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Türkischer Minister zum Streit um Incirlik: "Wenn die Deutschen gehen wollen, ist das
AFP

Berlin solle aufhören, sein Land herablassend zu behandeln: Der türkische Außenminister hat auf die Kritik am Besuchsverbot in Incirlik reagiert. Den Abzug der 260 Soldaten werde Ankara "nicht behindern".

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Hirschkuh 48 18.05.2017, 12:24
90. Als ehemalige Angestellte der US Army konnte ich live miterleben, was es heißt wenn auch nur ein kleiner Stützpunkt geschlossen wird..

Hier geht auch die lokale Wirtschaft in die Knie. 260 Soldaten mögen nicht viel erscheinen, aber Instandhaltung, Geländepflege, Taxi, Restaurant, Reinigung etc. werden von 'Local Nationals' bereitgestellt und alle diese Aufträge im zivilen Bereich fehlen dann der Region.
Ich vermisse die nötige Konsequenz unserer Regierung. Sie wollen / er will uns nicht: OK - dann auch kein Geld von uns. Betteln wegen eines Journalisten? Hätte der Mann sich für den deutschen Pass alleine entschieden, wäre er längst wieder zuhause.
Beitrittsgespräche mit der EU - D nimmt eben nicht mehr teil... und zahlt den deutschen Anteil der 680 Mio Euro eben nicht mehr, die die Türkei bekommt, nur weil da mal Interesse am EU-Beitritt bestand.

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Spiegelleserin57 18.05.2017, 12:24
91. guter Vorschlag aus der Türkei!

ein selbstbewusstes Land und diese Regierung führt unsere immer wieder vor!
Wenn Seitens der türkischen Regierung keine Hindernisse in den Weg gelegt werden sollte man die Gelegenheit nutzen.
Es stellt keine Erniedrigung dar dies zu tun sondern eher eine weise Handlung. Dass dies erst die türkische Regierung ins Gespräch bringen muss zeigt wieder wie schwach unsere Regierung ist und genau das ist den Türken gut gelungen!
Es stellt sich die Frage warum handelt Frau VDL nicht endlich?
Wirkt das Nichtstun nicht auch peinlich auf unsere Bürger?
Was sollen wir Wähler von so einer Regierung halten?

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Atheist_Crusader 18.05.2017, 12:24
92.

Zitat von kajoter
Wenn unsere Luftwaffe abgezogen wird und gleichzeitig die USA die Bewaffnung der kurdischen Kämpfer fortsetzen sollte, wären das unmissverständliche Zeichen, die auch Erdogan richtig deuten wird. Wahrscheinlich wird er sich in der Konsequenz vom sog. Westen abwenden und anderen Sphären zuwenden. Und genau das wollten Merkel, Obama und Stoltenberg wohl verhindern. Allerdings wurde der Preis dafür zu hoch.
Och bitte, das hatte er doch sowieso vor. Der einzige Weg ihn zum Bleiben zu überreden wäre ein totaler Kniefall gewesen, ein Europa das sich nur noch nach türkischen Interessen ausrichtet. Und das stand nie zur Debatte.
Die Türkei unter Erdogan duldet keinen Widerspruch und keine Respektlosigkeit - und das Anders-sein oder der Besitz einer abweichenden Meinung werden bereits hierzu gezählt.

Nein, die Türkei ist für den Westen verloren, und ich glaube auch nicht, dass das Jemals anders war. Zu viele der Bürger stehen einfach auf diese ekelhafte Mischung aus nationalem Ehrgefühl und Testosteron. Da kann man nichts machen außer Abstand halten.

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hersp58 18.05.2017, 12:25
93. Platzhirsche

Über die ganze Angelegenheit kann man nur den Kopf schütteln. Deutschland hat zwar eine Parlamentsarmee, aber was versprechen sich deutsche Abgeordnete von einem Besuch vor Ort in der Türkei, außer Händeschütteln und wohlgefälligem Kopfnicken? Was die Soldaten von diesen Besuchen halten, kann man sich denken.
Umgekehrt sollte die Türkei sich da raushalten. Deutschland verweigert den türkischen Regierungsmitgliedern auch nicht pauschal die Einreise, wenn sie zu Wahlkampfzwecken ihre Landsleute hier "besuchen".

