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Überblick zur Syrien-Krise: Türkei gegen IS und PKK - wer will was?
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Die Kurden bekriegen den IS - und die Türkei bombardiert nun beide Parteien. Was passiert in der Grenzregion? Welche Ziele verfolgen die Akteure? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

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Justitia 27.07.2015, 15:46
1.

Nachdem die Türkei nun vor allem gegen die Kurden vorgeht, war der ursprüngliche nur eine Angriff auf ISIS wohl nichts anderes als eine Finte und Alibiaktion, um vor dem eigentlichen Ziel von Erdogan abzulenken, den fortwährenden Angriff auf die Kurden zu rechtfertigen.

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tsk2k 27.07.2015, 15:48
2. Terror, sponsored by SPON

Soll das eigentlich ein schlechter Scheez sein ? Die Pkk soll als Racheakt auf die Angriffe der türkischen Regierung die Polizisten hinterhältig erschossen haben? Was ist denn das für eine schlechte und falsche Berichterstattung? Nach dem Anschlag in Suruc der IS hat die PKK als Vergeltung türkische Polizisten umgebracht und erst auf diese Terroranschläge hat die türkische Armee reagiert und die PKK bombardiert.

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syssifus 27.07.2015, 15:49
3. Wann

kommt das Hilfeersuchen an die Nato-Mitglieder,weil der Bündnisfall eingetreten ist ? Wir werden dann die Drecksarbeit machen,so wie Peter Scholl Latour es ausdrückte !

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go-west 27.07.2015, 15:49
4. Es wird höchste Zeit,

daß EU und USA ihre Haltung gegenüber den Kurden überdenken. Deren Streben nach einem eigenen Staat ist nicht weniger als legitim, um zu entwickeln entwickeln sich als zuverlässiger Partner, ganz im Gegensatz zu der Türkei. Auch gegenüber Letzterem müssen wir unsere Haltung überdenken. Besser ein klar erkennbar Gegner als ein falscher Freund.

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empörteuch! 27.07.2015, 15:50
5. Kann man dulden

wie die Türkei vorgeht?
ich kann es mit den "Mitteln" des Zeitungslesers nicht beurteilen.
Einerseits agiert sie sehr menschlich - es sind viele Flüchtlingee dort aufgenommen worden, andererseits drehen sie in der Kurdenfrage durch - denn aus türkischer Sicht gibt es da keine Frage.

Warum der Herr Kalif dem Herrn Palasterbauer imponiert scheint allerdings verständlich. Erdogan weiss, dass es einen türkischen Weg mit dem Kalifat klarzukommen geben würde.

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franxinatra 27.07.2015, 15:51
6. Dann dauert es auch nicht mehr lange...

bis sich Erdogan die eine oder andere griechische Insel heim holt.

Warum nimmt die Geschichte immer die ironischste aller Wendmöglichkeiten...?

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Wembley 27.07.2015, 15:52
7. Langfristige Überlegung

Auf lange Sicht wird die Türkei auf beiden Schauplätzen verlieren, und Erdogan & Co. tun momentan Alles dafür. Der IS wird sich von seinem türkischen Gönner und Förderer nicht einhegen lassen, so wie es bei ähnlichen Konstellationen auch nie funktioniert hat (die USA könn(t)en ein Lied davon singen). Die Kurden ihrerseits werden den Plan zur Gründung eines eigenen Staates niemals aufgeben, und türkische Gewalt wird diesen Wunsch nur wachsen lassen. Auch für diese Perspektive bietet die Geschichte genug Beweise. Erdogan jagt einer Chimäre hinterher. Selbst wenn es den IS und die Kurden nicht gäbe, würde selbst der Chef einer re-islamisierten Türkei innerhalb der mohammedanischen Welt nicht mehr als "Sultan" anerkannt werden.

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winnetou16 27.07.2015, 15:53
8. Es ist irgendwo schon schizo

wenn die Türkei gegen die Gegner des IS kämpft. Andererseits hat Erdogan Anfangs den IS eher unterstützt. Von daher schadet es nicht wenn er jetzt unter Druck gerät, das Problem ist nur dass er mit seinem Größenwahn die ganze Nato mit in diesen Krieg reinreissen wird.

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joes.world 27.07.2015, 15:53
9. Das kommt davon, wenn die Amis einen außenpolitisch Ahnungslosen, aber begnadeten Redner ins Weiße Haus senden.

Und dem - wie anderem Präsidenten vor ihm - in den letzten 2 Jahren nur mehr die Außenpolitik bleibt. Weil innenpolitisch nichts mehr geht.

2 Jahre Zeit, um noch mehr Chaos in diese schon unruhigen Welt zu bringen.

Hier, in dem er der Türkei signalisiert, dass sie weiter die Kurden bombardieren dürfen.

Die EU muss sich hier klar von der Obama-Administration (in 2 Jahren kann das alle schon ganz anders sein) abgrenzen:

1. Türkei ermahnen.

2. D - in Vorabsprache mit den Willigen, d .h. den Staaten die unserer Meinung sind (und nur denen, damit D auch für Verbündete im Geiste sprechen kann) - muss einen hohen Politiker, der in kurzer Zeit Menschen für sich gewinnen kann, Erdogan besuchen.

Das könnte auch Özdemir sein, wenn der besser mit Erdogan klar kommen könnte? Oder jemand anderer.

Sofort.

Und einmal ohne Schielen auf innenpolitische Punkte.

Hier geht es um Krieg oder Frieden.

Und im Augenblick bestimmt Erdogan und seine Leute, wer PKK-Anhänger ist! Und ob es Frieden oder Krieg gibt.

Und heute wird man rasch als PKK-Anhänger abgestempelt. Im IN- und Ausland. Kann doch so Erdogan und seine Leute alle missliebigen Konkurrenten schwächen.

Wir müssen SOFORT reagieren. SOFORT jemanden zu Erdogan senden. Bevor das Ganze eskaliert.

Denn der Schlüssel zur Befriedung liegt bei Erdogan. Er bestimmt den Weg.

Und wurde von Obama noch sinnlos aufgestachelt. Dafür, dass die US-Luftwaffe wieder einen Stützpunkt in der Türkei benützen darf?

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