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Türkische Militäroperation in Syrien: Der IS ist der Vorwand, die Kurden sind das Zie
AFP

Die Türkei startet eine Bodenoffensive in Syrien und will so den Vormarsch der Kurdenmiliz YPG entlang der Grenze stoppen. Damit bringt sie die USA als wichtigsten Verbündeten in eine missliche Lage.

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docker 24.08.2016, 13:17
10. Im letzten Augenblick..

...des Nordsyrienkriegs wagen es die bisher mit den Händen in den Taschen zusehenden türkischen Einheiten
in diesen Konflikt einzugreifen. Bravo ! Toll !
Lässt man dem Imperialisten Erdogan selbst diese Dreistigkeit und Gemeinheit durchgehen ??
Niemand hat einen eigenen Staat mehr verdient als die Kurden in Nordsyrien ! Ohne die YPG hätten die selbsternannten Kalifen ganz Syrien in der schmutzigen Hand.

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kuac 24.08.2016, 13:18
11.

Für mich ist das gar keine Überraschung. Die Erdogn-Türkei kann mit dem IS leben, aber nicht mit dem Kurden, die den IS bekämpfen.
Es ist höchste Zeit für den Westen, zu Gunsten der Kurden eine Entscheidung zu fällen.

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kurt.wehrli 24.08.2016, 13:18
12. Ich bewundere Erdogan

Er hat eine Vision, dazu eine Strategie, Durchsetzungsvermögen und Schaffenskraft. Und bei Taktiken weiss er die Zerstrittenheit seiner "Partner" und Gegner geschickt und gerissen zu nutzen. Hut ab.

Er ist, wie hier unlängst jemand schrieb, in der Tat ein An-Führer, der weit über sein eigenes Leben hinaus zu denken vermag.

Das im Gegensatz zu manchen EU-Politikern, die lieber optimale Krümmungsradien von Bananen und dergleichen diskutieren.

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bert.vari 24.08.2016, 13:19
13. Unser Partner

mordet nach Lust und Laune Menschen, die gegen den IS kämpfen und wir bezahlen das auch noch. Unsere Supermerkel macht es möglich. Die Schuld, die diese Frau auf sich geladen hat, möchte ich nicht im Ansatz haben. Man wird Bücher über sie schreiben, die Ihre "Verdienste" beleuchten werden. Schämen sollte sich diese Frau, die die Deutschen ins Verderben führt und dabei noch lacht!

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jung&jang 24.08.2016, 13:20
14. ...wer säät wird ernten, fragt sich nur was?

Schon wieder ein Tag mit Muselmann Edi in den News und keine guten Nachrichten, immer das gleiche Schema : Provokation, Aggression, Eskalation...
Wann gelingt es endlich ihn zu massigen.
Aber nicht durch Schweigen und wegsehen, vielmehr klare sehr klare Worte, aus Berlin wohl kaum zu erwarten (gähn...)

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archi47 24.08.2016, 13:22
15. an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!

Man muss abwarten, ob die türkische Armee den IS wirklich eliminieren will, oder ihm ein Refugium schaffen soll, wo er unter Aufsicht Erdogans auf den Laizismus und einen zu moderaten Islam in seinem Sinne einwirken soll.
Dass im Nebeneffekt Kurden, Laizisten und auch USA gestoppt werden, scheint klar. Ob Erdogan seine Karte überreizt ist unklar. Innenpolitisch sitzt er fester im Sattel, als vorher. Die Nato ist durch die Mitgliedschaft Erdogans neutralisiert. Wie weit sein Handel mit Putin reicht bleibt abzuwarten und ob Putin sogar diese Entwicklung mitträgt.

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localpatriot 24.08.2016, 13:23
16. Die Kanzlerin ist hier federführend

Zitat von Spiegelleserin57
ich hoffe das berücksichtigt der amerikansche Besuch heute dort. Herr Biden ist heute in der Türkei zu Gast. Bitte auch an die Menschenrechte erinnern!
Herr Erdogan und die Kanzlerin unterhalten seit Beginn der Syrienkrise ein intensives Verhältnis welches Herrn Erdogan sichtbare Vorteile einbrachte. Es wäre dementsprechend die Aufgabe der Kanzlerin ihren Einfluss zum Schutze der Kurden einzusetzen.

Die Kurden sind eines der wenigen Völker der Welt welchem es nicht erlaubt ist den Kolonialregimen der Kolonialzeit zu entrinnen.

Zeit für die Kanzlerin die westlichen Werte zu verteidigen, und zwar mit Druck.

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Palmstroem 24.08.2016, 13:24
17. Die YPG sind keine Kämpfer für Demokratie und Freiheit

Erst gestern schrieb SPON einen kritischen Artikel über die YPG und heute schon vergessen?

"Schon im vergangenen Herbst berichtete die Menschenrechtsorganisation Amnesty International von systematische Vertreibungen und der Zerstörung arabischer Dörfer in den von kurdischen Milizen eroberten Gebieten. Tage vor der Befreiung von Manbidsch zwangen kurdische Einheiten die Bewohner acht umliegender Dörfer, diese zu verlassen. Würden sie dem Befehl nicht gehorchen, drohten die Milizionäre, dann kämen die Jets der Koalition, das Dorf einzuäschern, berichten geflohene Bewohner.

Auch nach innen wird die Partei rabiater in ihrem Machtanspruch. Nach dem Sieg in Manbidsch begann in anderen Orten eine Verhaftungswelle unter syrisch-kurdischen Politikern und Journalisten, die sich dem Monopolanspruch der YPG bislang widersetzten. In Hassaka und Kamischli wurden Dutzende Männer von Asaisch, dem YPG-Geheimdienst, festgenommen. Der prominenteste unter ihnen, Ibrahim Biro, wurde nach mehreren Stunden in den Irak deportiert. Käme er je nach Syrien zurück, so die Drohung der Geheimdienstler, würden sie ihn töten."(SPON heute)

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v.papschke 24.08.2016, 13:25
18. Eigentlich ist das ganze

eine diplomatische Katastrophe. Sozusagen jeder gegen jeden. Wenn es so weitergeht, wird es nie enden. Das Vernünftigste wäre die Schaffung eines eigenen Kurdenstaates. Aber da wird Allah wohl nicht mitspielen wollen.

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querdenker1964 24.08.2016, 13:26
19. Das wundert Sie jetzt

doch nicht etwa, Herr Sydow? Einen kurdischen Staat in Nordsyrien will kein Anrainerstaat. Da liegen die USA und auch manch ein Spiegelautor wohl etwas falsch mit ihrem verfrühten Enthusiasmus. Auch wenn die Kurden und ein potentieller Kurdenstaat mit westlich - liberalen Werten wohl mehr anfangen könnten, als andere Protagonisten im Nahen Osten sind die PKK und ihre Ableger - Terroristen!!! auch nach bundesdeutscher Einschätzung - ich teile daher die Symphatie für ein solches Staatsgebilde nicht. Weitere territoriale Ansprüche an den Iran, Irak und die Türkei wären nach der Konstituierung einen kurdischen Staates die Folge, ein Krisenherd für die nächsten Generationen, ähnlich wie nach 1948.....

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