Forum: Politik
Übermächtiger Vater: Der Sohn vom Kohl
AFP

Familie Kohl nervt - weil sie jedes Klischee erfüllt: Maike Kohl-Richter ist die böse Stiefmutter. Und Walter und Peter sind typische Söhne eines berühmten Vaters: gefühlsduselig statt machtbesessen.

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upalatus 26.06.2017, 14:50
50.

Herr Augstein, wem geht dermaßen privates einer Familie was an? Dass es heutzutag im tv Formate gibt, die das Innerste nach aussen kehren und ein hechelndes Publikum haben, geschenkt. Hier nun auch, gerechtfertigt mit der überaus öffentlichen Person des Politikers Kohl und ausgeführt mit tiefenpsychologischen Scheinfähigkeiten oder gar einer besonderen Berechtigung?

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franky_24 26.06.2017, 14:55
51. Hoffentlich ist er bald ...

... unter der Erde. Denn wie schon im Artikel ausgeführt, diese Familie Kohl nervt ! Ich will da einfach nichts mehr von hören.

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fred-vom-saturn 26.06.2017, 14:56
52. Eimer voll Häme

Was soll das. Hat der Autor dieses simplen Textwerks einen schlechten Tag erwischt oder warum glaubt er einen anderen Menschen so auf das Übelste nieder zu machen. Das zeugt nicht nur von geringem Selbstwert, sondern es ist schlichtweg schäbig.

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dieter 4711 26.06.2017, 14:57
53.

Soll der Sohn seinen Stress am Vater mit Drogen und Alkohohl betäuben? Besser ist es bis zuletzt zu kämpfen.
Ich war und bin in einer ähnlichen Lage wie Walter Kohl. Mein laiblicher Vater ist am 10.12.1941 vor Moskau gefallen. Ich war damals erst ein Vierteljahr alt. Meine Mutter heiratete während des Krieges nochmal, der blieb 1945 in Pommern, dann heiratete sie 1952 noch ein drittes Mal, ich war inzwischen 11 Jahre alt. Ein Jahr nach ihrer dritten Hochzeit kam mein Halbbruder. Er sollte die gleiche Schule besuchen wie ich, aber er schafte das nicht, so dass er auf die Montesori-Schule kam und sein Großvater soll 150 DM im Monat Schulgeld für ihn bezahlt haben. Da der Streit mit meinen Stiefvater nicht endete ging ich nach Kassel zu meinen Großmüttern zurück, wo ich die Verwaltungslehre bei der LVA Hessen machte und auch die Ausbildung zum Sekretär. Die Ausbikdung zum Inspektor wollte die Verwaltung mich nicht maschen lassen, sodass ich nach frankfurt/M. zurück mußte und dort die Inspektoren bestand.Heiratete, wir bekamen einen Sohn, der heute Dipl,Ing ist, dazu den ErstenPreis der FH Frankfurt/M. bekam, Wir haben drei Enkelkinder.
Meine Mutter verstab mit 93 Jahren und mir wurde ein Erbvertrag vom Gericht übersandt, der nur meinen Halbbruder als Alleinerbe vorsieht.
Ich konnte meinen Pflichteil erkämpfen und war dann bei seiner Beerdigung nicht dabei,

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inkuben 26.06.2017, 14:57
54. Wie der Vater, so der Sohn

Lieber Herr Augstein Jr.,

irgendwie scheinen Sie den Komplex Ihres Vaters fortzuführen. Allerdings, ich bin aber auch jünger, kann ich mich bei Ihrem Vater nicht über einen so unglücklichen Zeitpunkt erinnern, einen Artikel zu schreiben der ausschließlich persönliches aufgreift, keine Sachlichkeit bietet und darüber hinaus sich nicht zu schade ist, auch noch das Körperliche zu thematisieren. Nicht nur -anscheinend- verlassen Sie Ihre eigenen Standards sehr gern.

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Zauberhexe 26.06.2017, 14:58
55. Größe zeigen out?

Es wäre ein Zeichen von Größe und Versöhnung gewesen, hätte Frau Richter-Kohl Söhne und Enkel im Elternhaus Abschied nehmen lassen. "Einfach" so, ohne Termine und Brimborium. Chance vertan. Schade für Walter und schade für alle anderen.

