Forum: Politik
Ukraine-Konflikt: Was in Minsk alles auf dem Spiel steht
AFP

Bei der Ukranie-Konferenz geht es um nichts weniger als Krieg oder Frieden. Doch wer reist mit welchen Forderungen nach Minsk? Was geschieht, wenn die Verhandlungen platzen? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Seite 3 von 26
kakadu 11.02.2015, 09:28
20. @auflarer

ich kann mich nicht erinnern, dass die USA jemals in ein Nachbarland einmarschiert sind, um das Land zu annektieren. Es wäre ja etwas anderes, wenn Putin den Ostteil der Ukraine befrieden möchte, um sie dann an eine freie Ukraine zu überlassen. Aber genau das möchte Putin nicht. Erinnern wir uns mal daran, daß der ganze Konflikt begonnen hat, weil die ukrainische Bevölkerung einen russischen Vassalen abgewählt hat (ach ja, wählen ist unter Putin das falsche Wort)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
2Fast4U 11.02.2015, 09:30
21. Zitat:

"In Wahrheit will Putin erreichen, dass der Westen respektiert, was der Kreml als "russische Einflusssphäre" sieht."

Hört sich weit weg von dieser Zeit an. Jedoch schein er nichts anderes zu wollen was sich die USA ebenfalls als Selbstverständlich herausnehmen. Vielleicht betreiben diese Ihr Spiel ein wenig subtiler als Russland jedoch in keiner Weise anders bzw. weniger aggressiv... Mein Rechtsempfinden kommt mit dieser Einseitigen Verurteilung leider nicht klar.
Ich habe sicher auch ein schlechtes Gefühl dabei wenn Iran mit Atomtechnik experimentiert. Allerdings kann ich es nicht nachvollziehen wie eine "Supermacht" die als einzige je Atomwaffen auf ein anderes Land geworfen hat einem anderen souveränen Staat Atomtechnik verbieten möchte!??? Das gleiche gilt hier für die Dämonisierung Russlands das nichts anderes macht als was die Staaten jahrelang vorexerziert haben.
Vielleicht wäre mit gutem Beispiel voran gehen eine Lösung. Wenn man selbst auf Atomwaffen verzichtet macht man es anderen vielleicht einfacher. Wenn man selbst auf globalen Einfluss dieser Art verzichtet und die NATO nicht bis kurz vor Moskau schiebt vielleicht erweckt man dann dort auch den Eindruck dass man sich nicht Bedroht fühlen muss!? Oder man versucht Russland ernsthaft zu integrieren und nicht nur für Presse und Bevölkerung so tun als ob...


Aber das wäre wohl zu viel verlangt. Mit Waffen lässt sich eben gut verdienen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bi-rma 11.02.2015, 09:33
22. Ukraine = Kuba

Zitat von aufklarer
Ersetzen Sie in allen Artikeln spaßeshalber Russland durch USA und Ukraine wahrlweise durch Mexiko oder Kanada. Und dann überlegen Sie mal, wie sich das alles für die USA anfühlen würde...
Besser als ein Verweis auf Kanada oder Mexiko ist der historische Verweis auf die Kubakrise in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Schlagworte wie "Schweinebucht" machen dann deutlich wie die USA auf solche "Provokationen" reagieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Christ 32 11.02.2015, 09:33
23. .

Die westlichen und ukrainischen Vorstellungen sind viel zu hoch als das eine diplomatische Einigung realistisch erscheint. Ich vermisse wie immer echte Zugeständnisse an die Seperatisten und Russland die in einer deutlich besseren Verhandlungsposition sind.

Wer Verhandlungen will sollte etwas anzubieten haben, ein Geschäft kommt nur zu stande wenn beide Seiten etwas davon haben. Die Frontlinie vom letzten Jahr und ein kleines bisschen Unabhängigkeit für die Seperatistengebiete ist nix womit man handeln kann.
Dafür haben die Seperatisten nicht gekämpft und damit würden sie sich auch nicht abspeisen lassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
desireless 11.02.2015, 09:33
24. Überlegenheit

Was in dem Artikel leider zu wenig betont wird: die Separatisten sind den Regierungstruppen militärisch haushoch überlegen und deutlich auf dem Vormarsch. Die Ukraine ist pleite, Soldaten desertieren reihenweise, die Regierung ist uneins, der "Partner" EU nicht bereit oder fähig zu helfen. Aus anderen Quellen ist zu erfahren, dass viele ausländische Söldner von Separatisten eingekesselt sind und wohl demnächst als Faustpfand an Putin fallen. Aber unsere Presse tut so, als wäre der Westen in der Lage, Putin irgendwas aufdiktieren zu können. Lächerlich. Bisher wurde in diesem Konflikt Putin gestärkt und die Schwäche des Westens offenbart.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tpk 11.02.2015, 09:34
25. Eine föderale Ukraine - geht das überhaupt noch?

