Forum: Politik
Überforderte Armee: Wehrbeauftragter sieht Bundeswehr am Limit
DPA

Kampf gegen den IS, Einsatz in Mali und die Flüchtlingshilfe: Die Bundeswehr sei überfordert, schimpft der Wehrbeauftragte Bartels. Die Militärausgaben müssten endlich wieder steigen.

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grünbeck,harald 26.01.2016, 16:11
30. Über Einsatz nachdenken

Ehe man über mehr Geld spricht (Steuergelder des Volkes) sollte man doch einmal über die sinnlosen Einsätze der Bundeswehr nachdenken.Von Einhalten des Grundgesetzes will ich gar nicht mehr sprechen, denn das ist schon eine Hure. Unsere Politiker spielen das Land kaputt mit der Kriegspolitik. Mehr Geld ist nötig um die Ursachen der Füchtlingsbewegung zu bekämpfen, dies kann aber nicht durch militärische Einsätze erfolgen, denn die sind die Ursache der Fluchtbewegung und des Terrors. Dazu müßten unsere Politiker aber auch die Gehirnmasse einschalten.

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pressionist reloaded 26.01.2016, 16:11
31. Die Bundeswehr ...

... ist keine Armee im herkömmlichen Sinne. Das ist eine Feierabendbrigade. Schauen Sie sich doch nur einmal das Foto zum Text genau an. Da kann einem ja Angst und Bange werden ;) Der Verfall eines angemessenen Rahmens für eine Armee - einfach mal völlig ideologiefrei - konnte deutlich nach der Wende vom Übergang der NVA zur Bundeswehr beobachtet werden ... (Ich war dabei!!!) Und Guttenberg setzte den Todesstoß. Wem, frage ich, kann die Bundeswehr Angst machen? Sie ist nichts weiter als der rückwärtige Dienst der angloamerikanischen Schlagkräfte!!!

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555_nase 26.01.2016, 16:13
32.

Einsatzkapazität hätte ich ja verstanden, aber es mangelt an Bereitschaft?
Im gelebten Wirtschaftssystem soll sich der, dem es an Einstellung mangelt, gefälligst eine neue Anstellung suchen!

Zudem wenn bei der BW Geld fehlt sollte man es wie im Gesundheitssektor, im Polizeibereich oder beim Bildungsetat handhaben, einfach wegsparen.

Lösungsansätze wäre wie im sozialen Sektor unentgeltliche Praktika sowie ehrenamtliche Auslandeinsätze.

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Radiosepp 26.01.2016, 16:25
33. Idee:

Außer, dass der Etat der BW lachhaft niedrig ist, könnte man m.E. dennoch wesentlich mehr aus den 35 Mrd. rausholen, wenn man sich schon kaputt sparen möchte. Hierzu folgende Vorschläge:

1. Aufgrund der asymmetrischen Kriegsführung im Zuge der Terrorismusbekämpfung in Drittländern, benötigt man kleine spezialisierte Einsatzkräfte, die eine schnelle Reaktion und hohe Mobilität gewährleisten. Diese operieren am Boden mit Luftunterstützung. Da spart man sich eine Menge logistischen Aufwand.

2. Ein stehendes Heer ist, sofern man die anderen Weltmächte wie Russland oder China als Bedrohung sieht, ohnehin machtlos gegen die dortige militärische Stärke. Daher sollten die konventionellen Streitkräfte europäisch organisiert werden. Das heißt, dass sich bestimmte Länder entsprechend Ihrer Kernkompetenzen zusammen tun, so könnte z.B. Frankreich und Großbritannien stärker im Bereich der Marine engagiert sein, während man das Heer Ländern wie z.B. Spanien oder Polen überlässt. Deutschland...ja...Deutschland...Deutschland könnte z.B. einen Beitrag zur Luftwaffe leisten und ist führend in der Aufklärungs- und Abwehrtechnologie. So schafft man ungeahnte Synergien und die Verteidigungsbudgets der einzelnen Ländern bewirken ein Vielfaches.

3. Es mangelt an einer gesunden Einstellung zur Armee. So löblich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch ist, eine Armee hat den Auftrag zu dienen und zu kämpfen und sie verdient ein höheres Maß an Ansehen in der Bevölkerung. Daher sollte man Geld für entsprechende Propaganda ausgeben, wie die USA tun.