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curiosus_ 26.06.2017, 14:58
56. In so einem Fall...

Zitat von gabriel6000
Aus irgendeinem komischen Grund kommt mir der Artikel sehr emotional und persönlich vor, insbesondere weil sich Aufstein zu solchen Unworten wie "Ermannung" hinreißen lässt. Ob das wohl an seinem Vater liegt? Die zynische Ummantelung kaschiert da jedenfalls wenig..
...bleibt am Ende nur der Beziehungsabbruch übrig. Die Frage ist, von wem der ausgeht. Hier wohl vom Vater. Die "Ermannung" hätte bedeutet, dass der Sohn die Konsequenz zieht.

Und ob da der Autor eigene, ähnlich gelagerte, Erfahrungen mit einbringt wage ich zu bezweifeln. Bei ihm scheint es doch deutlich harmonischer gelaufen zu sein.

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aeckermann 26.06.2017, 14:58
57. Ein weiterer berühmter Sohn

war Goethes Sohn August. Er kam nicht heraus aus dem Schatten seines übermächtigen Vaters, verfiel dem Alkohol und wurde von seinem Vater nach Italien geschickt, um auf andere Gedanken zu kommen. Dort starb er.
Goethe ließ auf dem Grabstein (sinngemäß) anbringen: "Hier ruht Goethes Sohn, ihm vorausgegangen". Da fehlt doch etwas? Richtig! Der Vorname. Auch Goethe war ein großer Mann, ein bedeutender Dichter und Denker. Wirklich groß ist niemand.

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nesmo 26.06.2017, 14:59
58. Peinlich

Wie der übermächtige Vater am Kanzler will sich nun der Sohn am Kanzlersohn abarbeiten? Dieselbe Häme über Figur und Provinzialität, nur nicht auf dem Niveau großer Politik sondern kleiner Familietragödien. Was hat das die Öffentlichkeit zu interessieren, wie angeblich schrecklich falsch sich ein Sohn verhält? Ist das die Fortsetzung der unendlichen BIrne-Witze, jetzt auf Augstein junior Niveau? Sind das die neuen großen Themen der heutigen (Mit-)Eigentümer des Spiegel?

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altais 26.06.2017, 15:01
59.

Zitat von Pless1
Die Kohls führen doch längst ein eigenes Leben, waren und sind als Manager und Unternehmer erfolgreich, eher trotz als wegen des Vaters. Es sind nicht die Kohls, die ihren eigenen "Erfolg" dadurch errungen haben, als Sohn des Gründers in dessen Medienimperium ein wenig mitmischen zu dürfen oder sich ein eigenes Blatt aus dem Erbe des Vaters zu kaufen. Nein, das gilt eher für jemand anderes. Und genau dieser meint, hier vorgeben zu können, wie andere Söhne berühmter Väter sich verhalten sollen.
Das glaube ich nicht, dass die Söhne ihren Erfolg "trotz" als "wegen" ihres Vaters erreicht haben. Der Name Kohl öffnet garantiert Türen, die Lieschen Müller verschlossen bleiben. Und wenn Lieschen Müller ein Buch schreibt, zum Thema: "Mein Vater war nicht für mich da", wozu sie allen Grund haben könnte, weil, außer Kohl viele Väter ihre Zeit in Karriere und Geldverdienen stecken, würde das keinen Menschen interessieren. (Wer weiß schon, ob die geschilderten Verhältnisse so wirklich waren. Immerhin hat man nur eine Seite bisher gehört.) Also haben die Kohl-Brüder einiges an Vermögen eben diesem Vater zu verdanken. Ausgesprochen dumm fand ich die Aktion mit den Enkelkindern im Schlepptau vor der versammelten Presse an der Haustür des Elternhauses anzuklopfen, ohne vorab sicher zu stellen, dass man eingelassen wird. Dass Kohl mit seinen Kindern gebrochen hat, ist eine Familienangelegenheit, die aber von den Kindern in die Öffentlichkeit getragen wurde. Angesichts Kohls Charakter kann ich mir seine Unzufriedenheit damit gut vorstellen. Wahrscheinlich ist der ganze Clan nach einem Muster gestrickt.

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