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TV-Auftritt des griechischen Premiers: Tsipras wirft Gläubigern Rachsucht vor
DPA

Alexis Tsipras hat die Vereinbarung von Brüssel zwar verteidigt, die Art ihres Zustandekommens aber heftig kritisiert: In einem TV-Interview attackiert der griechische Premier die internationalen Gläubiger.

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worlorn 16.07.2015, 23:28
760.

Zitat von flodder72
Die EU ist doch nicht von den Deutschen erfunden worden
Sie haben ja eine Ahnung, bravo! Der Euro (um den geht es ja, nicht um die EU) ist hauptsächlich das Projekt der Kohl/Waigel-Regierung und sie ist auch hauptverantwortlich für die fatalen Konstruktionsfehler.

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kafkaesk 16.07.2015, 23:32
761.

Zitat von ayco
Wandern Sie doch nach Griechenland aus.
Herrlich! Früher hieß es: "Geh doch rüber (in die Zone)!"
Vermutlich halten Sie das auch noch ernsthaft für ein Argument. Unfaßbar, unsere "Bild"-gestörten Foristen hier.

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worlorn 16.07.2015, 23:45
762.

Zitat von Sara Henna Duschwitz
Das erleichtert den Griechen nicht, die Gründe für die Bedingungen der anderen Euro-Länder nachzuvollziehen, und endlich mal das Problem bei sich selbst zu entdecken.
Das Hautproblem der Eurozone ist D. Mit seinem Exportüberschuss-Wahn wurden die anderen ausgenommen. D ist unverträglich, nicht die Gr.

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worlorn 16.07.2015, 00:01
763.

Zitat von hawe
Deutschland ist der größte Geldgeber
Die deutsche Wirtschaft hat aber auch den weitaus größten Nutzen vom Euro gehabt. Ich kann Ihnen gerne Zahlen nennen. Die PIIGS-Länder waren z.B. in 2007 zusammengenommen der größte Abnehmer deutscher Exporte überhaupt, vor CHI, vor USA, selbst vor FR. Dabei Betrug der Export/Import-Überschuss unglaubliche 51%! (s. O. Gersemann, "Die Deutschland-Blase", S. 202/203).

Aber mit Fakten braucht man bei uns ja nicht mehr zu kommen, stören nur bei der angesagten GR-Hetze ...

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brotherandrew 16.07.2015, 09:13
764. Nein, ...

Zitat von garfield
Also, wenn DAS stimmt, was Varoufakis da antwortet, ist es geradezu erschreckend, wie die Geberländer "verhandelten".
... gar nicht. Varoiufakis meinte völlig rechtsirrig, er könne sich mal eben nicht mehr an geschlossene Verträge halten und diese "neu" verhandeln. Tja, und dazu war die Gegenseite nicht bereit. Dumm gelaufen das, nicht wahr?

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vielflieger_1970 16.07.2015, 12:45
765.

Zitat von RioTokio
Politik macht in Griechenland nur die griechische Regierung. Die trägt die Verantwortung. Wenn eine Regierung aber ihr Land abgewirtschaftet hat durch Beschäftigung irre vieler Beamter und Rentenzahlung an die halbe Bevölkerung, Steuerhinterziehung und unflexible Wirtschaftssysteme muss sie andere um Hilfe bitten. Die werden Hilfe aber nur geben wenn das Problem beseitigt wird, dass zu dem Desaster geführt hat. Dafür wurde die Troika eingeführt. Ohne aktive Mitarbeit ist es aber aussichtslos. Nun den 3 (in Worten DREI) Troikanern alles in die Schuhe zu schieben was nicht läuft und nicht den 800.000 eigenen griechischen Beamten ist lächerlich..
Das habe ich auch nicht gemacht! Sie werden keinen einzigen Beitrag zu diesem Tehma von mir finden, in dem ich die alleinige Schuld der Troika gegeben habe. Viel Spaß beim Suchen, denn es waren einige...

Volkswirtschaftlich betrachtet war die Politik von Schäuble wie Merkel jedoch Unsinn und dies benenne ich, gerne auch mit Fakten.

Leider musste ich feststellen, dass sehr viele der Mitoristen, und da zähle ich Sie dazu, nicht sonderlich an Fakten interessiert zu sein scheinen. Es werden vielmehr gängige Klischees bedient und einfache Lösungen angeboten, die in der Tat wenig hilfreich sind, jedoch beim eher uninformierten Leser reflexhafte Zustimmung finden.

Das sagt Ihnen jemand, der die Linke wählt, ausserordentlich gut verdient und von VWL mehr als nur rudimentäre Kenntnisse hat:-)

Nein, auch ich habe nicht die Königslösung parat! Jedoch versuche ich, die Sache objektiv zu sehen. Das streite ich vielen hier und u.a. Ihnen ab, wenn man die Kommentare so liest.

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vielflieger_1970 16.07.2015, 12:49
766.

Zitat von vonlipwig
Wenn ein Land so gut wie nichts selber produziert und als Agrarstaat sogar Lebensmittel importiert, dann nutzt höheres Einkommen und verstärker Konsum wenig, da ein Großteil des Geldes direkt ins Ausland abfließt.
Das stimmt schon, es müssen gewaltige innere Reformen durchgeführt werden, ansonsten ist jedes Geld tatsächlich sinnlos, weiter reinzupmpen.

Jedoch kam bisher beim "normalen" Griechen wenig von dem bezahlten Geld an, es wurden Banken bedient, die das Risiko, welches Sie eigentlich tragen müssten ( ein Urthema der Bankenlehre!!!), erfolgreich auf die europ. Steuerzahler abgewälzt haben. Das darf man nicht vergessen.

Und dann z.B. Steuererhöhungen im einzigen wirklichen Einkommenssektor, der Tourismusbranche, zu machen, ist so sinnvoll wie ein Knieschuss vor einem Hundertmeterlauf. Das hilft nicht wirklich....

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