Forum: Politik
TV-Duell zur Präsidentenwahl in Österreich: Zum Fremdschämen
DPA

In einer Woche wird in Österreich ein neuer Präsident gewählt. Bei einem TV-Duell ohne Moderator und Regeln zeigten beide Kandidaten, wie sehr sie sich verachten.

Seite 7 von 9
der-michel 16.05.2016, 17:36
60. Alternative

... und dabei hätte Österreich doch eine echte Alternative:

https://www.youtube.com/watch?v=-L1wHnRXJ3A

Beitrag melden
Bezoar56 16.05.2016, 17:39
61.

Zitat von clé-serena
Ich tue mir dieses Politikerangekeife nicht mehr an. Aber allen Ernstes, ist der Bellen (ich erspare mir den Adelstitel dieses Feudalisten) so wie ein Penner aufgetreten? Wo doch jeder weiss, dass John F. Kennedy im Wahlkampf 1960 gegen den amtierenden Vize-Präsidenten Nixon in einem Fernsehduelle die Wahl dadurch gewonnen hat, weil er den Eindruck machte, vorher geduscht zu haben und so den Wähler zu respektieren. Anders als sein Kontrahent, der sich offenbar ihm Dreck gewälzt hatte, um Maske zu machen. :-) Der österreichische Zuschauer konnte froh sein, dass die heutigen Mikrophone noch nicht den Mundgeruch übertragen. Faulende Zähne und auf Körnern basierende Ernährung ergaben ein Odeur, der jedes Fernsehstudio fliegenfrei hält. Wenn das so war, wie sie es beschrieben haben, halte ich es für ausgeschlossen, dass der Bellen die Stichwahl gewinnt. Dann wählt man doch lieber den Teufel, weil der nur nach Schwefel stinkt.
Dieser Kommentar ist entlarvend menschverachtend, ganz so wie man es vom rechten Pöbel kennt.

Beitrag melden
tu.felix.austria 16.05.2016, 18:09
62. Steel Cage Fight

Zitat von Oliver G. Wachlin
... ist auch dieser überhebliche Artikel. Zeigt die Debatte der Kandiaten doch sehr schön, in welchem Niveau die Diskussionskultur in unserer ach so zivilisierten Gesellschaft inzwischen angekommen ist. Dass wir anderen Meinungen nicht mehr zuhören können, dass wir unfähig sind, zu tolerieren und argumentativ zu diskutieren, spiegeln uns vor allem auch die täglichen Medien vor, wo Andersdenkende regelmäßig als Putinversteher, Amerikahasser, Wutbürger, Gutmensch, Verschwörungstheoretiker etc. abgekanzelt werden. Mit anderen Worten: wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.
Der Artikel, wie auch dieser Kommentar (dem ich allgemein gesehen zustimmen würde, der im Speziellen aber die Problematik verkennt), zeugt von fundamentalem Unwissen ob der langjährig eingeübten Diskussionstechnik der "Freiheitlichen Partei Österreichs". Nachdem ich Gelegenheit hatte, den Meister derselben, Jörg Haider, über Jahrzehnte dabei beobachten zu können, wie mit den immer gleichen Techniken (bestreiten, daß man etwas gesagt hat, um es gleich darauf mehrmals zu wiederholen ("Kandidat der Schickeria"); sich selbst (immer knapp an den Fakten vorbei) zum Opfer stilisieren ("nur _meine_ Plakate wurden beschädigt", "ich wurde als behindert 'beschimpft'"), dem Anderen Unhöflichkeit/fehlende Diskussionskultur/Unaufrichtigkeit vorwerfen - während man selbst permanent Halb- und Unwahrheiten gemischt mit Allgemeinplätzen ausstreut, etc) jede respektvolle, sachliche, moderierte Diskussion untergräbt und ursupiert, hat es mich ehrlich gewundert, daß Alexander Van der Bellen den Mut besessen hat, sich einer Diskussion in Form eines Steel Cage Fights ohne Referee oder Regeln zu stellen.
Den Umständen entsprechend hat er diese Aufgabe gut gemeistert, er hat, soweit möglich, versucht auf sachlicher und faktisch korrekter Ebene zu bleiben. Die Betonung liegt hier auf "soweit möglich". Von allen mutigen Social Media Postern werfe derjenige, der ehrlich meint, es besser machen zu können, den ersten Stein*.
*PS: Ich empfehle davor das Studium alter deutscher Diskussions-TV-Formate mit Jörg Haider als Gast, bei denen es immer rührend war zuzusehen, wie ein deutscher Moderator/rechtschaffener Intellektueller/Politiker der Meinung war, er führt Haider jetzt vor...

