Forum: Politik
Ukraine: Janukowitsch betont Freundschaft zu Russland

Er gilt als Mann Moskaus - und macht seinem Ruf alle Ehre. Der ukrainische Wahlsieger Wiktor Janukowitsch will seine künftige Außenpolitik an Russland ausrichten. Die Helden der Orangenen Revolution haben verloren, die Öffnung nach Europa scheint vorerst beendet.

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sansold 10.02.2010, 15:56
1. .

Zitat von sysop
Er gilt als Mann Moskaus - und macht seinem Ruf alle Ehre. Der ukrainische Wahlsieger Wiktor Janukowitsch will seine künftige Außenpolitik an Russland ausrichten. Die Helden der Orangenen Revolution haben verloren, die Öffnung nach Europa scheint vorerst beendet.
Immerhin besser als die "Helden" der orangene "Revolution". Der Busch ist weg, USA hat eigene Probleme und voila... ein Machtwechsel in Ukraine.

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juergw. 10.02.2010, 16:02
2. Logisch !!

Zitat von sysop
Er gilt als Mann Moskaus - und macht seinem Ruf alle Ehre. Der ukrainische Wahlsieger Wiktor Janukowitsch will seine künftige Außenpolitik an Russland ausrichten. Die Helden der Orangenen Revolution haben verloren, die Öffnung nach Europa scheint vorerst beendet.
Die Ukraine war in der ehemaligen UdSSR wirtschaftlich mit eingebunden.Was soll denn die EU für Ihn tun.Ersatzweise Gas liefern?Die EU hat doch mit den Pleitekandidaten Griechenland,Portugal,Spanien,Irland,Italien,Lettl and etc.
genug zu tun.Noch 200 Milliarden für die Ukraine ?
Die müssen erst einmal selber ihren Laden in Ordnung bringen
und das Verhältnis zu Russia normalisieren.
Für Juschenko hat doch die Anbiederung an den Westen doch nur noch 5% bei der Wahl gebracht.

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juergw. 10.02.2010, 16:49
3. Das stimmt !!

Zitat von gieles
Wirtschaftlich ist die die Orientierung nach Russland sinnvoll . Es gibt noch viele Verbindungen aus Sowjetzeiten, die zum Nachteil der Ukraine durch die westlich gesponsorte Orange Bewegung gestört wurden.. (Luftfahrt/Raumfahrt - Antonov / Zenit usw.). Diese Firmen werden profitieren. Auf dem EU Markt wurden ukrainisch/russische Firmen von den dortigen Lobbies geblockt (Siehe AN 70 / A 400 Diskussion).
Antonov hätte ein Transportflugzeug für einen Bruchteil
bauen können,als was jetzt Airbus für den A 400 haben möchte.Die größte Transportmaschine wird sowieso von
Antonov gebaut.Hätte man sie an der Entwicklung mit beteiligt würde der Vogel schon fliegen !

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sysiphus 10.02.2010, 16:49
4. Neuanfang

Janukowitsch ist der Strohmann der maßgeblichen Donbas-Oligarchen. Denen geht es nicht um Krawall, Ideologie oder NATO - die wollen in Ruhe Geschäfte machen und ihre fetten Pfründe sichern und legalisieren.
Deshalb besteht die Chance, dass jetzt wirtschaftliche Vernunft zur obersten Priorität in der ukrainischen Politik wird. Das hätte das von 5 Jahren orangenem Chaos zerrüttete Land auch bitter nötig. Der erste Schritt ist natürlich die Wiederherstellung der Kooperation mit Russland.
Timoschenko täte gut daran, ihre Niederlage anzuerkennen. Wenn sie die Ukraine mit ihren aussichtslosen Klagen ewig blockiert, wird sie auch die anstehenden Parlamentswahlen in Bausch und Bogen verlieren. Sie ist Janukowitsch gegenüber strategisch im Nachteil und ohne ihre Sponsormillionen von der Sorosstiftung und Co. auch ziemlich klamm.
Schließlich haben ihre Hochburgen in der Westukraine außer Nationalismus und bitterer Armut wenig zu bieten.

