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Türkei: Saudi-arabischer Journalist vermutlich in Konsulat getötet
AP

Der Journalist Jamal Khashoggi ist seit einem Besuch im saudi-arabischen Konsulat verschwunden. Die türkische Polizei vermutet inzwischen, dass der Mann getötet worden ist.

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cemalaslan01 07.10.2018, 08:57
1. Mord

Sollte es so sein, dann sollten wir uns erst recht aus dem Gebiet verziehen.

Saudi-Arabien vs. Türkei.

Mittelfristig wird es auch zwischen diesen Mächten krachen. Moslembrüder vs. Ägypten/Algerien/Saudis/Marokko.

In Libyen sind die Türken mit ihren Freunden JS, im Kampf

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SanchosPanza 07.10.2018, 09:47
2. Alliierter des Westens

Saudi Arabien ist im Mittleren Osten der neben Israel engste Alliierte und Partner des Westens. Wir liefern Waffen, auch für den völkerrechtswidrigen Krieg im Jemen, unsere Medien berichten über diesen anderen Glaubensrichtungen gegenüber extrem intoleranten und homophoben Staat mit Wohlwollen, vor allem über seinen so "kuschligen" Kronprinzen. Der Wahabismus ist die Ideologie des Islamischen Staates. Eigentlich wäre vielmehr der Iran unser natürliche Partner weil das wesentlich modernere und offenere Land.

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ellizza 07.10.2018, 10:10
3. Ha, einmal einer der wenigen publiken Ubergriffe der Saudis

Während tagtäglich von den kurzweilige selbstprovozierten Verhaftungen eines Populisten und Rechtsextremen (Nawalni) erfahren durfen, werden kaum mit dem Tode bedrohte echte wahrhafte Oppositionelle aus Saudiarabien etwa öffentlich wahrgenommen. Neben dem offensichtlich berechtigten Kritiken an z. B. der Staats SaudiArabien sind hier Menschen zu achten und zu bewundern, die für ihre Meinung öffentlich stehen. Genau für solche ist unsere Asylgesetzgebung. Stattdessen liefert man Waffen an die Systeme und nimmt Migranten als Asylbewerber auf, deren Gründe keinen Konflikt mit dem Herkunftsstaat bedeuten.
Einem Snowden verweigert man Asyl, aber Kleinkriminelle bekommen volle Alimente über Jahre.....

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holminger 07.10.2018, 10:16
4. Sicher, das nur 15 Saudis wieder zurückgeflogen sind?

Für die Saudis sollte es kein Problem sein, den ein o. anderen türkischen Beamten zu schmieren. Warum soll Korruption nur auf die höheren Chargen beschränkt sein? Außerdem passt dazu das Angebot des Kronprinzen.

Für mich ist klar, der Arme ist längst im KSA und bald einen Kopf kürzer. Und in Berlin wird wieder mal geschwiegen.

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MyMoon 07.10.2018, 10:22
5. Arabische Welt

