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Ukraine-Konflikt: Lawrow nennt russische Aktionen Einsatz für Menschenrechte
AFP

Das ist eine eigenwillige Sichtweise: Beim russischen Vorgehens im Ukraine-Konflikt gehe es um eine Verteidigung der Menschenrechte, sagte Außenminister Lawrow vor dem Uno-Menschenrechtsrat in Genf. Man denke in erster Linie an die ukrainischen Bürger.

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spon-facebook-10000523851 03.03.2014, 17:17
260. Hat nicht alles

mit einem vom Westen unterstuetzten gewaltsamen Regierungssturz begonnen ? Anstatt sich sofort an alle moeglichen "Freiheitskaempfer" zu binden, haette man auf die randalierenden und miteinander konkurierenden Umstuerzler maessigende einwirken und auf die Mehrheit des Volkes hoeren sollen.
Und die Traeumer dachten wirklich, dass Putin einpacken wurde ? Der Westen hat sich in innere Angelegenheiten eingemischt und Putin hat die Tuer zugeknallt. Beides ist unverantwortlich und hat mit der Bevoelkerung der Ukraine NICHTS zu tun.

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lupenreinerdemokrat 03.03.2014, 17:25
261.

Zitat von sysop
Das ist eine eigenwillige Sichtweise: Beim russischen Vorgehens im Ukraine-Konflikt gehe es um eine Verteidigung der Menschenrechte, sagte Außenminister Lawrow vor dem Uno-Menschenrechtsrat in Genf. Man denke in erster Linie an die ukrainischen Bürger.
Einsatz für Menschenrechte?
Da ist aber schon das Copy right der USA/NATO drauf, Herr Lawrow!
Hierfür ist eine Lizenzgebühr zu entrichten! Das geht ja nicht!

Ebenso bereits geschützte Bezeichnungen:

"friedensstiftende Mission"
"Enduring Freedom"
"Anti-Terrorkrieg"
"Zerstörung von Massenvernichtungswaffen"
".... aber die anderen haben angefangen!"

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bruja44 03.03.2014, 17:29
262. Jetzt verstehe ich die Welt nicht mehr

Meine Frage:
sind die auf der Krim und in der Ost-Ukraine lebenden Russen russische Staatsbürger oder Ukrainer?
Als russische Staatsbürger könnten sie mMn in ihr Heimatland zurückkehren. Sind sie assimiliert und das nehme ich an, hat Russland sie nicht zu beschützen.
Völkerrechtlich betrachtet ist der Einmarsch rechtswidrig. Da kann Herr Lawrow noch so viel schwätzen.

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südling 03.03.2014, 17:33
263. Das kalte Krieg denken...

Zitat von nn280
1945 stehen geblieben? Die Überfälle auf Laos, Kambodscha, Grenada, Irak, Serbien (NATO) vergessen? Die Schiffe im Schwarzen Meer vor Sotschi (falls einem Ami was passiert!), vergessen? Kalter Krieger für Immer? Oder bei den großen Kriegsverbrechen der USA mit Hunderttausenden Tonnen Napalm und Dioxin ("Agent Orange") nichts mitbekommen? Die USA sind pleite, politisch und wirtschaftlich, moralisch haben wir von denen überhaupt nichts zu lernen. Das imperialistische amerikanische Jahrhundert geht zu Ende! Sie sind nicht mehr alleine auf der Welt und auch nicht mehr die Weltpolizei.
....finden wir wohl eher auf der russische Seite.

Ausgangspunkt war doch wohl das auf Druck Moskaus verhinderte Assoziierungsabkommen der Ukraine mit der EU. Nichts mit NATO, nichts mit USA. Aber da haben die Europäer dem kleinen Wladimir wohl in den Sandkasten gepinkelt. Und das passt ihm natürlich nicht. Alles seins. Heult immer noch dem vergangenen Supermachtstatus hinterher. Und das sich die baltischen Staaten, Polen, Rumänien, Bulgarien, Tschechien, usw....in den Schoß des bösen, faschistischen Westen geflüchtet haben, hat er auch nicht verwunden. Dumpfes nationalistisches Machogehabe, das ist es. Nicht mehr, aber leider auch nicht weniger.

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claudiosoriano 03.03.2014, 17:41
264. Das

Zitat von weissgarnix
Mir kommt immer mehr der Verdacht, dass das Telefont "Fuck the EU" überhaupt nicht gehackt wurde, sondern als Warnung an die Gekauften bei der EU-Kommission war, endlich das zu tun, wofür die USA sie bezahlen. In dem Zusammenhang bietet sich die Lektüre des Artikels im "Le Monde" mal anschauen. Die Amis haben sich verspekuliert. Die "Eroberung" der Ukraine sollte bis zum Ende der Olympischen Spiele abgeschlossen sein. Jetzt haben sie den Salat. Wie friedlich die USA sind, zeigt der Umstand, dass ihre Spione Daten von jedem sammeln, auch - und nicht zuletzt - zu Zwecken der Wirtschaftsspionage. Wenn man das Engagement von Elmar Brok (EU-Parlamtent) betrachtet: Was hat er zu verbergen? Was weiß man in Amerika über ihn?
er sich mit viel Geld vom Bertelsmann Verlag, für deren Interesse bei der EU verdingt. In America weiß man so glaube ich, viel zuviel über die gesamte politische Kaste und deren Parteien, auch bezüglich der EU! Na ja, 2014 wird noch so einiges ans Tageslicht kommen, und davor scheinen unsere ausspionierten Politicos mächtig Angst haben.

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itzenflitz 03.03.2014, 17:45
265.