Beitrag melden
Oberfranzl 16.05.2016, 18:23
63. Der

die Regierungsparteien kümmern sich nicht um ihn und die blaubraunen FPÖler spielen den angeblichen Retter für ihn und das ganze Abendland gleich mit. Die Verlogenheit der Politiker zieht sich quer durch alle Parteien und den einfachen Bürger zieht es in seiner Verzweiflung hin zu den Nationalisten die mit einfachen Parolen für sich werben, die nicht vorhandene Lösungskompetenz der Rechtspopulisten kann und will er nicht hinterfragen. Wer eine FPÖ Wahlveranstaltung besucht hat der weiß dass diese nicht von Leistungsträgern besucht werden, sondern von Leuten die in der Gesellschaft zu kurz gekommen sind und die Schuld an allen Problemen den Zuwanderer in die Schuhe schieben. Es wird ein böses Erwachen geben, denn die FPÖ hat überhaupt keine Konzepte aktuelle Probleme zu meistern.

Beitrag melden
geisterfahrerii 16.05.2016, 18:23
64. Demokratie

Es steht schlecht um unsere Demokratie in unserem Lande. Wenn die etablierten Parteien alles so weit vergeigt haben, dass sich die Bürger extremen Parteien zuwenden, dann ist auf einmal Schluss mit der Demokratie.

Beitrag melden
tu.felix.austria 16.05.2016, 18:36
65. Mma

Zitat von Oliver G. Wachlin
... ist auch dieser überhebliche Artikel. Zeigt die Debatte der Kandiaten doch sehr schön, in welchem Niveau die Diskussionskultur in unserer ach so zivilisierten Gesellschaft inzwischen angekommen ist. Dass wir anderen Meinungen nicht mehr zuhören können, dass wir unfähig sind, zu tolerieren und argumentativ zu diskutieren, spiegeln uns vor allem auch die täglichen Medien vor, wo Andersdenkende regelmäßig als Putinversteher, Amerikahasser, Wutbürger, Gutmensch, Verschwörungstheoretiker etc. abgekanzelt werden. Mit anderen Worten: wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.
Der Artikel, wie auch dieser Kommentar (dem ich allgemein gesehen zustimmen würde, der im Speziellen aber die Problematik verkennt), zeugt von fundamentalem Unwissen ob der langjährig eingeübten Diskussionstechnik der "Freiheitlichen Partei Österreichs". Nachdem ich Gelegenheit hatte, den Meister derselben, Jörg Haider, über Jahrzehnte dabei beobachten zu können, wie mit den immer gleichen Techniken (bestreiten, daß man etwas gesagt hat, um es gleich darauf mehrmals zu wiederholen ("Kandidat der Schickeria"); sich selbst (immer knapp an den Fakten vorbei) zum Opfer stilisieren ("nur _meine_ Plakate wurden beschädigt", "ich wurde als behindert 'beschimpft'"), dem Anderen Unhöflichkeit/fehlende Diskussionskultur/Unaufrichtigkeit vorwerfen - während man selbst permanent Halb- und Unwahrheiten gemischt mit Allgemeinplätzen ausstreut, etc) jede respektvolle, sachliche, moderierte Diskussion untergräbt und ursupiert, hat es mich ehrlich gewundert, daß Alexander Van der Bellen den Mut besessen hat, sich einer Diskussion in Form eines Steel Cage Fights ohne Referee oder Regeln zu stellen.
Den Umständen entsprechend hat er diese Aufgabe gut gemeistert, er hat, soweit möglich, versucht auf sachlicher und faktisch korrekter Ebene zu bleiben. Die Betonung liegt hier auf "soweit möglich". Von allen mutigen Social Media Postern werfe derjenige, der ehrlich meint, es besser machen zu können, den ersten Stein*.
*PS: Ich empfehle davor das Studium alter deutscher Diskussions-TV-Formate mit Jörg Haider als Gast, bei denen es immer rührend war zuzusehen, wie ein deutscher Moderator/rechtschaffener Intellektueller/Politiker der Meinung war, er führt Haider jetzt vor...

