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Überparteilicher Plan: Britische Abgeordnete wollen Brexit-Entscheidung verzögern
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Offenbar wollen britische Abgeordnete den Brexit-Prozess jetzt selbst in die Hand nehmen: Medienberichten zufolge arbeiten einige von ihnen überparteilich daran, eine Entscheidung zu verschieben.

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adal_ 20.01.2019, 15:28
80. Schock

Zitat von spmc-135322777912941
71. Komisch dass das ganze Unternehmen BREXIT von den Iren abhängt.
Eigentlich nicht. Nicht mal von den Nordiren, wenn man in Rechnung stellt, dass eine deutliche Mehrheit der Nordiren für Remain gestimmt hat. Das Dilemma mit dem Karfreitagsabkommen entstand so gesehen außerhalb der irischen Insel. Das hat offenbar manch superpatriotischen Brexiteer nachhaltig schockiert.:-)

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Trevor Philips 20.01.2019, 15:30
81.

Zitat von imlattig
klossbruehe: sie werden so lange zoegern bis zu dem zeitpunkt an dem corbyn an die regierung kommt. sofort wird es einen harten brexit geben. die folgen wird corbyn ausbaden muessen.die eu spielt mit in diesem spiel auf zeit .weder in england noch in der eu haben die verantwortlichenb eliten ein intetesse an einer sozial orientierten regierung.
Keiner will eine antisemitische Partei mit einem antisemitischen Führer. Was über Corbyn zu sagen war hat Gove schon gesagt:
https://www.youtube.com/watch?v=HjrEpFi3QOE

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radlrambo 20.01.2019, 15:34
82. Na endlich jemand der sich auskennt

Zitat von cschweizer
1. Nicht bindendes Referendum 2. Gesetz zum Austritt von Parlament 3. Regierung wird von Parlament kontrolliert 4. Parlament entscheidet, Regierung wird nicht entmachtet 5. alles gut..... ;-)
Völlig richtig: Der Souverän in GB ist das vom Volk gewählte Parlament. Nur dieses hat das Recht und die Pflicht über den Brexit zum Wohle des Volkes zu entscheiden.

Entmachtungsphantasien sind daher Quatsch: Weder das Machtbefugnis der Bevölkerung noch das von May wird dadurch eingeschränkt.

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mpigerl 20.01.2019, 15:39
83. Vernünftig wäre

das Austrittsersuchen zurück nehmen. Dann in den nächsten Jahren mit der EU einen ordentlichen Vertrag verhandeln, denn der jetzige "Deal" sagt im Grunde nur, dass GB formal austritt, aber sich erstmal weiter an alle Regeln hält und dass Details in den nächsten Jahren ausgehandelt werden, aber das ist ja Unsinn weil kein weiß, was in den nächsten Jahren ausgehandelt wird. Und dann wenn es einen sinnvollen Vertrag gibt, ein neues Referendum abhalten, ob das Volk nun - da es den Vertrag und die Konsequenzen kennt - einen Austritt will.
Aber da in GB die Mehrheit nicht vernünftig ist, wird das nicht passieren, sondern sie werden in den Hard-Brexit gehen.

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mundi 20.01.2019, 15:43
84. Mehr Autonomie bitte

Zitat von ayee
Was ist das jetzt wieder für ein Hirngespinst?! Einen bilateralen Vertrag mit Irland kann es nicht geben, zumindest keinen, der nicht von der EU gebilligt wird. Man sieht mal wieder, dass die britischen Politiker eine Menge Rosinen im Kopf haben. Die EU täte gut daran, den Briten entweder keinen Aufschub zu gewähren oder wenn, dann höchstens sowas wie einen Monat. Außer immer neuen Rosinen produzieren die da drüben nichts, haben sie in den letzten zwei Jahren ja auch nicht.
Natürlich kann das Vereinigte Königreich ein Abkommen mit seiner früheren Kolonie,der heutigen Republik Irland, einen Vertrag abschließen. Gerade diese Autonomie möchte GB durch den Austritt aus der EU erreichen. Die Wirtschaftsbeziehungen mit der EU könnten ja bleiben. Warum nicht? Strafe?