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3no 26.01.2016, 16:25
34. Interessante, aber leider

Zitat von Hoss_Cartwright
- ausser im Töten - sind Soldaten ja nun im Regelfall nicht und damit auch preiswert. Wer bedroht uns denn, dass wir eine Verteidigungsarmee mit 170.000 Leuten brauchen? Frankreich, Belgien, Holland, Dänemark, Polen, Tschechien, Österreich oder gar die Schweiz? Wer bitte soll uns denn von denen bedrohen? Es wäre in der Tat sinnvoller, eine europäische Armee zur Sicherung der Außengrenzen aufzustellen. Nur wer soll hier der Oberbefehlshaber werden, der den Verteidigungsfall auslöst? Martin Schulz? Oder Herr Juncker? Also eigentlich können wir es ganz lassen.
total unsinnige Meinung.

Sie waren wahrscheinlich noch nie - und sei es nur zu Besuch - bei der Bundeswehr. Sonst würden Sie die Soldaten nicht so herabwürdigen.
In der Bundeswehe gibt es enorm viele Berufe, die eine hohe Qualifikation bedingen. Nehmen wir z.B. einmal IT, Medizin, Flugzeug-Techniker und Gott was weiß. Das sind also alles keine Jobs für Spitzenkräfte ?

Eine europäische Armee ist Unsinn, denn Deutschland ist Teil der NATO. Im Übrigen in den meisten Einsätzen immer gut abgestimmt mit den anderen europäischen und transatlantischen NATO-Partnern.

Wir könnten auch die Bundeswehr ganz abschaffen. Bei einer Bedrohungslage oder wenn 'mal wieder eine Flut angekündigt ist können wir dann ja über einige Stellenausschreibungen neue Soldaten suchen. Mit zeitlich begrenzten Arbeitsverträgen. Die wären dann nur leider tatsächlich keine Spitzenkräfte. Weder im Töten noch in o.g. Bereichen.

Ganz ehrlich: wenn man keine Ahnung hat ...

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Elektricman 26.01.2016, 16:27
35. Die BW ist mit Umsstrukturierungsmßnahmen beschäftigt.

Zur Erinnerung: weit über 100 Standorte sind geschlossen worden. Von den 2600 Panzern sind nur ein paar hundert übrig geblieben.
Aber Neuanschaffungen kosten sehr viel Geld!
Nur allein der Eurofighter Typhon und die neue Transportmaschine, die die veraltete Transall ersetzen soll kosten sehr viele Milliarden ohne noch die neuen Transporthubschrauber.
Auch die Mariene muß mit neuen Schiffen unterhalten werden, wo nur ein einzelnes U-Boot 500 Millionen EURO kostet.
Außerdem ist bekannt, das durch eine Berufsarmee die Personalkosten steigen.
Was nun erschwerend hinzu kommt ist, das durch die Auslandseinsätze die Kosten steigen, als wenn die Truppe nur in Deutschland ein paar Trockenübungen macht.
Die größten Probleme sind immer wieder durch Mißmanagemant entstanden. Die BW wünscht sich auch gerne eine Drohne und hat schon mehrere Modelle getestet, aber immer mehr hat man den Eindruck, daß die BW keine Beobachtungsdrohne mehr haben möchte, sondern das auch die Möglichkeit in betracht gezogen wird eine Drohne zu haben, die auch aktiv in Handlungen eingreifen kann. Dies wäre z.B.bei Spezialeinsätzen mit kleinen Trupps oder Einzelkämpfern denkbar.
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Alle diese Projekte kosten sehr viele Milliarden! Neuentwicklungen werden in Zukunft immer teurer, weil es immer mehr Geräte gibt, wo Computer eingesetzt werden, die wiederum Programme brauchen. Das sind Spezialprogramme, die dann immer erneuert werden müssen. Man kennt das ja mit den immer wieder erneuerten Windows und OS Betriebsystemen, die immer auf die noch schnelleren und leistungsfähigeren Prozessoren angepaßt werden müssen.
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Aber ob solche Einsätze noch mit dem Grundgesetz vereinbar sind bezweifle ich.
Auch die Eurocorps Truppe finde ich fehl am Platz, weil dies meiner Meinung nach nur eine Imperiale Truppe ist, die nur nach mehr Welthandel strebt.

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trompetenmann 26.01.2016, 16:27
36. Wieso...

....habe ich den Eindruck, dass in Deutschland alles, aber auch wirklich alles, was auf Bundesebene und höher geregelt wird, völlig chaotisch, planlos, dilettantisch abläuft? Was sind die Ursachen für das völlige Politikversagen? Wieso ist es so schwierig, eine moderne, gut bezahlte Armee zu unterhalten, WENN MAN ZU EINER DER STÄRKSTEN WIRTSCHAFTSMÄCHTEN DER WELT ZÄHLT?
Wenn ich mir die Regierungsmitglieder, die Kabinettsmitglieder, Fraktionsvorsitzenden, Oppositionsführer etc. so anschaue - Merkel, Oppermann, Altmaier, Gabriel, Kühnast - dann muss ich feststellen: die können es nicht. Die können es einfach alle nicht. Von denen ist keiner das Geld Wert, das er für seine Tätigkeit erhält. Wie unser Land herunterregiert wird - wenn es nicht so traurig wäre, müßte man sich angesichts der Politikdarsteller totlachen.