Wenn der Westen nicht gewillt ist, militärische Mittel einzusetzen, scheinen mir die Forderung einer Föderalisierung hanebüchen unrealistisch. Die Russen haben sich das Gebiet blutig erorbert, die werden das nicht mehr hergeben - und vor allem: nach diesem Bürgerkrieg, was wäre das für eine Föderation? Die sollen Putin fragen, was er haben will, dann soll er das bekommen und dann schauen, ob er damit glücklich wird. Das ist zwar ein Kleinbeigeben vor widerlichen Mitteln, aber was sind denn wirklich gangbare Alternativen? Diese rücksichtslose, zynische Weise der Kriegsführung fällt schon und wird auch in Zukunft negativst auf Russland zurückfallen, da ist es für alle Beteiligten besser, wenn der Westen als der Klügere nachgibt. Und dann Zaun um den Osten der Ukraine, alle anderen Länder, die von der Nato vor den Russen geschützt werden wollen, ordentlich schützen und die Westukraine aufbauen. Die im Osten, die keinen Bock auf Russland haben, dabei unterstützen, in den Westen zu kommen. Sobald in der Ukraine Ruhe ist, wird da auch Investitionsgeld hinfließen - vorausgesetzt, dass die vernünftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen schaffen. Nuja, und wenn sich für so was in Kiew keine Mehrheit findet, weil da Leute sind, die weiter mit Russland Krieg spielen wollen, dann bleibt glaube ich nicht viel anderes übrig, als dass die sich solange eine blutige Nase holen, bis sie genug davon haben. Bis dahin sollten wir die Finger von denen lassen. Wir haben in den letzten Jahren an ausreichend praktischen Beispielen gesehen, dass (militärische) Interventionen von außen die Sache eher schlimmer machen. Es ist zwar traurig, aber einem Alkoholiker kann man auch erst dann helfen, wenn er sich selber helfen lassen will.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
egoneiermann 11.02.2015, 09:34
26.

Zitat von aufklarer
Ersetzen Sie in allen Artikeln spaßeshalber Russland durch USA und Ukraine wahrlweise durch Mexiko oder Kanada. Und dann überlegen Sie mal, wie sich das alles für die USA anfühlen würde...
Verstehe ich nicht. In Kanada gibt es eine starke seperatistische Strömung des französisch sprechenden Teils. Dies wird aber innerhalb der demokratischen Spielreglen gehandhabt und es mag durchaus sein, dass sich Kanada mal aufspaltet. So gesehen wirklich ein dummes Beispiel, weil sich die USA in diesen Streit nicht einmischt. Die USA hat seit dem letzten Krieg gegen Mexiko vor mehr als hundert Jahren keinerlei Bestreben gezeigt ihr Staatsgebiet auszudehnen, nicht einmal Puerto Rico, die ja gerne möchten wird ein regulärer Bundesstaat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
anfrage 11.02.2015, 09:35
27.

Leider beinhaltet der Artikel nicht das alles entscheidende
Interesse der Russen an der Auseinandersetzung. Es ist die NATO-Osterweiterung und die eventuelle NATO-Mitgliedschaft der UK. Unter diesem Aspekt muss die Besetzung der Krim verstanden werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
reggi 11.02.2015, 09:36
28.

Zitat von minando
...ich bin kein Militärexperte, aber die meisten Bilder, die wir hier vom ukrainischen Militär sehen, zeigen keine schon halb aufgelöste Lottertruppe, wie in den russischen Medien mitunter behauptet wird. Mag sein dass ihre Ausrüstung denen der Russen (pardon: der Separatisten) unterlegen ist, aber sonderlich panisch sehen die Männer nicht aus.
Moderne Kalaschnikow und der in der Mitte sogar mit ner GoPro- Aktionkamera. Und nirgendwo Rangabzeichen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stand.40 11.02.2015, 09:36
29. Verhandlungen werden

scheitern. USA wird Waffen und militärische Hilfe leisten bis das Land platt ist und viele unschuldige Menschen tot und vor dem Nichts stehen.Die Oligarchen gehen in landesferne Häuser bzw.Villen und verprassen ihre Milliarden nach wie zu vor. Das Land Ukraine muß aufgebaut werden. Das macht dann die EU mit 80 Prozent deutscher Steuergelder. Frau Merkel , Hr.Steinmeier bitte beim Vorhaben bleiben -- keine militärische Hilfe auch keine Sanktionen .Deutschland ist nicht die Welt die überall präsent sein muß .Wir möchten in Frieden leben. Unsere nachfolgenden Generationen auch ,dafür sind wir verantwortlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 26