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Tunesiens Premier Hamadi Jebali: "Eine Intervention in Syrien wäre Wahnsinn"
AP

Der tunesische Ministerpräsident Hamadi Jebali warnt im Interview vor einer Militärintervention in Syrien. Auch ein Exil für Baschar al-Assad in Tunesien lehnt der Regierungschef ab. Am Mittwoch wird Jebali in Berlin mit Kanzlerin Angela Merkel über die Lage in der Region beraten.

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laudato 13.03.2012, 10:53
1. Vielleicht spricht Jebali auch mit AM

Zitat von sysop
Der tunesische Ministerpräsident Hamadi Jebali warnt im Interview vor einer Militärintervention in Syrien. Auch ein Exil für Baschar al-Assad in Tunesien lehnt der Regierungschef ab. Am Mittwoch wird Jebali in Berlin mit Kanzlerin Angela Merkel über die Lage in der Region beraten.
Westernwelle über die Lage in Syrien .

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manimal 13.03.2012, 10:57
2. kein Titel

Zitat von sysop
Der tunesische Ministerpräsident Hamadi Jebali warnt im Interview vor einer Militärintervention in Syrien. Auch ein Exil für Baschar al-Assad in Tunesien lehnt der Regierungschef ab. Am Mittwoch wird Jebali in Berlin mit Kanzlerin Angela Merkel über die Lage in der Region beraten.
Mit einem islamistischen Ministerpräsidenten über die islamistische Rebellion in Syrien beraten?
Wenn man da mal nicht den Bock zum Gärtner macht!

Irak ein Fiasko
Afghanistan ein Fiasko
Tunesien ein Fiasko
Lybien ein Fiasko
Ägypten ein Fiasko
Syrien ???

Na merkt jemand was?

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DennisFfm 13.03.2012, 11:16
3. das erhabene "ja" zum krieg

man sollte syrien keine gründe für einen präventiv-schlag geben.
sollte sich herausstellen, dass deutsche, englische, französische oder amerikanische geheimdienste in syrien die "opposition" unterstützen wäre das nach internationalem recht ein feindlicher akt der masiv die sicherheit syriens bedroht.

dies rechtfertig präventiv-schläge syriens gegen militärische einrichtunge in den besagten ländern. syrien verfügt über große mengen an waffen (darunter biologische) und schlagkräftige einheiten. da es für diese keinerlei fluchtmöglichkeiten gibt werden auch alle mittel zur verteidignung eingesetzt.

man muss aufhören das militär als die lösung aller probleme zu sehen.
wen im eigenen land ein einen menschen zum bundespräsident machen will, der rassisten mutig nennt dem fehlt völlig die bildung und das vokabular konstruktive prozesse in gang zu setzen, die langfristig etwas bewirken.

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michaelslo 13.03.2012, 11:22
4. Die Warnung

Zitat von sysop
Der tunesische Ministerpräsident Hamadi Jebali warnt im Interview vor einer Militärintervention in Syrien. Auch ein Exil für Baschar al-Assad in Tunesien lehnt der Regierungschef ab. Am Mittwoch wird Jebali in Berlin mit Kanzlerin Angela Merkel über die Lage in der Region beraten.
des Tunesiers ist gut gemeint. Aber der Westen scheut sich auch nicht vor Wahnsinnstaten. Der Wahnsinn in Afghanistan dauert doch bereits über 10 Jahre. An neuen Wahnsinnstaten wird heftig gearbeitet. Oder kann man sich vorstellen, dass "der Westen" der bewaffneten Opposition die Waffen entzieht? das wäre das erste Mal, dass die Waffenlobby auf Profit verzichtet.

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Atheist_Crusader 13.03.2012, 11:33
5.

Es WIRD keine Intervention gegen Syrien geben. Und Schuld sind wir selbst. Wir haben freudestrahlend die Reihen hinter Bush geschlossen als die USA ihre Actionfilm-alike Rachefantasie an Afghanistan auslebten. Halb Europa marschierte ebenso fröhlich mit in dne Irak oder war unfähig sich zu einem klaren "Lasst den Scheiß, ihr Spinner!" durchzuringen. Und wieder halb Europa hat fröhlich mitgeholfen, Libyen die stabilste Regierung seit einer halben Ewigkeit kaputtzubomben. WIR waren mit dabei, als die USA ihren EInfluss in der arabischen Welt so massiv ausgebaut haben.

