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TV-Debatte in Rheinland-Pfalz: Dreyer bleibt bei Absage an AfD
DPA

Der Appell des SWR-Intendanten fruchtet nicht: Ministerpräsidentin Malu Dreyer weigert sich, mit der rechtspopulistischen AfD zu reden. Die Elefantenrunde zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz wäre damit gescheitert.

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comod 22.01.2016, 20:10
190.

Zitat von gis
Claus Kleber beschimpft die Gegner der aktuellen Politik als Fremdenfeinde,
Zum Glück ist das dem Fleischhauer bei Spon aufgefallen und brachte es zu Papier, zum Glück.

Nun hat er sich entschuldigt der "Kleber" für seine arrogannte Haltung ( Meinung ) wo er normale kritische Bürger in die dumpfe rechte Ecke gestellt hatte.

Recht so Hr. Kleber, aber zu spät , weil der angerichtete Schaden schon zu groß ist.

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comod 22.01.2016, 20:25
191. Sollte ausfallen....da ohne Mehrwert .....für den Bürger..der das politische Gebrabbel satt hat...

Zitat von james16
endlich klare Regeln, wer bei solchen Spitzentreffen dabei ist. Ich denke, dass da nur Parteien sein sollten, die schon im Bundes-/Landtag vertreten sind; z.B. ist ja die FDP auch oft nicht mehr dabei. Auf jeden Fall sind Umfrageergebnisse ( von wem, von wann ? ) eine schlechte Grundlage.
Wozu brauchen wir immer klare feste ( Beton ) Regeln?

Es genügt doch wenn eine Landesrundfunkanstalt kurz vor den Wahlen , nach Studieren der 4 bis 5 seriösen Meinungsforschungsinstitute ...Einladungen an die Parteien ausspricht die eine Chance haben die 5% Hürde zu überschreiten.

Aber wenn eine Regierungschefin ...Chefin der Rundfunkkommision ist.....wird es brisant wie wir ja gesehen haben.

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ein-berliner 22.01.2016, 20:47
192. Abwarten und dann sehr dumm aus der Wäsche schauen...

Zitat von Peter Eckes
Ich meine es wäre schon immer so gewesen das nur die Parteien eingeladen werden die bereits im Parlament sind. Kann sein das für die FDP hin und wieder eine Extrawurst gebraten wurde, aber die Linken haben meiner Meinung nach schon öfter in die Röhre gekuckt. Und NPD, Republikaner und Piraten sowieso. Ich weiß gar nicht wie man diesmal auf die Idee kam die AfD einzuladen.
Spätestens nach der Wahl wird diese Partei um Statements gebeten werden müssen, ob es Ihnen dann gefällt oder nicht. Diese Partei ist nicht verboten und somit ein Teil der politischen Landschaft.

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10tel 22.01.2016, 20:48
193.

Zitat von comod
Zein Eins: Okay, Ihre Sache die man respektieren muss. Zu Zwei: Da bin ich aber überrascht das Sie Angst haben, das die Volksparteien von der AfD vorgeführt werden. Warum ? Sind jetzt die Volksparteien zu schwach in der Argumentation, oder die AfD in der Argumentation doch zu stark? Zu Drei: Für was das denn ? Ich dachte es geht um Landespolitik? Zu Vier: Eigenartig, beim Pkt. Eins ( siehe oben ) lehnen Sie eine sachliche Dikussion mit der AfD ab. Jetzt aber ( kamen Ihnen jetzt Zweifel ? ) sind Sie nun doch plötzlich wieder für eine Diskussion mit der AfD über die typischen Landesthemen. Das sehr verwunderlich. Im übrigen, Sie können in einer
Ich bin nicht sicher, habe aber den Eindruck, daß Sie mit Ihrem Kommentar auf meinen Kommentar antworten wollten.

Natürlich sind die Volksparteien in der Gefahr, von der AfD beim Flüchtlings- und Migrationsthema vorgeführt zu werden. Warum, fragen Sie? Das weiß eigentlich jeder informierte Bürger. Ich sage es Ihnen aber nochmal. Weil die Volksparteien bisher keine schlüssige Antwort auf die Flüchtlingsbewegungen des letzten Jahres gefunden haben. Das war einfach.
Die AfD hat dafür aber auch kein Konzept. Müsste sie auch gar nicht haben, um an einer Diskussion über Landespolitik teilzunehmen. Sie hat aber nunmal kein anderes Thema.

