Forum: Politik
Ukraine-Konflikt: Was in Minsk alles auf dem Spiel steht
AFP

Bei der Ukranie-Konferenz geht es um nichts weniger als Krieg oder Frieden. Doch wer reist mit welchen Forderungen nach Minsk? Was geschieht, wenn die Verhandlungen platzen? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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aufklarer 11.02.2015, 08:47
1. Ukraine = Kanada / Mexiko

Ersetzen Sie in allen Artikeln spaßeshalber Russland durch USA und Ukraine wahrlweise durch Mexiko oder Kanada.
Und dann überlegen Sie mal, wie sich das alles für die USA anfühlen würde...

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Palmstroem 11.02.2015, 08:52
2. Wunsch und Wirklichkeit

Warum sollte Wladimir Putin seine Haltung ändern?
Es läuft gut für ihn, die Krim hat er annektiert, den Landzugang zur Krim wird ihm keiner streitig machen, die Ukraine ist destabilisiert. Nach Georgien, Moldavien und Weißrussland hat er nun einen weiteren Vasallenstaat als Puffer nach Westen. Und innenpolitisch hat er dank seiner nationalistischen Politik soviel Zustimmung wie noch nie.
Warum also sollte er seine Politik verändern. Er wird das gleiche Spiel wie immer liefern - Kiew müsse mit den Speratisten verhandeln, denn Russland sei ja nicht involviert und die Seperatisten werden dank ihrer militärischen Stärke alle Gespräche scheitern lassen und weiter zur Krim vorrücken.

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haraldhenn 11.02.2015, 08:55
3.

Das Normandieformat ist asymmetrisch und dadurch unwuchtig. Merkel, Hollande und Poroschenko (mit den USA im Hintergrund) einerseits gegen Putin andererseits. Nur Frohnaturen koennen an einen Erfolg glauben.

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Thomas Ernst 11.02.2015, 08:59
4. Informativer Artikel

Eine wohltuend neutrale und objektive Darstellung der Situation, danke dafür.

Allerdings scheint mir der Begriff Vermittlung bzw. Vermittler für Steinmeier und Merkel nicht passend. Beide gehören der Konfliktpartei an, die die EU bzw. die USA sind. Echte Vermittler dürften eigentlich für eine sachgerechte Wahrnehmung der Tätigkeit nicht in die Interessen der Konfliktparteien eingebunden sein.

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kritischer-spiegelleser 11.02.2015, 08:59
5. Krieg oder Frieden?

Ein Problem, das sich die EU mit ihrer Großmannssucht selbst ins Haus geholt hat. Hätte sie eben die Finger von der Ukraine gelassen und nicht Randgruppen zur Macht verholfen. So beschert uns vielleich die "Friedensunion" einen neuen Krieg! Aus Dummheit!

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chrutchfield 11.02.2015, 08:59
6. Was will Merkel...

...was will Putin. Alles dummes Zeug!
Die Frage muss sein: Was wollen die Menschen in den betroffenen Ländern. Antwort: Die wollen nur Frieden, und sonst nichts.

Haben die Leute, die immer mehr Waffen und immer mehr Gewalt herbeireden, eigentlich schon mal einen 'richtigen' Krieg mitgemacht? Ich glaube: nein.
Und der nächste wird noch viel schrecklicher sein als alles, was wir bisher erlebt/überlebt haben.
Fragt doch mal die Amerikaner, ob die in ihrem Land Krieg haben wollen? Mit Sicherheit: NEIN.

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Anton Waldheimer 11.02.2015, 09:03
7. so einfach wird es nicht

Wenn Minsk scheitert wird das zu allererst einmal zu weiteren erheblichen Gebiets- ( Slawiansk, Mariuopul usw) und Truppenverlusten für die Regierung in Kiew führen, deren Verbände dermaßen geschlagen sind, dass sie einem solchen Ansturm nicht mehr viel werden entgegensetzen können. Auf russischer Seite ist man im Gegensatz zum Sommer in der Lage, das Geschehen in der östlichen Ukrainehälfte weitgehend bestimmen zu können, insbesondere den Frontverlauf!

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minando 11.02.2015, 09:13
8. Merkwürdig...

...ich bin kein Militärexperte, aber die meisten Bilder, die wir hier vom ukrainischen Militär sehen, zeigen keine schon halb aufgelöste Lottertruppe, wie in den russischen Medien mitunter behauptet wird. Mag sein dass ihre Ausrüstung denen der Russen (pardon: der Separatisten) unterlegen ist, aber sonderlich panisch sehen die Männer nicht aus.

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MütterchenMüh 11.02.2015, 09:14
9. Verhandlungsspielraum ist gering

Zitat von Palmstroem
Warum sollte Wladimir Putin seine Haltung ändern? Es läuft gut für ihn, die Krim hat er annektiert, den Landzugang zur Krim wird ihm keiner streitig machen, die Ukraine ist destabilisiert. Nach Georgien, Moldavien und Weißrussland hat er nun einen weiteren Vasallenstaat als Puffer nach Westen. Und innenpolitisch hat er dank seiner nationalistischen Politik soviel Zustimmung wie noch nie. Warum also sollte er seine Politik verändern. Er wird das gleiche Spiel wie immer liefern - Kiew müsse mit den Speratisten verhandeln, denn Russland sei ja nicht involviert und die Seperatisten werden dank ihrer militärischen Stärke alle Gespräche scheitern lassen und weiter zur Krim vorrücken.
So ist es wohl.
Die EU wird "Federn lassen müssen".
Eine ernsthafte Lösung wird es nur geben bei Anerkennung der sogn. "Demarkationslinie" sowie der Autonomie für die sogn. "Neurusslandstaaten".

Dafür darf dann die Ukraine in die EU, wobei viele Ukrainer nur in die EU wollen, weil sie hoffen nach Deutschland durchreisen zu können (wie die zahlreichen Rekrutierungsflüchtlinge beweisen, und dazu bilden dann Ukraine, Russland Eu eine Art Freihandelszone.
Ansonsten geht es so weiter wie bisher.
Auf die Waffenlieferungen von Obama kann sich keiner verlassen, er ist politisch die "lame Duck" und wird keinen Rückhalt in der Bevölkerung haben, sich in eine miliärische Auseinandersetzung mit Russland einzulassen. Das schließt auch sogn. US-Militärberater in der Ukraine aus.

Dazu sollten wir immer daran denken, daß in Kiew zwielichte Leute regieren. Und durch die sollte man sich nicht in einen miltärischen Akt drängen lassen.

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