Und auf der anderen Seite? Der arabische Sozialismus ist Geschichte, genauso wie es die Sowjetunion ist. Syrien ist der letzte russische Trittstein, in einer Region die nur noch von den USA, ihren Verbündeten und einem kleinen Dorf voller Gallier... ähh... Perser beherrscht wird. Zuzulassen dass Syrien fällt, ist gleichbedeutend mit einer Bankrotterklärung der russischen Machtpolitik, ein massiver Schlag für ihren realen Einfluss als Weltmacht. Putin wäre ein ausgesprochener Idiot, wenn er das passieren ließe.
Soll er fröhlich dabei zusehen, wie wir Russlands Einfluss endgültig aus der Region tilgen, nur um eine US-Flagge dort aufzustellen? Und das noch unter der Heuchelei, dass irgendjemand Wichtigen in Europa oder der USA die Menschenrechte von ein paar Arabern interessieren würden? Wen wollen wir eigentlich verarschen? Uns selbst?

Syrien... wird nicht passieren.

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LeToubib 13.03.2012, 11:35
6.

Zitat von manimal
Mit einem islamistischen Ministerpräsidenten über die islamistische Rebellion in Syrien beraten? Wenn man da mal nicht den Bock zum Gärtner macht! Irak ein Fiasko Afghanistan .......
Ja! Nämlich dass Sie recht seltsame Vergleiche anstellen:

Was haben die grünen Revolutionen in Tunesien und Ägypten bitteschön mit den Kriegen im Irak und Afghanistan zu tun?

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Bilderberger81 13.03.2012, 11:37
7. Schubladen Denken

Die Berichterstattung über Syrien ist ein wunderbares Beispiel für schwarz weiß Denken. Auf der einen Seite wird uns das absolute Böse in Form des syrischen Regimes präsentiert, auf der anderen Seite das absolut Gute in Form der Opposition. Meiner Meinung nach liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Es gibt zahlreiche Berichte von unabhängigen Journalisten, die darauf hinweisen, dass ausländische Kräfte (Geheimdienstlicher Art) in Syrien aktiv sind, sowie das Kämpfer aus Lybien eingeflogen werden. Darüber habe ich hier noch rein gar nichts gelesen.
Des weitern würde ich mir wünschen, dass die Meldungen über den angeblichen "Vize Ölminister" Syriens mal genauer unter die Lupe genommen werden und nicht eins zu eins von den großen Nachrichtenagenturen übernommen werden.
Interessant finde ich es auch, dass führende Journalisten des Al Jazeera Senders gekündigt haben, mit der Begründung, sie könnten die einseitige Berichterstattung über Syrien und Lybien nicht länger mittragen. Merkwürdigerweise hat der Sender erst vor ca. einem Jahr eine Sendeerlaubnis in den USA erhalten.

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kl1678 13.03.2012, 11:39
8. widerspruch

Zitat von Jebali
Derzeit wäre eine militärische Intervention von außen reiner Wahnsinn, sie würde noch mehr Öl ins Feuer gießen und Baschar al-Assad den Vorwand liefern, den er dringend sucht, um sein Militär noch schärfer vorgehen zu lassen.
einerseits redet er von "systematischer Ermordung" der Syrer, andererseits warnt er davor, Assad einen Vorwand zu geben, noch schärfer vorzugehen. Ist das nicht widersprüchlich?

Auf mich macht er den Eindruck, schon auf die NATO-Jets zu hoffen, doch gleichzeitig zu wissen, dass Islamisten, die für ihre Revolutionen immer wieder die NATO anfordern, weder im Westen noch im Osten sonderlich gut ankommen.

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mowitz 13.03.2012, 11:44
9. Clinton: USA auf derselben Seite wie Al-Qaida um Assad Regierung zu destabilisieren

Zitat von sysop
Der tunesische Ministerpräsident Hamadi Jebali warnt im Interview vor einer Militärintervention in Syrien. Auch ein Exil für Baschar al-Assad in Tunesien lehnt der Regierungschef ab. Am Mittwoch wird Jebali in Berlin mit Kanzlerin Angela Merkel über die Lage in der Region beraten.
Falls die USA aufhören würden den gesamten Nahen Osten nach eigenem Gusto verändern zu wollen, müssten sie nicht Seit an Seit mit der von ihr geschaffenen Al Qaida in aller Öffentlichkeit verdeckten Terror veranstalten. Aber das wäre wohl zu viel verlangt.
Nachtwandler: Clinton räumt ein: USA auf derselben Seite wie Al-Qaida um Assad Regierung zu destabilisieren

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