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hugahuga 22.01.2016, 21:08
194. Stimmt -

Zitat von hajopie
betätigt sich somit als Totengräberin ihrer eigenen Partei in Rheinland Pfalz. Spannend. Und selten beobachtet in dieser Form.
Siggi wird zunehmend ruhiger - damit aber nicht zwangsläufig wählbarer. Kraft hat sich von Merkel das Aussitzen abgeschaut. Interessant wird sein, wenn sie alle - ob der Ergebnisse - aufgeschreckt werden.

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zr2013 22.01.2016, 21:31
195. Folgerichtig, Frau Dreyer, ... Glückwunsch!

Wie kaputt muss eigentlich die deutsche Demokratie sein - wenn eine deutsche Ministerpräsidentin es den Wählern nicht mehr zutrauen kann, sich ihre eigene Meinung zu bilden?
Oder warum sonst vermeidet sie es so standhaft, sich vor dem Fernsehpublikum der AfD mit Argumenten entgegenzustellen?
Denn DAS wäre ja wohl DIE Gelegenheit, die sich jeder vernünftige Politiker nur wünschen kann:
die "Argumente" der AfD zu zerpflücken, die Partei bloßzustellen, und den Wähler mit echten Argumenten für sich zu gewinnen! - Und das vor einem möglichst breiten Publikum! Was könnte sich Frau Dreyer noch mehr wünschen vom SWR?
Ach nee, geht ja nicht! Die Demokratie ist ja so dermaßen im Eimer hier in Deutschland! Das bloße Antlitz eines AfD-Kandidaten neben einer Ministerpräsidentin ... Was da wohl für Schlüsse gezogen werden könnte, also nee ...! Die Bildung einer sinnvollen Meinung ist da beim deutschen Wähler nicht mehr gewährleistet; und also sollte man dem Wähler so was auch nicht zumuten! Da muss man als verantwortungsvoller Politiker schon ein ziemliches Maß an Besonnenheit an den Tag legen; und in fester Entschlossenheit das Richtige tun! So blieb Dreyer denn auch gar nichts anderes mehr übrig, als so eine womöglich verheerende Debatte im Fernsehen mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern. Notfalls sogar, indem sie dem Fernsehen das Programm mittels Erpressung vorschrieb. Noch eine mögliche Erklärung für Dreyers Standfestigkeit gibt es nicht wirklich. - Oder vielleicht doch?
Vielleicht die: Malu Dreyer ist in Rheinland-Pfalz sehr beliebt. Beliebter als Ihre Partei jedenfalls. Die letzten Umfragen sehen sie in der Kandidatenfrage weit vor Julia Klöckner. Was macht Dreyer damit? Sie nimmt ihre Beliebtheit, verpackt sie in eine schöne Ausweich-Polemik, und gibt das Ganze für sich in die Waagschale - hoffend, sich auf diese Art und Weise gegen den SWR durchzusetzen - um missliebige politische Gegner ("die man alle eh' nicht braucht …") gleich vorweg auszuknocken. (Beliebtheit und Polemik sind in einer echten Demokratie ja doch so viel mehr wert als Argumente, wie es scheint!?) Und das wäre ihr - nachdem der SWR sein Programm änderte, und Linke, FDP und AfD kurzerhand auslud - beinahe sogar noch gelungen! Doch was war das für ein (vorläufiger) Sieg! Denn sie hat sich damit auch selbst bloßgestellt - um nicht zu sagen: disqualifiziert. Denn auf der anderen Seite der Waage liegen die Regeln der Demokratie. Und die heißen unter anderem so: Einen Fernsehsender erpresst mach nicht. Und man stellt sich vor dem Wähler mit Argumenten, um ihn zu gewinnen.
Fazit: nicht die Demokratie ist in Deutschland so zerrüttet, wie Frau Dreyer es womöglich meint. Sondern wenn: dann vielmehr Dreyers eigene Einstellung gegenüber der Demokratie. Insofern bleibt mir schlussendlich auch nur, Frau Dreyer zu ihrem folgerichtigen Entschluss (den sie für sich persönlich getroffen hat) zu beglückwünschen: zu ihrem Entschluss, an einer fairen und gleichberechtigten öffentlichen Debatte im deutschen Fernsehen nicht teilzunehmen!

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zr2013 22.01.2016, 21:34
196. Folgerichtig, Frau Dreyer, ... Glückwunsch!