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sogos 10.02.2010, 16:51
5. nicht so wie viele denken

schoen dass hier so viele ueber Sachen schreiben, ueber die sie sich nicht auskennen.
Auch wenn der Moderator das vielleicht weghaut: der Tenor des Forums ist immer, hauptsache es geht gegen die Politik der USA.
Was die Leute in der Ukraine wollen und denken scheint nebensaechlich.
Fakt ist, dass die Ukraine 2 geteilt ist. Der Nord-Westen ist Europa zugewandt und ist auf die Russen nicht gut zu sprechen, die in ihren Augen Besatzer des Landes sind. Sie sind mit den Polen und Slowaken (West-Slawisch) sprachlich und kulturell verbunden und mitnichten den Russen (Ost-Slawisch). Der Sued-Osten ist der russisch zugewandten Seite. Gebiete wie die Krim sind eher durch eine Laune der Geschichte an die Ukraine gegangen, viele Bewohner dort sehen sich in erster Linie als Russen, die auf Ukrainischen Staatsgebiet wohnen.
Damit ist die Ukraine wie schon so oft zerrissen zwischen den grossen Maechten in Europa.

Fuer Russland ist die Ukraine ein strategisch wichtiges Land, da in Zukunft der Standort Moldavien/Transnistrien wegfallen wird und mit der Ukraine die Beherrschung des Schwarzen Meeres einfacher ist, zusaetzlich ist es fuer Russland eine "Ehrensache" den verlorenen Satellitenstaat wieder zurueckzugewinnen. Russland wird in den naechsten 4 Jahren keine halben Sachen machen und den Status quo zementieren.
Was kann Russland der Ukriane bieten ? Die Flugzeugbauer wie Anatov machen sowieso mehr Geld im Westen, und die Panzerfabriken in Dniepropetrovsk liefern sowieso nur nach Russland. Russland ist ein kranker Riese, der zur Zeit nichts bieten kann. In den Boomjahren (2004-2008) kam sowieso viel russisches Geld in die Ukraine.
Die Errungenschaften der orangenen Revolution wurden von korrupten und unfaehigen Politikern, sowie von der Ignoranz Westeuropas zerstoert. Die Chance wird so schnell nicht wiederkommen, Verlierer sind die Ukrainer, die die Chance auf ein freies Land aufgeben koennen und sich in eine arme Version von Russland oder Weissrussland evrwandeln koennen.

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voxpopuli1it 10.02.2010, 17:51
6. Endlich

GOTT sei dank lässt nicht jeder staat, sich vom eu burokratwahn,und machtapparat,(im styl der Sovietunion), vom betonkopfe aus bruxsel in seinem bahn reinzihen.Dieser eu vom besserwisser ist mit undemokratischer mittel an der macht gekommen,des wegen ob JANUKOWITSCH nach Russland sich rischtet, oder zur eu, soll fur ihn keinen unterschied sein,nur fur die eu bonzen ist einem schmacht.

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sponky 11.02.2010, 12:35
7. ungerecht

Es stellt sich die berechtigte Frage, warum Rumänien und Bulgarien trotz ähnlich schwacher wirtschaftlicher Leistung und hoher Korruption in die EU durften, der Ukraine jedoch nicht einmal langfristig die Chance eröffnet wurde. Lag dies an strategischen Überlegungen, dass man die russische Einflusssphäre zwar schwächen, es sich mit Putin und Co. gleichzeitig aber auch aus energiestrategischen Gründen nicht verscherzen wollte? Es lassen sich sicherlich hervorragende Verschwörungstheorien spinnen. Fakt ist aber, dass die EU sich und die Orangenen Revolutionäre um Chancen gebracht hat, was im Nachhinein kritisch betrachtet werden sollte.
Wir müssen auch nicht vergessen, dass es genau Deutschland war, das einen Nato-Beitritt der Ukraine blockiert hat

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crash64 11.02.2010, 13:08
8. Ukraine

Zitat von sponky
Es stellt sich die berechtigte Frage, warum Rumänien und Bulgarien trotz ähnlich schwacher wirtschaftlicher Leistung und hoher Korruption in die EU durften, der Ukraine jedoch nicht einmal langfristig die Chance eröffnet wurde. Lag dies an strategischen Überlegungen, dass man die russische Einflusssphäre zwar schwächen, es sich mit Putin und Co. gleichzeitig aber auch aus energiestrategischen Gründen nicht verscherzen wollte? Es lassen sich sicherlich hervorragende Verschwörungstheorien spinnen. Fakt ist aber, dass die EU sich und die Orangenen Revolutionäre um Chancen gebracht hat, was im Nachhinein kritisch betrachtet werden sollte. Wir müssen auch nicht vergessen, dass es genau Deutschland war, das einen Nato-Beitritt der Ukraine blockiert hat
Rumänien und Bulgarien gehörten nicht zur früheren UdSSR, so dass dies nicht vergleichbar ist.
Das der NATO-Beitritt blockiert wurde war nur gut, denn ein NATO-Beitritt hätte durchaus zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen in der Ukraine geführt.

