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Ukip-Chef Farage im Wahlkampf: Der Mann, der England aufstachelt
REUTERS

Ausländer nehmen einem die Wohnungen weg, Jobs sowieso - und blockieren beim Arzt das Wartezimmer: Im britischen Wahlkampf macht es sich Nigel Farage mit solchen Parolen leicht. Doch der Chef der rechten Ukip kommt damit an.

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hüsum 20.04.2015, 14:34
60.

Wenn ich vieles Veröffentlichte des SPIEGEL nach Kurt Tucholsky beurteile:
"Sage mir, wie ein Land mit seinen schlimmsten politischen Gegnern umgeht, und ich will dir sagen, was es für einen Kulturstandard hat."
sollten einige Schreiberlinge nur noch mit permanentem Scham veröffentlichen. Bloß gut, das ihr kein Land seid...

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Sachsen 20.04.2015, 14:37
61. Mmm

Zitat von Ulukai
stimmt nichts von beidem. Entweder sie erledigen Arbeiten, die der feine Brite eh nicht machen würde, oder sie haben Jobs, die der feine Brite nicht mehr ausüben kann, weil er .....
Sie haetten zwar einen vernuenftig geregelten Bankensektor, aber keine Banken!

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Brennstoff 20.04.2015, 14:52
62. Strategie

Zitat von uselessdm
Nettes Detail ist auch, dass er sich seinen Wahlkampf vom Etablishment bezahlen lässt,...
Steht es nicht sinngemäß genau so im Handbuch des Strategen Sun Tzu, wie es gelingt, einen Gegner erst zu schwächen und dann zu besiegen?
Haben es unsere 68er mit ihrer vergleichbaren Strategie des "Marsches durch die Institutionen" nicht sehr erfolgreich vorgemacht?
Ganz davon abgesehen, das Farage sich auf nunmehr 5 Jahre erfolglose und ungeheuer teure Rettungstrategien stützen kann, die um einiges höher ausfielen als sein Lebensunterhalt und die Steuerzahler damit berechtigter Weise etwas mehr empört?

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Brennstoff 20.04.2015, 14:54
63. Trend

Wie auch immer man über Farage denkt, man wird mit ihm rechnen müssen.
Vergangenen Sonntag haben die Finnen die "Partei der Finnen" zur zweitstärksten Partei gewählt.
Der Trend zur Abkehr von der EU und zur Hinwendung zum Nationalstaat setzt sich also verstärkt fort.
Griechenland ist zur Zeit der beste und kostenloseste Wahlhelfer, den sich die Europakritiker vorstellen könnten, gleich nach der desaströsen Zuwanderungspolitik, die offensichtlich wie ein Turbolader für diese Entwicklung wirkt.
Was GB im Speziellen angeht, sollten sich die EU und Fr. Merkel genau überlegen, wen sie für das existenziellere Mitglied der EU halten, GB oder GR.
Beides zusammen wird auf die Dauer nicht gehen.

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marcw 20.04.2015, 14:56
64.

Zitat von deSelby
Auf Kosten der Kelten und Pikten?! Na sapperlot... Eine nationalistische Position wie die der UKIP ist eigentlich überall auf der Welt als gelinde gesagt "sehr unschön" - da an Ressentiments und Xenophobie......
Jede neue Einwanderungswelle ging auf Kosten und gegen den Widerstand der bereits etablierten Einwohner. Warum die derzeitigen Einwohner die derzeitige Verdrängungswelle auch noch mit begrüßen und finanzieren sollen ist mir nicht klar.

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briancornway 20.04.2015, 15:09
65. Im Ruin

Zitat von Brennstoff
Ganz davon abgesehen, das Farage sich auf nunmehr 5 Jahre erfolglose und ungeheuer teure Rettungstrategien stützen kann,
Da weder unsere Währung noch unser Wirtschaftsraum noch unsere Lebensqualität in dieser Zeit zusammengebrochen ist, verstehe ich das "erfolglos" in diesem Zusammenhang nicht.

Der größte entstandene Schaden ist doch der in den Köpfen der "Retter des Abendlandes", und genau von dort droht uns ein größeres Risiko als in der Solidarität mit unseren Nachbarn.