Beitrag melden
wutbürger2010 16.05.2016, 18:37
66. Wieso fremdschämen ?

Wer sich hier fremdschämen muss/soll/darf hat niemand in Deutschland oder sonst wo außerhalb Österreichs zu entscheiden. Dieses "Duell" haben die Österreicher zu bewerten und schon gar nicht Deutschland oder irgendwer aus der EU.

Die können und dürfen sich zoffen auf irgendeinem Niveau, egal ob unterirdisch, primitiv, intellektuell, sachlich oder langweilig. Dies ist alleine Sache des souveränen Staates Österreich.

Insgeheim stelle ich mir dieses Format als Duell zwischen Merkel und Pauli vor. Wie dies wohl aussehen/ausgehen würde ..... ^^

Beitrag melden
j.bunyan 16.05.2016, 18:46
67. Aufeinanderprallen von zwei Welten

...das geht eben nicht nur sachlich. Insofern muss man sich jetzt nicht verwundern, dass es auch persönliche Angriffe gab. Das allein sagt jedoch nur wenig über die persönliche Eignung der beiden Kandidaten für das Amt aus, so sehr man nun den einen Herren entschuldigen und dem anderen dagegen einen Strick daraus drehen möchte. Letztendlich bleibt es, wie Hofer als Schlusswort sehr treffend formuliert hat: die Wahl zwischen dem System oder einer neuen, demokratischen Chance. Die Ironie der Geschichte ist, dass ausgerechnet ein Grüner das etabliertes System verteidigt. Man denke nur an die reaktionären Reden diese Gruppe vor über 30 Jahren! Wirklich reaktionär ist heute dagegen, wer das System mit einer konservativen, patriotischen Politik angreift. Ich hoffe sehr, dass die Österreicher da die richtige Wahl treffen, so dass es wieder mehr Ausgewogenheit und auch endlich wieder eine Opposition in der Regierung gibt.

Beitrag melden
karend 16.05.2016, 18:48
68. .

Zitat von josho
....in Deutschland kommen:"Ein Austausch von Meinungen und Argumenten zwischen den sich gegenüber stehenden Lagern ist oft garnicht mehr möglich." Wesentlich hat dazu aber beigetragen, dass jeder kritische Bewerter der Regierungspolitik Gefahr lief, als Rechtsextremist betitelt zu werden. Jetzt ist der Brunnen vergiftet und guter Rat teuer.
Was heißt "So wird es auch in Deutschland kommen"?

Ist es längst. Ein Diskurs ist nicht mehr/kaum noch möglich. Doch nicht nur das, wenn der Umgang der Medien mit bestimmten Themen (wie Häufigkeit und Art der Berichterstattung, z.B. Griechenland, Flüchtlinge) betrachtet wird.

Beitrag melden
wschomb 16.05.2016, 18:49
69. Klarer Punktsieg fuer Hofer

Ich habe mir die Debatte angetan. War streckenweise nicht sehr schoen anzusehen, aber Hofer war doch souveraener mit seiner Argumentation.
Er hat den Finger auf die Wunde gelegt: Die Gruenen (wie die Roten) kuemmern sich vornehmlich um Homosexuelle, Fluechtlinge, TransgenderInnen etc. Wie es den einfachen (brav steuerzahlenden) "Normalbuerger" geht interessiert die ueberhaupt nicht. Und die Belange Europas ist denen ja sowieso wichtiger als ihr eignens Land. (Obwohl sie von deren Bewohnern gewaehlt werden.)
Noch ein kleiner Hinweis, mit dem Oesterreich sein Image verbessern kann: Falls Van der Bellen "das Gesicht fuer Oesterreich" werden sollte, koennte er sich ruhig mal gruendlich rasieren.

Beitrag melden
Seite 7 von 9
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!