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kobra21 18.05.2017, 12:25
94. Geldhahn zu!

Die Bundesregierung sollte schnellstmöglich die Bundeswehr aus der Türkei abziehen.
Gleichzeitig sollte sie den Geldhahn für die geplante Infrastruktur in Incirlik zu drehen.
Die Türkei gehört mehrheitlich weder in die NATO, noch zu Europa.
Diejenigen Menschen in der Türkei, die sich zu den westlichen Werten bekennen, sollten das Land verlassen. Sie sind bei uns willkommen.
Die religiös-fundamentalistischen Gruppierungen soll in der Türkei bleiben.
Sie werden sehen, wohin sie Erdogan geführt hat.

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RioTokio 18.05.2017, 12:26
95.

Welchen Wert und welche Kampfkraft haben denn die paar Flieger der BW dort?
Da fliegen 40 Jahre alte Tornados durch die Gegend die "Fotos" machen.
In modernen Armeen machen das Satelliten und Drohnen.

In der BW beschäftigt sich die Generalität mit einem Rechtsthema, alten Stahlhelmen in Vitrinen, seltsamen Personal mit Rechtstendenzen, Kitas, Flachbildschirmen in Kasernen, Mülltrennung in ausländischen Stützpunkten und der 41 Stunden Woche für Soldaten/-innen ...

Mit anderen Worten - die BW macht in der Türkei einen rein symbolischen Dienst ohne besondere Wirkung.
Wir sind irgendwie dabei...
Dafür lohnt all die Aufregung nicht.
Man sollte die Flieger nach Jordanien, Zypern oder Malta verlegen..

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jschm 18.05.2017, 12:27
96. wie lange

will sich die Bundesregierung noch beleidigen und öffentlich vorführen lassen? Sie sollte rhetorisch mal einen Gang hochschalten und die Schwurbelei sein lassen. Etwas anderes wird in dieser Weltgegend nicht verstanden und nur als Schwäche ausgelegt. Stattdessen fährt Gabriel nach Washington und bittet den großen Bruder wie im Kindergarten um Hilfe. Einfach zum Lachen diese "Diplomatie"!

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Sokrates1939 18.05.2017, 12:27
97. Nadelstiche

Wenn ich mich recht erinnere, waren doch erst kürzlich Abgesandte der Bundesrepublik bei den Soldaten.
Mit ist nicht klar, welchen Zweck dauernde deutsche Besucher haben sollen. Es kommt mir vor, als sei es eine Politik der Nadelstiche gegen die Türkei. Wenn ernsthafte Gründe für wiederholte Besuch vorliegen, sollte die Vermittlung der Nato in Anspruch genommen werden. Ob deutsche Soldaten intern als "Parlamentsarmee" bezeichnet werden, hat keine Außenwirkung und begründet keine Rechte, die andere Truppen nicht haben.
Auch in einer Parlaments-Armee wird der einzelne Soldat nicht zum General.

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Koda 18.05.2017, 12:28
98. Selbstachtung hat in der Politik nicht unbedingt etwas zu suchen, sondern Weitsicht

Zitat von minando
...wie lange sich der Bund noch von der türkischen Regierung and Bein pinkeln lässt. Armselig. Unsere Kanzlerin scheint das aussitzen zu wollen. So etwas wie "Selbstachtung" ist wohl im aussenpolitischen Programm nicht vorgesehen...wenig überraschend.
denn wo in Ankara heute die Irren regieren, will man morgen vielleicht demokratische Reformer unterstützen.
Und die beinahe 50%ige Ablehngung des Referendums TROTZ massiver Regierungspropaganda geben Hoffnung, dass es in der Türkei immer noch genug Menschen gibt, die sich nicht dauerhaft vor Erdogans Karren spannen lassen wollen.

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amishunderground 18.05.2017, 12:30
99. Last die Türken...

... Türken sein! Ab nach Jordanien und Ruhe ist. Dieses ständige anatolische Gejammere geht einem ja auf die Nerven. - Es war erfrischend anzusehen wie die Cops in Washington dem Schlägertrupp Erdogans den Garaus gemacht haben.

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