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Tunesien in der Krise: Aufstand der Enttäuschten
REUTERS

Tunesien gilt als Vorzeigeland des Arabischen Frühlings - doch der Mord an einem Oppositionspolitiker zeigt, dass die junge Demokratie bedroht ist. Islamisten versuchen, auch dort ein neues religiöses Regime zu etablieren, notfalls mit Gewalt.

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widder58 08.02.2013, 17:41
1.

Zitat von sysop
Tunesien gilt als Vorzeigeland des Arabischen Frühlings - doch der Mord an einem Oppositionspolitiker zeigt, dass die junge Demokratie bedroht ist. Islamisten versuchen, auch dort ein neues religiöses Regime zu etablieren, notfalls mit Gewalt.
Überall, wo Westen und Golfstaaten die Länder destabilisiert haben um ungeliebte Ex-Verbündete loszuwerden, ist das erwartete Chaos ausgebrochen. Für den Krieg im Irak und die Folgen mußte sich kein einziger westlicher Politiker verantworten- das macht internationale Gerichtshöfe zur Farce. In Tunesien spielt sich gleiches ab wie im von der NATO zerbombten Libyen oder Ägypten. Die vom Westen gewollte Destabilisierung fällt der ganzen Welt auf die Füße. Aber man wills offenbar, wie Syrien zeigt, immernoch nicht begreifen.

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fatherted98 08.02.2013, 17:43
2. Ganz Nordafrika...

...wird von den Islamisten uebernommen werden...ueber kurz oder lang. Die Mehrheitsverhaeltnisse in diesen Laendern ist eben so....die Opposition wird unterdrueckt oder vertrieben werden...und das blutig. Ueber kurz oder lang wird es hunderttausende Opfer geben....und der Islamismus macht vor dem Mittelmeer nicht halt....

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roflem 08.02.2013, 17:54
3. hat mal?

Hat mal jemand sich den Premierminister genau angesehen? Den dicken roten Fleck auf der Stirn gesehen? Dazu den passenden Bart? Ist bekannt, was dieser 5-Mark-Stück-grosse Fleck bedeutet? Wenn der "Frühling" zur Folge hat, dass solche Zeloten an die Macht kommen, Gute Nacht Marie! Als nächstes gehen die Oppositionspolitiker der anderen Länder hops, zuerst Ägypten!

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Sabi 08.02.2013, 17:54
4.

Vorbild islam. Iran - Die Jugend und das Volk machten die
Revolution, dann kamen Islamisten aus ihren Verstecken und stahlen sie ! Jetzt führen ein Repressions -Regime à la
Stalin und Hitler !

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jenom 08.02.2013, 17:55
5. Wo bleibt die Unterstützung?

Jetzt ist die entscheidende Phase, jetzt wird über Demokratie oder religiöse Dikatur entschieden. Jetzt muss unterstützt werden. Von offizieller demokratischer Seite (zB UN, Regierungen, auswärtige Aemter etc.) muss ganz klar gemacht werden: Ohne Trennung von Staat und Kirche ist es keine Demokratie.
Das ist das Grundprinzip, denn sonst gibt es keine Vernunft, ohne Vernunft kann es keinen Rechtsstaat geben, ohne Rechtsstaat keine Demokratie.
Aber so weit scheint es bei uns mit Demokratie auch nicht her zu sein: Handel und Kirchen haben immer noch so viele undemokratische Privilegien, dass hier auch erst wahre Demokratie mit Rechtegleichheit gewählt werden muss.

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Teile1977 08.02.2013, 18:02
6. Der Westen

Zitat von widder58
Überall, wo Westen und Golfstaaten die Länder destabilisiert haben um ungeliebte Ex-Verbündete loszuwerden, ist das erwartete Chaos ausgebrochen. Für den Krieg im Irak und die Folgen mußte sich kein einziger westlicher Politiker verantworten- das macht internationale Gerichtshöfe zur Farce. In Tunesien spielt sich gleiches ab wie im von der NATO zerbombten Libyen oder Ägypten. Die vom Westen gewollte Destabilisierung fällt der ganzen Welt auf die Füße. Aber man wills offenbar, wie Syrien zeigt, immernoch nicht begreifen.
Ja klar, an allem ist der Westen Schuld. Das die Leute selber was auf die reihe bringen um ihre Despoten loszuwerden kommt ihnen nicht in den Sinn. Die sind wohl zu Doof dafür? Und was wäre passiert wenn Gadafi mit seiner Armee in Lybien gesiegt hätte hmmm? Gadafi (Beiname "Der Gute und Gütige") hätte Blümchen verteilen lassen? So wie zurzeit in Syrien?

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atech 08.02.2013, 18:08
7.

Zitat von jenom
Jetzt ist die entscheidende Phase, jetzt wird über Demokratie oder religiöse Dikatur entschieden. Jetzt muss unterstützt werden. Von offizieller demokratischer Seite (zB UN, Regierungen, auswärtige Aemter etc.) muss ganz klar gemacht werden:
eine Einmischung durch die westlichen Länder wäre der großte Bärendienst, den man den säkularen oder liberalen Muslimen in Tunesien oder Ägypten überhaupt erweisen könnte. Die Islamisten, die derzeit in beiden Ländern an der Regierung sind, versuchen doch dauernd schon dem Volk weiszumachen, dass die Opposition vom Westen unterwanderte Verräter wären, die eingesperrt oder hingerichtet gehören.

Nein, der Westen muss es den islamischen Völkern selbst überlassen, ob sie sich ab sofort von den Islamisten terrorisieren lassen wollen. Oder ob sie sich von dem Glauben "wer religiös ist, der ist gut" verabschieden und zu säkularen Staaten werden.
Zitat von
Ohne Trennung von Staat und Kirche ist es keine Demokratie.
dann haben wir in Deutschland auch keine Demokratie. Denn bei uns mischen die christlichen Kirchen überall in der Gesellschaft mit.

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deb2011 08.02.2013, 18:09
8. Das war sie, die sogenannte Revolution ...

Zitat von sysop
Tunesien gilt als Vorzeigeland des Arabischen Frühlings - doch der Mord an einem Oppositionspolitiker zeigt, dass die junge Demokratie bedroht ist. Islamisten versuchen, auch dort ein neues religiöses Regime zu etablieren, notfalls mit Gewalt.
Es scheint sich zu bestätigen, dass Muslime noch nicht reif sind für die Demokratie. Wie anders ist zu erklären, dass ihre Gottesführer nach den jeweiligen "Revolutionen" ganz schnell wieder ihre Theokratie eingeführt haben. Und, machen wir uns nichts vor: Die große Mehrheit der Muslime in diesen Ländern unterstützt diese theokratischen Regime.

Das Mittelalter bleibt dem Nahen und Mittleren Osten also erhalten.

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trallala34 08.02.2013, 18:11
9.

Zitat von
Seitdem der Arabische Frühling dort seinen Anfang nahm, galt Tunesien weithin als die ehemalige arabische Diktatur, der der Übergang zu einer modernen, demokratischen Staatsform am ehesten gelingen könnte.
Hmm.
Das hörte sich in den SPON Berichten über Libyen, Syrien und Ägypten immer ganz anders an.
Ich dachte nach dem Lesen der entsprechenden Artikel immer diese Völker kämpfen geschlossen für Demokratie und Menschenrechte.

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