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Türkischer Angriff auf Syrien: Der Westen verrät die Kurden
DPA/ Rohani Newspaper

Die Türkei greift in Syrien ausgerechnet jene kurdische Miliz an, die sich dem "Islamischen Staat" entgegenstellt. Statt die Regierung in Ankara zu sanktionieren, fallen dem Westen nur warme Worte ein.

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gg0815 24.01.2018, 09:24
110. klar

Ich erwarte von unserer Regierung, von Europa, von der russischen Regierung und vom Rest der Welt stellt Euch hinter die Angegriffenen dort und gebietet dem Aggressor Einhalt, notfalls mit Gewalt.

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gg0815 24.01.2018, 09:32
111.

Zitat von nolol
Was haben Sie sich erhofft Herr Kazim? Dass die Türkei gänzlich den Kurden geschenkt wird, nur weil Erdogan regiert. Was ist mit den unzähligen anderen Türken in der Türkei? I
soweit ich da nicht vollkommen falsch liege handelt es sich nicht um türkisches sondern um syrisches Territorium wo diese Menschen darunter auch viele Kurden dort leben und nun angegriffen werden.

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helgemnielsen 24.01.2018, 10:37
112. Genozid an den Kurden

Vor hundert Jahren wurden die Armenier auf türkischem Geheiß ausgerottet. Das waren die Christen, die ausgelöscht werden mujßten. Wie sich das Ganze gleicht. Und heute sind es die Kurden, die uns vor dem IS gerettet haben. Nur damit Erdogan sein Großosmanisches Reich wieder erschaffen will. Vom Bosporus bis zur Ostsee will er ein sunnitische Reich erschaffen. Das soll dem osmanischen Herrscher Mustafa II, der von Prinz Eugen von Savoiyen vor Wien vernichtend geschlagen wurde. Gottseidank, denn sonst würden die Türken ihr Reich bis an die Nordsee haben.
Aber die Regierung Mörkel, die die Kurden ausbilden und bewaffnen ließ, hilft ihnen in der höchsten Not nicht. Aber die Amis und Russkis sind nicht besser. Jeder hat die Kurden ausgenutzt und schaut jetzt bei deren Vernichtung mit zu.

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schwarzer_panda33 24.01.2018, 10:52
113. Unterschied zwischen Kurden und Terroristen

Ich glaube hier kennen einige den Unterschied zwischen Terroirsten und Kurden nicht. Anhänger der PKK sind Terroristen. Genauso wie Anhänger der is. Kurden gibt es Überall auf der Welt. Die meisten leben in der Türkei und sind sehr friedliche Menschen, Sie haben uns gezeigt, dass Kurden und Türken Brüder sind. Deswegen finde ich es hier eine Unverschämtheit Kurden und Terroristen, die in Syrien und im Irak rumlauern, gleichzusetzen. Die Türkei beschützt nur ihr Volk vor Terroristen und potentiellen Anschlägen.

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SubjektiverRealist 24.01.2018, 10:57
114. Ein etwas verzehrtes Bild!

Und schon geht das "Westen" bashing wieder los, als sei es irgendein übernatürliches Wesen, welches nur den Finger zu rühren braucht, um das Leid der Menschen zu beenden.
Auch in den Medien sollte man das Ganze mal ewas nüchterner Betrachten. (was zugegeben bei den momentanen Ereignissen nicht so leicht ist) Die Kurden in dieser Region sind und waren keine Verbündeten des Westens (was auch immer man unter dem Westen genau versteht). Sie würden auch wohl kaum Kämpfer in die USA fliegen oder Waffen an die USA liefern, sollte diese angegriffen werden.
Es sind Menschen in einem Gebiet, welche vom IS angegriffen wurden und die USA und einige europäische Staaten haben sich entschieden ihren Kampf mit Waffen, Munition und Ausbildung zu unterstützen. Das haben sie natürlich nicht aus reiner Nächstenliebe getan, sondern weil sie gemeinsame geostrategische Interessen haben. Aber es ist auch nicht so, als habe man die Leute da hingeflogen, damit sie für uns kämpfen und sterben. Auch wenn es in diesem Artikel und so manch anderen so dargestellt wird.

Ich selbst verurteile den Angriff der Türkei zu tiefst und sympathisiere mit dem kurdischen Volk, welchem in den letzten 250 Jahren einfach Übel mitgespielt wurde. Wenn es nach mir ginge, dann würde ich mir ein eigenständiges Kurdistan wünschen.
Aber dieses Ganze "der Westen benutzt Menschen und schmeißt sie dann weg" bzw mal macht der Westen "wiedermal gar nichts" mal "mischt sich der Westen überall ein", kann einen ganz schön nerven.

