Forum: Politik
Ugandas Staatsminister für Flüchtlinge: "Die Zeit der Mauern ist vorbei"
AFP

Uganda ist arm, dem Land droht eine Hungerkatastrophe - trotzdem sind Flüchtlinge willkommen. "Migration wird nicht gestoppt, indem man versucht, sich abzugrenzen", mahnt der zuständige Staatsminister Ecweru.

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Wofgang 04.10.2017, 17:48
30.

Zitat von spon-facebook-10000080649
Trotzdem, was genau haben die damaligen Europäer denn so wertvolles in Afrika "leergeplündert"? ...
Bildung hilft und Geschichte ist Bildung. Sklaven, Elfenbein, Gold und viele andere Bodenschaätze, deren Abbau von den Sklaven für die Kolonialmacht abgebaut wurde.

Ebenfalls sehr interessant ist die Geschichte des Iran. Nachdem man sich damit befasst hat kommt einem der Terrorismus nicht mehr seltsam vor, sondern logisch.

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skater73 04.10.2017, 17:48
31. @realist

Zitat von realist4791
Wieso ist immer Europa verantwortlich, in der Pflicht usw.? Zudem bringt seinem Land die Aufnahme Geld aus dem Ausland, während in Europa die eigene Bevölkerung für die Migranten/Flüchtlinge aufkommt.
Sie haben Recht, wenn Sie fragen, warum Europa zuerst und allein.
Sie liegen aber krass daneben, wenn Sie glauben, dass Uganda jährlich 1 Mio. neue Flüchtlinge mit 358 Mio. Euro versorgen könnte. Nein, Uganda verdient sicher nicht an der Flucht. Die haben echt Respekt verdient, dass sie so handeln, auch wenn es ihnen möglicherweise einfacher fällt als uns, da die flüchtenden Afrikaner ihnen kulturell viel näher sind als uns.

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mhuz 04.10.2017, 17:50
32. Wäre es nicht besser

Es wäre doch dann besser, wenn man die Flüchtlinge die hier sind, nach Uganda schicken würde, dann hätten sie es besser.Dort würden sie Versorgt und sie hätten genügend Platz für Wohnungen.

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der-junge-scharwenka 04.10.2017, 17:50
33. @22

Oh je, da wäre Geschichtsunterricht nötig... Ein Beispiel: die belgische Kolonie Kongo in der Ära von König Leopold II. Schauen Sie bei Wikipedia unter dem Stichwort “Kongogräuel“ nach. Der Artikel ist OK, er gibt einen ersten Einblick in die systematische Ausbeutung einer Kolonie. Ein anderes Beispiel: das schwarze Gold; der Sklavenhandel. Und wenn Sie jetzt noch meinen, man könne da nicht von Leerplündern sprechen, weil ja immer noch etwas übrig geblieben ist, dann möchte ich mit Ihnen nicht weiterdiskutieren.

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helgeharder 04.10.2017, 18:05
34. Der Mann hat gut reden...

Natürlich ist es schön, daß Uganda Flüchtlinge aufnimmt. Aber man muß auch mal schauen, was mit den Flüchtlingen passiert, und welche Leistungen sie erhalten. Das einzige, was Uganda unternimmt, ist sie ins Land zu lassen, und ihnen ein kleines Stück Land zuzuweisen, auf denen Sie eine Hütte bauen und versuchen können, etwas anzubauen. Dieses Land befindet sich praktisch ausnahmslos im bitterarmen und kaum erschlossenen Norden des Landes. Die zugewiesenen Landstücke, die weiterhin offiziell in Besitz der lokalen Bevölkerung (und nicht etwa der Flüchtlinge)sind, sind zu klein, um sich davon zu ernähren. Ernährt. gekleidet und sonst versorgt werden die Flüchtlinge komplett von (westlichen) Hilfsorganisationen. Was

Es gibt praktisch keinerlei Straßen oder sonstige Infrastruktur, Krankenhäuser, Schulen, alles was man braucht, wird ebenfalls von Hilfsorganisationen aufgebaut. Deshalb freut sich die ugandische Regierung ja auch so über die Flüchtlinge- ohne die würde wesentlich weniger Hilfe und Geld nach Uganda strömen. Uganda selber gibt nicht einen Pfennig aus für die Flüchtlinge!