Zitat von cemalaslan01
Sollte es so sein, dann sollten wir uns erst recht aus dem Gebiet verziehen. Saudi-Arabien vs. Türkei. Mittelfristig wird es auch zwischen diesen Mächten krachen. Moslembrüder vs. Ägypten/Algerien/Saudis/Marokko. In Libyen sind die Türken mit ihren Freunden JS, im Kampf
Selbstverständlich war es Mord.
Wahrscheinlich wurde der saudische Oppositionelle im Konsulat ermordet und dann von den 15 ein Tages Touristen in Einzelteilen aus dem Konsulat gebracht und entsorgt.
Aber Saudi Arabien wird es sich 2 Mal überlegen offen gegen die Türkei zu agieren.
Der Saudische Kronprinz legt sich militärisch nur mit schwächeren Staaten an wie Jemen, und diplomatisch kann Saudi-Arabien auch nicht viel machen.
In dem Konflikt geht es auch nicht Moslembrüder oder die Türkei. Die Türkei ist für arabische Exilanten einfach nur ein attraktiver Ort zum Leben.
Der wahre Kern des Konfliktes ist das die Verbündeten Israels und den USA den Iran bekämpfen möchten und den nahen Osten nach dem Irakkrieg und Syrien in die nächste Katastrophe stürzen wollen.
Und auf der anderen Seite vernünftige Staaten wie Russland und die Türkei die die langfristigen Auswirkungen eines Krieges mit dem Iran voraussehen und fürchten.
Und Algerien ist zwar eine Militärdiktatur aber hat mit der Türkei exzellente Beziehungen und eher schlechte mit Ägypten obwohl mit Sisi auch eine General herrscht.
Auch Marokko hält sich aus dem Streit raus und ist eher mit Katar als mit den Saudis verbündet. Auch ist die größte Partei und der Regierungschef Othmani Angehöriger der Schwesterpartei (PJD) der AKP. Die Saudis sind auch sehr unbeliebt in Marokko da sie zuletzt sogar bei der WM Vergabe statt Marokko die Kandidatur der USA/Kanada/Mexikos unterstützt haben.Die Türkei und Katar waren für Marokko. In Tunesien (Ennahda),Sudan sind jeweils Regierungen die eher auf Seiten der Türkei sind usw.
Auch wenn sie Erdogan und die AKP nicht mögen aber ich als Marokkanisch stämmiger Deutscher kann Ihnen versichern das es in der arabischen wie auch islamischen Welt keinen beliebteren Politiker gibt als Erdogan, und wie bei freien demokratischen Wahlen in allen arabischen Ländern muslimisch-konservative Parteien (nicht nur die MB) die Wahlen gewinnen würden, so wie schon in der Vergangenheit. Der Westen, allen voran die USA,Israel,GB und Frankreich versuchen jedoch jedes Mal Demokratie zu verhindern und installieren wie in Ägypten oder Algerien Militärdiktaturen die die Länder weiter herunterwirtschaften und die Völker knechten.
Der Türkei ist das nach dem letzten gescheiterten Militärputsch Gottseidank erspart geblieben.

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tulu01 07.10.2018, 10:22
6. @SanchosPanza

Den derzeitigen Iran, als Diktatur der Mullahs, als offen und modern zu bezeichnen ist schon sehr gewagt.
Was genau an Konferenzen für Holocaustleugner, das ständige propagieren von Tod Israel und USA, religiös motivierter Unterdrückung der Bevölkerung, Stellvertreterkriegen im nahen Osten und Terrorexport, offen und modern ist hätte ich dann schon gerne genauer erläutert bekommen. Aber bitte ohne whataboutism, was wohl sehr schwierig wird. Der Iran ist nicht viel besser als Saudi-Arabien der einzige Unterschied liegt in der Konfession.

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alois.busch 07.10.2018, 10:23
7. Ist nicht so wichtig

Ob Menschen eingesperrt, gesteinigt, ausgepeitscht, gefoltert werden ist nicht so wichtig. Nur Geld und Macht spielt eine Rolle, Hauptsache Deutsche die Rüstungsindustrie macht gute Geschäfte, dass ist das wichtigste Anliegen unserer Regierung.

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claudio_im_osten 07.10.2018, 10:24
8. Mal wieder typisch.

Die nächste auf Gewalt und Unterdrückung basierende arabische Familiendiktatur - im Unterschied zu Syrien diesmal vom Westen künstlich an der Macht gehalten und mit deutschen Waffen auch noch für ihre Angriffskriege hochgerüstet ohne Ende. Dieser Staat kann offensichtlich machen was er will. Imerhin waren die Türken in der Lage, Zusammenhänge zur Ein- und Ausreise saudischer Geheimdienstler zu rekonstruieren. Wollen wir wetten, dass der Verbleib eines kritischen Journalisten unseren Regierungen nicht wichtig genug ist, eine ernsthafte diplomatische und wirtschaftliche Krise herbeizuführen?
Öl hin, Öl her: Wir sollten uns aus dieser Region konsequent heraushalten. Nicht dass zum Schluss noch deutsche Soldaten für diese fürchterlichen Regime den Kopf hinhalten müssen. Afghanistan ist mehr als genug.

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klaus.2007 07.10.2018, 10:25
9. Was wäre wenn?

Angenommen das wäre in einer russischen Botschaft passiert. Da müsste doch mindestens ein neues Embargo kommen.

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