Forum: Politik
Über Ende Oktober hinaus: EU-Kommissar Oettinger hält weitere Brexit-Verschiebung für
Dursun Aydemir/Anadolu Agency/Getty Images

Der harte Brexit am Freitag ist vorerst abgewendet, doch wie geht es weiter? EU-Politiker halten verschiedene Szenarien für möglich - bis hin zum Verbleib der Briten in der Gemeinschaft.

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mirage122 11.04.2019, 10:12
1. Wie schön,

... dass Herr Oettinger auch noch seinen Senf zu diesem Drama absondern muss. Lange nichts von ihm gehört. Und noch eine Verlängerung ist für ihn "denkbar"! Das ist doch mal wieder eine tolle und konkrete Aussage. Damit ist er für mich der lebende Beweis für den Opa, den man nach Europa geschickt hat.

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Mesi0013 11.04.2019, 10:12
2. Niemals korrigierte Geburtsfehler des Euro

Die EU als auch die Briten wissen, was mit unserer Währung geschehen wird, sind doch die Geburtsfehler dieser Währung nicht behoben. Den zweitgrößten Nettozahler zu verlieren ist wahrscheinlich der Grund für das Entgegenkommen der EU. Da die Briten ihre Währung jederzeit dem Leistungsvermögen ihres Wirtschaftsraumes anpassen können, ist für sie das Risiko kalkulierbar. Die Briten haben die EU in der Hand, nicht anders herum...

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michael1637 11.04.2019, 10:13
3. Mehr Zeit für die Briten bringt nichts!

Mit mehr Zeit für die Briten wird nichts besser, nur für die EU alles schlechter. Ich halte die Sorge von Macron wegen einer nicht mehr funktionierenden EU für gerechtfertigt. Die Briten sollte so schnell wie möglich austreten - egal wie!

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max-mustermann 11.04.2019, 10:13
4.

Unglaublich die Unterschriften auf dem angeblich letztmöglichem Termin sind noch nicht trocken und da kommt unser Provnzpolitiker aus BW um die Ecke und stellt schon weitere Verschiebung in Aussicht. Diese EU Politiker mit ihrem herumgeeiere sind dermaßen lächerlich und unglaubwürdig es ist wirklich nicht zu fassen.

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Pless1 11.04.2019, 10:17
5. Unverständlich

Wieso nehmen Leute wie Oettinger gleich wieder den Druck raus, den London doch ganz offensichtlich braucht, um überhaupt in die Nähe von Handlungsfähigkeit zu kommen? Das ist vollkommen unverständlich.

Macron und Kurz schienen gestern isoliert, konnten daher nur das aller schlimmste verhindern mit dem nun getroffenen Kompromiss. Alle anderen sehen offenbar nicht, dass die immerwährende Verschiebung keine Probleme mit den Briten löst, jedoch die Problemlösungen vertagt, denen sich EU27 eigentlich längst stellen müsste.

Ich hoffe sehr, dass Deutschland in der nächsten Kommission einen fähigeren Kommissar stellt als Herrn Oettinger. Wir müssen endlich davon weg kommen, immer nur ausrangierte Bundes- und Landespolitiker in Brüssel zu alimentieren sondern unsere besten dort hin entsenden!

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Teutonengriller 11.04.2019, 10:18
6. Oh Mann der Oettinger

ein Sinnbild dafür, was in der EU nicht klappt. Abgehalfterte unfähige nationale Politiker, die in der EU nach Proporz auf einflußreichen Posten geparkt werden bevor Sie mit üppigen Pensionen Privatiers werden und dann als Elder Stupidman ihren Senf dazuzugeben. SPD Beispiel Schulz war auch so einer. Die EU Typen sollten sich mal zurückhalten.Die Briten schrauben sich ja immer höher, da die EU denen offensichtlich alles durchgehen lässt. Irgendwann ist auch mal gut

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Atheist_Crusader 11.04.2019, 10:23
7.

Mit anderen Worten: da die Briten kein zweites Referendum wollen, warten wir einfach bis zu den nächsten Wahlen, die dann stattdessen als Referendum fungieren können.

Wenn man den Brexit um jeden Preis verhindern will, ist das sicherlich ein Plan. Ich halte das allerdings nicht für ein erstrebenswertes Ziel. Ja, ich war gegen den Brexit, aber die Briten wollen ihn mehrheitlich, also lasst uns den Blödsinn jetzt hinter uns bringen.

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De facto 11.04.2019, 10:26
8. Kein 2. Referendum

Die Briten hatten in den 70ern ein Referendum über den EU Beitritt. Seit dem ist natürlich eine Menge passiert - EU ist nicht mehr EWG sondern auf dem Weg zu eine politische Union was die Briten in das Referendum von 2016 mehrheitlich abgelehnt haben. Seit 2016 hat sich nichts substanzielles geändert und daher ist eine 2. Referendum unnötig und sogar schädlich. Die Briten hatten Jahrzehnte Zeit eine Meinung zu bilden und die NHS Lüge war nicht das ausschlaggebende.

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pauli96 11.04.2019, 10:32
9. "Alles ist denkbar"

"Eine Teilnahme der Briten an der EU Wahl ist unproblematisch..."
Na ja. Ich spare mir hier die Zitate zu verlinken, die vor wenigen Wochen produziert wurden. Den meisten politisch Interessierten sind die vermutlich noch geläufig.
Es ist die Hinterzimmerpolitik, die unter Umgehung aller Transparenz ein Ziel erreichen will, von dem die Damen und Herren des Hinterzimmers überzeugt sind. Ähnliche Vorgehensweisen wurden praktiziert bei der Aufnahme Griechenlands in den Euro und die zwangsläufig folgende "Rettung". Auch die Absprachen zwischen Juncker und Schulz bei der Wahl von Kommissions- und Parlamentspräsident waren keine Beispiele für transparente Politik und genügend andere Beispiele lassen sich sicher zusammentragen. Welchen Einfluß das auf die Stimmung zur Europawahl hat, bleibt abzuwarten. Ich kann nach wie vor, im Vergleich zu vielen anderen Krisen in der Welt (und Europa), nicht erkennen, warum der ungeregelte Brexit so furchtbar dramatisch werden muss, dass man alle Grundsätze über Bord wirft. Nach einem ungeregelten Austritt ist der Druck auf alle Beteilgten groß genug schnelle Regelungen zu finde. Zuerst die wichtigen, dann die weniger wichtigen...
Vermutlich gehts aber darum, ohne weitere unsichere Wählerbefragungen den Exit vom Brexit hinzukriegen.

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