Forum: Politik
Ukraine-Konflikt: Mit Russland - nicht gegen Russland
AFP

Wie sieht der Weg zum Frieden in der Ukraine aus? Verhandlungen mit Russland - oder Waffenlieferungen an Kiew? Der Westen streitet darüber auf der Müncher Sicherheitskonferenz. Bundeskanzlerin Merkel hat jetzt ihre Position bekräftigt.

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tserclaes-graf-von-tilly 07.02.2015, 14:45
220. Ohne US.-Armee = Operetten-Truppe ....

Zitat von ichsagwas
Nun ja, was akzeptabel oder inakzeptabel ist, dass sollten immer noch die Europäer entscheiden und schon gar nicht irgendwelche NATO-Generäle. Breedlove kann von sich geben, was er will, Entscheidungsgewalt hat er keine. Trotzdem ist es schlimm genug, wenn der Oberbefehlshaber der NATO in Europa ein amerikanischer General ist. Das sagt viel aus über unsere Souveränität. Wir haben uns verkauft. Würdelos.
Die Staaten sind die einzigen, die auf militärischem Gebiet etwas können, den Rest der NATO kann man getrost unter "Ulk" verbuchen, einschließlich einer gewissen Beamtenschaft mit eigenen Kinderspielstuben und Bügelstationen, die sich Bundeswehr nennt ....
McCain ist über Nord-Vietnam im abgeschossen worden und hat dieses mit Würde überlebt ... was will da eine ehemalige FDJ-Sekretärin? ... eine Lachnummer ...

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leser34 07.02.2015, 14:50
221. Warum sollte Putin aufhören?

Es läuft doch alles wie geplant und Konsequenzen sind keine in Sicht - das Ganze ist ein grandioser Erfolg für Russland (und mit Russland sind die gemeint, die vom Krieg profitieren).
Russland hat nicht nur den Krieg vom Zaun gebrochen, sondern auch ganz gezielt anderen Staaten damit vorgeführt was ihnen auch blühen wird. Dabei wird ganz gezielt ausgenutzt wie Europa "tickt" - den Tätern wird zigmal mit einer "Strafe" gedroht ohne dass es zu spürbaren unangenehmen Konsequenzen führt und die Opfer fallen unter den Tisch. Auch hier zahllose Erklärungen warum das arme gedemütigte Russland garnicht anders handeln kann und wie man Russland helfen kann.
Sicherlich reden ist immer der erste und gute Schritte - aber wenn Reden nicht mehr hilft, dann bleibt nur Konsequenzen durchzuziehen - oder immer weiter reden, bis man letztendlich kapitulieren muss, weil deer andere einfach nichts ändern will und aus seiner Sicht auch keinerlei Grund besteht sich anders zu verhalten.

Die Frage nach all dem Reden ist jetzt eigentlich nur noch wieviele "rote Linien" dürfen ohne Konsequenzen noch überschritten werden - wahrscheinlich noch viele.

Die Ukraine hat den nicht erklärten und trotzdem stattfindenden Krieg verloren, wird nun im günstigsten Fall aufgeteilt (weil eine komplette Übernahme jetzt noch zu teuer ist und zu einem späteren Zeitpunkt von alleine und damit kostenlos erfolgen wird) und darf jetzt noch die Rolle der "Pufferzone" spielen (nebenbei rückt damit Russland wieder näher an die Grenzen der Nato - müsste sich bei Gelegenheit also wieder bedroht fühlen). Die anderen Baltikumstaaten haben auch gelernt, dass Europa viel redet, Drohkulissen aufbaut und dann kapituliert. Auch sie sind trotz NATO nur David gegen Goliat und wenn der Drohkulissen aufbaut, dann zieht er das auch durch - egal wie er es dann nennt und verpackt.

Ob nun Amerika schlimmer oder besser ist als Russland und wer sich wann nicht an Verträge gehalten ist - im Endeffekt alles alte Kamellen, weil schon passiert und nicht mehr rückgängig zu machen - vor allem aber keinerlei Rechtfertigung es dann auch machen zu dürfen.

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mchunter 07.02.2015, 14:57
222. es gibt eine ganz einfache Loesung

Russland wendet sich nach Osten und laesst Europa in Ruhe. Der einzige Haken daran ist, das Russland dann kein "Spielzeug" mehr hat... Putin droht doch immer damit, aber es koennte die beste Loesung sein!

