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Türkei vor dem AKP-Parteitag: "Erdogan ist verwundbar"
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Recep Tayyip Erdogan wird am Sonntag wieder Parteichef der AKP, er muss seit dem Sieg beim Referendum keine Rücksicht mehr nehmen. Intellektuelle in der Türkei sehen den Präsidenten aber schon in der Spätphase.

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rainer_daeschler 20.05.2017, 18:47
20. Doch

Zitat von vaikl
..die von Erdogan zu beachten sind: Demokratie und Rechtsstaat. Beides scheint ihn nicht zu interessieren.
Das ist nur eine Frage, was er darunter versteht:

Demokratie, ja, denn das Volk bin ich.
Rechtsstaat, natürlich, denn das Recht habe ich.

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jimbofeider 20.05.2017, 18:55
21. Brechstange

Ob die Deutsche Politik bis dato gegenüber der Türkei richtig oder falsch war wird sich vielleicht in zehn fünfzehn Jahren herausstellen. Es ist meiner Meinung nicht alles schlecht, siehe die Stärkung der Türkischen Intelektuellen Schriftsteller, Journalisten sie können sehr wohl etwas bewirken um auf Strecke mäßigend auf das Regime einzuwirken. Nicht mit der Brechstange mit Intelligenz kann man dem ein Ende bereiten.

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Outdated 20.05.2017, 19:06
22. Erdogan ist tatsächlich in einer äußerst kritischen Phase seiner Herrschaft

In der enormen Spannung der letzten Jahre hat sich mit dem Referendum das Volk nochmal hinter ihn gestellt, aber die Unterstützung war, trotz aller eingesetzten Mittel, denkbar knapp.

Wird es jetzt nicht bald besser muss er tatsächlich mit einem Machtverlust rechnen.
Wahrscheinlich hat er in Wirklichkeit den Zenit seiner Macht schon überschritten.

Um das nochmal zu klären, Erdogan hat sich durch das Referendum ja letztlich nur die Macht bestätigen lassen die er defacto seit eingien Jahren onehin schon ausübt.
Der Gewinn für ihn ist also hier also nur legaler und konsolidierender Natur.
Dem gegnüber stehen die massiven Problem die er teils selbst verursacht und die er jetzt zu lösen versprochen hat.

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behemoth1 20.05.2017, 19:08
23. Erdogan hat es geschafft...

Zitat von charliehebdomadaire
... seit Mustafa Kemal Atatürk. Das wird sich kaum in einigen Monaten oder Jahren ändern. Wenn man daran denkt, wie lange sich der sog. "Caudillo" und Diktator Franco in Spanien gehalten hat, einem auch zumindest seinerzeit ebenfalls vom Machichsmo geprägten Land ....
..sein Land am Nationalismus und religiösen Zügen gewachsen, aber war das denn so schwer, nein, die Vergangenheit hatte das Land auch kaum ein Schritt in die Demokratie ermöglicht.
Außerhalb der Türkei wird sich doch kaum einer wirklich wagen da einzugreifen, solange man im Reigen des Kapitalismus bleibt, ist doch alles in bester Ordnung, die persönliche Freiheit ist doch nur ein Anhängsle von einigen, die aber nicht die Bedeutung haben, denn sonst würden Demokratien ja stets zu Paradiesen der Menschen werden und das gibt es nicht Mal in den USA.
Die Demokratien hatten ja auch mit anderen Diktaturen stets gute Geschäfte gemacht und kaum einer hatte sich da Gedanken um die vielen Unterdrückten gemacht.
Die harmlosen deutschen Politiker beißen sich bei ihm die Zäne aus, ihr Geschrei wird nicht ersnt genommen.

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spencerdavis 20.05.2017, 19:08
24.

Die EU und hier vor allem Deutschland, muss endlich Front gegen diesen Typen machen. Mit den Erdogans dieser Welt redet man nicht, die bekämpft man, soweit noch ein Minimum von Selbstachtung vorhanden ist.

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herbert 20.05.2017, 19:10
25. warum wird noch über Erdogan ausführlich berichtet? Wenig ist mehr !

Einen Menschen kann man sehr strafen, indem man ihn kaum noch beachtet.
Die Theaterbühne Erdogan sollte keine Zuschauer haben und alles wird anders.

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doskey 20.05.2017, 19:53
26. So einfach ist es nicht

Die guten Kurden und die bösen Türken?
Die Menschen (Turken UND Kurden), die zu Hunderten von den Falken und PKK umgebracht worden sind, wären über die binäre gut-böse-Enteilung des Autors sicherlich erbost. Eine Differenzierung hat Herr Kazim wesentlich besser hingekriegt. Erdoğan ist ein Autokrat- klar, aber so einfach wie es hier dargestellt wird ist die Welt nicht.

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keine Zensur nötig 20.05.2017, 20:02
27. Das ist wohl nicht zu erwarten -

Zitat von KingTut
Ich kritisiere schon lange die Doppelmoral deutscher Politik und frage mich, warum man Erdogan, der nicht weniger despotisch als Putin ist, nicht wie diesen behandelt. Unsere Kanzlerin ist wie ein Fels in der Brandung, wenn es um die Sanktionen gegen Russland geht und sie ist geradezu devot gegenüber Erdogan. Warum nur, warum? Die Geschichte hat doch oftmals gezeigt, dass solche Unterwürfigkeiten einen Despoten nur stärken. Das war bei Erdogan definitiv der Fall. Sie hat ihn immer wieder unterstützt, vor Wahlen aufgewertet und sich auch im Fall Böhmermann auf seine Seite geschlagen. Hat es ihr etwas gebracht, außer als Terrorhelferin tituliert zu werden? Erdogan wäre vermutlich nicht so weit gekommen, wenn die europäische Führungsmacht Deutschland ihn nicht derart hofiert und gefördert hätte. Wenn man wenigstens jetzt aus diesen Fehlern lernen und das richtige tun würde.
gestern haben die Politiker der Groko nicht etwa den Abzug der Tornados aus Incirlik beschlossen - nein, es wurde vertagt.

Dass die Tornados nebenbei in einem völkerrechtswidriger Einsatz sind - wen scherts, bis der erste vom Himmel fällt.

Was die Türkei angeht - kaum einer weiss, dass die mit Abstand größte Militärmacht der NATO in Europa eben die Türken sind. Das war auch in der Vergangenheit der Grund, warum man mit putschenden Generalen posierte und es hinnahm, dass die Türken (bis heute) den Nordteil Zyperns besetzt haben.

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quakiutel 20.05.2017, 20:03
28. ...wenn er das liest...

...wird er gleich ein schönes, neues Gefängnis zusätzlich in Auftrag geben.
Kurbelt ja die Wirtschaft etwas an!

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GoaSkin 20.05.2017, 20:05
29. @herbert

Zitat von herbert
Einen Menschen kann man sehr strafen, indem man ihn kaum noch beachtet. Die Theaterbühne Erdogan sollte keine Zuschauer haben und alles wird anders.
Du hast es auf dem Punkt getroffen. Darüber, was die rechten Parteien in den Parlamenten so von sich geben, berichtet schließlich auch keine Zeitung. Leuten wie Erdogan schadet es am meisten, wenn man ihnen keine Showbühne bietet, auf der sich die Leute mit ihm auseinandersetzen können.

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