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schmidthomas 20.04.2015, 15:46
66. Die

Zitat von briancornway
Der größte entstandene Schaden ist doch der in den Köpfen der "Retter des Abendlandes", und genau von dort droht uns ein größeres Risiko als in der Solidarität mit unseren Nachbarn.
leider verwechseln Sie Ursache und Wirkung. So lange wir in Deutschland noch einen demokratischen Rechtsstaat haben, werden Sie mit Andersdenkenden und deren demokratisch legitimen Forderungen konfrontiert werden.
Verächtlichmachung und Arroganz helfen da nicht weiter. Wie einer meiner Vorredner korrekt bemerkte, ist der andauernde Bruch der bestehenden Asylgesetze durch unsere Regierung(en), um nur ein Beispiel von vielen zu nennen, ein Turbolader für das wachsende Aufbegehren breiter bürgerlicher Schichten in Deutschland und Europa. Nicht jeder Bürger möchte seine Heimat unter Zuhilfenahme seiner Steuergroschen als Weltsozialamt umgestaltet wissen.

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freekmason 20.04.2015, 15:50
67.

Zitat von kuac
Zitat: "Ausländer nehmen einem die Wohnungen weg, Jobs sowieso"... Wie ist das möglich? Der Hauptvorwurf bisher war, dass die Ausländer alle Sozialhilfeempfänger seien. Was stimmt denn nun?
das ist ein quantenpolitisches phänomen: "schrödingers ausländer" nimmt dir gleichzeitig den arbeitsplatz UND das arbeitslosengeld weg.

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niamh 20.04.2015, 15:50
68. Irrefuerende Berichterstattung (nochmals)

Ich bin britisch, und wohne in London.
Der Spiegel Artikel ist irrefuerend und inkorrekt.
Erstens, "die Auslaender", ueber denen Farage und UKIP sich beschwerden, sind osteuropaische Einwanderer, die mit der Erweiterung der EU- und unter der disastroesen Labour Regierung, die uns in (illegalen) Krieg gefuehrt hat, und uns fast zum Bankrott gebracht hat - nach GB gekommen sind.
Inzwischen hat sich Ed Milliband von Labour fuer die unkontrollierte osteuropaischen Einwanderung entschuldigt.

Die Anti-Einwanderung Politik der UKIP richtet sich gegen diese Welle von osteuropaischen Einwanderern, nicht gegen jene Einwanderer -oder gegen dessen Kinder, die sowieso britisch geboren sind - aus der Karibik, und dem indischem Subkontinents, die schon lange hier sind.
Viele dieser ausser-EU Einwanderer gehoeren inzwischen der professioneller Elite (z. B. im Gesundheitwesen, wo es viele nicht-wiesse Chirurge und Aerzte gibt).

Die besten akademischen Ergebnisse sind von judischen Schuelern, dann gefolgt von indisch- und chinesischstammigen Studenten. Ihr Erfolg ist erstaunlich, was UKIP auch schaetzt.
UKIP hat auch manche nicht-weisse Unterstuezer
Deshalb kann man nicht sagen, dass UKIP rassistisch sei - mindestens nicht im traditionellem Sinn - was der Spiegel Artikel andeuten will .
Ich bin fest gegen UKIP, aber ich will auch Beschraenkungen der osteuropaischen Einwanderung sehen.

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dr.joe.66 20.04.2015, 15:59
69. Geschichte ...

Zitat von was..soll..das??
...Franzosen und Engländer schwingen die selben Sprüche wie unsere Nazis und das alles weil sie nicht mit der Globalisierung klar kommen. Eine Lösung der Globalisierung zu antworten wäre sich mit Gleichenkenden zusammenzuschliessen, z.b. EU, und dann eine gemeinsame Strategie entwickelt. Nationalismus hat nie langfristig Probleme gelöst!!!
Das stimmt.
Vielleicht sollte man mal in die Geschichte schauen, wie denn Nationalstaaten entstanden sind...
Warum haben sich die ganzen deutschen Kleinstaaten zusammengeschlossen? Warum ist aus den einzelnen Staaten der U.S.A. die "Union" geworden? Ganz einfach: Es war jeweils eine äußere Bedrohung vorhanden, die zur Zusammenarbeit gezwungen hat.
Fehlt diese Bedrohung, dann zerfallen solche Gebilde um so schneller, je künstlicher sie sind.

So gesehen könnte Putin auf fatale Weise der Retter der EU werden...

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