Forum: Politik
Ugandas Staatsminister für Flüchtlinge: "Die Zeit der Mauern ist vorbei"
AFP

Uganda ist arm, dem Land droht eine Hungerkatastrophe - trotzdem sind Flüchtlinge willkommen. "Migration wird nicht gestoppt, indem man versucht, sich abzugrenzen", mahnt der zuständige Staatsminister Ecweru.

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Mohooin 04.10.2017, 16:15
20. Bizarr einseitiges Interview... für ein bisschen mehr Nuance...

...sei dieser Text auf Al-Jazeera empfohlen: http://www.aljazeera.com/indepth/opinion/2017/07/uganda-refugee-paradise-170726133024156.html
Von belgischen Wissenschaftlern, die viel Zeit mit den Flüchtlingen dort zugebracht haben. Und natürlich ist es alles nicht so glorreich, wie es lokale Politiker uns glauben machen wollen...

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getraenketholi 04.10.2017, 16:29
21. Eine Leitlektüre für den Westen

aus dieser Reportage können die westlichen Diplomaten ihre Defizite in der Humanität, die enorm in Europa mit Worten überstrapaziert wird und keine Taten aufweist, vergegenwärtigen.Ob Sie daraus positive Schlüsse daraus ziehen,ist mehr als fraglich.

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spon-facebook-10000080649 04.10.2017, 16:44
22.

Zitat von der-junge-scharwenka
Na ja, zum Beispiel wegen der kolonialen Vergangenheit, die sich über viele Jahrhunderte erstreckte und in der Afrika geradezu leergeplündert wurde. Und die Kolonialmächte, die davon profitiert haben, waren eben ausschließlich Europäische Staaten. Er hat zu einem guten Teil den Grundstock für den Wohlstand Europas gelegt. Mag man vielleicht nicht gerne hören - die Geschichte mit den hart arbeitenden Europäern ist eben viel schöner -, ist aber so. Man kann sich natürlich auf die Betrachtung des Ist-Zustands beschränken und der Meinung sein, dass Vergangenheit Vergangenheit ist, insbesondere dann, wenn sie eher nicht so schön war (solche Ansätze hören wir zurzeit ja recht häufig); aber wer sich fragt, warum Dinge so sind, wie sie sind, wird nicht umhinkommen, nach Ursachen zu fragen - und auch nach Ursachen, die weiter zurückliegen als das heutige Frühstück. Der Kolonialismus ist sicher nicht die einzige Ursache für Afrikas heutige Lage - nichts ist monokausal -, aber ihn einfach auszublenden, ist ebenso verfehlt. So: Deshalb immer Europa, um Ihre Frage zu beantworten.
Trotzdem, was genau haben die damaligen Europäer denn so wertvolles in Afrika "leergeplündert"? Dass es in dieser Zeit viele Kriege und Morde gegeben hat, ist eine andere Sache. Ich frage mich nur, welche Dinge man aus Afrika unwiederbringlich leergeplündert hat. Ich lese immer, dass es so war, nur konnte mir bisher niemand sagen, was genau leergeplündert wurde und von wem. Meiner Meinung nach hat Afrika weitaus mehr von Europa profitiert (Bildung, Medizin) als es leergeplündert wurde.

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alternativlos 04.10.2017, 16:44
23. Danke für die Worte

Wer den Wesenskern der Migration versteht, braucht keine Lösungen aus Mauern mehr.

Bildung, die liebenswert zurückkommt, ist schon mal guter Anfang.

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Matzimaus 04.10.2017, 17:04
24. Hahahaha

Zitat von Bondurant
Eher hungern wir zusammen, Ugander und Flüchtlinge, Brüder und Schwestern. dürfte man in Detschland wohl kaum finden. Um so gesünder, dass die Konsequenzen der "Grenzenlosigkeit" mal so deutlich benannt werden. Dem Mann gebührt Respekt!
Ähem... lustig, wie der Minister, der mit seinen Kollegen und den Parlamentariern zusammen einen riesigen Schluck aus der Pulle nehmen - und i.V. dazu sind unsere Parlamentarier in PPP gemessen arm - um dann zu erklären, man werde im Zweifel gemeinsam hungern.

Das glaube ich nicht, denn im Zweifel hungern die Bürger Ugandas, aber nicht die Parlamentarier oder Minister und ihre Anhänge.

Ein bisschen kritische Distanz zu Gesprächspartnern täte heutigen Journalisten gut, auch wenn sie mit ihrem Gegenüber sympathisieren.

Ich kann die Quellen ad hoc nicht verifizieren, aber solche Dinge lesen sich schon spannend:

"Bukedea district: NRM Government neglect to another level, they are stealing from their starving citizens!"