Das Janukowitsch die Freundschaft zu Russland betont war zu erwarten. Die "Orangenen" waren zu einseitig und haben quasi alles russische verdammt.
Ich hoffe, dass Janukowitsch russisch als zweite Amtssprache einführt.

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Minnor 11.02.2010, 18:07
9. Sagen und Mythen über die Ukraine

Zitat von crash64
Rumänien und Bulgarien gehörten nicht zur früheren UdSSR, so dass dies nicht vergleichbar ist.
Und warum nicht? Die Verhältnisse da waren nicht nur ähnlich, sie waren weitgehend identisch und die Phrase "Bulgarien ist kein Ausland" wurde im Russischen sprichwörtlich (курица - не птица, Болгария - не заграница"). Auch die Entwicklungen in den 90er Jahren sind in allen 3 Ländern durchaus vergleichbar: Demontage des Kommunismus, Korruption und Kriminalität, Orientierung an die EU.

Zitat von crash64
Ich hoffe, dass Janukowitsch russisch als zweite Amtssprache einführt.
Ich weiß nicht welche Vorteile oder Profite Sie sich davon erträumen, aber sie werden darauf noch sehr lange warten müssen. Selbst wenn Janukowitsch versucht eine solche Verfassungsänderung (!) im Parlament durchzuboxen, wird er dafür 2/3 der Abgeordneten brauchen und ich bezweifle sehr, dass die Partei der Regionen und Kommunisten irgendwann eine solche Präsenz zusammenstellen werden. Sie sollen aber auch nicht vergessen, dass als 2-maliger Regierungschef hatte unser ProfeSSOr alle Zeit der Welt und vor allem die notwendige parlamentarische Konstellation, um der russischen Sprache den Amtsstatus zu verleihen. Stattdessen hat der Regierungschef janukowitsch die "Europäische Charta der Regionlal- und Minderheiten Sprachen" nur unter Vorbehalt ratifiziert, dass das Russische den Status "der Sprache der nationalen Mindeheit" und nicht der "Regionalsprache" bekommt.
Anhand der Sprachenfrage lässt sich der erste "ukrainische" Mythos widerlegen: Die Zweiteilung der Politiker in "pro-russische" und "pro-westliche" (Auf der anderen Seite hat z.B. die vermeintlich pro-westliche Timoschenko solch günstige Verträge mit Gazprom ausgehandelt, dass das Ganze Hochverrat grenzt). Diese Zweiteilung ist aber in allen deutschen und europäischen Medien sichtbar. Natürlich hat Janukowitsch als Oppositionsführer die russische Karte ausgesplielt, aber dies nur weil die "westliche Richtung" von den Orangen bereits monopolisiert wurde.

Der zweite Mythos der Zweiteilung der ukrainischen Bevölkerung wird meistens in den russischen Medien suggeriert (na ja das ewünschte und das Tatsächliche kann man oft verwechseln), in der Regel in Hinsicht auf Wahlergebnisse in einzelnen Regionen. Aber ähnliche Situationen gibt es auch woanders auf der Welt: In den USA gibt es Staaten, die traditionell liberal oder konservativ abstimmen, in Bayern regiert seit Jahrzehnten CSU und der Ruhrpott war lange Zeit der Hochburg von SPD.

Selbst in den Zeiten der politischen Eskalationen (1991, 2004) wurden die Konflikte in der Ukraine aber stets auf friedliche Art gelöst (vergleichen Sie das mit Moskau 1993, als der "liberal-demokratische" und "pro-westliche" Präsident Jelzin sein Parlament unter Kanonenbeschuß nahm), sodass die "bürgerkriegsähnliche Zustände" hoffentlich auch in der Zukunft nicht herrschen werden. Schon gar nicht wegen der NATO-Frage - sie geht den meisten am A. vorbei.

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