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hlgamber 07.02.2015, 15:02
223. Waffenlieferungen bedeutet Krieg und nicht Frieden

Die USA drängt Europa in einen Krieg gegen Russland. Das US Motto lautet: es kann nur einen geben und das ist die USA. Westeuropa hat doch genügend Kriege gegen Russland verlohren. Deutschland hat jedesmal dies besonders zu spüren bekommen. Ich hoffe die deutschen Politiker lassen sich diese mal nicht in einen Krieg zwingen.

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stonecold 07.02.2015, 15:04
224.

Zitat von pansatyr
http://vk.com/rusberlinde http://vk.com/album-81591471_208965670 und diese Irren wollen uns weismachen, daß die gegenwärtige russische Führung am Frieden interessiert sei; daß es eine historische deutsch-russische Freundschaft gäbe, daß der Westen der Kriegstreiber sei und allerlei russofaschistische Sch..... mehr. In diesen Medien wird bereits Krieg gegen den Westen geführt.
Wieso Sie die Auswüchse des russischen Facebookpendants mit russischen Medien gleichsetzen, erschließt sich mir nicht. Nichts in richtigen Medien (Fernsehsender, Zeitungen mit nennenswerter Auflage) gefunden?

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hdwinkel 07.02.2015, 15:11
225. Völkerrecht

Zitat von Verändert
Das ist natürlich nicht richtig. Militärischer Beistand ist bei einem Angriff auf ein Land selbstverständlich unabhängig davon möglich, wie man den Konflikt nennt. Im Übrigen wäre er für Großbritannien und die USA sogar geboten nach den Vereinbarungen von Budapest. Es ist immer etwas schade, wenn Leute sich anmaßen, über das Völkerrecht zu dozieren, die so gar keine Ahnung haben. Das hilft doch in der Debatte nicht weiter.
Bevor Sie anderen vorwerfen, keine Ahnung zu haben, machen Sie sich doch bitte selbst die Mühe, die entsprechenden UN-Artikel nachzuschlagen. Ich helfe Ihnen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Recht_z...stverteidigung
http://www.un.org/depts/german/un_charta/charta.pdf
Und nein, die Ukraine hat nicht bekanntgegeben, sich in einem Verteidigungszustand zu befinden. Sie hat auch keinen Ausnahmezustand ausgerufen, sondern führt offiziell eine ATO durch und glaubt damit die Regeln des humanitären Völkerrechts nicht anwenden zu müssen.

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spon_2873649 07.02.2015, 15:23
226.

Zitat von Peter Uhlemann
Appeasement-Politik betreibt vor allem Russland schon seit ca. 30 Jahren. Das fing noch in der Sowjetunion mit Gorbatschow an, setzte sich extrem unter Jelzin fort und auch Putin hat in seinen ersten Jahren noch Appeasement-Politik betrieben. Mittlerweile hat Putin aber wohl gemerkt, dass er mit dieser Politik gegenüber dem gierigen Westen, der sich als "Sieger der Geschichte" fühlt, keine Chance hat Russland zu stabilisieren. Beim Georgien-Konflikt hat der Bär zum ersten mal vernehmlich gebrummt, "bis hierher und nicht weiter", und eine Zeit lang hatte es den Anschein, als hätte der Westen das verstanden. Aber dann hat der Westen in der Ukraine wieder seine gierigen Finger gen Osten ausgestreckt und dem Bär bleibt gar nichts anderes übrig, als noch lauter zu brummen und dagegen zu halten. Er kann sich nicht so sehr in die Enge treiben lassen, es wäre das Ende Russlands.
Glauben Sie ernsthaft daran, was Sie schreiben? Oh man... es gibt keine russische Einflusssphäre...jedes Land kann allein entscheiden, wozu es gehören will...egal ob Georgien oder die Ukraine... es wird immer lustiger, wie Menschen die aggressive Expansionspolitik von Putin verteidigen...jaja, die böse USA und der Westen sind schuld...ignorieren wir einfach einmal, dass Putin den Krieg sofort beenden könnte, wenn er seine Waffen- und sonstige Hilfslieferungen an die Separatisten einstellt...ignorieren wir einfach einmal, dass Putin den Bürgerkrieg angestiftet hat (lesen Sie das Interview von Strelkow!)...geben wir den Kriegstreiber (wie vor 77 Jahren) einfach seine Beute, in der Hoffnung, dass er nicht noch mehr will...aber er wird damit nicht zufrieden sein. Warum wandern nicht alle Putin-Anhänger einfach in ihr gelobtes Russland aus...bzw. die vielen Anhänger unter den Russlanddeutschen wieder zurück? Im Westen leben und sich gleichzeitig ständig darüber beschweren...und einem Diktator und seiner Propagandaabteilung von Russia Today und Co. jeden Mist, jede noch so absurde Ausrede für völkerrechtswidrige kriegstreibende Handlungen, glauben...wir sind nicht im Kindergarten, wo man mit dem Finger auf ein anderes Kind zeigt und sagt, wenn man gerade von der Erzieherin ausgeschimpft wird, dass das andere Kind das auch gemacht hat...anderes Unrecht rechtfertigt kein eigenes Unrecht!!! Eine diplomatische Offensive des Westens in der Ukraine rechtfertigt nicht die Anstiftung eines gewaltsamen Bürgerkriegs und dessen materielle sowie personelle Unterstützung seitens Russlands! Die Menschen in der Ostukraine hätten ihren eigenen friedlichen Maidan abhalten können bzw. bei der demokratischen Präsidenten- bzw. Parlamentswahl ihre eigene Kandidaten wählen können...aber das wusste man durch den anhaltenden Bürgerkrieg seitens Russlands zu verhindern.