Wie kaputt muss eigentlich die deutsche Demokratie sein - wenn eine deutsche Ministerpräsidentin es den Wählern nicht mehr zutrauen kann, sich ihre eigene Meinung zu bilden?
Oder warum sonst vermeidet sie es so standhaft, sich vor dem Fernsehpublikum der AfD mit Argumenten entgegenzustellen?
Denn DAS wäre ja wohl DIE Gelegenheit, die sich jeder vernünftige Politiker nur wünschen kann:
die "Argumente" der AfD zu zerpflücken, die Partei bloßzustellen, und den Wähler mit echten Argumenten für sich zu gewinnen! - Und das vor einem möglichst breiten Publikum! Was könnte sich Frau Dreyer noch mehr wünschen vom SWR?
Ach nee, geht ja nicht! Die Demokratie ist ja so dermaßen im Eimer hier in Deutschland! Das bloße Antlitz eines AfD-Kandidaten neben einer Ministerpräsidentin ... Was da wohl für Schlüsse gezogen werde könnten, also nee ...! Die Bildung einer sinnvollen Meinung ist da beim deutschen Wähler nicht mehr gewährleistet; und also sollte man dem Wähler so was auch nicht zumuten! Da muss man als verantwortungsvoller Politiker schon ein ziemliches Maß an Besonnenheit an den Tag legen; und in fester Entschlossenheit das Richtige tun! So blieb Dreyer denn auch gar nichts anderes mehr übrig, als so eine womöglich verheerende Debatte im Fernsehen mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern. Notfalls sogar, indem sie dem Fernsehen das Programm mittels Erpressung vorschrieb. Noch eine mögliche Erklärung für Dreyers Standfestigkeit gibt es nicht wirklich. - Oder vielleicht doch?
Vielleicht die: Malu Dreyer ist in Rheinland-Pfalz sehr beliebt. Beliebter als Ihre Partei jedenfalls. Die letzten Umfragen sehen sie in der Kandidatenfrage weit vor Julia Klöckner. Was macht Dreyer damit? Sie nimmt ihre Beliebtheit, verpackt sie in eine schöne Ausweich-Polemik, und gibt das Ganze für sich in die Waagschale - hoffend, sich auf diese Art und Weise gegen den SWR durchzusetzen - um missliebige politische Gegner ("die man alle eh' nicht braucht …") gleich vorweg auszuknocken. (Beliebtheit und Polemik sind in einer echten Demokratie ja doch so viel mehr wert als Argumente, wie es scheint!?) Und das wäre ihr - nachdem der SWR sein Programm änderte, und Linke, FDP und AfD kurzerhand auslud - beinahe sogar noch gelungen! Doch was war das für ein (vorläufiger) Sieg! Denn sie hat sich damit auch selbst bloßgestellt - um nicht zu sagen: disqualifiziert. Denn auf der anderen Seite der Waage liegen die Regeln der Demokratie. Und die heißen unter anderem so: Einen Fernsehsender erpresst mach nicht. Und man stellt sich vor dem Wähler mit Argumenten, um ihn zu gewinnen.
Fazit: nicht die Demokratie ist in Deutschland so zerrüttet, wie Frau Dreyer es womöglich meint. Sondern wenn: dann vielmehr Dreyers eigene Einstellung gegenüber der Demokratie. Insofern bleibt mir schlussendlich auch nur, Frau Dreyer zu ihrem folgerichtigen Entschluss (den sie für sich persönlich getroffen hat) zu beglückwünschen: zu ihrem Entschluss, an einer fairen und gleichberechtigten öffentlichen Debatte im deutschen Fernsehen nicht teilzunehmen!

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10tel 22.01.2016, 21:52
197.

Vielleicht ja auch mal ein Stück zurück rudern und den Politiker an dem messen, was er gemacht oder nicht gemacht hat. Ein TV-Duell ist doch nicht wirklich wichtig. Das wird durch PR-Strategen und Friseure gewonnen, nicht durch seriöse Politiker.

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Fürstengruft 22.01.2016, 22:16
198. Stutenbissigkeit zwischen zwei Rivalinnen ...

zugegeben, etwas zugespitzt aber es geht um Wählerstimmen und da ist alles erlaubt.

Derzeit ist die SPD der größte Gegner der CDU, deshalb hat Frau Klöckner in Sachen AfD der SPD den Schwarzen Peter zugeschoben.

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jay.boehner 22.01.2016, 23:01
199. ist doch ok

dann gibt es halt keine TV-Runde. Sollen CDU und SPD die Leute halt in der Fußgängerzone ansprechen, um ihr Programm vorzustellen. Da gibt's dann allerdings auch kritische Nachfragen. Also: Viel Erfolg!

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