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pepe-b 20.01.2019, 15:43
85. @ Johannes60

Nein, sie könnten nicht den Exit vom Brexit erklären und am nächsten Tag neu einreichen. Es gibt da etliche Expertenstimmen, die meinen, dass diese Vorgehensweise rechtsmissbräuchlich und damit unwirksam wäre.

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Dr. Hase 20.01.2019, 15:55
86. Es wäre schön

wenn die Briten jetzt endlich austreten würden. Von mir aus können sie auch bleiben. Oder mit oder ohne Deal die EU verlassen. Sie haben es in der Hand. Aber bitte KEINE Fristverlängerung. Entscheidet euch für was auch immer ihr wollt und zieht es durch. Liebe Briten! Nervt nicht länger mit eurem dämlichen Brexit! Macht ma hinne!

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cobaea 20.01.2019, 16:00
87.

Zitat von Sendungsverfolger
Es geht hier nicht um Grenzkontrollen im Sinne des Schengen-Abkommens. Denn auch mit diesem - wie auch ohne - hatten GB und Irland die "Einwanderung" aus der EU. Ob jetzt mit oder ohne Kontrolle ist Schnuppe. Schengen oder nicht betraf auch nur das Verhältnis der beiden Staaten zum Rest der EU, nicht untereinander. Jetzt geht es aber um den zukünftigen Grenzübertritt und zwar in Richtung GB. Juckt Irland (und damit die EU) nicht wirklich, denn "raus" darf jeder, wohl aber GB. Nach dem Brexit erst kann GB die Einwanderung aus der EU nach GB verhindern, folglich müssten die dann das Loch zu machen. Das widerspricht jedoch dem Karfreitagsabkommen ...
Das ist doch genau, das, was ich zuvor schon sagte: Der freie Personenverkehr zwischen Irland und Nordirland hatte mit der EU (bzw. eben "Schengen") nichts zu tun. Das war und ist Sache der beiden. Die Briten wollen "das Loch im Zaun" zu Irland nicht mehr - dazu brauchen sie weder vor noch nach einem EU-Austritt die EU. Das können sie - da eben nicht Schengen-Mitglied und dann auch nicht mehr EU-Mitglied - selbst stopfen. Allerdings haben sie dann Krach mit den "eigenen" Nordiren (eben Karfreitagsabkommen). Offen lassen wiederum wollen sie die Grenze nicht, weil sie eben keine Einwanderung aus der EU wollen. Bisher ist ja noch keinem/r PolitikerIn die Lösung dieser Quadratur des Kreises eingefallen. Den Backstop nicht zu wollen, ist das Eine, aber eine taugliche andere Lösung zu finden...

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Liberalitärer 20.01.2019, 16:03
88. Wandel

Zitat von radlrambo
Völlig richtig: Der Souverän in GB ist das vom Volk gewählte Parlament. Nur dieses hat das Recht und die Pflicht über den Brexit zum Wohle des Volkes zu entscheiden.
Die Parteien spielen auch im UK System eine Rolle, die Labour Party wird sich ebenso wie die Tories ziemlich genau überlegen, wie sie ihre Rolle und Vorstellungen national und international voranbringen kann. Und hier sind die Vorbehalte gegenüber dem technokratischen EU System begründet. Dinge lassen sich eben politisch ändern und diese ständige Argumentieren mit Sachzwängen nervt bisweilen, ist natürlich bisweilen auch hilfreich. Und da überleben sich bisweilen auch Systeme aus der Nachkriegszeit bzw. müssen neu gedacht werden, denn die Dinge ändern sich ja auch.
Ob der Brexit positiv ausfällt, ist eine Sache die zukünftige Geschichtswissenschaftler zu beurteilen haben werden.

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Elementar 20.01.2019, 16:04
89. Neue "Idee": Brexit vorverlegen?

Wie bei vielen hier Schreibenden ist es auch bei mir so – ich kann’s nicht mehr erwarten, dass das Drama vorbei ist. Noch zwei Monate… danach brauche ich ne Reha. Nachdem mittlerweile die Vorstellungen und Vorschläge immer abstruser werden, möchte ich nicht hintan stehen und meinen Geistesblitz mitteilen: Gibt es eine Möglichkeit, den Brexittermin vom 29.3. vorzuverlegen, wg. Aussichtslosigkeit? EU-Politiker + GH bitte ermitteln! Bitte, bitte, bitte!

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