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Türkei in Syrien: Erdogan riskiert einen Flächenbrand
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Präsident Erdogan will einen Kurdenstaat verhindern, dafür bereitet er offenbar einen weiteren Einmarsch in Syrien vor. Er riskiert damit den Bruch mit den USA - und die Ausweitung des Bürgerkriegs auf die gesamte Region.

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gunpot 20.08.2017, 09:18
1. Ich ertrage es nicht mehr,

wenn vom NATO-Partner Türkei gesprochen wird. Für eine Mitgliedschaft der Türkei in der nordatlantischen Verteidigungsgemeinschaft gibt es seit dem Kollaps der Sowjetunion kein "Raison d'être" mehr. Auf eine Begründung für diese Forderung darf ich wohl verzichten.

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Luna-lucia 20.08.2017, 09:18
2. nach all dem

wird es höchste Zeit, dass die Kurden ein eigenes Staatsgebiet - eben ein Kurdistan - zugesprochen bekommen! Nur, wer sollte sowas, und dann wie? machen können? Es wird leider ein ewig lang andauernder, kriegsähnlicher Zustand bleiben! Und wir dachten :D immer, Erdogan sei sogar religiös! Oki, dann kennt er aber die normalen, in allen Religionen gelehrten Begriffe, wie die Nächstenliebe, ganz sicher nicht! Folglich wird er auch nie ins "Paradies" :D eingehen können! Schon echt seltsam - diese muslimischen Einstellungen zum "Sein" und "Glauben"

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freddygrant 20.08.2017, 09:22
3. Nichts Neues!

Diesen Flächenbrand riskiert Erdogan längst! In demokratischen
Staaten haben Minderheiten - wie hier die Kurden - einen mehr
oder weniger geltenden Autonomiestatus. Diesen will Erdogans
Regime nicht bzw. lässt ihn nicht zu. Diese Unterdrückung führt
zwangsläufig zum Konflikt. Denn die Türken haben politisch kein
Recht auf dem Staatsgebiet des Iraks oder Syriens den Kurden
Freiheitsrechte oder die Bildung eines Kurden-Staates zu
verhindern. Dies können nur die dortige Staatsmacht! Diese
anhaltend falsche und nationalistische Politik oder imperiale
Machtanspruch der Türken kann nur in einem Konflikt - und ich
meine letzlich auch einem militärischen - enden. Dass sich
dabei die NATO und das westliche Bündnis aus USA und EU
auf die politisch machbaren Alternativen und Möglichkeiten
zusammen mit den Staaten Irak, Syrien usw. und letzlich auch
Russland ff. besinnen werden ist bereits ausgemacht.

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stefan taschkent 20.08.2017, 09:26
4. Klosbrühe

Ohne hier zum Erdogan-Versteher zu mutieren: Der Kurdenkonflikt in der Türkei (bzw. in der Region allgemein) ist WESENTLICH älter als der Syrienkonflikt und gehört zur DNA der Republik Türkei. Es ist (und war) völlig klar, dass Erdogan hier nicht einlenken und im Ernstfall seine Interessen bzw. die Interessen der Türkei hier auch über die Bündnissinteressen stellen würde. Ihm das vorzuwerfen grenzt ja schon fast an geopolitisches Dilettieren.

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Mara Cash 20.08.2017, 09:27
5. Allmachtsfantasien eines Despoten und seiner Mitläufer

Sollte die Türkei tatsächlich das Völkerrecht brechen und kurdische Gebiete in Syrien angreifen, nur weil einem Herrn Erdogan aus ideologischen Gründen ein souveräner kurdischer Staat nicht passt, ist das inakzeptabel. Die Erdogan-Türkei müsste dann aus der NATO ausgeschlossen und konsequent sanktioniert werden.

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Ge-spiegelt 20.08.2017, 09:27
6. Lieber Kurden als Erdogan, Assad und IS

Erdogan sollte unmissverständlich klar gemacht werden, dass er in Syrien nicht einmarschieren darf. Er steht ja sowieso dem IS näher und hat auch Geschäfte mit dem IS gemacht. Wieder mal: Klare Kante gegen Erdogan, alles andere wird als Schwäche ausgelegt.

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mwroer 20.08.2017, 09:28
7.

Bemerkenswert was fehlt in der Aufzählung - der Einmarsch in einen souveränen Staat und die auf jeden Fall vorübergehende Besetzung fremden Staatsgebietes.

Mir war so als hätten wir andere Staaten dafür mit Sanktionen belegt. NATO-Mitglieder dürfen das also weil ... ?

Abgesehen davon bin ich wirklich neugierig was die USA tun wenn ein Verbündeter einen anderen angreift. Im Zweifel lassen sie die Kurden wohl fallen denn die türkischen Standorte für Luftwaffe und Atomwaffen sind halt wichtiger als ein paar Kurden die man verheizen kann. Wieweit die türkische Armee dann gegen den ohnehin geschwächten IS vorgeht ist dann auch Nebensache.

Gott ist mir schlecht.

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sirgentlemen 20.08.2017, 09:30
8.

Ein Angriff auf Afrin ist nötig. Jetzt schon greiffen Pkk-Kämpfer mit amerikanischen Waffen an, obwohl die Waffen angeblich nur an YPG geliefert wurde. Die Lage an der Grenze muss sich stabilisieren, hier geht es um die türkische Staatssicherheit.

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bildungistgut 20.08.2017, 09:37
9. Bitte mehr informieren

Ich bin sicher kein Erdogan Freund, aber ganz so einfach in der Region mit "Erdogan böse, IS böse, Kurden u. USA die Guten" ist es sicher nicht. Kurden ist nicht gleich Kurden und es gibt teilweise terroristisch aktive Gruppierungen dort. Es war schon immer fatal bestimmt Gruppen massiv mit Waffen auszustatten und zu meinen, dass alles gut wird. Die USA sind meiner Meinung nach der größte destabilisierer in der Region und die Türkei kann nicht dulden, dass in der Region jemand millitärisch hochgerüstet wird. Die USA hat in Syrien nichts zu suchen und die Türkei auch nicht! Die USA schicken leider in den letzten Jahrzehnten immer wieder Kriegswaffen in Krisenregionen. Das Ganze scheint System zu haben und die amerikanische Industrie scheint davon kräftig mitzuverdienen :-(

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