Forum: Politik
Türkei: Umsturz mit Ansage
REUTERS

Teile des türkischen Militärs putschen gegen Präsident Erdogan. Dieser Schritt war von der Regierung seit Jahren vorhergesagt worden. Nun rächen sich die säkularen Generäle am religiösen Staatschef. Es droht das Chaos.

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choque 16.07.2016, 04:24
100. Nein und falsche

Autokraten, ganz gleich in welchem Spannungsumfeld darf man keinen Raum geben! Erdogan verscherzte sich nicht nur Sympathien im Ausland, sondern auch im Inneren der Türkei, die türkische Generalität hat in der Vergangenheit ihr Gesicht im Sinne Kemal Atatürks gewahrt, ganz im Gegensatz zu Erdogan, der alles was die Türkei für sein Staatssebstverständnis aufbaute mit Füssen trat. Ein Putsch sollte die letzte Konsequenz sein, was in der Amtszeit Erdogan's aber als notwendiges Übel betrachtet wrrden kann, zuerst zum Wohle des Staates Türkei und dann im Sinne der ausländischen Sicht auf die Türkei für sich

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kostas/ludwig 16.07.2016, 05:02
101. Sehr beunruhigende Situation

Säberung des Militärs kündigt Erdogan jawohl aber was genau heißt das ?
Man darf meinen oder sagen was man will Tatsache aber ist das Militärangehöhrige niemals gegen das eigene Land handeln im gegensatz zu manche Politiker und wenn Säuberung jetzt heißt Erdogantreue Militär zu schafen dann Gute Nacht Turkei denn weder Erdogan noch seine Partei AKP ist Turkei genau so wenig wie jeder anderer Politiker und Partei und wenn eines Tages die AKP in der Opositionsbank sitzt was dann wieder neuer Militärstab?

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dondon 16.07.2016, 06:23
102. Absehbar

Aus irgendeinem Grund habe ich tatsächlich schon lange mit so etwas, oder etwas vergleichbarem, gerechnet. Aber ohne Akzeptanz der Bevölkerung ist soetwas nicht durchsetzbar. Ich denke die Bevölkerung in der Türkei ist zutiefst gespalten. Der Unfrieden wird wohl zunehmen und ich fürchte, dass das Land vor einem Bürgerkrieg steht, bzw. dieser schon inoffiziell im Gang ist. Ich stelle mir die Frage, ob der Hauptauslöser für den Putschversuch die gewaltsame Zurückdrängung und angeordnete Ermordung der kurdischen Bevölkerung im Südosten des Landes ist. Ein Hilferuf, dass das Militär nicht mehr bereit ist, im Namen Erdogans das eigene Volk zu töten.

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Akkin 16.07.2016, 06:25
103. So so, der lupenreine Erdogan ruft zu friedlichen

Demonstrationen auf, um die Demokratie zu schützen. Erdogan ist dabei einen Gottesstaat aufzubauen und er hat mit Demokratie nichts am Hut, im Gegensatz zum Autor ist ein Putsch das einzig richtige, um sich Erdogan zu entledigen.

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r.muck 16.07.2016, 06:44
104. Widerstandsrecht

Warum das Militär verurteilen, wenn Erdogan die säkularen Errungenschaften Kemal Atatürks mit Füßen tritt?

Das Militär verurteilen, nur weil ein Militärputsch offenbar nicht in die Lenor-Welt des Westens und des Autoren passt ist zu kurz gesprungen.

Ich erinnere daran, auch wir haben im GG, in Form des Art.20 Abs. 4, das verbürgte Recht eine Regierung, mag sie noch so demokratisch "legitimiert" zu sein scheint, hinweg zu fegen.

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Mitbuerger0815 16.07.2016, 06:59
105. Zu früh gefreut!? in den Foren und der Politik. Putschversuch abgewendet !

Tja, da werden sich sehr viele Gestern Nacht zu früh gefreut haben.
Türkei ist eben nicht Syrien oder Ägypten.
Auch wenn die Türk. Regierung hier verhasst ist, würde sie nun mal gewählt.!
Die überwiegende Mherheit würde nie Militärmacht nicht dulden. auch und schon gar nicht die Opposition.
Der Putschversuch hat trotzdem Geschadet, aber mehr der Demokratie!

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bumpes 16.07.2016, 07:28
106.

Ein Militärputsch, den ich nicht verurteile. Ich drücke die Daumen, dass er gelingt und die Türkei nach einer möglichst kurzen Übergangsfrist wieder von einem die Ideen Kemal Atatürks respektierenden Präsidenten regiert wird.

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salomonh71d 16.07.2016, 07:34
107. Putsch war voraussehbar

Erdogan hat die Türkei gespalten und auf ein Abstellgleis gefahren. Er hat mit einem Ermächtigungsgesetz demokratische Grundpfeiler eingerissen und schon vorher Schlüsselpositionen mit seinen Vasallen besetzt.
Ob es zum Bürgerkrieg kommt, ist abhängig vom Fanatismus der Akteure. Für Erdogan ist dies eines von vielen Niederlagen, beginnend mit seinem Gefängnisaufenthalt. Er muss abgelöst werden!

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Vikko 16.07.2016, 07:40
108. Gegen Populismus gibt es kein demokratisches Mittel.

Die größte Gefahr für die Demokratie ist die Demokratie selbst. Wenn nur genug Menschen einen Populisten wählen, war es das mit der Demokratie. Siehe (pre Putsch) Türkei, siehe Ungarn und wahrscheinlich auch bald Polen. Es wird immer gleich vorgegangen: Beschimpfung und Beschuldigung aller Andersdenkenden, Gleichschaltung der Medien, Beschneidung der Justiz. Was dazu führt, dass der Populist an der macht bleibt. Und das alles mit demokratisch legitimierten Mitteln. Leider ist gegen den Populismus kein Kraut gewachsen. Sie emotionalisieren Debatten, statt sie zu versachlichen. Sie bieten vermeintliche - aber verständliche - Lösungen für komplexe Probleme an, und schrecken dabei nicht einmal vor plumpen Lügen zurück. Bei einem Scheitern sind natürlich immer andere Schuld, die den angeblich richtigen Weg hinterhältig torpedieren würden. Und wir erinnern uns: auch Hitlers Weg zur Macht war demokratisch! Deshalb sehr ich den Putsch zwiespältig: einerseits ist ein Putsch niemals demokratisch. Andererseits richtet er sich gegen einen Autokraten, der ohnehin die Demokratie am lebendigen Leibe immer weiter zerstört. Egal wie der Putsch ausgeht, muss man sich die Frage stellen: Kann Demokratie dauerhaft bestehen? Und was kann man gegen ihre größte Gefahr - den Populismus - tun?

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tosun.merey 16.07.2016, 07:57
109. Uninformiert

Leider kennt Herr Kazim die Türkei zu wenig. Ein Putsch war wirklich von niemandem erwartet. Der Versuch ist schlecht vorbereitet. Die Befehlshaber der 1., 2. und 3. Armee haben sofort erklaert, dass sie die gewaehlten Politiker unterstützen. Alle politische Parteien haben sich distanziert. Die Polizei war weitgehend der Regierung loyal. Das wichtigste: das Volk, einschl. der Kurden, war gegen einen Putsch.
Es scheint, dass es sich um eine verzweifelte Tat einer kleinen Militaergruppe handelt, die fast von vornerein zum Scheitern verurteilt war.

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