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Türkische Präsidentenwahl: Geringe Wahlbeteiligung von Türken im Ausland
DPA

Lediglich rund fünf Prozent Wahlbeteiligung: Nur wenige türkische Staatsbürger haben die Möglichkeit genutzt, erstmals auch im Ausland an der Präsidentschaftswahl ihres Heimatlandes teilzunehmen.

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friedberta 04.08.2014, 12:07
1. Warum ?

Was soll das bringen, wenn türkische Menschen nur nach Voranmeldung wählen dürfen ?

Eigentlich dürfte der Personalausweis dafür genügen.

Wir müssen zwar den Wahlberechtigungsschein vorweisen, aber das ist wohl bei 200.000 Leuten, von denen nur ein Bruchteil zur Wahl geht, nicht nötig.

Aber nebenbei gesagt, lohnt es sich für Erdogan und andere türkische Politiker nicht, diesen Aufwand zu betreiben. Die wenigen Stimmabgaben können vernachlässigt werden.

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darthmax 04.08.2014, 12:07
2. Erfolg?

Die Wahlbezirke waren vielleicht deshalb so eingerichtet, da man nur eine geringe Wahlbeteiligung wünschte ?
Es ist doch erstaunlich, wenn in einem Generalkonsulat wie in Hamburg keine Wahl stattfindet und die Wähler einen Termin in Hannover erhalten.
So weltfremd kann auch eine türkische Regierung nicht sein, also Absicht.

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Obi-Wan-Kenobi 04.08.2014, 12:57
3.

Zitat von darthmax
So weltfremd kann auch eine türkische Regierung nicht sein, also Absicht.
Aufgeklärte, im Ausland lebende Türken sind sicher nicht Erdogans Stammwählerschaft. Es ist natürlich nicht in seinem Interesse, dass die in nennenswerter Anzahl wählen.

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cvdheyden 04.08.2014, 13:08
4. Ich verstehe den ganzen Blödsinn nicht...

....gibt es keine Briefwahl? Ich kenne keinen einzigen Fall in dem Ausländer nicht per Brief wählen können. Was soll den der Käse mit den Wahlurnen überhaupt? Sonst muss ich sagen, bestätigt obiger Artikel mein Bild am Interesse an den Wahlen, nämlich marginal......

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The Independent 04.08.2014, 13:29
5. ...

Zitat von Obi-Wan-Kenobi
Aufgeklärte, im Ausland lebende Türken sind sicher nicht Erdogans Stammwählerschaft. Es ist natürlich nicht in seinem Interesse, dass die in nennenswerter Anzahl wählen.
Laut Medienberichten ist zumindest die Mehrheit der in Deutschland ansässigen Erwachsenen Türken zwischen 40 und 70 konservativ/traditionell orientiert und dürfte daher eher Erdogan wählen. Sehr viele Türken reisen außerdem in die Türkei um zu wählen, und verknüpfen dies dann mit einem Besuch/Urlaub in der Heimat. Die Mehrheit der o.g. Altersgruppe dürfte zu Erdogans Stammwählerschaft gehören.

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tsunami01 04.08.2014, 13:40
6. 80 prozent

Zitat von Obi-Wan-Kenobi
Aufgeklärte, im Ausland lebende Türken sind sicher nicht Erdogans Stammwählerschaft. Es ist natürlich nicht in seinem Interesse, dass die in nennenswerter Anzahl wählen.
der im Ausland lebenden wählen Erdogan und das aus gutem Grund. Alles kennen noch die Türkei vor Erdogan und das will keiner mehr. Die sog. Aufgeklärten haben Jahrzehnte die Türkei ausbluten lassen. Dieser "Elite" ist der Bruderkrieg, Wirtschaftskrisen, Militärjunta und vieles mehr zu verdanken. Erdogan hat aufgeräumt und das sehr erfolgreich nichts ist perfekt auch Erdogan nicht aber eines ist unbestritten nach Atatürk ist Erdogan der wichtigste Politiker. Deshalb wird er auch die kommende Wahl mit Abstand gewinnen und somit in die Geschichte eingehen. Mit jeder Wahl hat er mehr stimmen verbuchen können und das trotz der massiven Kritik am Führungsstil aus dem In- und Ausland. Die Türkei ist nicht Deutschland da wird kein Demokrat sondern eine starke Führungspersönlichkeit gesucht. Wenn alle genug zu essen und Arbeit haben kann man sich über die weiteren demokratischen Werte gedanken machen. Die Türkei ist zumindest auf dem richtigen Weg.

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Yabanci Unsur 04.08.2014, 13:46
7. Orientalische Control Freaks

Zitat von Obi-Wan-Kenobi
Aufgeklärte, im Ausland lebende Türken sind sicher nicht Erdogans Stammwählerschaft. Es ist natürlich nicht in seinem Interesse, dass die in nennenswerter Anzahl wählen.
Sie irren sich, das Gegenteil ist wahr. Ein Indiz dafür sind die umstrittenen Großveranstaltungen Erdoğans in Deutschland und Österreich. Denn die Wahlrechnung ist kompliziert: In der Türkei kommt Erdoğan auf knapp 40% der gesamten Wählerschaft, die ihm nur dann ausreicht, wenn weniger als 80% zur Wahl gehen bzw. wenn die Wahl der 10%-Wahlhürde unterliegt, was in diesem Fall nicht zutrifft. Die Stimmen der Auslandstürken sollten das Ergebnis aufpolstern. Die AKP hat angesichts des drohenden Fiaskos ihre Zweigniederlassungen in Europa sogar als Wahllokale angeboten. Der Vorschlag wurde vom Obersten Wahlrat jedoch abgelehnt. Wem die Stimmen der Gurbetçi nichts bedeuten, der greift nicht zu solch desparaten Mitteln. Wahrscheinlicher ist, dass man aus Furcht vor und/oder in der Absicht von Wahlbetrug einen viel zu komplizierten Wahlmodus gewählt hat.

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The Independent 04.08.2014, 13:48
8. ...

Zitat von friedberta
Wir müssen zwar den Wahlberechtigungsschein vorweisen, aber das ist wohl bei Leuten, von denen nur ein Bruchteil zur Wahl geht, nicht nötig. Aber nebenbei gesagt, lohnt es sich für Erdogan und andere türkische Politiker nicht, diesen Aufwand zu betreiben. Die wenigen Stimmabgaben können vernachlässigt werden.
200.000? In Deutschland leben ca. 1,6 Millionen Türken, davon dürften wesentlich mehr als 200.000 wahlberechtigt sein.

Laut Medienberichten wählt außerdem eine beträchtliche Anzahl der "Auslandstürken" konservativ, weshalb Erdogan auch zu Großveranstaltungen z.B. in Deutschland u. Österreich anreiste, um sich die Unterstützung dieser Wähler zu sichern, wobei es sehr viele dieser Türken in der Vergangenheit als ihre Pflicht angesehen haben, im Heimatland zur Wahl zu erscheinen, und dann einfach Heimatbesuch/Urlaub in der Türkei mit der Stimmabgabe zu verknüpfen. Zukünftig werden sicher mehr Türken von der Wahlmöglichkeit in Deutschland Gebrauch machen.

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deralchimist 04.08.2014, 13:54
9. Sehr merkwürdiges Wahlverfahren,

wenn ich höre, dass die Türken sich vorher via Internet registrieren müssen und dann einen Termin zugeschrieben bekommen. Wer diesen Termin nicht wahrnehmen kann hat halt Pech gehabt und darf nicht wählen.

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