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SubjektiverRealist 24.01.2018, 11:06
115. Nicht zu Ende gedacht

Zitat von schwarzer_panda33
Ich glaube hier kennen einige den Unterschied zwischen Terroirsten und Kurden nicht. Anhänger der PKK sind Terroristen. Genauso wie Anhänger der is. Kurden gibt es Überall auf der Welt. Die meisten leben in der Türkei und sind sehr friedliche ......
Mit den Kurden und der PKK gebe ich Ihnen vollinhaltlich recht. Und terroristische Anschläge dürfen nie die Antwort sein. Aber machen sie nicht den Bock zum Gärtner. Die PKK und andere verüben die Anschläge ja nicht aus einer Laune heraus, sondern weil sie einer unterdrückten Minderheit im Land angehören und ein unabhängiges Kurdistan haben wollen, welches den Kurden seit Jahrhunderten verwehrt wird.
Bei dem Angriff gerade geht es nicht darum Terrornester zu säubern, sondern darum eine kurdisch autonome Region an der Grenze zur Türkei zu zerschlagen, um den Autonomiebestrebungen im eigenen Land keinen Aufwind zu geben.

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mkpeter 24.01.2018, 12:38
116. Die Krux der Kurden

Leider wurden die Kurden schon von den ehemaligen Kolonialmächten "vergessen". Warum vertritt die Weltgemeinschaft (z.B. UNO) oder zumindest Westeuropa nicht das Recht der Kurden auf einen eigenen Staat, ähnlich wie man das den Palästinensern zugesteht. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Natürlich darf das nicht mit Gewalt durchgesetzt werden. Aber warum erwägt man nicht seitens der europäischen Union Sanktionen gegen eine Türkei, die sich immer weiter von europäischen Grundwerten entfernt. Eine Türkei die nach Belieben nur ihre eigenen Interessen ohne Rücksicht auf Bündnispartner durchsetzt, entlarvt sich als undemokratischer Staat, der unsere Solidarität als Nato-Bündnispartner nicht mehr verdient. Was soll eine Nato mit einem Bündnispartner Türkei, der nur nach eigenen machtpolitischen Zielen handelt und sogar den stärksten Nato-Partner USA brüskiert und lieber wechselweise mit Russland und sogar dem IS gemeinsame Sache macht ?

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klmo 24.01.2018, 13:10
117.

Zitat von schwarzer_panda33
Ich glaube hier kennen einige den Unterschied zwischen Terroirsten und Kurden nicht. Anhänger der PKK sind Terroristen. Genauso wie Anhänger der is. Kurden gibt es Überall auf der Welt. Die meisten leben in der Türkei und sind sehr friedliche.....
Ja, ja - Türken und Kurden Brüder.
Es ist wie mit der Gülenbewegung. Gülen und Erdogan galten lange als Freunde. Nun sind sie Todfeinde. Türken gegen Türken, nur mit offensichtlich anderen Vorzeichen und Prioritäten.

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juttakristina 24.01.2018, 13:19
118. ...nichts Neues im Orient...

Es ist alles einfach nur äußerst beschämend, was man mit den Kurden macht! Sie sind schon bei der "Entlassung" diverser Länder in die Unabhängigkeit von den Protektoratsstaaten verraten und verkauft worden und es hat sich nichts dran geändert. Wenn überhaupt hat es noch eine Wendung zu noch Schlimmeren genommen, wenn man einerseits hingeht und die Kurden fördert, wenn sie - teilweise als einzige - gegen den IS vorgehen und sie dann andererseits total im Stich lässt.

Und was lässt sich die Weltgemeinschaft von diesem türkischen Despoten denn noch alles bieten? Sorry, sooo eminent wichtig kann die Türkei dann auch wieder nicht sein, dass man sich alles gefallen lässt.
Solange Erdogan und sein Klan (vielleicht wird die Präsidentschaft ja "erblich") an der Macht sind, kann man die Türkei vergessen. Es ist allerhöchste Zeit, dass Europa und die USA daran machen, das angerichtete Unheil möglichst wiedergutzumachen, stattdessen wird durch Untätigkeit neues Leid, neues Unheil, neues Unrecht hinzugefügt.

Komisch, Karl May - man mag ansonsten von ihm halten, was man will - wusste bereits im 19. Jahrhundert, dass die Kurden ein eigenständiges Volk in einem angestammten Gebiet sind - siehe "Durchs wilde Kurdistan". Großbritannien usw. war das herzlich egal bzw. wenn schon wollte man aus der Aufteilung Nutzen ziehen.

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juttakristina 24.01.2018, 13:23
119.

Zitat von ingmar71
Ich für meinen Teil werde tun, was ich als einzelner tun kann, und werde auf türkische Dientleistungen verzichten. So billig kann kein Urlaubsangebot sein, das ich auch nur 1 Fuß in dieses Land setze und dort mein Held ausgebe.
ingmar71,
genau! Das habe ich für meinen Teil auch beschlossen!

Noch dazu würde ich sowieso nicht freiwillig in ein Land fahren, wo willkürlich Journalisten und Menschenrechtler unter fadenscheinigen Gründen verhaftet werden, womit man einmal "Geiseln" genommen hat, um sie gegen unliebsame Gegner auszutauschen, zumindest hofft man das, zum anderen können die in dem Moment nicht schreiben und man versucht sie mundtot zu machen.

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