Forum: Politik
Ugandas Staatsminister für Flüchtlinge: "Die Zeit der Mauern ist vorbei"
AFP

Uganda ist arm, dem Land droht eine Hungerkatastrophe - trotzdem sind Flüchtlinge willkommen. "Migration wird nicht gestoppt, indem man versucht, sich abzugrenzen", mahnt der zuständige Staatsminister Ecweru.

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mankannnurstaunen 04.10.2017, 13:07
1. Ein Vorschlag:

Der nächste Friedensnobelpreis sollte an den wunderbaren, vorausdenkenden und weisen Politiker Musa Ecweru verliehen werden.

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habo10 04.10.2017, 13:10
2.

Natürlich ist es einfacher, könnte man argumentieren, wenn die Flüchtlinge kulturell näher sind. Wenn man aber bedenkt, das die meisten Einwohner von Uganda buchstäblich regelmässig ums überleben kämpfen, ist die Hilfsbereitschaft absolut bemerkenswert und sollte die Menschen in vielen europäischen Länder beschämen.

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m.sielmann 04.10.2017, 13:18
3. Vernünftige Leute in Uganda

Menschen sind immer gereist und haben ihre Orte gewechselt. Wenn man dies Menschen unter Verfolgungsdruck sei es wegen Krieg, politischem oder wirtschaftlichen Druck verwehren möchte, ist dies anachronistisch. Man kann menschliches Verhalten und technische Möglichkeiten besonders des Transports nicht unterbinden, sondern nur gefährlich machen. In der Zeit der bipolaren Welt hießen die Menschen, die bei der Wanderung halfen Fluchthelfer, heute nennt man sie Schlepper. Aber, dass es solche Tätigkeiten gibt und dass für diese bezahlt wird, zeigt, dass Menschen sich unerträglichen Umständen entziehen wollen. Sie wollen in Frieden leben. Uganda, das viele kluge Politiker/innen hat, hat das verstanden. Wir sind in Deutschland noch nicht so weit. Xenophobie ist sowas von retro. Danke an Bartholomäus von Laffert und SPON für den lesenswerten Beitrag.

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ecatepec12 04.10.2017, 13:25
4. Hintergründe

Hallo SPON Forum, gern möchte ich ein paar Hintergründe geben. Afrika ist ein Stammesland mit Clan Strukturen. Das spielen Grenzen, gezogen auf der Kongo Konferenz in Berlin, keine Rolle. Deswegen kommen Flüchtige nach Uganda und sind dort willkommen, da sie vom gleichen Clan sind. Warum soll die EU Ländern wie Uganda Geld geben ? Für was ? Missmanagement ? Korruption ? Glauben Sie wirklich, wir würden ein Solidarbeitrag für Afrika in Deutschland einführen, Geld nach Afrika transferien und alles wird gut ? Wer sowas vorgschlägt ist weltfremd. Ich habe selber in Sambia gelebet, ein Land, was sehr viel Flüchtlinge aus dem Kongo aufnimmt. Dort wundert man sich übringengs, das Flüchtlinge aus Marokko nach Europa gehen, denn Marokko ist für Sambia ein reiches Land. Aber bei uns träumen ja auch Menschen von der Schweiz. Es ist also alles relativ.

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realist4791 04.10.2017, 13:32
5. Wieso immer Europa?

Wieso ist immer Europa verantwortlich, in der Pflicht usw.? Zu allererst, sind es die Heimatländer die in der Pflicht sind ihren Leuten zu helfen und ihnen ein gutes Leben zu ermöglich. Aus menschlicher Sicht, soll man natürlich helfen, jedoch habe ich ein Problem damit, wenn es von mir verlangt und aufgezwungen wird. Und warum immer nur Europa? Wo ist Russland, China, Japan, Kuwait, Saudi Arabien usw.? Zudem bringt seinem Land die Aufnahme Geld aus dem Ausland, während in Europa die eigene Bevölkerung für die Migranten/Flüchtlinge aufkommt.

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p_p_b 04.10.2017, 13:32
6. Respekt

Hut ab vor vor diesem Mann. Der sollte mal in Europa ein paar Reden halten dürfen. Hier könnte so ziemlich jeder etwas lernen!!! Respekt vor seiner Einstellung!!! Schade, dass dieser schwachsinigge Nationalismuss wieder größer wird - die Welt ist ein Dorf!!!

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J. Hotzenplotz 04.10.2017, 13:36
7. Ja, im Prinzip alles richtig,...

...aber es geht natürlich einfacher und reibungsloser, wenn eine gewisse Ähnlichkeit von Kultur und Sprache da ist. Innerhalb Europas klappt das auch recht gut, vor allem mit Bewohnern aus dem nördlichen Teil. "Wacht auf, wir leben im 21. Jahrhundert und die Welt wächst immer mehr zusammen zu einem einzigen Dorf. Migration wird nicht gestoppt, indem man versucht, sich abzugrenzen. Wir sind eine Weltgemeinschaft und nur als solche können wir Probleme lösen.. ". Naja, die Probleme Afrikas mit Korruption, Vetternwirtschaft und zuallererst explodierendem Bevölkerungswachstum werden wir allerdings weniger in Europa lösen können, ditto die der Rohingya, denen wir lt. eines Grünen auch Asyl bieten sollten. Wenn jeder erstmal seinen Nachbarn hilft, sind wir schon sehr viel weiter und müssen lokale Probleme nicht am anderen Ende der Welt lösen...das kann nicht klappen und die Welt wird auch kein Dorf, und das ist auch gut so.

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Bondurant 04.10.2017, 13:39
8. Diese Einstellung

Eher hungern wir zusammen, Ugander und Flüchtlinge, Brüder und Schwestern.

dürfte man in Detschland wohl kaum finden. Um so gesünder, dass die Konsequenzen der "Grenzenlosigkeit" mal so deutlich benannt werden. Dem Mann gebührt Respekt!

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Worldwatch 04.10.2017, 13:41
9. Ecweru hat sicher recht

?Ecweru:Die Anzahl der Flüchtlinge, die Europa aufnimmt, ist ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man das mit der Zahl derFlüchtlingeauf dem afrikanischen Kontinent vergleicht. Aber ich finde den Ansatz richtig: Es ist besser, wenn die Flüchtlinge hier versorgt werden, als wenn man versucht, Tausende Menschen in eine komplett fremde Kultur zu integrieren.?

Das allein aber befreit Europa nicht. Im Gegenteil. Es verpflichtet zur Unterstützung, insb. zur Hilfe nach der Überlebenshilfe; Stichwort, Investitionsprogramme zum Aufbau ökonomischer Stabilität.
Hierfür muss Europa den Investoren durch Ausfallkredite unterstützen, seine Märkte für afrikanische Produkte fair öffnen, latent Aus- und Fortbildungsprogramme ausbauen und anbieten.
Die Zeit überkommener, sog. Entwicklungshilfe, muss eingedampft werden; denn diese ?Hilfe? hulf wie hilft selten, und entwickelte nicht selten Gegenteiliges als die Sonntagspredigten und politische Feiertagsreden propagierten.

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