Forum: Politik
TV-Debatte der Demokraten: Clinton wirft Sanders Schmierenkampagne vor
REUTERS

Beim letzten Rededuell der US-Demokraten vor der nächsten Vorwahl zeigt sich Hillary Clinton angriffslustig: Bernie Sanders betreibe unrealistische Politik und "sehr hinterlistige Verleumdung".

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CommonSense2006 05.02.2016, 08:54
1. da verstehe ich Hillary nicht

Was ist denn daran verleumderisch oder hinterlistig, wenn er darauf hinweist, dass sie kaum die richtige Person ist, um sich mit der Wall Street anzulegen, wenn sie von Goldmann Sachs erhebliche Geldbeträge zugeschoben bekommt, für was auch immer?

Also Sanders kann man ja meinetwegen Blauäugikeit vorwerfen, aber hinterfotzig ist er in der Sache nun wirklich nicht.

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bolith0 05.02.2016, 09:03
2. Das kann sie ja wohl nicht ernst meinen!

Sanders war während des gesamten Wahlkampfes extrem fair, und ging niemals auf unfaire Fragen der Moderatoren ein, welche ihn z.B. nach seiner Meinung über Bill Clintons Affäre gefragt hatten.
Während der E-Mail-Affäre hat er Clinton sogar verteidigt um sinnvollere Themen anzusprechen.
Außerdem spricht Sanders seine einzige wirkliche Kritik an Clinton sehr offen aus: Anders als er, hat sie Spenden in Millionenhöhe von großen Firmen genommen, was ihrer Glaubwürdigkeit in der Tat sehr schadet. Niemand gibt Geld, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
Clinton allerdings hat im vergangen Jahr versucht Sanders Kampagne zu sabotieren indem sie Sanders Wahlkamfdaten sperren ließ.

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dimitri_dimitrov 05.02.2016, 09:15
3. hinterlistige Verleumdung

...so entkräftet man die Vorwürfe von der Wallstreet geschmiert zu sein aber kaum. Klingt nach rhetorischer Ablenkung und dann der billige Angrif mit "sag was du zusagen hast" ... ok, Hillary, du bist geschmiert! Nu sag, was du zusagen hast! Aber bitte mit Inhalten und ohne unbelegte Wertungen.

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ofelas 05.02.2016, 09:24
4. Bernie faehrt das ganze gegen die Wand-street

Verleumdung, ich denke diese Artikel geben die wahren Gruende her

Clinton blasts Wall Street, but still draws millions in contributions

https://www.washingtonpost.com/politics/clinton-blasts-wall-street-but-still-draws-millions-in-contributions/2016/02/04/05e1be00-c9c2-11e5-ae11-57b6aeab993f_story.html


Bernie’s making Wall Street shiver: Goldman Sachs CEO Lloyd Blankfein lashes out against Sanders, warning a “dangerous moment” could be ahead


http://www.salon.com/2016/02/04/bernies_making_wall_street_shiver_goldman_sachs_ce o_lloyd_blankfein_lashes_out_against_sanders_warni ng_a_dangerous_moment_could_be_ahead/

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kjartan75 05.02.2016, 09:33
5. Hochgejazzter Streit

Die Medien brauchen Stories. Das sieht man auch hier wieder. Da wird ein Satz von Clinton mal wieder zu einem heftigen Streit hochgejazzt. Fakt ist, dass die demokratischen Debatten weitaus friedlicher verlaufen als bei der GOP. Eine Umfrage von Monmouth zeigt, dass 80% der Sanders-Wähler kein Problem damit hätten, auch Clinton zu unterstützen.

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haresu 05.02.2016, 09:47
6. Gekauft

225000 Dollar für einen Vortrag einer noch aktiven Politikerin? Und man hätte längst gehört wenn sie das Geld gespendet hätte. Unabhängigkeitstag anders aus.

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_SethGecko_ 05.02.2016, 09:53
7. Whacky Bernie

Sanders wird bald der Wind aus den Segeln genommen. Nach New Hampshire wird er am Super Tuesday wohl nur in seinem Heimatstaat Vermont gewinnen, während Hillary Clinton die anderen Staaten gewinnt. Auch in den wichtigen Bundesstaaten wie Kalifornien, New York, Florida usw. führt sie in allen Umfragen bei den demokratischen Wählern haushoch. Die meisten Demokraten sind nun mal moderat und in der Mitte verankert, der Sozialist Sanders wird sich deshalb nicht durchsetzen. Mit Clinton als Präsidentin wird innenpolitisch Obamas Kurs fortgesetzt und außenpolitisch stärker durchgegriffen. Das ist mehr oder weniger das, was sich die Mehrheit der Amerikaner wünscht. Die Person spielt natürlich auch eine wichtige Rolle. Der Einzige, der ihr deshalb die Präsidentschaft streitig machen könnte ist Marco Rubio, sollte dieser denn die GOP Nominierung erhalten.

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Spiegelkritikus 05.02.2016, 09:55
8. Sanders steht für Volksinteressen und Demokratie

Sanders ist fair und zurückhaltend. Hillary Clinton ist es, die eine Schmierenkampagne betreibt und den US-Bürgern etwas vormacht. Natürlich ist sie die satt geschmierte Marionette der Wall Street, das Finanzkapital hat sie zur Präsidentin auserkoren.

Sanders ist eine wirkliche Ausnahmeerscheinung, weil er es wagt, gegen das fast allmächtige Bankenkartell anzutreten. Würde er reüssieren, käme das einem Paradigmenwechsel gleich: die US-Politik würde weniger von Geldeliten und stärker von legitimen Volksinteressen bestimmt.

"Big Money" wird freilich alles daran setzen zu verhindern, daß die real existierende Plutokratie von Demokratie abgelöst wird. Doch letzlich haben es die US-Bürger in der Hand, auch wenn sie täglich von den Medien der Herrschenden hirngewaschen werden.
Warum sollen sie immer wieder ihre Peiniger und Blutsauger wählen?

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Neulandbewohner 05.02.2016, 09:59
9.

Zitat von kjartan75
Die Medien brauchen Stories. Das sieht man auch hier wieder. Da wird ein Satz von Clinton mal wieder zu einem heftigen Streit hochgejazzt. Fakt ist, dass die demokratischen Debatten weitaus friedlicher verlaufen als bei der GOP. Eine Umfrage von Monmouth zeigt, dass 80% der Sanders-Wähler kein Problem damit hätten, auch Clinton zu unterstützen.
Das sehe ich ähnlich. Hillary und Bernie streiten darüber wer glaubwürdiger gegen die Wall Street vorgehen kann, während sich das Gruselkabinett der GOP gegenseitig darin überbieten will, wer die höhere Mauer zu Mexiko baut, wer noch schneller Obamacare abschaffen will, wer noch mehr Waffen verkaufen und noch mehr Bomben auf den Nahen Osten werfen will.

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