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Claes Elfszoon 07.02.2015, 15:33
227. Die USA drängen schlimmstenfalls ...

Zitat von hlgamber
Die USA drängt Europa in einen Krieg gegen Russland. Das US Motto lautet: es kann nur einen geben und das ist die USA. Westeuropa hat doch genügend Kriege gegen Russland verlohren. Deutschland hat jedesmal dies besonders zu spüren bekommen. Ich hoffe die deutschen Politiker lassen sich diese mal nicht in einen Krieg zwingen.
... zu einem Verhalten, das zielführend ist in Bezug auf die Eindämmung der russischen Eskalations-Maschinerie.

Deutschlands letzte Katastrophe war die Folge einer Schönwetter-Wunschmotiv-Politik gegen einen, der seine Ziele absolut durchzog und dafür auch auf Frieden verzichtete und seinem Volk die Opferrolle schmackhaft machen konnte (wobei die Ähnlichkeit mit der innenpolitisch motivierten Propaganda in Russland, samt Folgen, frappierend ähnlich ist).

In der EU scheint diese Politikfarce heute auch mal wieder als alternativlos zu gelten.

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john.fire 07.02.2015, 15:34
228. Zählen nur die Opfer unter den ukrainischen Soldaten?

"Allein in den vergangenen 24 Stunden seien fünf ukrainische Soldaten getötet, 26 weitere verwundet worden, sagte ein Militärsprecher am Samstagmorgen in Kiew." Und wie viele Zivilisten sind getötet worden? Ehrlich gesagt interessiert mich das deutlich mehr als der Tod von ukrainischen Soldaten, auch wenn diese teilweise sicher nicht freiwillig in diesen Bruderkrieg, sondern nicht das Geld hatte, sich im "Rechtsstaat" Ukraine frei zu kaufen.

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zwietracht 07.02.2015, 15:41
229. und die Erde ist eine Scheibe

Zitat von südwest3
Uns verbindet viel mehr mit den USA als mit Russland. Vergessen wir mal nicht, dass Russland 40 Jahre lang einen Teil Deutschlands besetzt hielt. Ohne die USA hätte Russland nicht zu den Siegermächten des 2. WK gehört, Der Wiederaufbau nach dem 2. WK hätte nicht so stattgefunden,
Einfach köstlich. Uns verbindet mit Russland sehr viel, langfristig gesehen sind die kulturellen und ethnischen Verbindungen zu Russland als unseren europäischen Nachbarn stärker als zu den USA.
Ihr Einwand der Besetzung Deutschlands ist der Hammer, Sie scheinen die Kleinigkeit übersehen zu haben dass Deutschland von *allen* Siegermächten besetzt wurde, und im Gegensatz zu den Russen sind die Amerikaner sogar noch im Land stationiert.
Und die Frage wer den Krieg ohne wen nicht gewonnen hätte lässt sich auch genau anders herum beantworten. Die USA haben zwar Material geliefert, aber die Russen haben letztendlich am Boden die entscheidenden Schlachten gewonnen und dabei ca. 20 Millionen Soldaten geopfert. Das hätten die USA (sich) nicht leisten können.

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