Zitat von maburayu
Aber wenn es in der Krim lebende Russen gibt, dann dürfen die, weil sie ja keine ukrainer sind, nicht an der "Abstimmung" über die Krim teilnehmen, oder irre ich mich da?
Was für eine Abstimmung? Ein Krim-Referendum wäre derzeitig wohl verfassungswidrig:
http://www.dw.de/luchterhandt-krim-r...rig/a-17464943
Da das Recht derzeitig aber für alle Konfliktparteien keine all zu große Bindungswirkung zu haben scheint, halte ich es sogar für wahrscheinlich, dass der Genosse Putin im Einsatz für die Menschenrechte eine "passende" Abstimmung organisieren wird. Vermutlich wird Russland darauf spekulieren, die zweifellos völkerrechtswidrige Besetzung der Krim wenigstens im Nachhinein mit dem "Volkswillen" politisch zu legitimieren ...

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G2c 03.03.2014, 17:57
266. Tatsachen bitte

Zitat von sysop
Das ist eine eigenwillige Sichtweise: Beim russischen Vorgehens im Ukraine-Konflikt gehe es um eine Verteidigung der Menschenrechte, sagte Außenminister Lawrow vor dem Uno-Menschenrechtsrat in Genf. Man denke in erster Linie an die ukrainischen Bürger.
Ein von der EU unterstützer, rechtsradikaler Pöbel hat eine frei gewählte Regierung gestürzt, die ohne Zweifel aus der inzwischen in diesen Regionen der Welt akzeptierten, örtlichen Kleptokratie bestand (b.t.w. "Willkommen in der EU").

Die neue Übergangs-Regierung hatte nichts Besseres zu tun, als der Mehrheit der Menschen in einigen Regionen das kulturelle Existenzrecht abzusprechen.

Herr Lawrow hat so etwas von Recht - auch wenn ich die Russen lieber hinter dem Ural sehen würde, mit dem Gesicht nach Osten.

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Lea S. 03.03.2014, 18:19
267.

Zitat von DonCarlos
Viele kennen hier wohl diesen Vertrag nicht: Ich habe leider keine Ahnung, wie weit sich die USA, GB und Frankreich für diese Abkommen aus dem Fenster lehnen werden. Mit einer Abspaltung der Krim und Teilen der Ukraine hat Russland genau das: die Garantiemächte in Form der NATO-Staaten USA, GB und Frankreich in der Rest-Ukraine. Russland ist gerade vertragsbrüchig geworden. Und genau in solchen Medien können Sie so etwas veröffentlichen? Versuchen Sie doch bitte einmal eine gegen die Invasion gerichtete Meinung in russischen Medien zu platzieren. Ich bitte Sie um ein Link auf Ihren Kommentar ...
Russland ist Vertragsbrüchig, da ist Russland nicht der Einzige.

In dem Vertrag aber steht ncihts von Nato-Einsatz. Allein das ist jetzt ausschlaggebend.

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clausbremen 03.03.2014, 18:56
268. Lawrow hat Recht ...

... nachdem die terroristischen Banden um den korrupten Klitschko angefangen haben, mit Horden von Scharschützen den wohltätigen, pro-russischen Präsidenten zu vertreiben, hat man in Moskau Gegenmassnahmen erwogen.
Als diese ukrainischen Banden dann reihenweise russische Staatsbürger ermordet haben, musste Putin handeln.
Seit 5:45 Uhr wird daher von der friedliebenden Roten Armee zurück geschossen.

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stvolk 03.03.2014, 22:09
269.

Zitat von ein anderer
Den Russen kann es doch nicht besser ergehen als den USA mit ihrem erweiterten Hinterhof. Dasselbe Misstrauen gegenüber dem Grossen Bruder in der Nachbarschaft.
Es ist eben nicht das selbe. In den Jahren 1989-91 haben sich zunächst der von der Sowjetunion dominierte Warschauer Pakt und dann sie selbst in Wohlgefallen aufgelöst. Der "Hinterhof" lief auseinander, sobald die UdSSR nicht mehr in der Lage war, das Zwangssystsem aufrecht zu erhalten, das allein seinen Zusammenhalt garantierte.

Im Unterschied dazu gibt es die Nato nicht nur immer noch, sondern sie ist sogar gewachsen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Sie ist eben kein "Hinterhof" (auch wenn die Amerikaner sich manchmal so verhalten, wie die NSA-Affäre zeigt). Letztlich ist sie ein Bündnis, dessen Schutz keines ihrer Mitglieder entbehren möchte. Die USA dominieren das Bündnis wegen ihres militärischen Gewichts aber sie sind seit 1945 der eindeutig angenehmere und klügere Hegemon in ihrer Einflusssphäre gewesen als Russland in seiner.

Die regelmäßigen Aufstände und Absetzbewegungen im Glacis der sowjetisch-russischen Einflusssphäre (1953, 1956, 1968, 1980, 1988-91, 2004, 2014 ...) haben kein Äquivalent in Westeuropa. Die hiesigen Regierungen packt sogar immer leicht die Panik, sobald sie den Eindruck gewinnen, die USA könnten sich von Europa ab und dem pazifischen Raum zuwenden. Dafür werden sie in Zukunft noch stärkeren Rückhalt in der Bevölkerung finden. Denn wer möchte in Europa schon allein gelassen werden mit einer rückständigen Großmacht, die militärische Erpressung noch immer für ein Mittel der Politik hält?

Letzteres ist auch der Grund dafür, warum Russland auf mittlere und lange Sicht als Verlierer aus dieser Konfrontation hervorgehen wird. Selbst wenn Putins Regierung jetzt die Ukraine spaltet (was sie angesichts der Mehrheitsverhältnisse auf der Krim auch mit friedlichen Mitteln hätte erreichen können) - alle Nachbarn Russlands werden vor ihm jetzt mehr denn je auf der Hut sein.

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