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kj.az 26.01.2016, 16:29
37. Traumatisch !

Kann mir jemand erklaeren, was eigentlich in Deutschland noch funktioniert und noch nicht von der Politik (parteienuebergreifend) kaputtgemacht wurde.

Die Bundeswehr reiht sich ein in das allgemeine Desaster,
man betrachte nur Grossprojekte wie BER, A400M, IC's und Bahnpuenktlichkeit, die gesamte sich aufloesende Infrastruktur wie Strassenzustaende, man betrachte die wachsende Armut, insbesondere Altersarmut.

Im speziellen Fall der Bundeswehr muss man mal mit amerikanischen Militaers sprechen; ich halte nicht viel von der generellen Vorgehensweise der Amis - aber sie schicken ihre Soldaten nicht unausgeruestet in die Einsatzgebiete. Deutschland hingegen schon. Und das ist gleichbedeutend mit "in den Ruecken fallen". Dolchstoss durch das eigene Land, durch Politiker, die selbst (von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen) nie gedient haben.
Weder in der Bundeswehr, noch dem Volk als Abgeordnete. Gleichzeitig aber verlangen, dass der Ausbildungsstand, die Einsatzbereitschaft, Moral, Ausruestung und Material "Weltklasse" sind.
Das ist nur noch laecherlich !

Warum auch nicht die Wehrpflicht wieder einfuehren ?
Wir unterlagen dieser auch.
Nach meiner eigenen Einschaetzung hat es mir nicht geschadet. Und vielen jungen Erwachsenen wuerde es heutzutage auch andere Erfahrungen vermitteln.
Dienst an der Waffe, wer ablehnt darf im Altenheim 'voluntieren'.

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hummel1 26.01.2016, 16:29
38. Rosige Zeiten!

Es läuft doch genauso wie in vielen Firmen. Es wird gespart, gespart und nochmal gespart parallel wachsen die Aufgaben und der Anspruch derer und am Ende wundert man sich, dass nur noch Schrott rauskommt. Die VErantortlich flüchten sich ins Phrasen dreschen und werden dann irgendwann mit horenten Abfindungen sonstwohin geschickt und der Dumme ist der Soldat, Polizist, Angestellte usw.. Haben wir das den Unternehmensberatern zu verdanken und der Gier? Könnte sein!

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coyote38 26.01.2016, 16:29
39. Geballte Fachkompetenz ...^^

Hier tummelt sich ja mal wieder die "geballte Fachkompetenz" im Forum ...^^ Vielleicht ein paar FAKTEN, um das Nachdenken anzuregen: Es ist prinzipiell EGAL, ob man 5 oder 500 Mann in den Einsatz bringt; der notwendige logistische Unterbau ist für jeden Einsatz "maßzuschneidern". Gegenwärtig ist die Bundeswehr in 17 verschiedenen Auslandseinsätzen ... das sind 17 verschiedene internationale Logistikketten ... komplett "von Feldpost bis Sanitätsversorgung". Grob geschätzt benötigt jeder Soldat im Feld bis zu 10 Mann in der "Etappe", um einsatzfähig zu sein und zu bleiben. Und da sind die gegenwärtig 7000 dauerhaft im Rahmen der Flüchtlingshilfe eingesetzten Soldaten noch gar nicht betrachtet. KEINE Einheit in der Truppe hat volle Antrittsstärke. Keine Einheit ist voll ausgerüstet. Das war politisch GEWOLLT ... und wurde seit 1990 immer gesellschaftlich beklatscht ... von wegen "Friedensdividende" und so ...^^ Notwendige Investitionen wurden gestreckt, geschoben oder gestrichen. Vorhandenes Material wurde ausgemustert, neues Material kam nicht "ran". Beispiel gefällig ...? 1991 hatte die Bundeswehr -58- vollausgestattete Panzerbataillone, heute sind es noch SECHS ... mit einem Materialbestand von jeweils 70 Prozent. Die Liste ist kann man ENDLOS weiterführen. Dass in dem Verein ÜBERHAUPT noch irgendwas klappt, ist EINZIG dem Improvisationsvermögen der Truppe zu verdanken, die seit Jahrzehnten "aus Sche**** Bonbons machen" muss und jedes Jahr sprichwörtlich zig Millionen Überstunden "kloppt". Umsonst haben die sogenannten "Unikatverbände" (die heißen so, weil's die in der ganzen Bundeswehr noch genau EIN MAL gibt) keine Scheidungsraten von 85% ...

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