"In the Teso Region they are eating termites to survive the famine!"

https://minbane.wordpress.com/tag/hon-musa-ecweru/

Aus Wikipedia: "Corruption in Uganda is characterized by grand-scale theft of public funds and petty corruption involving public officials at all levels of society as well as widespread political patronage systems."

https://en.wikipedia.org/wiki/Corruption_in_Uganda

Es befindet sich auf auf Platz 151 in der Liste von Transparency International.

https://www.transparency.org/news/feature/corruption_perceptions_index_2016

"Dann sollen sie Kuchen essen!"

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Matzimaus 04.10.2017, 17:08
25. Episch.

Zitat von Atheist_Crusader
Weil nur Europa (bzw. der Westen) einen ausreichend entwickelten moralischen Kompass hat. Nicht, dass er perfekt ist, aber eben ein ganzes Stück besser als die von Ihnen genannten Länder. Uns scheren Tote auch wenn es nicht die unseren sind, wir tolerieren alles, wir sind uns zu fein Menschen organisiert zu unterdrücken, zu entrechten, zu ermorden. Und das wird natürlich ausgenutzt. Niemand würde auf die Idee kommen die russische oder saudische Grenze zu verletzen und nach dem Motto "Ich bin jetzt euer Problem. Ich müsst micht verosrgen. Andernfalls müsst ihr mich schon erschießen." - denn die würden tatsächlich den Abzug drücken. Europa nicht. Gehen Sie mal in Indien oder so durch ein Elendsviertel und geben Sie einem einzigen Bettler Geld - dann haben Sie sofort eine Traube von Menschen um sich herum die Sie nicht mehr loswerden ohne noch mehr Geld zu opfern. Das ist der Westen. Dagegen der Typ der mit aggressivem Blick und vielleicht einer Hand unter der Jacke voranschreitet und Niemanden eines Blickes würdigt - das ist der Rest der Welt. Natürlich, ganz so einfach darf man sich das jetzt auch nicht machen mit dem netten Westen und dem bösen Rest der Welt, aber so als Verallgemeinerung kommt es hin.
"Weil nur Europa (bzw. der Westen) einen ausreichend entwickelten moralischen Kompass hat."

L'Enfers, c'est les autres - oder die anderen, das sind Barbaren.

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Strangelove 04.10.2017, 17:31
26. Keine Ahnung also war da nichts

Zitat von spon-facebook-10000080649
Trotzdem, was genau haben die damaligen Europäer denn so wertvolles in Afrika "leergeplündert"? Dass es in dieser Zeit viele Kriege und Morde gegeben hat, ist eine andere Sache. Ich frage mich nur, welche Dinge man aus Afrika unwiederbringlich leergeplündert hat. Ich lese immer, dass es so war, nur konnte mir bisher niemand sagen, was genau leergeplündert wurde und von wem. Meiner Meinung nach hat Afrika weitaus mehr von Europa profitiert (Bildung, Medizin) als es leergeplündert wurde.
Na was wohl Menschen (Sklaven), Gold, Diamanten, Elfenbein. Vielliecht nicht leergeplündert, aber geplündert und zudem Instabilität durch willkürliche Grenzziehungen geschaffen.
Ich dachte das Wissen gehört zur Schulbildung, aber dem ist offensichtlich nicht so.

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Strangelove 04.10.2017, 17:37
27. Überheblichkeit

Zitat von spon-facebook-10000523851
und muss akzeptieren, dass der Kontinent noch nie in der Lage war sich selbst zu regieren.
Alleine Afrika immer nur wie ein Land zu behandeln ist unglaublich ignorant. Es handelt sich um über 55 Staaten, viele Kulturen (die ein ignoranter Mensch wohl alle gleich findet) mit über 50 größeren Sprachen. Der Kontinent hat sich (so wie Europa, Asien und Amerika) noch nie selbst regiert, das haben nur die enzelnen Staaten getan. Und bei einigen klappt das trotz bzw. wegen Korruption genauso gut oder schlecht wie in anderen Teilen der Erde (Europa eingeschlossen).

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Wofgang 04.10.2017, 17:42
28.

Kann man den Mann nicht zwangsweise bei den Pegida Demos als Erstredner auftreten lassen? Der massive Polizeischutz der nötig wäre, würde sich bezahlt machen. Genau so müssten die vermeintlichen Beschützer des christlichen Abendlandes argumentieren, wenn sie nur einen Funken Ahnung vom christlichen Abendland hätten.

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skater73 04.10.2017, 17:44
29. In einem hat er Recht

Es wäre für Europa billiger, Staaten mit (noch) funktionierenden Strukturen finanziell zu helfen, die Flüchtlinge zu versorgen. 1. kostet die Versorgung vor Ort deutlich weniger, weil die Preise einfach geringer sind. 2. Steigt hier nicht die Kriminalität und die illegale Einreise, so dass für diese beiden Punkte nicht immense Sicherheitskosten aufgewendet werden müssen.
Aber man erzähle mal den Leuten, wir zahlen künftig als Deutschland 300 Mio. Euro jährlich für Flüchtlingshilfe nach Afrika. Da würde der Mob rasen, egal wieviel besser und sinnvoller das ist.

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