Forum: Politik
TV-Interview: Söder fordert Sonderwirtschaftsregionen mit niedrigen Steuern
/Lino Mirgeler/DPA

Bayerns Ministerpräsident Söder will strukturschwache Gebiete mit niedrigen Steuern attraktiv machen - und mit Blick auf den Osten keine Gerechtigkeitsdebatten mehr führen.

Seite 1 von 2
maxi_stulz 04.08.2019, 16:19
1. Klingt interessant

Und glaubwürdig wäre Herr Söder wenn er dafür sorgen würde, daß Firmen wie Apple in Bayern ihre Steuern wie alle anderen zahlen würden. Aber das hat er 2016 erfolgreich abgebügelt. Und ich glaube auch nicht, daß Audi für die Betrügereien zahlen wird, die Kunden in Deutschland und weltweit erlitten haben. Herr Söder sollte in Bayern anfangen für Gerechtigkeit zu sorgen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hans-hermann_lensing 04.08.2019, 16:23
2. Respekt.

Guter Vorstoß, Herr Söder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dirkcoe 04.08.2019, 16:32
3. Die Denke des Provinzlers

Nein Herr Söder - statt privinziellem Denken bedarf es vielmehr eines Denkens auf EU Ebene. Niemand braucht neue Universitäten. Wir brauchen europaweit Unternehmen die verstanden haben, dass ein Großteil aller Arbeit unabhängig vom Standort des Unternehmens geleistet werden kann - von jedem Ort mit Internetanschluss. Das gilt grundsätzlich für 95% der Verwaltung und mindestens 80% aller Entwicklungstätigkeit. Aber so ein Rahmen ist drei Nummern zu groß für einen Söder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
claus7447 04.08.2019, 16:33
4. Man kann es ja auch anders machen...

... Aufschläge in Ballungsräumen, die werden dann auf der andern Seite abgegeben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
burlei 04.08.2019, 16:41
5. Na, das hat doch was!

Man errichtet die "Sonderwirtschaftszone Ost-Vorpommern". Hier zahlen Firmen praktisch Null Steuern. Fabrikationsstätten sind dank modernem Hallenbau schnell aus dem Boden gestampft, die Arbeitsplätze sind billig, Investitionen aus Berlin und Brüssel winken, die Führungsebenen bleiben natürlich irgendwo in München oder Stuttgart. Einen Umzug in die Pampa von Meck-Pom kann man einem Spitzenmanager nicht zumuten, schließlich ist da nichts. Die Vorteile liegen klar auf der Hand, die Firmen scheffeln richtig Geld. Die Probleme wie mangelnde Arbeitskräfte, zu errichtende Infrastruktur, fehlende Einnahmen für Gemeinden, Kreise und Land kann man schon mal vernachlässigen. Das ist schon eher etwas für weitere schöne Sonntagsreden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 04.08.2019, 16:54
6.

Wer seine Firma in strukturschwache Regionen stellt, muß davon profitieren. Natürlich müssen die reduzierten Steuereinnahmen zusätzlich zwischen den Regionen ausgeglichen werden, sonst reicht es nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alexander327 04.08.2019, 17:14
7. alternativ...

...könnte das "Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur" in diesen strukturschwachen Gebieten mal wenigstens für digitale Infrastruktur sorgen. Nur leider scheint sich das leider damit zu beißen dass dieses Ministerium seit drei Ministern Lehen/Beute einer regionalen Hinterwäldlerpartei ist und damit zu 120% mit Ausländermaut und Hilfen für notleidenden Dieselreinigungsabschaltungsherstellern beschäftigt ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rumburg 04.08.2019, 17:17
8. Netzausbau

Ohne digitale Netze, Mobilfunk und Verkehrsanbindungen wird es nicht zu neuen Ansiedlungen kommem. Da helfen auch geringere Steuern nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dr. Kilad 04.08.2019, 18:00
9. Wie wär es denn mit höheren Löhnen?

Die administrative Niedriglohnpolitik im Osten hat schon nach der Wende nur kurzfristig Firmen angezogen. Und die Treuhand war vorne dabei Arbeitsplätze zu vernichten, das DDR-Vermögen den westdeutschen Banken zu schenken und die Verluste zu sozialisieren. Statt der Profiteuere mussten die Sozialkassen herhalten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2