Bezogen auf Europa heißt das, daß man z.B. in Deutschland einem syrischen Flüchtling 200qm mitten im bayrischen Wald zur Verfügung stellt, ihm sagt, daß er sich die Fläche roden darf, ihm ansonsten keinerlei Hilfsmittel geschweige denn Geld oder medizinische Versorgung oder auch nur Werkzeug zur Verfügung stellt, und sich anschließend als Wohltäter feiern läßt, weil man ja so nett ist, Flüchtlinge aufzunehmen.

Und das soll das große Vorbild sein? Na vielen Dank auch...

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Bernd.Brincken 04.10.2017, 18:06
35. Plan B

"Es war einer der größten Fehler unserer Zeit, Gaddafi zu töten, ohne einen Plan B für Libyen in der Hinterhand zu haben."
Es war ein Volksaufstand, nach Jahrzehnten der Alleinherrschaft.
Am ersten Tag (17.2.2011) lies Gaddafi mit schweren Waffen auf Demonstranten schiessen.
Und selbst wenn er an der Macht geblieben wäre - wie sähe es in Libyen heute aus, Islamisten und ISIS hätten das Land einfach in Ruhe gelassen?

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yogtze 04.10.2017, 18:29
36.

Zitat von der-junge-scharwenka
Oh je, da wäre Geschichtsunterricht nötig... Ein Beispiel: die belgische Kolonie Kongo in der Ära von König Leopold II. Schauen Sie bei Wikipedia unter dem Stichwort “Kongogräuel“ nach. Der Artikel ist OK, er gibt einen ersten Einblick in die systematische Ausbeutung einer Kolonie. Ein anderes Beispiel: das schwarze Gold; der Sklavenhandel. Und wenn Sie jetzt noch meinen, man könne da nicht von Leerplündern sprechen, weil ja immer noch etwas übrig geblieben ist, dann möchte ich mit Ihnen nicht weiterdiskutieren.
Was den Sklavenhandel angeht, sollte man aber auch anfügen, dass dieser nicht von den europäischen Kolonialmächten initiiert und auch nicht betrieben wurde. Die Sklavenhändler waren Afrikaner, die ihre eigenen Landsleute versklavten, und Araber.

Europäer sind erst spät als "Abnehmer" in das Geschäft mit eingestiegen (erst die Portugiesen, später Engländer, Franzosen und Spanier). Es waren aber auch die aufkommenden liberalen Gesellschaften in Europa, die letztlich das Ende dieser Barbarei bewirkt haben.

Und was die Ausbeutung Afrikas angeht (Sie führen mit der Kongogräuel von Leopold jetzt ein Extrembeispiel an) - die meisten Kolonien waren für die europäischen Staaten letztlich ein Minusgeschäft, da die Investitionen in die dortige Infrastruktur häufig den Ertrag durch Bodenschätze überstiegen hat. In Europa hat sich allerdings ein Schuldkult durchgesetzt, nach dem wir für alles Elend der Dritten Welt verantwortlich sind.

Die Tatsache, dass dort korrupte Eliten an der Macht sind, denen die Belange der eigenen Bevölkerung gleichgültig sind, hat den Kontinent in diese Situation gebracht, hinzu kommt das Problem der Bevölkerungsexplosion. Man sollte nicht vergessen, dass der asiatische Kontinent auch unter Kolonialherrschaft stand, die meisten dortigen Staaten (Pakistan und Bangladesh ausgenommen), sind trotzdem auf einem guten Weg.

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matt4866 04.10.2017, 20:05
37. Europa und Afrika

Wie vielen Menschen könnte man helfen, wenn die Unsummen, die in Deutschland für die Flüchtlings- / Migrationspolitik ausgegeben werden, in Afrika in gute und kontrollierte Projekte investiert, mit einem Migranten hier konnten wohl einhundert Menschen dort geholfen werden.

Leider haben in Afrika fast überall hoch-korrupte Politiker die Hosen an, die ihre arme Bevölkerung ausrauben. Ein trauriger Spitzenreiter in dieser Beziehung ist Süd-Afrika, das innerhalb von 20 Jahren komplett an die Wand gefahren worden ist. Das Schweigen darüber ist ohrenbetäubend.

