Pressekonferenzen beschworen wenn es darum geht anderen den schwarzen Peter zuzuschieben oder sie in's vermeidliche Unrecht zu setzen.

Europa wird auch einem 'Despoten in der Mache' bedingungslos die Stange halten solange es nützlich erscheint. Irgendwann, sobald man glaubt es dem Wähler verkaufen zu können (oder es nicht mehr nötig hat Rücksicht zu nehmen), werden die Außengrenzen dann komplett dicht gemacht.

Dann lohnt sich auch endlich das quasi-militärische Equipment dass in den letzten Jahren für die Eurogendfor und die Frontex eingekauft wurde.

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kladderadatsch 06.05.2016, 07:46
98. Irgendwann knallt es

Es ist absehbar, dass Erdogans kompromisslose Haltung in Innen- und Außenpolitik irgendwann einmal zu einem massiven Konflikt führen wird. Ich hoffe, EU und NATO sind darauf vorbereitet.

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eduardausio 06.05.2016, 07:50
99. Urlaubsboykott!

In ein Land mit einem solchen Despoten, der mit Mafiamethoden regiert, in immer mehr Machtpositionen Familienmitglieder einsetzend, dürfte kein demokratisch denkender Mensch mehr in Urlaub fahren! Schade für die Türken, seit einem langen Urlaub vor vielen Jahren weiß ich, dass "die Türken" nicht das sind, wofür ihr selbsternannter Sultan sie ausgibt. Er wird eine Katastrophe hinterlassen wie Hitler in Deutschland!

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