Die Aussagen die Ministers Ecweru sind sehr schön, ähnlich wie der Asylartikel des Grundgesetzes aus 1949, als niemand sich vorstellen konnte in dieses Land zu kommen, außer den vertriebenen Deutschen.

Ich wünsche Uganda Glück auf dem Weg in eine bessere Zukunft, wie auch Afrika insgesamt. Das ist wohl die grösste Aufgabe der Menschheit derzeit, diesen verlorenen Kontinent besseren Zeiten entgegen zu führen. Das wird nicht über Migration nach Europa zu erreichen sein, sondern durch Entwicklung vor Ort. Je schneller das begriffen wird, desto besser.

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Peter Bernhard 04.10.2017, 20:24
38. "nicht gestoppt, indem man versucht, sich abzugrenzen"

Von Hutsis und Tutsis Gott sei Dank nicht und nie mehr die Rede? Verblüfft bin ich über einen blitzartigen Bezug zu meiner Lebewelt: im Unterschied zu einer auf mich bezogenen als "Enkel" zu veralternden Generation hatte ich es als Kind noch erlebt, wie die Kleinfamilie nur eine Nische darstellte einer ganz großen Großfamilie nämlich der Zeit: sonntags besucht wie die Kirche wurden Großeltern, bei denn noch die Urururgroßeltern gesessen wären, damals schon bei Kaffee und Kuchen, wären sie noch am Leben gewesen. Und in Uganda der 80er oder 70er, weiß nicht mehr, auch nicht anders. Bis somit die Hutsis und Tutsis somit was Greuel und Großclans angeht was mit Holocaust hatten. So wundert mich die Klarheit, mit der heute in Uganda dieses Territorium als "Country" im Sinne eines great wide open USA deklariert wird von tonangebenden Politikern. Hierzu die mich verblüffende Paradoxie als These: je mehr der Mensch sich in Clans sieht und nicht in funktionierender Kleinfamilie, die sich bewusst als "Verdienerhaushalt" organisiert und so eine eminente Funktion hat in einer Menschengesellschaft, je mehr die Kinder also noch die Großgroßeltern als Eminente erleben, desto eher nehmen diese an, dass sie deswegen - aus Tradition Deutsche oder Ugandalesen sind - und nicht nur Kind, das Eltern hat und das reiche - alle anderen Kinder hätten auch Eltern und basta. Noch mal: je mehr im Traditionalismus aufgewachsen wird, desto eher gibt es eine den Menschen und seine unmittelbar nämlich kleine Bezugsgruppe hin zu einer versachlichenden und damit auch abschlachtungsfähigen - andere - übersteigende Großgruppe, die abstrakt ist, und deren Zugehörigkeit dann zu einer "Nationalität" gemacht wird, die durchaus durch Grenzen aktiv zu bewahren ist, die abstrakt territorial sind oder auch abstrakt - einfach nur ent-mediatisiert - sozialversicherungsrechtlich, das ist dann einerlei. Solche Großverbände als Menschen nur noch als abstrakte auffassende können also als solche "Deutschheiten" durch Völkermorde offenbar sehr effektiv in ihren Möglichkeiten vorgeführt werden. Das muss jedoch nicht bedeuten, dass nicht auch von Mensch zu Mensch was abgehen kann - dass ist dann jedoch Kriminalität, und aus dieser Richtung geschossen dann im Grenzbereich, wie ich meine, logischen ein Las Vegas Shooting gleich neben den large Meadows of just the united states. Merken möchte ich mir meine These: der Wandel der Wichtigkeit vom Großtraditionsverband mit Urureltern hin zur Kleinfamilie als nämlich relevanter macht es plausibel, Staatsangehörigkeit insbesondere nicht als vererbt, sondern wie in USA interessanterweise so rechtlich vorgesehen und in Uganda dann praktisch "drin" (Vertrauensschutz) als durch Geburt in einem bestimmten Staat, Verwaltungseinheit erworben zu erleben - also losgelöst von territorial-historischen-kulturellen Bezugsgruppen - und somit sogar im Sinne von Vertrauensschutz "war schon immer da" intuitiv aufzufassen.

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dr.w 04.10.2017, 23:03
39. Respekt

vor solch vernüftigen Menschen

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